Da ist ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen, einmal Dick Brave auf der Bühne erleben!
Meine wundervolle Tochter hat mir zum Geburtstag drei Karten geschenkt, für sie, für den Mann und für mich. Seit Oktober bin ich aufgeregt, ich werde Dick Brave sehen! Juhuu!
Am Vormittag holen wir sie ab und fahren bei bestem Wetter Richtung Königsbrunn, total auf Rock'n'Roll eingestellt. Erste Station ist ein sehr gemütlicher Biergarten mit blau-weiß karierten Tischdecken, Kellnerinnen im Dirndl und einer großen Motorradgang. Wir fühlen uns richtig wohl, bestellen Käsespätzle, Flammkuchen und eine Brotzeit, der Mann entdeckt ganz nebenbei seine Liebe zu gut gemachter Bratensülze. Ist wohl so ein Männerding, ich mag das Glibberige nicht so, obwohl der Geschmack gut ist.
Weiter geht's zu einem See mit dazugehörigem italienischen Café. Da sitzen wir in der Sonne bei Cappuccino und Espresso und schauen den Surfern auf der Anlage zu. So kann man's aushalten! Nicht einmal diese schmierigen, arroganten Kellner trüben unsere Stimmung.
Tiefenentspannt starten wir zur Halle in Königsbrunn. Zu unserer Überraschung finden wir gleich einen Parkplatz, einen kostenlosen sogar, und laufen gut gelaunt los. Um uns 2 Minuten später in einer kilometerlangen Schlange wiederzufinden. Über eine halbe Stunde bewegt sich gar nichts, bis in die Masse endlich Bewegung kommt. Die Halle ist augenblicklich sehr gut gefüllt, zum Glück haben wir Sitzplätze. Die Zeit der Stehplätze beim Konzert ist endgültig vorbei, das würden weder mein Fußgelenk noch ich selber mitmachen.
Tochter versorgt uns mit Bier und ich bin aufgeregt! Meine Laune ist so gut, dass ich sogar die beide Vorgruppen über mich ergehen lasse, genauso wie diesen seltsamen Ansager, der mit Irokese und Pennermantel zu moderieren versucht. Er erinnert an eine Veranstaltung für Schlager oder einen Musikantenstadel. Wo sie den wohl herhaben?
Nach einer weiteren halben Stunde geht es endlich los und der Meister betritt die Bühne. Dick Brave and the Backbeats! Lang hält es keinen auf den Stühlen und alle springen auf. Ich springe auch ein bisschen, bin aber trotzdem zwischendurch für meinen Stuhl sehr dankbar.
Dick Brave macht Stimmung, da kann sich niemand entziehen! Echt alle sind am tanzen und singen und herumzucken, sogar der Mann geht mit! Dick sang sogar eins meiner Lieblinge:
Eine Aufnahme von 2013
Die Stimmung war phantastisch, überall gute Laune und ein einziges Herumgezappel! Das Durchschnittsalter lag wohl so bei 50 aufwärts, Tochter hat das Level etwas gesenkt, haha!
Alle energiegeladen und viele im 50s Outfit. Da waren etliche Senioren, die stehend Boogiewoogie getanzt haben, lauter Zappelomas :)
Viel zu schnell war der Zauber vorbei, nach einigen Zugaben und dem Gebrüll der Menge (Oana geht no, oana geht no nei!) hat Dick Brave die Bühne verlassen.
Diese Band ist der Hammer, es gab einige Solos, die einem die Schuhe ausgezogen haben!
DAS WAR SOO SUPER!
Ich werde Tochter auf ewig dankbar sein, das war die beste Idee aller Zeiten!
Dick Brave singt ja gerne Popsongs im Rockabilly-Stil nach, unter anderem das hier, was mir unheimlich gefallen hat. Die ganze Halle hat mitgesungen:
Wer kann da ruhig sitzen bleiben? Ein Tag voller Sonne, guter Laune und Tochter, ein Abend voller Rock'n'Roll und DICK BRAVE!
