Mausloch

Servus! Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

Blogparade zum mitmachen!

Montag, 7. September 2026

Projekt 52 - September, die erste

 

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de





Hallo September! Hier ist das erste Thema für diesen Monat: Kontrast

Hier hätte sich ein schöner Farbkontrast angeboten, das wäre sicher ein hübsches Foto geworden. Zum Beispiel mein neues Geschmeide, das aus runden Schmucksteinen in den Tönen Blau und Blaugrün besteht - im Kontrast zu einem Hellgrünen Shirt. Oder die hübsche lila Blume vor der weißen Wand im Garten.

Dann war ich aber auf dem Volksfestplatz unterwegs. Dieses Jahr gab es eine 200-Jahr-Feierlichkeit, im Rahmen dessen wurden all die alten, fast schon historischen Orgeln ausgestellt.
Ich mag diese Jahrmarktsorgeln! Schon als Kind stand ich fasziniert davor und auch heute haben sie ihren Reiz nicht verloren. Tatsächlich war das ein Zuschauermagnet! 
Sobald eine der mechanischen Lochblatt-Orgeln losgeht, sammeln sich die Leute davor und staunen angemessen. Figuren, die sich minimal bewegen, die vielen Orgelpfeifen, Trommeln und Glockenspiele und das Bewusstsein, wie alt diese Dinger sind, das ist schon beeindruckend.
Viele stammen von Ende 19. Jahrhundert bis aus den 1930er Jahren, diese Orgelmusik ist für mich der Inbegriff von Kirmes.
Der Kontrast dazu ist ein modernes Fahrgeschäft, der Bayern Tower. Ein 90 Meter hohes Kettenkarussell, hochmoderne Technik. Neonblau, blinkend, brüllend lauter Techno und sehr mutige Fahrgäste.
"Bayrischer Marsch" gegen "utz utz utz utz" - mehr als 130 Jahre dazwischen.
Ich finde, das ist ein ganz schöner Kontrast!



Menschen wurden von KI entfernt





Sonntag, 6. September 2026

Eine kleine Pause? Okee!




Es ist Zeit für eine kleine Blogparade. 


Die liebe Christina Reinisch vom Blog deinkoerper-deinweg.de hat eine ins Leben gerufen, das bietet sich an.

Es geht um Pause.

Machst du Pausen? Erlaubst du dir Pausen? Darfst du Pausen? Wie wichtig sind Pausen?

So viele Fragen.
 
In der Schulzeit hab ich den Pausengong sehnlich erwartet. Jetzt warte ich sehnlichst auf die Mittagspause. Ohne die kann ich nicht weiter funktionieren. Das war aber auch schon mal anders.
Klar, wenn du jung bist, brauchst du nicht so viel Pause wie jetzt im gesetzten Alter.
Damals hab ich meine Mittagspause damit verbracht, mit einer Freundin herum zu ziehen und kichernd irgend ein ungesundes Zeug zu essen. Auch nach der Arbeit wurde keine richtige Pause gebraucht, da zieht man durch die Kneipen und hat Feierabendspaß.
Das ist lange her.
Mein Alltag sieht jetzt anders aus. Mittags hechte ich aufs Sofa um ein kleines Nickerchen zu  machen. Das ist überlebens wichtig! Ich werde stinksauer, wenn einem Verwaltungsfuzzi wieder mal eingefallen ist, dass die Schulung/Besprechung/Meeting ja locker auch IN der Mittagspause stattfinden kann. Easy Peasy.
Dann sitze ich im Stuhlkreis und mir fallen die Augen zu - weil mein Körper denkt, ich hätte Mittagspause. 

Pause = Pause
 
So wichtig! Mit zunehmenden Alter wird die Pause für mich immer relevanter.
 
Wenn ich mal fleißig bin, muss ich irgendwann einen break machen und mich für ein Päuschen irgendwohin setzen. Kurz durchatmen, entspannen, Kraft tanken.
Wenn ich nicht fleißig bin, muss ich mich genauso unbedingt irgendwo hinsetzen und eine nicht verdiente Pause genießen.
Muss man sich Pausen immer erst verdienen? Warum?
Ich kann auch schöne Dinge unterbrechen und brauche mich niemand zu erklären. Wenn ich viel lese, kann ich locker Pause machen und was trinken. Oder nachdenken. Wenn mir das Zuhören bei einer Schulung zu anstrengend wird, kann ich ganz einfach kurz raus gehen und atmen. 

