Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
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Montag, 2. März 2026

Projekt 52, Februar - die vierte (obwohl schon März ist)

 

eine Mitmachaktion
von Sari auf heldenhaushalt.de







Wegen angeborener Unpünktlichkeit und immensen Ablenkungen überall kommt das letzte Februar-Projekt knallhart zu spät. Ich schick es aber trotzdem noch raus in die Welt.
Das Thema heute heißt: Augenblick
 
Einen Augenblick ganz besonderer Art durfte ich erst neulich erleben. In den letzten Tagen waren wir Teilzeit-Katzensitter bei den beiden Stubentigern Nacho und Pumpkin. Das bedeutet sauber machen und ganz viel spielen und schmusen. Nacho ist ein Sphynx Kater, das heißt, er hat kein Fell. Ist eine nackige Katze, rosa, mit einer samtweichen Haut. Und strahlend blauen Augen. Pumpkin dagegen hat als Britisch Kurzhaar extrem viel Fell und fasst sich an wie eine Plüschkugel. 
Ich setz mich aufs Sofa und kraule Pumpkin hinter den Ohren, da kommt Nacho an, miaut laut und krabbelt an mir hoch, um sich an meinen Hals zu kuscheln.
Da sitze ich, die Hände voll warmer, weicher Katze und kann nichts tun außer da sitzen und streicheln. Nacho schnurrt mir ins Ohr und drückt seinen Kopf an meine Wange. Soo niedlich!
Erst war es ungewohnt, weil ich einfach garnichts tun konnte - nicht schreiben, nicht stricken, nichts am Handy gucken - nur sitzen und Katze halten.
Ich schau mir das Wohnzimmer an, die selbstgemachte Tortenuhr an der Wand, der glänzende Wohnzimmertisch, der schmale französische Balkon, die kunstvolle Deckenlampe. Und auf einmal kommt absolute Ruhe über mich. Bewegungsunfähig mit schnurrender, tiefenentspannter Katze am Hals denke ich mir, solche Augenblicke des Nichtstuns sind eigentlich sehr kostbar. Die Gedanken davonschweben lassen, diesen warmen Katzenkörper spüren und einfach mal ins Leere schauen. Merken, wie es langsam dunkel wird. Keine Ablenkung. Das hat was Meditatives!
Ich werde von diesem innigen Schnurren richtig eingelullt, mir fallen die Augen zu - bis der automatische Futterspender in der Küche piepst - und die beiden Katzen wie vom Blitz getroffen in die Küche sausen: FUTTER!!!
Zack biste abgeschrieben, hahaha!
 
Aber dieser Augenblick der totalen Entspannung, das war wirklich schön! 






Montag, 23. Februar 2026

Projekt 52, Februar - die dritte

 

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos


Eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de






Thema Nr. 3 im Februar: Licht
Als ich Kind war, gab es nur 3 Möglichkeiten der Erhellung.
Das "große" Licht aus der Deckenlampe (bei mir im Kinderzimmer ein Papierballon),
das Nachttisch-Licht oder mit der Kerze in den Kohlenkeller. Aber bitte nur mit Vati!

Dabei mag ich kleine Lampen im Raum verteilt viel lieber. So wie es in amerikanischen Filmen immer zu finden ist. Wenn da eine Wohnung betreten wird,  brennen bereits alle kleinen Lampen. Immer.
Noch lieber als kleine Lichter mag ich sehr kleine Lichter! Weihnachten kommt mir da grade recht, überall leuchtet und funkelt es. Lichterketten mag ich auch sehr und verteile sie gern überall, wo ich Platz sehe.

Kleine Lichtpunkte, die eine ganz besondere Stimmung erzeugen, Kerzenlicht, indirekte Beleuchtung. All das kann ein großes Deckenlicht sehr gut ersetzen und macht das Zimmer viel kuscheliger! Wenn das alte Zimmer von Tochter soweit renoviert ist, werde ich mich austoben!








Samstag, 21. Februar 2026

Projekt 52, Februar - die zweite

 Im rasanten Tempo geht es weiter mit dem Projekt 52! Ich muss aufholen! Hopp!