Hach!!
5 positive Momente aus der vergangenen Woche herausgepickt
1 - logisch: der Ausflug zu Dick Brave! Das war so ein tolles Erlebnis, ich bin hin und weg!
2 - dieser herrliche Tag mit dem Mann und Tochter! Und das nach dieser fiesen Woche
3 - dass es Tochter auch gefallen hat, freut mich umso mehr! Unser gemeinsames Dick-Brave-Lied wurde zwar nicht gespielt, war aber nicht schlimm Just the way you are
4 - dass Tochter mich auf der Heimfahrt beim Fahren abgelöst hat, fand ich echt gut. Ein kleines Nickerchen auf der Rückbank nachts um halb eins kam gut!
5 - Sonntag seh ich Tochter gleich wieder! Zusammen mit der ganzen Familie zu Oma's Geburtstag. Freu mich!
Dieses Wochenende schwappt ziemlich viel Harmonie über mich, das kann ich grade gut gebrauchen. Außerdem hab ich es ziemlich friedlich hier im Garten. Der leichte Wind weht eine Ahnung von jungem Flieder zu mir herüber, vermischt von lecker Abendessen. Irgendwer grillt hier immer.
Ich war heute schon Rollerfahren! Pure Glückseligkeit, wenn ich mit 48 Sachen um die Kurven brettern kann! Wir haben Oma und Opa besucht, er sagte, schöne Grüße an alle.
Also mach ich das jetzt einfach mal, schöne Grüße vom Opa!
5 positive Momente aus der vergangenen Woche herausgepickt
Falls du etwas verunsichert sein solltest:
Wusstest du, dass tatsächlich jeder bei den High Five mitmachen kann? Das ist so faszinierend, egal ob du einen Blog hast oder nicht, ob du sonst nie was schreibst oder dauernd, ob du schon mal dabei warst oder nicht und ob du spontan lauter positive Sachen aus der Woche ziehen kannst - oder erstmal gar nichts .. die High Five sind für alle da! Hurra! (wollte ich nur mal sagen)
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1. Dem Opa geht's gut. Er hatte kleine Differenzen mit seinem Finger, der während der Gartenarbeit plötzlich stark angeschwollen ist. Er musste ins Krankenhaus, wo eine OP alles wieder gerichtet hat. Jetzt sitzt er mit einem dicken Verband zu Hause und ärgert sich, dass er zum schonen gezwungen wird. Das schafft er schon!
2. Kaiserwetter, was? Ich genieße diesen Frühling sehr. Ich mag auch das ständige Vogelgezwitscher überall, den Geruch nach Wiese, Flieder und jungem Grün. Wenn ich mit dem Ranger unterwegs bin, nehme ich viel mehr von meiner Umgebung wahr als mit dem Auto. Da guck ich ja im Idealfall eher auf die Straße. Gut, beim Rollerfahren auch, trotzdem nehme ich alles viel intensiver wahr. Wohl auch, weil ich nicht schneller als 50 fahren kann.
3. Ich mag meine Kollegen. Ist mir erst wieder bewusst geworden. Auch wenn die eine oder andere manchmal leicht am Nervenkostüm kratzt - das sind lauter tolle Frauen. Ich mag sie einfach!
4. Auf dem Weg zur Bücherei am Montag bin ich an blühenden Mandelbäumchen vorbeigekommen. Ich denke zumindest, dass das Mandelbäumchen sind. So hübsch! Gerade, als ich ein Foto machen wollte, kam die Sonne für einen Augenblick raus.
5. Farin Urlaub hat ein neues Lied rausgebracht und ich finds klasse! Herrlich selbstkritisch!
Und wo wir schonmal bei guter Musik sind - Ditkovich, die Band vom Bub, hat vorhin ein live video von einem ihrer songs hochgeladen. Nur mal so erwähnt. Kannste dir angucken!