Ganz rebellisch sage ich: Ab einem gewissen Alter brauch ich niemand Rechenschaft ablegen und kann Pause machen, wann und wo ich will. Da reichen auch 2-3 Minuten. Mich kurz an ein Fenster stellen und in die Weite gucken. Oder aufs Klo retten und mal eben die Augen schließen. Zur Not hab ich immer noch meinen imaginären Strandkorb, in den ich mich mental zurückziehen kann. Das wirkt Wunder!
So nämlich!
Und das mach ich auch. Das ist wichtig! Kleine Ruhepausen im Alltag, wertvoll und wichtig. Das bin ich mir wert, wer kümmert sich um mich, wenn nicht ich selber?

Ich kenn einen, der macht keine Pausen. Der Platzt vor Tatendrang und powert durch, von früh bis spät. Demensprechend erledigt ist er dann auch, ich weiß nicht, ob ich das gut finde. Toll, wenn die Dinge fertig werden, wenn alles erledigt ist. Aber nicht zu jedem Preis.
 
Es muss unbedingt fertig werden vs. Immer mit der Ruhe! 
 
Fakt ist, ich liebe Pausen! Sei es von der Arbeit, der Schulung, einer Einkaufstour, einem Spaziergang, einer Aufräumaktion, politischen Themen oder einer Reise. Pausen stärken mich. Und auf mich selbst zu achten find ich nicht verkehrt! 




Die High Five der Woche - mit Steckerlfisch

Ein wunderschöner Tag mit blauem Himmel und Wattewölkchen, ein mittelfröhlicher Wind und ein Becher Kaffee. 

So schaut es momentan aus, kann man doch lassen, oder? Es ist Samstag, die Waschmaschine arbeitet, die Kartoffeln kochen vor sich hin und ich hatte heute schon Waldfeger-Kontakt. Alles prima!

Fast. Kennst du dieses leise, nagende Gefühl, wenn du weißt, die anderen feiern grade und haben Spaß - während du (wieder mal) außen vor bist? Wenn du denkst, zu langweilig zu sein oder vielleicht sogar eine Belastung? Diese Gedanken schwurbeln grade in meinem Kopf herum und beschäftigen mich. Ich will nicht beleidigt sein oder aufdringlich, aber es nagt schon ziemlich. Die Konsequenz ist, sich diskret zurück zu ziehen und den anderen trotzdem viel Spaß zu wünschen. Und zu akzeptieren, dass ich nicht relevant bin.
Fazit: Shit happens!

So what! Man muss auch gönnen können. Motivationslied

Ich konzentriere mich mal wieder auf das Gute. Denn wir wissen, das Gute gibt's immer und es lauert überall


5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgefiltert



Zum Ersten
Die 1. Arbeitswoche nach dem wunderbaren Urlaub hab ich geschafft. Und es war sogar ganz ok, die Stimmung schien überwiegend positiv und so schlecht wars auch nicht, die Nasen mal wieder zu sehen. Außerdem tut ein bisschen Struktur und Regelmäßigkeit im Alltag ganz gut. Nur das frühe Aufstehen, damit werde ich mich wohl nie anfreunden

Zum Zweiten
Die Tochter feiert ihren Geburtstag an diesem Wochenende mit einem Haufen Freunden in einem gemieteten Haus. Während sich rings umher nur Feld und Wald befinden, können die "Kinder" sich austoben, spielen, feiern und ihr junges Leben genießen! Ist das nicht toll? Ich freu mich sehr für sie, das hat sie super organisiert! Von ihrer Bestie gab es sogar eine Foto-Torte mit einem süßen Kinderbild von Tochter. Schöne Idee!