52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos

Eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de






Thema Nr. 2 im Februar: Aufräumen

Tjaaa - zu dem Thema hab ich schon einiges geschrieben, sogar mutig irgendwelche Fotos ins Mausloch gestellt. Zur Visualisierung des Dramas.
Deswegen geh ich heute mit meinem Handy nicht auf direktem Weg zur Kammer des Schreckens - obwohl dies das Zentrum des Chaos in unserem Haus ist.
Ich geh diesmal in Tochters altes Zimmer. Nach vielen Jahren ungenutzten Herumexistierens wurde vor Kurzem ein Plan für die Zimmergestaltung entwickelt. 
Schritt eins, ein Aufbewahrungsschrank, wurde erfolgreich umgesetzt, vom Mann in Eigenarbeit zusammengeschraubt und aufgestellt. Jetzt steht er da und verbreitet Ordnung und Hoffnung.
Schritt 2 wird sein, das alte Bett aus dem Zimmer zu werfen, damit Platz ist für ein zweites Bücherregal und den roten Lesesessel.
Bevor Schritt 2 allerdings realisiert werden kann, müsste zuerst mal Platz geschaffen werden - oder anders: räum das kleine Graffel weg, damit das große Graffel weg kann!
Die Kartons vom Schrank wären da ein guter Anfang!
Steht auf dem Plan ganz oben.
Gleich unter "gesund werden"








Montag, 16. Februar 2026

Projekt 52, Februar - die erste

Mir reicht's jetzt. Dieses dumme Herumgeliege auf dem Sofa muss jetzt einfach mal unterbrochen werden, da wirst ja ganz damisch!

Ich will jetzt schreiben.
Was eignet sich da besser als ein Projekt 52! Eine Playlist von ELO auf dem Ohr , ein Tee neben mir und los geht's!

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos


Eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de









Thema Nr 1 im  Februar: Auszeichnung

Das Schicksal hat bestimmt, dass ich in meiner Wohnung eher weniger bis gar keine Auszeichnungen, Orden, Medaillen, Pokale oder sonstiges herumstehen hab. Nicht einmal meinen Seepferdchen-Aufnäher hab ich noch! Und damals bei den Bundesjugendspielen - na lassen wir das. Es gibt also nichts, was mich ehrt und glänzt in diesem Haushalt.

Trotzdem bin ich nicht traurig. Ich hab nämlich was gefunden, was mich viel, viel mehr auszeichnet als jeder Pokal oder jede Medaille! Tausendmal wertvoller als so ein Kram aus Blech und ich halte es in Ehren. Stolz und voller Liebe!








Mittwoch, 28. Januar 2026

Projekt 52, Januar - die vierte

 Schon bin ich beim letzten Begriff für Januar im Projekt 52 angelangt. Zack - Monat vorbei!


52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de



Das letzte Thema heißt Fotografie

Zu dem Thema kann ich nicht viel sagen. Ich selber bin keine gute Fotografin, abgesehen davon hab ich nur mein Handy zum knipsen. Meine Tochter allerdings, die hat's voll drauf! Sie hat eine Spiegelreflexkamera und den richtigen Blick für tolle Fotos.

Nichts desto trotz ist mein Fotospeicher fast voll. Auch wenn ich kein besonderes Talent dafür hab, knipse ich hemmungslos durch die Gegend! Mit Hingabe und Freude! Jedes Jahr zu Weihnachten bastel ich ein Fotobuch für den Mann mit den schönsten Bildern des Jahres, da brauch ich Material. Außerdem gibt es immer eine Menge Urlaubsfotos. Wobei wir uns letzten Sommer, mit einem Aperol in der Hand und Blick aufs Meer überlegt haben, warum man eigentlich so viele Urlaubsfotos macht. Klar, für einen selber, zum erinnern. Aber zum großen Teil auch für die Leute zu Hause, zum stolzen herumzeigen und den dazugehörigen Geschichten. Die Frage ist nur: wen interessiert das? Ist es nicht eher so, dass die daheimgebliebenen diese Flut an Fotos eher aus Höflichkeit über sich ergehen lässt? Wenn man nicht dabei war, ist es nur ein Bild von einer schönen Gegend, einem Strandkorb oder einem opulenten Essen im Restaurant mit dem lustigen Kellner. 