Ein Gefühl tiefer Zufriedenheit umgibt mich. Weil ich nämlich all das geschafft hab, was ich mir für heute vorgenommen hab! Und jetzt hab ich genau 90 Minuten Zeit zum Schreiben.
Das hab ich geschickt eingefädelt!
Rechtzeitiges Aufstehen ermöglicht einen entspannten Kaffee. Nach dem Einsammeln und einmotten der Osterdeko war das Wohnzimmer wieder neutralisiert und recht hübsch. Also ziehe ich ein Level höher, in den ersten Stock nämlich, und mach mich daran, all die Bücherberge, die zwischengelagert wurden, abzutragen. Die neuen Bücherregale wurden gefüllt, blöde Bücher aussortiert und alles nach Sinn und Optik arrangiert.
Dann stand ich eine Weile verzückt vor dem Ergebnis und hab mich gefreut.
Als ich meine Platten durchgeschaut hab, war ich überrascht, was ich da alles finde! Ich wusste garnicht mehr, dass ich eine Yentl Platte hab - zwischen den Goldenen Zitronen, den Sex Pistols und den Ärzten! Jetzt stehen alle ebenfalls sortiert im neuen Regal, die Gallions-Platte darf David Bowie sein. Sieht hübsch aus! Ich mag dieses Zimmer immer mehr.
Mittendrin klingelt es, die Großeltern stehen vor der Tür. Das übliche "auf einen Sprung" und wir sind "gleich wieder fort" darf nicht fehlen, außerdem musste ich einen spontan geschwollenen Finger verarzten. Kurze Inspektion des neuen Zimmers, wohlwollende Abnahme des Geschafften und dann waren sie tatsächlich schon wieder fort.
Der Mann rumort derweil im Garten, der jetzt richtig schön und richtig doll gepflegt vor mir erstrahlt. Die Terrasse ist sauber, alles wurde weggeräumt, die zweite Waschmaschine läuft, die Haare sind gewaschen und geföhnt, die restlichen Spaghetti von gestern (mit einer extrem feinen, zufälligen Gemüsesoße) wurden verputzt.
Alles erledigt!
Heute Abend geht's auf zum Schrödelwirt! Ich schätze, das ist ein guter Samstag.
5 positive Momente aus der vergangenen Woche herausgepickt
1. Den rasanten Wechsel von Urlaub zu Arbeit hab ich gut hingekriegt. Ich möchte sogar soweit gehen zu behaupten, die Arbeit hat mir fast ein bisschen Spaß gemacht. Fast. Es war zwar echt viel zu tun, mein Labor platzt aus allen Nähten, aber es war irgendwie positiver Stress. Und die Zeit ging schnell rum, das ist sehr erfreulich!
2. Da ich mich derzeit nicht auf die Waage traue, muss ich auch nicht mit einem erschütterndem Ergebnis in den Tag starten. Schlau! Ich denke, ich warte ab, bis und ob sich meine Gürtelweite ändert. Vorher wird sich nicht gewogen!
3. Es verblüfft mich ein wenig, wie schnell alles hier grün geworden ist. Die Kirschbäume im Garten blühen zwar noch in voller Pracht, aber das Grün kommt immer mehr und mehr! Es gibt plötzlich überall Gänseblümchen und Löwenzahn, die Vergissmeinnicht ploppen auf und überall blühen die Magnolien. So schön! Und vor allem - so schnell! War doch grade noch alles voller Kroken!
4. Ich sitze im T-Shirt im Garten
5. Eine Patientin hat mir versichert, ich wäre zum pieksen geboren worden. Das hört man auch nicht alle Tage! Sie käme auch nur in die Praxis, wenn ich da bin. So eine treue Patientin! Ich glaub, ich hab meine Bestimmung gefunden.