Zum Dritten
Der Mann und ich gingen Freitag aufs Volksfest. Es gab dieses Jahr ein Jubiläum: 200 Jahre! Also das Nürnberger Volksfest. Neben den üblichen Fahrgeschäften und Buden standen da viele Attraktionen aus vergangenen Zeiten, unter anderem ein übertrieben großes Karussell mit alten Holzpferden. Ganz viele historische Orgeln, eine Ausstellung von antikem Volksfestequipment, Fotos, Berichte und Miniaturen. Es gab eine Akrobaten Nummer mit Motorrädern auf dem Hochseil und aus einigen Ecken kam die Musik aus den 80ern. Es war voller als sonst, viel mehr geboten, überall Lichter und Musik und Leute.
Totale Reizüberflutung!
Aus dem geplanten Kurzbesuch wurden dreieinhalb Stunden. Außerdem hatten wir eine Premiere! Nachdem wir Jahr um Jahr an der Fischbräterei vorbeimarschiert sind, wurde diesmal eingekehrt. Zum ersten Mal holten wir uns eine geräucherte Makrele. In dem kleinen integrierten Biergarten zerlegten wir den Fisch und waren überrascht, wie lecker der ist! 
Mitten unterm Essen gingen alle Lichter aus - wir hatten vergessen, dass es heute ein Feuerwerk gibt! Mit der Handytaschenlampe wurde die Makrele gar verputzt und dann ging es los. Von unserem Platz aus hatten wir tatsächlich eine ganz gute Sicht auf das Spektakel. Sehr angenehm, ein Feuerwerk im Sitzen bei Räucherfisch und Radler! Die Knallerei erzeugte einen beeindruckenden Widerhall im Colosseum, wir waren ganz fasziniert. Ein sehr schöner Abend!

Zum Vierten
Dienstag Abend war die Heimfahrt richtig schön. Die Sonne schien, blauer Himmel und moderate Temperaturen. Die Arbeit war geschafft, gutes Gefühl, und mit dem Ranger musste ich einen Umweg fahren - wegen Riesenbaustelle. Dieser Umweg führte mich an einem großen Waldstück vorbei und es roch phantastisch nach Tannen und frischem Grün. Etwas weiter stand da das Lebkuchenwerk, es duftete intensiv nach Lebkuchen und Weihnachten! In der Siedlung wurden Rasen gemäht und auch das roch super nach frisch gemähtem Gras. Ich liebe es, wenn ich auf dem Roller so schöne Düfte wahrnehmen kann. Da hab ich mich spontan gefreut!

Zum Fünften
Kino! Wiedermal waren wir im Kino, diesmal gab es das Steckerfischfiasko. Ich mag die Eberhofer Filme, vor allem in diesem Luxuskino! Sitze wie ein Sofa, freie Sicht und schönes Ambiente. Der Film selber war zwar nicht der beste Eberhofer, aber gefallen hat's uns trotzdem. Anschließend gab es einen Spaziergang durch den Sommerabend zum Hauptmarkt, um uns von einem beliebten Italiener zu verabschieden. Das Provenza schließt, weil der Besitzer in den Ruhestand geht. Das soll nicht die einzige Verabschiedung gewesen sein, wir müssen mindestens noch einmal hin. Im Provenza gibt es feine Pizza und ziemlich authentisches, italienisches Essen. Und Oliven, die einen glücklich machen!


Wer möchte nicht ein Kuschel-Skelett gewinnen?!









Ein Karussell-Oldtimer, selbes Bj. wie ich ... danke auch!


















Weitere High Five der Woche:

Montag, 31. August 2026

das Geburtstags-Loch

Nach dem Geburtstag ist vor dem Geburtstag, oder wie?

Es ist seltsam. Nachdem ich seit Februar an Tochters Geburtstags Event gebastelt hab, gegrübelt und geforscht, falle ich jetzt am Tag danach ein bisschen in ein Loch. 

Eigentlich hat sie heute Geburtstag, aber weil Montag ist und die meisten keine Zeit haben, wurde die Feier kurzerhand auf den Tag davor verlegt - viel Glück zum Nicht-Geburtstag! Wir haben den letzten Tag ihrer 20er verabschiedet und würdig gefeiert. Jetzt ist mein Baby 30 Jahre alt - das ist surreal!
Kennst du das, wenn Personen, die du magst, aus irgend einem unerklärlichen, matrixverknüpften und nicht durchschaubaren Grund immer im selben Alter bleiben? Für immer und ewig?
Meine Mama ist auf dem Papier 86, aber für mich wird sie immer 40 bleiben. Das hat sich eingebrannt.
Der Bub bleibt für immer 9 und die Tochter 14. 
Nicht 30.
14!

