Mausloch

Servus! Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

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Freitag, 16. Oktober 2026

der entspannte Freitags Füller

Die Zeichen stehen gut. Es ist Freitag mit Aussicht auf Wochenende, meine Müdigkeit ist aufgrund eines spontanem Nickerchens am Nachmittag so gut wie eliminiert worden und hier steht ein Becher Kaffee.
Also gute Aussichten auf einen Mauslocheintrag!

Am Mittwoch waren wir auf der Fürther Kärwa. Dieses Volksfest mag ich sehr, es erstreckt sich über mehrere Straßen und hat alles zu bieten, was man sich wünschen kann. Von Verkaufsständen für Socken, Zwiebelhobel, Gärtnerzeugs, Wolle, Scheren oder Lammfelle über Fahrgeschäfte wie Break Dance, Riesenrad und Kettenkarussell bis hin zu Unmengen an Fressbuden und kleinen Biergärten. Wir schlendern da sehr gerne herum. Ich bin jetzt stolzer Besitzer einer neuen Gemüsebürste! Bei den Gewürzen musste ich mich zurückhalten, besser gesagt, der Mann hat mich zurück gehalten. "Nein, wir haben genug Gewürze". Dafür hab ich ein Brötchen mit Flammlachs gegessen - das war so lecker, da denke ich heute noch dran. Mit einem Lächeln!




Hier kommt mal wieder ein Freitags Füller - weil ich Lust drauf hab :)



ein Lückentext zum Ausfüllen
von Barbara auf scrapimpulse.com



1. Ich bin wirklich gespannt, wie mein Samstag Abend aussieht! Es gibt ein Event im Mach 1! Das ist eine der wenigen Clubs in Nürnberg, die überlebt haben. Das Event ist für alte Leute wie mich, die dort am Samstag feiern dürfen. "Ü60 Party - Legenden unter sich" heißt es und ich geh da mit einer Freundin hin. Und weil ich so alt bin, darf ich auch Disco sagen statt Club!

2. Mein Terminkalender ist so voll, dass es beruhigend ist, zwischendurch auch mal Tage ohne Termin zu haben.

3. Wäre nächste Woche Weihnachten, würd ich bleed aus der Wäsch schauen! Nix vorbereitet, nix eingekauft, nix besorgt, nix da. Das wäre ein verdammt mageres Fest mit Toastbrot und Kartoffelsuppe aus der Dose.

4. Ich hab neue Schuhe. Die sind hübsch und haben eine tolle, weiche Sohle. Aber sie sind noch ziemlich eng, also hab ich da Schuhspanner reingetan. Sieht aus wie Roboterfüße, die man aufdrehen kann. Das lass ich jetzt erstmal so, bis sich die Schuhe dem Druck ergeben haben. Dann sind sie mit Sicherheit sehr bequem.

5. Wenn ich an Paris denke, fallen mir lauter exklusive Menschen ein. Die Reichen & Schönen. Würde mich dort total fehl am Platz fühlen, also fahr ich erst gar nicht hin. Paris reizt mich überhaupt nicht.

6. Man nehme einen guten Willen, füge etwas Optimismus hinzu und mixe das vorsichtig mit einer Prise Harmonie - schon hat man ein bisschen Fröhlichkeit gefunden!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine neue Serie "Elle" , morgen habe ich geplant, tanzen zu gehen und Sonntag möchte ich ausruhen! Es sei denn, Oma möchte besucht werden - dann freu ich mich auf Oma!








Flammlachs wird über offenem Feuer geräuchert. Das dann in einem warmen, frischen, knusprigen Brötchen .. Himmel!



Dienstag, 13. Oktober 2026

Projekt 52 - Oktober, die erste

 "Hallo Sabinchen, wenn du willst, kannst du daheim bleiben!"

So ne whatsapp hab ich noch nie gekriegt! Ich freu mich wie Bolle über einen geschenkten Nachmittag!

Die Kolleginnen sind einfach klasse! Heute Morgen schon bin ich mit einem Geburtstagsständchen empfangen worden, als ich meinen Berg Brownies abgeliefert hab. Die Arbeit im Labor war moderat, zum Ende hin etwas stressig, aber um eins hab ich alles fallen lassen und bin in die Pause. Um dann so eine Nachricht zu kriegen!
Ich hab noch nichts abgerechnet und eingetragen, aber das ist mir jetzt einfach mal E-GAAL!

HURRA!

Sofort bin ich ins Bad, Haare waschen. Ich hätte nicht gewusst, wann sonst. Und jetzt sitze ich seit Stunden hier und lese Blogeinträge und kommentiere und wundere mich, dass es schon nach 18 Uhr ist.