Höchste Zeit, um endlich mal wieder ins Mausloch zu schreiben! Der ganze schöne Urlaub ist heimlich an mir vorbeigehuscht, jetzt ist Samstag und ich hab Gelegenheit, ein bisschen zu bloggen.
Am Besten du holst dir was zu trinken, setz dich bequem hin, das wird was größeres :)
Die High Five der Woche kuscheln sich heute mal wieder an das großartige Tagebuch-Dings in der Vorlage von jansens-pott.de. Viel Spaß!
(mindestens) 5 positive Dinge aus der vergangenen Woche herausgefiltert
Montag
Der Ostermontag kommt eher ruhig daher. Nach den fulminanten Festlichkeiten des Sonntags war das eine willkommene Pause. Ausschlafen, bisschen rumoren, geradeaus schauen und abends Reiberdatschi essen!
Dienstag
Weil die Lieblingsnichte grade mal in der Stadt weilt, lädt Oma zum ersten Eis-Saisons-Eröffnungs-Tag ein! Nachdem aber fast alle Eisdielen in der Umgebung überraschend geschlossen hatten, wurde dieser Moment beim Edelitaliener in Eibach gefeiert. Das bedeutete ein leeres Lokal, was ein bisschen sehr unangenehm war, nebst gelangweilter Italiener, die uns beim Eisessen zugeschaut haben. Trotzdem haben wir es durchgezogen und uns getröstet mit einem Schokoladensoufflé, einem Panna Cotta und einem Sorbet mit Limoncello Likör! Ich steh da voll drauf, Vanilleeissorbet und dieser phantastische Limoncello! Oma begnügte sich mit einem Cappuccino, wurde aber von allen Seiten mit Leckerlis gefüttert.
Event des Tages: das Volksfest! Wir schlendern gern durchs Volksfest und gucken und schnuppern und holen uns was Feines. Diesmal hat uns der Bub begleitet und strahlt gute Energie aus. Es gibt seit langem mal wieder ein Bierzelt am Frühlingsfest. Aber nicht für uns, wir laufen elegant dran vorbei. Dafür gibt es für uns Fischbrötchen, Langos, Flammkuchen und Nudeln aus dem Parmesanlaib! Wilde Fahrgeschäfte werden bestaunt - in meinem Fall mit weichen Knien - und eine doch arg erbärmliche Geisterbahn belächelt. Zum Schluss noch ein Radler, dann geht's ab nach Hause.
Mittwoch
An diesem Tag konnte ich mit dem Ranger herumflitzen, Dinge für Oma erledigen und ziemlich lang im Garten lesen. Bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher
Donnerstag
Das war unser Wandertag! Mit dem Zug nach Würzburg, ganz einfach weil wir noch nie in Würzburg waren, obwohl man in einer knappen Stunde dort sein kann.
Wider Erwarten scheint die Sonne, der Himmel ist blau, der Kaffee im Zug fein. Und die Laune ist auch gut. Direkt am Bahnhofsplatz in Würzburg fällt uns ein Denkmal auf, das uns sehr beeindruckt. In Erinnerung an die Deportierung 1941-44 wurden die zurückgelassenen Gepäckstücke verewigt. Hier ist der link zur Info: denkort-deportationen.de
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Zurück zur positiven Gesamteinstellung haben uns die viele Magnolienbäume gebracht, die dem Bahnhof gegenüberstehen und um die Wette blühen! Tausende von rosa Blüten und ganz viele Mädchen, die sich unter diesen Bäumen in Pose werfen, um ein gutes Bild für insta hinzukriegen. Ich mochte die Bäume lieber ohne Mädels.
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Durch eine der vielen Altstadtstraßen schlendern wir zur Residenz. Dieses Gebäude hat Geschichte, 1720-1780 erbaut, hat es alle möglichen Bischöfe, eine Menge Friedrichs, Ferdinands, Wittelsbacher und Habsburger beherbergt. Auch Napoleon hat da mit seiner Frau Marie-Luise geschlafen und gefrühstückt. Das Bett war relativ kurz, hat also bestimmt gepasst.