Jetzt sitze ich hier und lass mir den Tag gestern nochmal durch den Kopf gehen. Es war ein sehr schöner Nachmittag. Aufgrund des Meilensteins 30 hab ich Tochters Idee geklaut und ihr auch 30 Päckchen verschnürt. Viele hübsche Sachen, manche sinnvoll, manche nicht, manche gewünscht, manche ausgedacht. Ein ganzer Wäschekorb voll, dazu wunderschöne Blümchen und ein mächtiger, sehr feiner Schokoladenkuchen mit Marmeladenfüllung.
Die Päckchen hat sie sich erspielt, ich hab Quizkarten erstellt voller Fragen der letzten 30 Jahre, die Tochter betreffen. Mit Bildchen. Das Spiel hieß "Wer ist (Tochter)"?
Alle haben mitgeraten, das war schon cool. Hat Spaß gemacht! 
Alles war mit Ballons dekoriert, das Wetter war prima, wir saßen im Garten, es war eng am Tisch.
Ein voller Erfolg! Die vielen Päckchen packt sie heute zusammen mit ihrem Liebsten zu Hause aus, in Ruhe, ohne Zeitdruck.

Warum bin ich so wehmütig? Ist alles gut geworden, sie hat sich so oft bedankt und mir noch am Abend geschrieben, wie schön sie das alles fand. Wie sehr sie es genossen hat und das Spiel kam super an.
Bin ich schon wieder nostalgisch? Oder ist es das selbe Phänomen wie nach Weihnachten, wenn man wochenlang plant und organisiert und macht und tut - und dann kommt das Ende völlig abrupt und überraschend?! Zack, vorbei.
Und ich fall in ein Loch.

Erschwerend kommt dazu, dass heute mein letzter freier Tag ist und die Laune schwankt. Ich will diesen Tag genießen, mein Buch liegt schon hier neben mir auf dem Gartentisch. Aber das ist nicht so einfach.

Urlaub vorbei, Geburtstag vorbei, aus die Maus.

Und ich Oberdepp hab mir auch noch vorgenommen, bis Weihnachten extrem vorsichtig mit dem Essen zu sein. Nur brave Sachen essen und auch nur, wenn ich Hunger hab - BIS der Hunger weg ist. Dann sofort aufhören. Ja jetzt, wo die Zeit beginnt, in der uns die Patienten wieder hemmungslos mit Lebkuchen und Schokolade bewerfen!!
Hab mich auf dem Familienfoto gesehen, das Looli mit seinem Selbstauslöser gestern gemacht hat. Holla die Waldfee, ich muss was tun!

Was machen wir in so einem Fall von Bye-bye-schöne-Zeit-ist-vorbei?

Wir raffen die Schultern, atmen tief durch, richten die Krone und werden wild entschlossen. 
Wenn ich schon das ganze Jahr über nichts gebacken gekriegt hab, dann wird auf den letzten Metern nochmal alles gegeben! Vielleicht kann ich ja am Jahresende das ein oder andere Kilo als Verlust bezeichnen, das stärkt die Moral.
U-huund wir denken positiv! Was wäre ich mit meinem Mausloch, wenn ich nicht positiv denken würde? Ein Fake, so nämlich! Ein Stümper. Ein Humbug! Ich will kein Humbug sein, ich will .. was will ich denn?

Mich nicht unterkriegen lassen! Von keinem Geburtstags-Urlaubs-Fress-Loch der Welt!






Sonntag, 30. August 2026

Die Urlaub-ade High Five der Woche

Ich hab das Gefühl, in letzter Zeit wird ziemlich viel ins Mausloch geschrieben. 

Ick find dat jut, wa?

Gerade genieße ich die letzten freien Tage und fülle sie mit Kaffee und Mausloch. Da kann man nix dagegen sagen.

Also kommt jetzt als nächstes das High Five der Woche - gepaart mit seinem Kumpel Sonntags Top 7!


5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt

1. Auch wenn es unfassbar schade ist, dass der Urlaub endet, war es doch eine echt schöne Zeit! Die erste Woche an der Nordsee (da gibt es Berichte, falls es bemerkt wurde) und die zweite Woche daheim mit Kino, Essen gehen und Sommerabend am Burgberg. Und viel Mausloch!

2. Ich hab am Donnerstag in der Wirtschaft Semmelknödel mit Pfifferlingen bekommen! Ich bin glücklich! 


Außerdem ein Glas Weißwein, ein Aperol Spritz und einen gigantischen Kinofilm - Odyssee!

3. Nur 1 Tag schwitzen, der Donnerstag nämlich. Der Rest ist einfach erträgliche Temperatur! Und das beste: in 2 Tagen beginnen die -ber Monate! Das bedeutet der Herbst klopft an! Tritt ein, mein Freund!