Auch mit diesen Gedanken im Kopf werden weiterhin fleißig Urlaubsfotos gemacht. Weil man das immer schon so gemacht hat und eben so! Früher hat man geknipst, bis der Film voll war und musste zu Hause dann bis zu 2 Wochen warten, bis die Bilder entwickelt waren. Diese Warterei war nervenzehrend, aber auch spannend! 

Auf diversen Blogs finde ich auch immer tolle Aufnahmen. Das ist bewundernswert, wenn jemand so schön fotografieren kann! Ich kanns nicht. Ich mach eher so 08/15 Fotos. 

Dieses hier hab ich heute gemacht, auf dem Weg von der Apotheke zurück zum Arzt, wo ich Oma eingesammelt hab. Es zeigt das Nürnberger Wetterhäuschen unter einer Schneedecke. Fand ich spontan hübsch und zeige es hier mit Stolz. Mutti-Foto, haha





Sonntag, 25. Januar 2026

High Five - Projekt 52

Aus zwei mach eins! Wiedermal hab ich leichte Terminprobleme hier, also wird das nächste Projekt 52 einfach mit dem High Five der Woche kombiniert. Das ist sogar ziemlich lukrativ - da haste mehr zu lesen! Enjoy!


Auch, wenn ich grade etwas enttäuscht bin, werden jetzt die High Five der Woche geschrieben. Oder gerade deshalb! Zieh die pinke Brille auf und lass dich nicht runterziehen!

Es ist ein fieses Gefühl in der Magengegend, wenn du entdeckst, dass sich anderswo amüsiert wird, ohne eingeladen worden zu sein. Da muss ich mich wohl damit abfinden, dass ich zu langweilig bin. Blöde Gedanken. Eine zähe Mischung aus Trotz, Enttäuschung und Selbsterkenntnis.

Sei's drum, ich denk da jetzt nicht mehr dran und konzentriere mich auf eine schöne Mauslocherei! Die kommt nämlich heute gleich doppelt daher :)

5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt


1  Das schönste aller Gefühle: die Urlaubswoche beginnt! Ich muss Resturlaub aus 2025 abfeiern und ich beuge mich dieser Ansage sehr willig!

2  Samstag Abend gibt es einen Filmabend bei Tochter. Die hat einen ganz, ganz tollen, riesigen Fernseher mit allen möglichen Equipments, da kommt der Gruselfilm bestimmt sehr intensiv. Außerdem bekocht sie uns mit Spaghetti Bolognese!

3  Das Drama um die ausgefallene Zahnfüllung ist beendet, Gottseidank!! Ich bin gleich am nächsten Tag in die Zahnarztpraxis und mein magic Zahnarzt hat es ratzfatz repariert. Jetzt ist alles wieder gut!

4  Ich hab Oma zur Osteopathie begleitet und durfte mit ins Behandlungszimmer. Das war vielleicht interessant! Oma ist geschröpft worden! Bisher hatte ich vom Schröpfen Bilder im Kopf, wie es im Mittelalter war - mit so Gläsern und offenem Feuer. Bei Oma gab's kein Feuer, aber ein intelligentes Schröpfgerät. Noch nie gesehen, sowas. Echt interessant! Und die Ärztin war super freundlich, das ist bemerkenswert!

5  In einer Art Rauschzustand hab ich mit einen kleinen Ring gekauft. Der ist echt hübsch und auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, freu ich mich über den Anblick! Ein kleiner, süßer, zum Glück billiger Ring. Schön!




weitere High Five der Woche:



Und mit Schwung leite ich von den High Five der Woche zum Projekt 52 über.

Da geht es nämlich auch um dieses: eine Kleinigkeit


52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion 
von Sari auf heldenhaushalt.de


Vor knapp 2 Jahren bin ich in meinem Übermut durch den Ostermarkt in Nürnberg spaziert. Weil ich diesen Ostermarkt richtig gern mag, vor allem die vielen, kleinen Schätze, die man da finden kann. Zwischen Töpfen und Krügen und seltsamen Zeug aus Filz hab ich diesen winzig kleinen Teller entdeckt. Ich hab mich sofort verliebt und ihn mit heim genommen. Seitdem liegt er in dem Körbchen unterm Couchtisch und wird jeden Abend vorgeholt, damit ich darauf meine Tabletten sammeln kann. So ein süßer, kleiner Teller! 

