Mausloch

Servus! Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
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Sonntag, 23. August 2026

Doppel-High Five der Woche

Man soll es nicht für möglich halten, 
da hab ich doch tatsächlich letzte Woche die High Five vergessen!


Ich nehme an, viele, ach, hunderte von Menschen saßen am letzten Sonntag ziemlich enttäuscht, wenn nicht gar traurig vor ihren Geräten. Ich fühle mit euch, es muss schlimm gewesen sein ..

Deswegen und weil ich meine eigene Fassungslosigkeit etwas dämpfen möchte, gibt es heute ein 

doppeltes High Five der Woche!

2 x 5 positive Momente
aus den vergangenen ZWEI Wochen
herausgepickt


1

der Urlaub beginnt!
Zwei Wochen außerhalb der Praxis, zwei Wochen pure Selbstbestimmung!

2

es ist ein Ende dieser Hitzephase in Sicht! Ich freu mich auf die Nordsee und laufe gleich in den Laden, mir einen schicken neuen Koffer zu kaufen. Ganz viel Vorfreude!

3

Ursula Poznanski präsentiert das neueste Werk: Canvas!

Der Nachfolger von Cryptos, das ich gerade wieder einmal lese. Zwischendrin wünsch ich mir noch die Comic Edition von Cryptos. Und nach diesen drei Büchern steht schon der nächste Poznanski an: Das Signal
Ich bin ein bisschen im Taumel

4

Waldfeger ist so lieb und kümmert sich um meine Pflanzen, während ich weg bin. Das beruhigt mich ungemein, die Pflanzis in guten Händen zu wissen!

5

Tochter und Looli waren sommerrodeln. Ein kleiner Ausflug in die Kindheit, sommerrodeln macht Spaß! Ich hab Fotos gekriegt, man sieht, was sie für eine Gaudi haben! Das freut mich unheimlich! Und mal wieder denke ich etwas wehmütig an die Zeit, als die Kiddies noch klein waren


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Die Fahrt auf der Autobahn ist ok für mich. Ich brauche gut 8 Stunden von Nürnberg nach Emden, wo ich tatsächlich 10 Minuten vor dem Mann ankomme. Er ist mit der Bahn angereist und muss zum ersten mal nicht ewig auf mich warten.

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Die Ferienwohnung ist prima! Eine modern eingerichtete, schnuckelige Wohnung mit Terrasse. Und nur ein paar Schritte vom Deich entfernt.

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Gleich am ersten Abend besuchen wir das Bierfest am Hafen. Und ich erlebe noch viel mehr in diesem Urlaub - eine Schiffsfahrt nach Norderney, ein Ausflug nach Emden und Leer, zwei Museen, eine Robbenstation, ein Kinobesuch, das Meer, ostfriesische Teezeremonien, zauberhafte Alleen über die Weite des Nordens

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Ich spüre, wie ich mich entspanne. Wie der Stress nachlässt, die Ruhe kommt. Ich fühle die Erholung und dass mein Kopf frei wird. 
Viel kann - kein muss!

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Fischbrötchen !!!






Samstag, 22. August 2026

Nordsee - Urlaub, Dag fiiv

Dieser fünfte Nordseetag war echt tierisch!

Nachdem wir den Vormittag mit herrlichem Nichtstun vertrödelt haben, (das bedeutet, ich hab nichts getan, der Mann hat in der Küche rumort und Brötchen geholt) machten wir uns auf nach Norddeich. Weil wir vor 12 Jahren mit den Kindern schonmal dort geurlaubt haben und gute Erinnerungen haben.

Der Weg dorthin war traumhaft! Über norddeutsche Alleen, an weiten Feldern vorbei, Unmengen von Windrädern, schwarz-weißen Kühen und Pferden. Einzig der Wechsel im Minutentakt von Tempo 100 auf 50 auf 70 auf 30 auf 100 hat es spannend gemacht. Wir kommen beim Großparkplatz an und ich erlebe etwas, was ich noch nie in meinem Leben erfahren habe - ich holte mir den ERSTEN Parkplatz! VIP-parking quasi, ganz vorne! So alt musste ich werden, bis ich tatsächlich mal den ERSTEN Parkplatz bekommen hab! Sabine, Platz 1! Da war es auch gar nicht mehr so schlimm, dass es zu regnen anfing. 