4. Für die Geburtstagsfeier der Tochter hab ich alles fertig. Die Geschenke sind verpackt (30 an der Zahl !! Was eine einmalige Aktion ist) die Karte geschrieben, der Kuchen muss nur noch abkühlen und wartet auf seinen Schokoladenguss. Ich freu mich, wir werden hier alle zusammen kommen, uns wieder sehen und ich hab da mal was vorbereitet! Wird prima!


das gibt's nur einmal im Leben. Nämlich wenn man 30 wird!
2 Kinder hab ich noch vor mir, haha!


5. Ein kleiner Luxusmoment. Als ich Dienstag beim Thalia in der Stadt war, um ein bisschen Schnickschnak zu besorgen, hab ich mich entschlossen, im Straßencafé Platz zu nehmen und mir einen Macchiato Haselnuss zu gönnen. Das ist vielleicht fein! Ich sitze da so, schau mir die Leute an, die vorbei laufen und hab so einen feinen Kaffee vor mir. Ein Moment, den man konservieren sollte. In meinem Kopf die passende Hintergrundmusik: Theme from a summer place


eine Mitmachaktion 
von Anita auf antetanni.com


 1 Gelesen / 2 Gehört-Gesehen / 3 Erlebnis / 4 Genuss /
    5 Drinnen/Draußen / 6 Web-Fundstücke / 7 Hobbys


1 Gelesen. Mein derzeitiges Lieblingsbuch Cryptos von U. Poznanski hab ich ausgelesen. Jetzt muss ich bis Mitte Oktober warten, bis ich die Graphic Novel dazu lesen kann, im Anschluss Canvas, die Fortsetzung und dann noch Signal, ein weiteres Meisterwerk der Autorin. Ich bin im Taumel! Momentan lese ich Männer mit Erfahrung von Castle Freeman. Das ist ein sehr eigenes Buch mit eigenem Humor.

2. Gehört-Gesehen. Gehört hab ich meine Oldie Playlist auf Spotify rauf und runter. 
Gesehen - den zauberhaften Anblick der Nürnberger Burg bei anbrechender Nacht mit viel Publikum und Gitarrenklängen. Ich mag diesen Platz. Überhaupt ist die Burg ein schöner Ort!


3. Erlebnis. Das war ein Kinofilm im Cinemagnum. Wir haben uns Osyssee angeschaut auf einer Leinwand, die 600 m² groß ist! Mir sind ein bisschen die Augen über gegangen, man taucht da wirklich in den Film ein. Gut, ein paar mal musste ich die Augen schließen, weil es mir zu viel wurde und die Szene ziemlich brutal, aber ansonsten war das schon ein Erlebnis. Toller Film!

4. Genuss. Ganz klar die Semmelknödel mit Pfifferlingen! Ich liebe das! Daheim hieß das nur: Semmegnedl mit Rahmschwammerl. Mama kommt aus Niederbayern ;)

5. Drinnen / Draußen. Also drinnen gab es mein herrliches Wasserbett, was nach der harten Matratze im Ferienhaus eine Wohltat war. Und heute hat der Mann wieder mal alles gegeben und Tochters altes Zimmer weiter renoviert. Den ganzen Tag hat er geschuftet und es sieht einfach klasse aus!
Draußen hab ich es mir bei einem Glas Aperol Spritz gut gehen lassen. Mit Burgblick und dem Mann an meiner Seite!

6. Web Fundstücke. Da hab ich was entdeckt, das mir wirklich gut gefällt. Freitag war ja Blognacht, da lernte ich den Blog von Annette Schwindt kennen. Ich mag, was und wie sie schreibt. Der Beitrag zur Blognacht ist gelungen!

außerdem auf Pinterest: 




7. Hobbys. In dieser Woche definitiv das Schreiben ins Mausloch. Da beißt die Maus keinen Faden ab!



Ich wünsche allen, die das Mausloch lesen, eine wunderbare, stressfreie und angenehme Woche. Und nicht vergessen: Ab Dienstag klopft der Herbst an! knock knock knock :)



Weitere High Five der Woche:
Mira auf besinnlich.de

Samstag, 29. August 2026

Projekt 52 - August, die zweite, dritte, vierte und fünfte!

Sowas macht man nicht!

Gleich alle Projekt 52 Beiträge auf einmal .. aber! Ich hab eine gute Ausrede, ich war Nordsee-mäßig schwer beschäftigt und jetzt ist schon Ende August! Also hab ich mir gedacht, in meinem mir eigenem, jugendlichen Leichtsinn, packste alle restlichen Projekte einfach zusammen!

Ich mach das auch nur einmal, es sei mir verziehen!