Es ist wirklich nur eine Kleinigkeit, aber ich freue mich jeden Tag drüber, dass ich ihn hab!




* das war's *

Samstag, 17. Januar 2026

projekt 52 - Januar, die zweite


52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Aktion von Sari auf heldenhaushalt.de




Das Thema Geld ist allgegenwärtig. Und die Jagt darauf auch.

Neulich an Weihnachten war es sogar ein ziemlich zentrales Thema, eine Zeitlang hab ich mich gar nicht getraut, auf meinen Kontostand zu schauen. Schön blöd. Aber ich wollte mir die Weihnachtsfreude nicht durch schnöde Bilanzen verderben. 
Jetzt ist Weihnachten vorbei und ich in der Realität angekommen. Ich stehe noch, zum umkippen war's dann doch zu wenig Schock.
 
Jedes Jahr im Dezember erschließt sich mir aber eine zusätzliche Geldquelle. 
Das Sparschwein in der Praxis wird geschlachtet, dessen Inhalt gerecht aufgeteilt und in Umschläge verpackt. Jede von uns freut sich auf ihren Umschlag, der geheimnisvoll und verschlossen im Personalfach liegt.
Meinen Umschlag hab ich mit nach Hause genommen, ihn befühlt und begutachtet. Ich werde ihn nicht öffnen, jedenfalls noch nicht. Ich bunker ihn bei mir. 
Für schlechte Zeiten vielleicht oder für eine Überraschung am Jahresende. Vielleicht brauch ich ihn mal für eine besondere Anschaffung oder muss eine Strafe bezahlen. Wer weiß?
 
Ich bin der Meinung, so ein ungeöffneter, mysteriöser Umschlag, der wartend in der Schublade liegt, beruhigt mich ungemein! Er liegt da und verbreitet Sicherheit. Ein Notgroschen. Ein Polster - Pölsterchen. Schön zu wissen, dass er da liegt und auf seinen Einsatz wartet.
Und spannend ist es auch! 







Dienstag, 6. Januar 2026

Projekt 52, Januar - die erste

 Neuer Start - neues Glück - neue Fotos!

Ich freu mich, dass das Projekt 52 auch in 2026 weitergeht. Ist doch eine coole Aktion, man hat immer was zu tun! Ich glaub, letztes Jahr hab ich überhaupt nie überlegen müssen, was ich denn ins Mausloch schreiben könnte, das hat so was Beruhigendes.


52 Wochen - 52 Themen - 52 Fotos
eine Aktion von Sari auf heldenhaushalt.de






Übrigens, wer Lust hat, sich die gesammelten Fotos vom Projekt des letzten Jahres anzuschauen, die hab ich in mein Jahres-Résumé gepackt. der link dazu


Hier haben wir die Themen für den ersten Monat:



Ich nehm mir erstmal die Blume vor


Normalerweise überleben Blumen und Pflanzen bei mir nicht sonderlich lange. Ich hab den Eindruck, sobald eine Pflanze den geschützten Raum des Gartencenters verlassen hat und realisiert, wo sie von nun an wohnen soll, verliert sie spontan allen Lebensmut und stirbt langsam vor sich hin.

Vor über einem Jahr hat mir der Mann trotz dieses Wissens ein Alpenveilchen geschenkt. Es war pink und kerngesund. Als es gemerkt hat, wo es sich befindet, hat es der Mut verlassen. Erst die Blüten, dann die Blätter, dann war nichts mehr übrig von Veilchen.
Ich hab meine Mom um Rat gefragt. Besteht noch Hoffnung oder doch Beerdigung?
Und meine schlaue Mom sagt, dass Alpenveilchen kühle Temperaturen und eher düstere Standorte bevorzugen. Da es Sommer wird, macht Veilchen nur das, was andere im Winter tun - schlafen! Veilchen übersommert nur, es ist nicht tot! Sagt Mama.

Also stell ich den Topf mit den kargen Veilchenzwiebeln ins Regal, hinter die ungelesenen Bücher und gieße nur ab und zu.