Das Gebäude ist im Barock und Rokokostil gehalten, was manchmal dermaßen überladen wirkt, dass einem die Augen übergehen. Eins der 40 Zimmer, die man besichtigen konnte, ließ einen als Spiegelsaal in Gold und Protz fast den Glauben verlieren!
Es fühlte sich ein bisschen nach Erleichterung an, den Hofgarten zu betreten. Augen entspannen. Eine Reihe Mandelbäumchen blüht im satten Rosa und auch hier drängelten sich die Mädels um ein gutes Foto. Mir wäre das zu anstrengend, da bin ich froh, dass ich aus dem Alter raus bin!
Am Springbrunnen, der von kegelförmigen Thujabbäumen und barocken Steinfiguren umrahmt wird, sitzen wir in der Sonne und dösen ein bisschen vor uns hin.
Dieser Hofgarten ist ziemlich weitläufig, alles mögliche wächst hier, vor allem Rosen und arg in Form gestutzte Bäume. Manche der Bogen-Spalier-Gänge sind noch original, steht im Prospekt. Also über 300 Jahre alt! Ist schon beeindruckend.
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der weiße Saal
sie scheint sich ganz zufrieden zu fühlen
Aber was zum Kuckuck hat sich der Designer hier gedacht??
ein völlig überladener Spiegelsaal
Unterhaltung im barocken Stil. Die Pferde drehen sich als Karussell, mit dem Stock soll das Kind den Ring aus der Schlange ziehen Oder Dem Typ die Nase abschlagen. Ersatznasen sind vorhanden
Wir machen eine Kulturpause und wandern am Main entlang zu einem hübschen, arschteueren Lokal. Da sitzen wir auf der Terrasse neben der Mainbrücke, mit Blick auf den Main, auf die Leute und unser feines Essen. Hab mir Bratkartoffeln gegönnt, megalecker!
Im Anschluss haben wir tatsächlich noch 4 Kirchen geschafft, allesamt barock und ziemlich kitschig gehalten, Figuren an der Wand mit wallenden Gewändern, nackigen, dicken, kleinen Engeln und Geistlichen mit verklärt verdrehten Augen. Die Gemälde an den Kirchwänden bildeten einen starken Kontrast zu all dem abgehobenen Protz, da gab es dann düstere und brutale Mordszenen, durchbohrte Körper und abgeschlagene Köpfe.
Was haben sich die Bauherren eigentlich so gedacht?!
Man weiß es nicht.
Ich hab in jeder Kapelle, Neumünster und Dom eine Kerze angezündet für meine Lieben.
Die vielen Kirchen liegen alle eng beieinander, zwischendrin schlängeln sich viele Gassen um sich selbst und alles ist voller Menschen, ein einziges Gewusel!
Wiedermal frag ich mich, wieso in anderen Städten der Laden läuft, bloß Nürnberg kriegt die Kurve nicht und lässt alle Läden leer herumstehen und vergammeln. In Heidelberg, Regensburg, Bayreuth, Bamberg oder Würzburg tobt das Leben und die Leute sind überall! Viele Straßencafés und Lokale, wo man hinschaut!
Dagegen ist in Nürnberg der Hund begraben.
Wir genehmigen uns ein Weizen und einen Kaffee mit Amaretto und gucken, an barocken Hausfassaden und Kirchen vorbei, den Leuten zu.
Bis es Zeit ist, heim zu fahren.
Mein Fußgelenk und das Knie rebelliert schon, trotz Schmerztablette. Den Rest des Weges zum Zug verbringe ich humpelnd und langsam. Was mir allerdings wieder einen tollen, langen Blick auf die Magnolienbäume im Abendlicht bietet!
eine relativ glücklich wirkende Kirchenfigur. Oder sie ist angekifft, das wäre möglich, Weihrauchdelirium
er singt verzückt und voller Hingabe
er hier hat allerdings schon aufgegeben und fügt sich in sein langweiliges Schicksal
Freitag
Wir beginnen den Tag mit Erledigungen und Einkaufen. Die Waschmaschine mal wieder laufen lassen und die Spülmaschine sowieso.