Wir wollen die Hauptstraße entlang laufen, weil es da in unserer Erinnerung viele kleine Läden gibt. Der Weg dorthin gestaltet sich länger als gedacht. Mit Schirm und Regenjacke stiefeln wir durch das Wohngebiet. Lange. Sehr lange. Mein Fußgelenk meldet sich und ich beruhige es, indem ich mir selber ständig vorbete, dass ich bestimmt gleich einen Stuhl und einen Tee kriege. Als wir endlich ein Café erreichten, fanden wir einen völlig überforderten Angestellten, der mir keinen Ostfriesentee für eine original Ostfriesen Teezeremonie geben wollte (oder konnte), sondern nur eine Tasse heißes Wasser und einen Teebeutel. Nein danke, dann bleib ich bei Cappuccino. Hauptsache erstmal ein bisschen ausruhen.

Gestärkt laufen wir weiter, die kleinen Läden befinden sich übrigens in der Parallelstraße, bis wir am Deich ankommen. Dort ist ein Aussichtslokal ganz oben, das wir damals schon besucht haben. Da krieg ich meinen Ostfriesentee! Nachdem wir die vielen Stufen erklommen haben, stehen wir am Ende der Schlange. Das Lokal ist überfüllt. Danke.

Okeee, dann laufen wir auf dem Deich weiter. Als wir damals hier waren, hat uns der starke Wind fast aufs Meer geweht. Und heute wehte der selbe Wind genauso stark - bloß mit Regen vermischt. Hui, was für ein Spaß! Tapfer stapfen wir im strömenden Regen oben auf dem Deich bis zur nächsten Treppe. Den Schirm fest umklammert, bis mir die Hand einschläft. Mit der anderen Hand hänge ich mich an den Mann. Das Meer und der Himmel haben das gleiche Hellgrau, ich halte den Schirm wegen dem Wind (wegen des Windes) so tief, dass ich nur den Weg und meine nassen Schuhe sehe. 
Jetzt durch ein nächstes Wohngebiet und den Park und ein weiteres Wohngebiet bis zur Seehundstation. Da sehen wir einen Hasen! Ähnlich unserem wilden Gartenkaninchen Roger. Er sitzt da ziemlich entspannt und lässt uns nah an sich vorbeilaufen. Nach ein paar Minuten hüpft mir ein winzig kleiner, grüner Frosch vor die Füße, nicht größer als eine 20 ct Münze. Der Mann rettet ihn vom Weg rüber ins Gras. Man sieht ihn fast nicht und der Weg ist gefährlich für so einen Winzfrosch!

Endlich erreichen wir die Seehundstation. Zum Glück ist der große Tages - Ansturm schon vorbei, die meisten plärrenden Kinder wieder gegangen, so dass wir relativ viel Ruhe hatten. Die Robben waren so niedlich! Diese Schutzeinrichtung ist wirklich toll gestaltet, viel Information, viel kindgerechte Lernstationen. Wir erfahren eine Menge über Robben. Wie sie gefunden und gerettet werden, wie sie leben, was sie so tun und wie sie wieder ausgewildert werden. Wusstest du, dass so ein Robbenbaby mit einer extrem fetthaltigen Robbenmamamilch gestillt wird, so dass das Kleine täglich ein ganzes Pfund zunimmt?  Das braucht es auch, denn von einem Tag auf den anderen kümmert sich die Mami nicht mehr um den Nachwuchs und der Kleine muss sehen, wo er sein Futter herkriegt. Jagen will gelernt sein, bis er es kann, nimmt er massiv ab und verbraucht diese Fettreserven wieder. Interessant, oder?
Wäre ich ein Schüler, könnte ich anschließend ein tolles Referat über Robben schreiben. Wie schade, dass ich kein Schüler mehr bin. Haha.
Ich hab meine Kinder übrigens bekocht, bis sie von selber ausgezogen sind. Da haben sie Glück gehabt, dass ich keine Robbenmama bin!