Dann ist es geschehen - ein kleiner grüner Spross ploppt aus der Erde! Dann noch einer und noch einer! Veilchen lebt! Es lebt! Nach meinem Freudentanz im Schlafzimmer gieße ich ein wenig öfter und rede den klitzekleinen Blättern gut zu. Jeden Abend, wenn ich ins Bett gehe, gibt es Lob und Anerkennung und eine kleine Streicheleinheit.

Es ist Januar und mittlerweile steht Veilchen in voller Pracht und Blüte da! Mittlerweile nicht mehr hinter dem Regal sondern auf dem Regal. Es ist kühl und schattig, das mag Veilchen. Und ich mag es auch, ich fühle mich mit ihm tief verbunden, auch ich mag die Hitze nicht und hätte nichts dagegen, den Sommer auch im Regal hinter den Büchern zu verbringen!







Montag, 29. Dezember 2025

Projekt 52, Dezember - die vierte

Und - das war's! Hier kommt der letzte Teil des Projekt 52 für Dezember, und der allerletzte Teil für dieses Jahr! 

Schwupps - Jahr vorbei!

52 Wochen - 52 Themen - 52 Fotos
eine coole Aktion von Sari auf heldenhaushalt.de







Tatsächlich das letzte Thema für 2025. Irre! Das war eine schöne Aktion, jeden Monat Themen, die zum Nachdenken anregen. Hoffentlich geht es in 2026 weiter mit dem Projekt 52!

Das letzte Thema heißt: Abendroutine

Meine Abende, bevor ich ins Bett gehe, laufen meist gleich ab. Nach einer Routine, Tag für Tag, immer gleich. Alle Lichter aus, Haustüre zusperren, Zeit im Bad vertrödeln mit Instagram. Die Fingernägel müssen sauber sein, sonst kann ich nicht schlafen. 
Wenn ich gewaschen, gestriegelt und mit sauberen Nägeln dann ins Bett geh, den Wecker gestellt und das Regen-Ambiente gespeichert hab, dann gibt es noch eine Belohnung.
Mein Buch!
Kein Schlaf ohne vorher zu lesen. Im Bett zu lesen ist genial! Bis obenhin zugedeckt werfe ich mir mein Buch auf den Bauch und freu mich auf die nächste halbe Stunde. Mehr wird es nicht, ich schlafe meist beim Lesen gleich ein.
Das Buch zu fühlen, der Geruch der Seiten, ich kann dann die Welt um mich herum ausschalten, tauche ein in die Geschichte und bin ganz in meinem Buch versunken. Zuletzt war ich beim Bau von Stonehenge mit dabei, heute Abend begleite ich den Henker von Nürnberg bei seinem Job und vorher hab ich mich darüber amüsiert, wie ein mürrischer alter Mann auf einmal für sich selber sorgen muss, weil seine Frau krank im Bett liegt.
Ich liebe es, abends vor dem Einschlafen Geschichten zu lesen!



Samstag, 27. Dezember 2025

Projekt 52, Dezember - die dritte

 

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de





 Dann wären wir also beim vorletzten Thema des Jahres angelangt, so schnell geht das!

Das dritte Dezemberthema heißt: mein Superheld 

Ohne groß zu überlegen küre ich Oma zu meinem absoluten Superhelden.

Es gäbe noch andere Anwärter, die es alle verdient hätten. Der Mann, Waldfeger, die Tochter, der Bub, die Fee. Alles heldenhafte Menschen.
Den ersten Platz aber hat sich Oma ergattert. Oma ist meine Mama. Was sie geleistet hat, wie sie mit Schwierigkeiten umgeht, was sie ausmacht ist heldenhaft!
 