52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de

Thema 2: Sprung

Zum Thema Sprung ist mir, wie üblich, nix gescheites eingefallen. Selber mach ich keine großen Sprünge, in meiner Umgebung springt auch nix, außer die schmutzigen Fensterscheiben mir ins Auge, also muss ich weiter grübeln.

Nach einer angemessenen Grübelzeit bin ich auf folgendes Ergebnis gestoßen: 

Vor Jahren und Jahrzehnten lag ich glückselig auf dem Bett von MOFL* und hörte andächtig der Musik des letzten Einhorns zu. Die Schallplatte hab ich mir gekauft, weil ich den Film mochte und den Sounddtrack auch. Mag ich noch heute. 

Also lag ich da ganz verträumt herum, als der Sänger von America grade ansetzt zu "When the last eagle flys" und die Plattennadel ruckte. Wir haben einen kleinen Kratzer im Vinyl. Der Kratzer wird akzeptiert. Auch beim nächsten mal Hören akzeptieren wir das Störgeräusch, ist ja nur ein kleines.

Die Platte wird oft gehört und irgendwann haben wir uns an diesen kleinen Kratzer gewöhnt. Mittlerweile ist viel, sehr viel Zeit vergangen. Wenn ich diesen Song heute höre, warte ich auf den kleinen Sprung in der LP. Ohne diesen Sprung ist das Lied nicht original, ich bestehe auf den Kratzer!

Und so ist die Filmmusik vom letzten Einhorn nur echt mit einem winzig kleinen Sprung im ersten Lied! 

*MOFL = Meine große Ostsee FerienLiebe


(den Staub bitte wegdenken, danke)






52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
von Sari auf heldenhaushalt.de



Thema 3: Glücksgefühl

Da wäre mir wiederum viel eingefallen. Ich hätte ein Foto vom Strand im Nordseeurlaub posten können. Oder eins der vielen Fischbrötchen, die wir im Urlaub hatten. Ich hätte den Ranger fotografieren können, ein Stück Apfelkuchen oder den Urlaubszettel unserer Praxis. 

Dann hab ich mich aber anders entschieden. Ich steh ja auf Seife. Also auf Seifenstücke. Wenn die gut riechen, bin ich hin und weg! Im Urlaub letztes Jahr auf Fehmarn hab ich mir im Seifenladen ein Stück "Energie der Ostsee" abschneiden lassen und hatte lange Zeit meine helle Freude an dieser tollen Seife. Also ist es für mich absolut logisch, mir auch in diesem Jahr eine schöne Duftseife mit nach Hause zu holen. In Greetsiel in einem der vielen Schnickschnack-Läden gab es eine schöne Auswahl, ich hab mir eine Romantica Seife mitgenommen. Die duftet nach Blumen und Flieder. Wunderbar!

Jedesmal, wenn ich mir die Hände wasche, falle ich in einen kleinen Glückstaumel. Das ist es wert, hier als Glücksgefühl im Projekt 52 aufzutauchen!






52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
von Sari


Thema 4: Möglichkeit

Erst hatte ich einen Wegweiser im Visier. Rechts zum Strand, links zum Park, da zum Kiosk, dort zur Straße. Aber dann spazierten wir durch den Schlossgarten in Leer, der so wunderschön war. Viele kleine Wege, teilweise versteckt hinter Teichen und alten Bäumen. Und dann diese Weggabelung. Die hat es mir angetan! Eine Weile standen wir unentschlossen davor, welchen Weg hättest du genommen?










52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
weißt schon - von Sari


Thema 5: Grenzen

Das war knifflig. Bis hierhin und nicht weiter! Und das dann fotografieren! Ich bin den ganzen August suchend durch die Gegend gelaufen, in der Hoffnung auf eine Eingebung.
Die kam dann in Form dieser Treppe. Das ist das alte Siel in Greetsiel, das wie eine holländische Gracht anmutet. Diese Treppe, meine ich, passt perfekt in das Thema! 
Falls du nicht zufällig ein Boot am Fuß der Treppe hast, solltest du spätestens hier Halt machen. Sonst könnte es fatal enden. Das nenn ich Grenze!






 aus die Maus




Danke, Sari, wenn du diese Version des Projekt 52 akzeptierst. Ich weiß, das ist nicht der Sinn der Sache und es kommt auch nur dieses eine Mal vor. Versprochen!

Freitag, 28. August 2026

The Blognacht - with a little help from my friends

 Jetzt steh ich hier, ich armer Thor, und bin so schlau als wie zuvor.