Nachdem wir mit viel Geduld ein paar schöne Schnappschüsse der süßen Robben gekriegt haben und sich das Institut langsam leert, gehen wir auch. 
Jetzt scheint die Sonne, aber unsere Jacken, Hosen, Schuhe, Socken und Hosen sind noch sehr feucht vom Regen. So wollen wir eigentlich nicht ins Restaurant gehen, also werden wir uns was vom Italiener holen und mit in die Fewo nehmen.
Der Rückweg zum Parkplatz führt uns durch die riesige Außenanlage der Robbenstation. Es ist ein Park mit viel Spielgerät für Kinder. Ähnlich dem Erfahrungsfeld der Sinne in Nürnberg, nur größer und etwas gepflegter. Eine Wasserhuhnmutti mit ihrem Kind scharrt unbeeindruckt von uns in der Wiese, eine Minischnecke wird beinah übersehen, sie ist bestimmt schon monatelang dabei, diesen Weg zu überqueren und hat noch einiges vor sich, viel Glück, kleine Schnecke!

Nach einer erneuten Wanderstrecke durch diesen hübschen Park vorbei an Teichen mit Seerosen und gesundem, grünen Gras kommen wir schließlich wieder am Parkplatz an. Da steht das Auto auf dem VIP Platz. Erneut freue ich mich! Wir schmeißen tatsächlich die Heizung an, um unsere feuchten Schuhe ein bisschen zu trocknen und fahren bei schönstem Wetter über diese herrlichen Landstraßen zum Italiener im Ort.  Wo uns eine Katze über den Weg läuft und ein Stück begleitet. Sie will gestreichelt werden und ich will streicheln. Eine hübsche, grau-getigerte Katze, die sich um unsere Beine schlingt. Der Mann ermahnt sie noch, dass sie auf der Straße vorsichtig sein soll und wir steigen mit Pizza, Fischbrötchen und Salat ins Auto. 

Zum Abschluss dieses tierischen Tages schreien eine Menge Wildgänse draußen herum, während ich in dieses leckere Fischbrötchen beiße!

Fotos:




ja, da fahren wir hin


*der VIP-Parkplatz*
trocken und fast leer am Abend

wandern mit Schirm, Charme und Schietwetter auf dem Deich







das Wasser ist so grün von den Algen. Ist original Nordsee-Meerwasser, steht da auf dem Schild

die kleinsten Robbenbabys. Wenn sie wie ein Korken schwimmen, sind sie tiefenentspannt



Familie Wasserhuhn

schau, wie schmal ich durch die ganze Rennerei geworden bin


endlich ein Fischbrötchen!

Nordsee - Urlaub, Dag fäär


Hungrig in Emden

Heute am vierten Tag gab es einen Ausflug nach Emden. Und das bei schönstem, nordischen Schietwetter, aber das wussten wir vorher. Deswegen war der Plan, ins Kino zu gehen.

Vorher aber gucken wir uns Emden an. Erstmal einen Kaffee , frisch gemahlen mit dem leckersten Keks des Jahres. Dieser Keks hielt uns den Tag über am Leben, sozusagen. Wir planen ein bisschen und wollten den Turm des Landesmuseums erklimmen, von dem man eine tolle Aussicht auf die Stadt haben soll. Der Aufzug fährt aber nicht bis ganz oben, sagt die nette Empfangsdame, es wären noch 56 Stufen zu bezwingen. Mit meinem von Arthrose zerfressenen Knochengerüst scheint mir das unmöglich, also verwerfen wir den Plan. 

Dann wollten wir eine Kanalrundfahrt mitmachen, wir stehen sowieso direkt an der Ablegestelle. Das Kartenhäuschen ist geschlossen, auf dem Plakat steht, man solle die Tickets online kaufen. Wir sind not amused, aber wir scannen den QR Code, der uns nicht weiter bringt. Wir versuchen alles, scheitern aber kläglich. Ratlos schauen wir uns um und finden uns inmitten von etlichen Leuten mit Handy in der Hand wieder, die genauso hilflos umherblicken wir wir. Keiner hat einen Plan! Irgendjemand verbreitet, dass Tickets auch in einem Laden ein paar hundert Meter weiter verkauft werden - von echten Menschen! Kollektives Aufatmen und problemloser Ticketkauf vor Ort.

Gut, die Fahrkarten haben wir, jetzt müssen wir Zeit totschlagen. Erstmal ein Fischbrötchen, das ist immer eine gute Idee. Dort drüben ist ein Marktplatz voller Imbiss-Wägen, da gehen wir hin. Sobald wir die Straße überquert haben, gehen sämtliche Imbisswagenjalousien runter und die Verkäufer packen ein - Feierabend. Ist schließlich schon 13:00 Uhr. 
Leicht erschüttert wandern wir weiter. Hier sind viele Lokale und Geschäfte, da wird sich wohl irgendwo ein Fischbrötchen auftreiben lassen. Dachten wir.
Es gibt Restaurants, Eisdielen, asiatische Bowls, Kneipen, Cafés, Klamottenläden, Schreibwaren - aber weit und breit nichts Handfestes, was man mitnehmen könnte. Vor allem keine Fischbrötchen.