Am Nachmittag starten der Mann und ich in die Ikea. Schon wieder, haha! Wir schauen uns nach einem Bücherregal um, das irgendwann ins umgestaltete Tochterzimmer soll. Ist bitter nötig, die Bücher stapeln sich schon überall. Natürlich gefällt es mir bei Ikea, natürlich sehe ich tausend kleine Sachen, die ich spontan toll finde und natürlich gibt es anschließend ein Hot Dog! Manche Traditionen sollte man einfach kommentarlos beibehalten.
Der Bub lädt uns abends zum Essen ein. Ist schön, ihn wieder zu sehen. Und die Katzen auch, die uns auffordernd laut miauend empfangen.
Der Bub gibt alles und zaubert uns in seiner kleinen Küche einen genialen Auflauf aus Kartoffeln und Spinat, dazu original schwedische Köttbullar und einen feinen Feldsalat mit Avocado. So ein Aufwand! Hat er gut gemacht, Lob & Anerkennung!!
Nach dem Essen gab es ein kleines Event: Sohns erster eigener Plattenspieler wurde eingeweiht - mit Thriller von Michael Jackson! Das hatte sowas feierliches! Wir stellen fest: Der Bub kann gut mit Vinyl umgehen. Und alle sind sich einig, dass Musik von der Platte einfach was ganz anderes ist, als vom Radio, der CD oder vom Internet. Dieses Knacken, wenn die Nadel die Platte berührt, das Knistern und dann die Intensität der Musik - das kriegste mit spotify einfach nicht hin!
Beat it!
Noch ein Happening passierte am Freitag: Die spitzenmäßige Band Ditkovich hat ihr letztes Lied vom ersten EP rausgebracht! Es heißt wie die Band "Ditkovich" und kann ab sofort gehört, gemocht und vor allem geliked werden :)
Samstag
Der Mann geht hoffnungsvoll zum Club, während ich versuche, ein verspätetes Ostergeschenk zu verpacken. Was sich ein bisschen schwierig gestaltet, da haben wir einen Spritzschutz fürs Fahrrad, einen Gepäckträger und die sagenumwobene Arschrakete. Ich denke, ich hab's ganz gut hingekriegt. Jedenfalls ist die Verpackung so außergewöhnlich wie das Geschenk selber. Beim Transport hilft mir Waldfeger, wir treffen uns mit Tochter, Sohn und Oma in der Eisdiele. Traditionen müssen beibehalten werden, also wird die Eröffnung der Eissaison fortgesetzt. Ich hatte eine geniale Kreation: Yogurette, Haselnuss und eine Sorte, die Mozart heißt. Boah!!! Das hat das Zeug zum Lieblingseis! Man sollte es langsam essen, sowas feines krieg ich nicht alle Tage!
Das war wahrscheinlich das erste und letzte Eis dieses Jahr - bis zur offiziellen Beendigung der Saison Mitte Oktober. Bis dahin werd ich mich an Mozart und Haselnuss erinnern!
Sonntag
Schon wieder Familie! Erst sieht man sie wochenlang nicht, dann kommt es geballt! haha!
Opa lädt zum Lieblingsgriechen ein. Dann kann ich den beiden zum 62. Hochzeitstag gratulieren. Oma und Opa sind länger verheiratet, als ich auf der Welt bin. Schon cool irgendwie!
Danach wird es einen ruhigen Nachmittag geben. Eine Erholungsphase für meinen armen Fuß, meinen Kopf und zum erden. Weil nächste Woche geht die Arbeit wieder los, da sollte ich vorher ein bisschen durchatmen.