Das könnte der Leitsatz für diese Blognacht sein. Anna hat mich grade eiskalt erwischt mit ihrem Impuls.

Es ist Freitag Abend, ich freu mich schon den ganzen Tag auf die Blognacht, die heute wieder stattfindet.




Ich bin mit Laptop, Cola und Sack und Pack nach oben gezogen, damit der Mann unten seine Ruhe hat.
Alles ist bereit, kann losgehen!
Und dann kommt Anna mit diesem Impuls um die Ecke:

Investment

Boah. Jetzt bin ich absolut und komplett ratlos. Sofort denke ich an irgendwelche Bankgeschichten, mit denen ich nix anfangen kann.
Was zum Geier soll ich denn zum Thema Investment schreiben??? Hilfe!!

5 Minuten überlegt, keinen Schritt weiter. Wahrscheinlich muss ich bloß um irgendeine Ecke denken um einen Geistesblitz zu kriegen. Zeig mir jemand diese Ecke?
Ich könnte mir vorstellen, die anderen Blognachtmitschreiber haben schon wieder einen Plan, einen ganz tollen. So wie ich es nicht erahnen könnte. Wenn ich mir die jeweiligen Zusammenfassungen der einzelnen Blognächte, die uns Anna immer zur Verfügung stellt, durchlese, bin ich meistens voller "ach soo" und "so rum!" und "gute Idee, so hätte ich es auch machen können!" Wird wieder passieren, da wette ich drauf.

Investment. So was blödes! 
(sorry Anna)

Keine Ahnung. Mensch! Ich erzähl dir mal, was bei mir so los ist. Vielleicht kommt die Erleuchtung beim Plappern. Lass uns plappern!
Gestern war es wieder mal übel heiß. Und schwül. Morgens hab ich Oma zum Arzt gefahren, sie hat die Magenspiegelung super überstanden und wir haben unser Wunschergebnis. Aber die Warterei war anstrengend. Bis wir endlich fertig waren, Oma heimgebracht und ich zu Hause angekommen bin, hatte ich noch eine Stunde Zeit. Dann wollen wir zum Kino!
Es gibt drei Kinofilme, die wir sehen möchten. Den ersten, Toy Story 5, gab es für uns im Urlaub an der Nordsee. Klasse Film.
Den zweiten, Steckerfischfiasko, haben wir noch auf unserer Liste. Wahrscheinlich im Luxuskino, da gewöhnt man sich schnell dran.
Film Nr 3 gaben wir uns gestern. Odysee. Wow, was für ein bildgewaltiges Meisterwerk! Ein paar mal musste ich wegschauen, das war mir zu brutal, aber insgesamt ein beeindruckender Film. Und auch noch auf Riesenleinwand im Cinemagnum!! Volle Dröhnung!

Investment.

Nach dem Kino waren wir essen im Goldenen Posthorn. Das Lokal und unser Alter nähern sich rasant an, ein gediegenes, fränkisches Wirtshaus. Im Schaukasten steht der original Trinkbecher von Albrecht Dürer. Ich hab Dürers Wasserglas gesehen, huii !
Zum Schluss spazierten wir in der Hitze den Burgberg hoch, oben beim Wanderer war's überraschend voll! Da sitzen ja seit Jahrzehnten im Sommer die Leute auf dem Boden rum, trinken Altstadtbier und feiern das Leben. Einer hat immer eine Gitarre dabei. Schöne Atmosphäre da oben! Und ich freu mich, dass sich diese Tradition seit ich mich erinnere nicht geändert hat.



Investment.

Soll ich mal google fragen, was ich mit diesem Begriff anfangen soll? Oder die KI? Ich brauch Hilfe von irgendwoher. Ich könnte Waldfeger anschreiben ..
Investment bedeutet, dass man etwas investiert. Muss ja nicht zwingend Kohle sein. Man kann auch anders irgendwo irgendwas investieren 

Dean Martin haucht mir Bésame  Mucho ins Ohr. Mir wird ganz anders ..

So. Auf Waldfeger ist Verlass. Sie sagt, man kann in Menschen investieren, in Leidenschaften oder in sich selbst, damit man im System nicht untergeht.
Danke liebe Waldfeger, das ist was handfestes!