Was ist los, Emden?

Na dann eben nicht, dann gibt es statt Fischbrötchen eben ein Bunkermuseum. Ablenkung. Dieses Museum ist mega interessant und gleichzeitig erschütternd. Ein mehrstöckiges Haus beherbergt original Bunkerräume mit original Ausstattung. Es ist eng und etwas beklemmend, aber wir laufen und staunen. Da sehen wir schmale Stockbetten, Stahlhelme, Gasmasken, Ledermäntel mit und ohne Davidstern, original Koffer, einen alten Puppenwagen, Bomben, ein riesiger Flugzeugreifen einer Kampfmaschine, der aus dem Meer gezogen wurde, mechanische Sirenen und viele original Zeitungsausschnitte, Propaganda Plakate, Lebensmittelmarken und Briefe.
Das Equipment einer Krankenstation erschüttert mich noch mehr. Kinderlandverschickung, Fotos und Berichte von Zeitzeugen - all das vermischt sich in mir zu einem Chaos aus Faszination, Entsetzen, Interesse und Sprachlosigkeit.
Wir schaffen drei Stockwerke, dann brechen wir ab. So froh wir waren, wieder draußen zu sein, so hängt uns das Gesehene noch nach und wieder einmal bin ich dankbar, heute zu leben und nicht vor 80 Jahren. Und eigentlich ist es wichtig, diese Eindrücke und dieses Wissen niemals zu vergessen.

Um uns auf andere Gedanken zu bringen und den Hunger zu unterdrücken, der sich stark bemerkbar macht, steigen wir ins Ausflugsschiff Engelke und schippern eine Stunde durch den Emdener Binnenhafen. Hören interessante Fakten über Reederei, Ölverbrennung und Werften. Ist echt nicht mein Thema, war aber trotzdem sehens- und hörenswert. Außerdem war es bequem und trocken, draußen regnete es immer wieder.

Und jetzt - ein Fischbrötchen! Wir nehmen die Suche wieder auf, wenn auch eher hoffnungslos. Der Wunsch nach Fischbrötchen wird minimiert auf Käsebrötchen oder Breze. Nach langem Herumirren finden wir endlich einen Bäcker.
Moin, haben Sie Brezen?
Nö.
Irgendwas ähnliches? 
Nö. Alles ausverkauft. Nur noch trocken Brot oder was Süßes.
Ach was. Danke.

Wir geben nicht auf, hinter dem Park sehen wir noch einen Bäcker mit Café. Wir laufen auf die Tür zu, die in diesem Moment schließt. Der Verkäufer winkt von innen ab - 16 Uhr, Feierabend.

Weit und breit nichts für uns. Nicht mal einen Apfel könnten wir erstehen. Es gibt NICHTS!

Emden, wir müssen reden!

Ich verwerfe den Gedanken, zum Bäcker mit dem reduzierten Angebot zurückzulaufen und einen Laib Brot zu kaufen, an dem ich knabbern könnte.

Jetzt betreten wir das Emdener Stadtkino. Wir brauchen dringend einen lustigen Film. Hinter einer voll besetzten Reihe mit kichernden, schnatternden Teenie-Mädchen lassen wir uns nieder und sind einfach nur dankbar für das Schälchen Nachos auf unserem Schoß!

Die Fahrt zurück zum Ferienhaus ist entspannt, es hat aufgehört zu regnen und im Supermarkt auf dem Weg erstehen wir eine Dose Gulaschsuppe und einen Salat.
Alles ist gut!

Hallo Emden!



lecker Kaffee
mit Rettungskeks




.
wir haben heute leider kein Fischbrötchen für euch


das Bunkermuseum













schau dir diese Oschis an !!


Das Feuerschiff - und eine Menge ratloser Leute


Foto aus dem Internet mit schönem Wetter. Das war unser Schiffchen
nwzonline.de




Nachos!!