Oma wächst in schwierigen Verhältnissen auf, die Kriegsruinen sind ihr Spielplatz. Geld gab es nicht viel, die Klosterschwestern der Mädchenschule waren streng. Den Wunschberuf Kindergärtnerin kann sie nicht auswählen, also lernt sie Buchhaltung, was etwas weniger Freude macht.
Sie muss ihre Heimatstadt verlassen, mit einem schwierigen Mann und dessen Mutter zusammen in einem fremden Bundesland leben. Der Unterschied zwischen Niederbayern und Franken ist klaffend!
Die Familie vergrößert sich, die Arbeit auch, diejenige, die die ganze Arbeit macht  - bleibt. 
Und sie ist eine phantastische Mama! Liebevoll, fürsorglich, konsequent, lustig, sehr klug und erfinderisch.
Mama hat uns echte Werte vermittelt und ein Gefühl von Geborgenheit geschenkt. Noch heute weiß ich, dass ich immer und mit jedem 'Scheiß' zu ihr kommen kann.
Mama hat Feste organisiert, aus nichts ein Geschenk gezaubert, mich in meiner fürchterlichen pubertären Phase ausgehalten.
Oma ist die perfekte Oma für ihre Enkel. Als die Kinder klein waren, hat sie geholfen, unterstützt, gesungen, vorgelesen, geturnt, bespaßt, geübt und geleitet, ich bin ihr so dankbar für ihre Hilfe! Mir ist bewusst, dass ich nie so eine tolle Oma für meine Enkel sein werde, dafür liegt die Messlatte zu hoch. Ich geb mein bestes, aber es wird anders. Weil ich anders bin. Aber Oma dient als richtig gute Vorlage zum Oma-sein.
Und heute meistert sie alle Widrigkeiten und Stolpersteine mit Bravour. Sie lässt sich nicht unterkriegen und lacht, wenn wir zu Besuch kommen. Ich liebe die sonntäglichen Besuche bei Oma! Sie gibt uns Kaffee und wir können herrlich ungezwungen und hemmungslos alles bequatschen, was uns bewegt. Oma hört zu, Oma weiß Rat, Oma tröstet und mit Oma über den Mist um uns herum zu schimpfen, macht Spaß!
Und dass sie ein glühender Harry Potter Fan ist, finden wir ganz famos! 




 

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Projekt 52, Dezember - die zweite

 

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de









Das Thema Nr 2 heißt: Chaos

Chaos kannste fast überall finden. Chaos auf den Straßen, Baustellenchaos, Chaos in der Regierung, auf der ganzen Welt.
Eine Nummer kleiner - Chaos in der Vorweihnachtszeit, Chaos in meiner Kammer des Schreckens und Chaos im Kopf!

An was man alles denkt, so als Frau, wenn der Tag lang ist! 

Ich wache auf, der erste Gedanke: Kann ich mich heute nochmal irgendwann hinlegen? Gefolgt von was steht heute an? 
Vergiss nicht deine Tablette am Morgen. 
Du musst neue Zahnpasta kaufen. 
Pack deine Computerbrille ein!
Der Schal gehört in die Wäsche
Am Heimweg tanken nicht vergessen!
Schreib dir auf, dass du morgen den Patienten anrufen musst, vergiss nicht die Hormone dazu zu schreiben, du musst den Preis für Homocystein rausfinden, eine neue Anleitung für die Lungenfunktion ist fällig, denk an den Ampullen-Bestand, den Stempelsatz wegen gestern, das Stuhlbriefchen für Patient A, die Ergebnisse für Patient B müssen gefaxt werden, die Serumröhrchen sind bald alle, du musst RSV Impfungen nachbestellen, wie ging das nochmal mit der elektronischen Patientenakte, heute Nachmittag Qualitäts-Check für das Testgerät, vergiss nicht die Abrechnung! (to be continued)
Du musst heute Dosenmilch einkaufen
Hab ich das Paket schon abgeholt?
Du wolltest mal die Gewürze ausmisten
Was koch ich eigentlich heute Abend?
Haben wir noch Zwiebeln?
Der Küchenboden schaut aus ..
Hab ich die weißen Socken gewaschen?
Darf ich das essen?
Eigentlich würde ich lieber ins Mausloch schreiben
Wann hat der Bub nochmal seine Prüfung?
Steht der Termin für die Großeltern eigentlich schon?
Ich muss noch die Karten schreiben
Am Mittwoch den Gutschein abholen nicht vergessen!
Warum hat die Pflanze schon wieder braune Blätter?
Am Wochenende das Bett neu beziehen!
Wann hab ich Zeit zum Haarewaschen?
Die Playlist für die 90er hapert, da musste mal weitermachen
Und überhaupt wollte ich doch mal...

Das Chaos im Kopf hört nie auf. Die Gedanken überschlagen sich. Was hilft?

Musik!