Also. Investment. In Menschen investieren. Da fällt mir natürlich als erstes das Kind ein. Mir war immer wichtig, das Kind (beide Kinder) gut zu erziehen. Ihm Werte beibringen, so wie es Mama bei mir gemacht hat. Dass man Rücksicht nehmen kann, dass man auch mal verliert, dass man seinen Abfall nicht auf die Straße wirft, dass man Mitgefühl und Empathie zeigen kann. Da hab ich wirklich viel Zeit und Geduld investiert, damit das Kind die richtigen Werte mitkriegt. Sich geliebt fühlt und stark wird. Wenn ich das Kind so anschaue, stark, selbstständig und mit einer grandiosen Lebenseinstellung, weiß ich, dass ich richtig investiert hab. Ab und zu mach ich auch was richtig. 
Kennt wohl jede Mama, du opferst Zeit, Geduld, Geld, deine Identität und alles was du hast, damit aus dem Kind was 'Gscheids wird. Und kaum sind sie erwachsen, kannst du das Ergebnis sehen, dich zurücklehnen und denken jepp, das hat sich gelohnt!

In Leidenschaften investieren. Also das mach ich fast täglich. Seit ich das bloggen für mich entdeckt habe, investiere ich echt viel in mein Mausloch. Vor allem Zeit. Und Gedanken. Und Kreativität. Aber ich krieg viel zurück - vor allem Ideen, viele interessante Leute, die auch bloggen und viel viel mehr Kreativität, als ich investiere. Mein Horizont wird erweitert und ich lerne andauernd was dazu. Das lohnt sich. Vor allem macht es irre Spaß! Die Zeit, die dabei draufgeht ist gut angelegt. Das Beste ist, durch die Aktion "High Five der Woche" wir mein Blick auf das Positive im Alltag geschärft. Das ist ja mal was Gutes! Ob ich das ohne Mausloch so hinkriegen würde, dieses ständige positive Denken, bezweifle ich.

Ohaa jetzt läuft's aber!

In mich selber investieren, damit ich nicht im System untergehe. 
Nachdem ich grade ganz erschlagen werde von so viel negativen, hasserfüllten und nicht nachvollziehbaren bösen Gedanken und Gerede, muss ich mir einen eigenen "Tanzbereich" schaffen. Das ist mega wichtig! Mir meine eigene, kleine Welt sauber und glücklich halten. Das mache ich eigentlich schon lange, momentan ist es aber umso wichtiger.
Ich suche gezielt nach dem Guten. Ich will und will mich an Kleinigkeiten freuen, mir jeden Tag minikleine Ziele setzen, auf die ich mich freuen kann. So wie der Anblick von Mohnblumen, das Gefühl beim Rollerfahren, der Moment, wo ich im Bett liege und nach meinem Buch greife, der Geschmack des ersten Bissens vom Apfelkuchen. Ich will mir das ganz bewusst machen, damit ich mir selber viele Glanzpunkte über den Tag verteilen kann.




Wow, das kam jetzt geballt! Waldfeger hat mich angestachelt, haha!

In meinem letzten Buch, das ich verschlungen habe, geht es um Alternativ Welten. Das Buch heißt Cryptos von Ursula Poznanski und ist eine Dystopie. Da die Welt durch den Klimawandel fast unbewohnbar geworden ist, flüchten sich die Leute mittels Technik in diverse Alternativ Welten. Da hätte ich meine persönliche Welt schon entdeckt! Sie nennt sich Kerrybrook und stellt ein idyllisches Fischerdorf dar mit viel Grün und Landschaft und gemütlichen Pubs. Da darf man nur rein, wenn man die richtigen Voraussetzungen erfüllt. Dort kann man friedlich miteinander leben, ohne Hass, ohne Krieg, ohne Missgunst. Diese Träumerei passt super zu mir! Ich arbeite fest daran, mir mein eigenes Kerrybrook zu schaffen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten - nämlich mit viel Phantasie und ein wenig Naivität. An den Klippen von Kerrybrook hab ich auch schon meinen imaginären Rettungs-Strandkorb platziert, der passt da gut hin.
Ich will mich nicht runterziehen lassen von der fiesen Realität! Also investiere ich intensiv in meine eigene, kleine Welt. Auch wenn sie nur ausgedacht ist.


Na also, das ist doch was! Und schon hat ein "Investment" seine Schrecken verloren. Manchmal kommt der Geistesblitz von ganz woanders her. Meine Waldfeger ist eben schlau wie ein Fuchs!
Der Beitrag ist fertig und kann in die Welt hinaus. In die richtige. Ich fürchte, in Kerrybrook gibt es kein wlan.
Cute Rat