Donnerstag, 20. August 2026

Nordsee - Urlaub, Dag dräj

Heute ist ein reiner Erholungstag eingeplant. Das heißt, ausschlafen, daheim rumhängen, lesen, mauslochen. Vorher laufen wir zum Supermarkt um die Ecke und kaufen unser Abendessen. Nebenan ist ein Touristenzentrum, ein Minigolf-Spielplatz-Park und ein Grenadierwerk. Den Tipp hat uns Thona gegeben, da mal rein zu schauen. Wir setzen uns in dieser Jurte auf die Bank und schauen auf ganz viel Zweige, durch die Wasser rinnt. Auf dem Schild steht, langsam einatmen, Luft halten und nach 7 Sekunden durch den Mund ausatmen. Der Mann bemerkt messerscharf, an was uns das erinnert .. ich werde es nicht sagen. (zwinker-zwonker)
Hier auf der Internetseite von ostfriesland.travel steht, dass das solehaltige Wasser durch Schwarzdornzweige rinnt und eine salzhaltige Luft zaubert. Also sitzen wir hier und atmen. Tief und konzentriert. Mit erholten Lungen spazieren wir zurück zum Haus.
Dann machen wir es uns gemütlich. Ich verarbeite all die schönen Fotos und schreibe im Mausloch, während der Mann liest und ein Nickerchen macht. Es ist so ruhig und entspannt hier! Außerdem kam die Sonne mit ihrem blauen Himmel vorbei, unerwartet, war doch Regen angesagt.

Ich werde mir die Haare waschen. Das ist insofern aufregend, weil ich es über einer Whirlpool-Wanne tun kann. Die Riesenbadewanne werd ich in diesem Urlaub wohl auch mal ausprobieren, war noch nie in so einem Ding! Aber heute freu ich mich wie Bolle, dass die Wanne so hoch ist, ich stehe beim Haarewaschen so  bequem wie noch nie. Ja, ich freue mich auch über sowas!

das Prachtstück

Völlig tiefenentspannt setze ich mich mit meinem Buch auf die Terrasse in die Sonne und lasse die Haare vor sich hin trocknen. Es ist so angenehm, ich muss nicht schwitzen und kann einfach so hier draußen sein. Irgendwo lachen Leute, Kinder quietschen lauthals und ich höre Wildgänse. Ist schön hier!

Der Mann gesellt sich zu mir und wir beschließen, einen kleinen Spaziergang zu machen. Gleich ums Eck hinterm Deich ist die Promenade und der Hafen. Wir gehen diesmal nach rechts, wo ich zu meiner Überraschung viel zu sehen kriege. Hier ist was los! Ganz viele hübsche Häuschen, kleine Läden und Unmengen an Cafés, Restaurants und niedlichen Hotels. Und viele Leute sind unterwegs mit ihren Kindern und Hunden. Wir schlendern, gucken hier und gucken da, entdecken eine kleine Kirche aus dem 14. Jahrhundert OHNE Schnickschnack, was irgendwie angenehm ist. 
Eine Brücke verleiht dem Gesamtbild eine Ahnung von holländischer Gracht, ich bin ganz aus dem Häuschen! Wir rasten auf einer idyllischen Bank am Bach, laufen weiter und entdecken die Zwillings-Windmühlen. Malerisch und geschichtsträchtig stehen sie da und wollen von mir fotografiert werden.

Es ist sehr an den Touristen orientiert, das Ganze. Demnach ist es sauber und sehr gepflegt hier. Fast alle Gebäude sind aus rotem Backstein gebaut und haben Geranien vor den Fenstern. Eine wunderbare Atmosphäre!
Eigentlich müssen wir gar nicht aus Greetsiel raus, hier ist es wirklich schön.

Jetzt am Abend kocht das Gulasch vor sich hin, ich schreibe, der Mann liest. Und mir fällt siedendheiß ein, dass ich die High Five der Woche vergessen hab! Allmächt, was ist nur in mich gefahren? Hab's doch noch nie vergessen  ..  ich kann das nur mit Urlaubstaumel erklären! Am nächsten Sonntag gibt es ein doppeltes High Five.

Ich geselle mich jetzt zum Mann nach draußen und lese in meinem Buch "Männer mit Erfahrung".
Hier noch ein paar schöne Bilder von Greetsiel City

das Solehuus, Grenadierwerk (Bild aus dem Internet)


das Solehuus von innen (Bild von Sabine)









die Tasse für den guten Mann






was auch immer das ist ..





Cute Rat