Lenkt ab, erdet, macht gute Laune, besänftigt, beruhigt, wird geliebt, gesammelt, gespielt






Bonus Bild, weil grade entdeckt:




Mittwoch, 10. Dezember 2025

Projekt 52, Dezember - die erste

 

52 Wochen - 52 Themen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de






 

Das erste Dezemberthema heißt: Wärme

Wie passend! Grade ist mir angenehm warm, allerdings bin ich auch grade drin und die Heizung läuft.
Sobald ich mich aber nicht  mehr bewege oder gar raus gehe, werde ich zur Frostbeule. Ratz-fatz eiskalte Hände! Morgens entschuldige ich mich bei den Patienten, weil die Hände so eisig sind. Achtung nicht erschrecken, ich fasse Sie jetzt an!
Wenn ich unterwegs bin, helfen die Handschuhe nur so semi, die Finger sind trotzdem kalt.
Dieses Problem hat die liebe Fee gut erkannt, und mir zu Weihnachten 24 Abhilfe geschaffen.

Schau dir diesen genialen und niedlichen Muff an! Extra für zu Hause!
Warum sind Muffs eigentlich aus der Mode gekommen? Als Kind hatte ich einen, mein Kind hatte auch einen, von Oma geschneidert. Ein tolles Teil, nützlich bei kalten Fingern und wenn man nicht weiß, wohin mit den Händen. Es sollte viel mehr Muffs geben, finde ich. Macht Sinn und ist sogar elegant. (Wenn es nicht gerade eine lächelnde Biene ist)
Außerdem ist das ein schönes Wort: Muff. 
Muff Muff Muff 





Samstag, 29. November 2025

Projekt 52, November - die fünfte

 

52 Wochen - 52 Themen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de







Soo jetzt sind wir beim letzten Thema des Projekt 52! Nicht mehr lang, und das Ding ist im Kasten. Unglaublich, dass wir schon fast beim Ende angelangt sind.

Das fünfte Thema für November heißt: Zu Hause

Was für eine riesige Auswahl an Motiven bietet sich mir jetzt! Ich bin echt gern zu Hause, als introvertiertes Harmoniehörnchen liebe ich es, mich daheim in meinem eigenen Schutz aufzuhalten. Zu Hause muss ich nicht Profi sein, lächle nur, wenn ich will und kann mich um mich selber kümmern. Hier hab ich alles, was ich brauche - meine Bücher, mein Sofa, mein Bett, mein Laptop, mein Zeug. Und vor allem meinen Mann. Wir sind beide echt gern allein zu zweit! Zumal man sich in einem Haus als alleinstehende Eltern prima entfalten kann! Da gibt es Rückzugsräume zu Hauf, genauso wie ein Wohnzimmer zum gemeinsam Zeit verbringen. Ganz nach Laune.

Ich komm auch gerne nach Hause. Jacke und Schuhe von mir werfen, Einkäufe wegräumen, Kuschelpulli anziehen, aufatmen. Premiumzeit. Alles ist vertraut und gewohnt. Still ist es auch, seit die Kinder ausgezogen sind. Manchmal zu still. Ein bisschen fehlt mir das Remmidemmi, wenn kleine Kinder um einen sind. Alles hat Vor- und Nachteile, ich hab beschlossen, die Vorteile zu genießen. Bleibt mir eh nix anderes übrig!

Irgendwann werden wir die beiden leeren Kinderzimmer umgestalten. Irgendwann wird auch die Kammer des Schreckens aufgeräumt. Es gibt immer was zu räumen und zu tun, das eigene zu Hause wird ständig optimiert. Zum Wohlfühlen. Für uns. 
Und bis dahin schwelge ich in meinen Büchern. Ich hab einen SuB, einen Stapel ungelesener Bücher, der stetig wächst. Auch wenn ich nicht wirklich hinterherkomme, weil ständig neue Bücher dazu kommen, genieße ich es, mich zu Hause einzumummeln und in den Geschichten zu versinken! 

Abenteuer im geschützten Raum

Klar, lesen kann ich überall. Aber daheim irgendwo eingekuschelt, tiefenentspannt und gut aufgehoben, da ist es für mich am Schönsten. 







Freitag, 28. November 2025

Projekt 52, November - die vierte

Womit wir beim nächsten Projekt 52 - Thema für November angelangt wären. Ich gebe zu, obwohl ich diese Aktion super finde und wirklich gern dabei bin, stresse ich mich selber ein bisschen. Weil ich die Themen immer in die letzten Tage des Monats quetsche. Schön blöd, was?

Und jetzt ist Ende November, also her mit dem Beitrag!

52 Wochen - 52 Themen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de



 





Das Thema heißt: Auf Spurensuche

Dieses Mal hatte ich Denkunterstützung von Elfe, der schlauen Kollegin. Sie hatte eine sehr gute Idee, wie ich finde. Nachdem ich ein wenig herumgejammert hab, dass ich einfach keinen guten Einfall mehr hab, ist sie elegant eingesprungen: Kinder hinterlassen Spuren!

Wenn ich so durch das Haus schleiche, fallen mir immer wieder irgendwelche Spuren der Kinder auf. Unauffällig verteilt und überall präsent. Natürlich befindet sich in den Kinderzimmern noch allerhand Zeug. Der veraltete Computer, dieses Sound-Ding, ein Whiteboard, Gitarren, Diddlordner, Faschingskostüme, Abschlussballkleider, eine Isomatte, CD's und Schulzeug von anno dazumal.

Überall hinterlassen sie ihre Fußabdrücke!

Außerdem haben wir noch die Kinderteller und das Kinderbesteck, das wird aber für immer da bleiben, wo es ist. Sogar zwei Babyfläschchen sind noch im Schrank, die kann man prima als Messbecher brauchen. 
Selbstverständlich hab ich die meisten selbstgebastelten Kunstwerke aufgehoben, das sind Schätze! Getöpferte Figuren, Papierschachteln, Schlüsselanhänger, Ostereier, Weihnachtsengel.

Ich find's schön, dass all diese Sachen noch da sind. Wären sie alle restlos mitgenommen worden, würde diesem Haus Substanz fehlen. Irgendwann werden sie weniger werden, werden ausgemistet, entsorgt oder mitgenommen. Aber nicht alles. Die Lieblingspuppe von Tochter hat ihren festen Platz im Regal und das Schwert vom Bub darf bis auf weiteres gerne für länger die Kinderzimmerwand zieren. Sieht eh cool aus.





Mittwoch, 26. November 2025

Projekt 52, November - die dritte

 

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
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Weiter geht's mit dem Projekt 52, das Thema für heute heißt: Motivation

Grade jetzt ist das ein Umstand, der einen großen Bogen um mich zu machen scheint. Normalerweise bin ich eigentlich ganz gut motiviert, irgendwas zu tun, irgendwohin zu gehen, zu planen oder zu organisieren. Oder zu arbeiten sogar. Der Normalzustand ist gut gelaunt und gut motiviert.

Jetzt ist kein Normalzustand, jetzt ist "Sabine säuft ab". Langsam zwar, aber stetig.
Die Laune ist grenzwertig, die Energie quasi nicht vorhanden und die Motivation ging flöten.
Warum das so ist? Das weiß der Geier, der hier zu wohnen scheint.
Ich sollte ihm mal einen Namen geben, der Geier weiß verdammt viel und treibt sich ständig hier rum. Walli vielleicht. Walli, der Geier. 
Ich hab keine Lust, Weihnachten zu planen. Keine Lust, aufzuräumen. Keine Lust zu reden und keine Lust zu arbeiten. Also gar keine. 
Fakt ist, es herrscht mürrische Stimmung, die Patienten in der Arbeit tun ihr Übriges dazu. Sie nerven. Obwohl die garnichts dafür können, die sind halt einfach da. Das reicht mir schon, um grantig zu werden. Ich hoffe, diese miese, gereizte Stimmung verschwindet bald wieder.
Schlecht gelaunt mögen wir nicht!
 
Und die Motivation? Aus irgendeinem mysteriösen Grund gibt es in der Praxis nur zwei Hauptaggregats-Zustände: brechend voll oder gähnend leer. Dazwischen gibt's nix, schwarz oder weiß.
Heute ist leer. Leer wir mein Hirn, leer wie dieser Kaffeebecher, leer wie das Wartezimmer.
 

 

 
Cute Rat