So ein geschenkter Nachmittag ist klasse! 

Zeit, ein bisschen zu bloggen. Der Mann will kochen, hat er gesagt, das schafft mir noch etwas mehr Zeit.

Das bringt mich zum Projekt 52!

eine Mitmachaktion
von Sari auf heldenhaushalt.de





Thema: Möglichkeit

Wenn man so spontan und unerwartet frei kriegt, muss man diese Zeit auch nutzen! Eigentlich hätte ich heute tausend Impfungen und Spritzen vornehmen müssen, die Blutabnahmen vom Vormittag abrechnen und mich mit Patienten herumschlagen müssen. Aber so bin ich den ganzen Nachmittag schon hier im ehemaligen Tochterzimmer im roten Sessel und lese und schreibe. Was für eine Möglichkeit, endlich in Ruhe ein paar Blogs zu kommentieren und entspannt herum zu klicken! Ich fühl mich super! Die Haare duften, der Plattenspieler läuft (erst das letzte Einhorn, dann Simon & Garfunkel, jetzt Tabaluga) und ich hab Kaffee hier. Passt!






Montag, 12. Oktober 2026

das schnelle 12 von 12

 Allmächt, fast vergessen! Es ist schon spät, eigentlich Bettgehzeit. Da fällt mir siedendheiß ein, dass ich heute noch einen Job habe!

Das legendäre 12 von 12 ist fällig!

Die Fotos hab ich, der Text fehlt noch. Also los, jetzt aber hopp!


eine Foto-Mitmachaktion
von Caro auf draussennurkaennchen.blogspot.com

Bild 1

Erstmal Kaffee zum wach werden. Dann ins Bad zum sauber werden. Im Bad steht sie, die Spielverderberin, die dir den Tag versauen will. Ich seh sie scharf an und beschließe, nicht drauf zu steigen. Tag gerettet!


Bild 2

Nachdem ich meine Alma, Kenji und Harry gegossen und die Wäsche vom Ständer geholt hab fahre ich los, Waldfeger einsammeln. Wir wollen uns was Gutes tun und zu Ikea gehen.
Ich brauche Pflanzen! Dringend!
Im Ausstellungsraum springt uns Weihnachten entgegen. Die ersten Weihnachtsbäume dieses Jahr!


Bild 3
Wir mögen Ikea! Beim umherstreifen durch die Gänge sehe ich dieses Hochbett. Ich überlege, dass hier zwei Aspekte im Vordergrund stehen: Der Schreibtisch unter dem Bett kommt richtig gut! Da könnte ich super bloggen, ist ein Gefühl von Höhle gebaut. Super! Aber - wer bezieht dieses Bett neu? Elastic-girl? Eine Krake? Jemand mit Teleskop-Armen?


Bild 4 und 5
Wir sehen lauter schöne Sachen! Sachen, die wir nicht brauchen aber gerne hätten. Zum Beispiel all die Stofftiere, die überall herumliegen. Ikea verkauft sehr spezielle Stofftiere, da konnte man mal einen Kuschelhai kaufen oder Plüschratten. Dieses mal gibt es super weiche Nilpferde und einen großen Haufen Springmäuse!



Bild 6

Ein Dauerbrenner ist dieser niedliche Bär, den ich jedesmal in den Arm nehmen muss! Es ist faszinierend, dieser Bär hat sowas tröstendes an sich, so dass es dir bei fester Umarmung sofort besser geht! Bitte, wenn du mal durch Ikea streifen solltest, nimm diesen Bär in den Arm! Geheimtipp!



Bild 7 
Zwischenstopp im Restaurant. Wir haben Hunger. Für mich gibt's Falafel mit Couscous. Megalecker!! Dazu zuckerfreies Cola, die mich im Geschmack hart an die Automaten Cola meiner alten Schule erinnert. Da kam erst so Sirup, dann Wasser drauf. Gesundheitsfaktor -8. Aber trinkbar.


Bild 9
In der Lampenabteilung sehe ich die kleine Lampe, die es mir angetan hat. Da ist so ein Kettchen, an dem man ziehen muss, damit das Licht an oder aus geht. Ich zieh da voll gerne dran - die kleinen Freuden der Sabine B. Klick an, klick aus, klick an, klick aus, .. freu!!


Bild 10
Dann kommen endlich die Pflanzen. Ich bin im 7. Himmel! Meine Entscheidung fällt auf Renate, Nymphadora und Henrietta. Und eine Glückskastanie für Fee. Dann bremse ich mich, schweren Herzens. Um zu Hause festzustellen, dass es einfach zu wenig sind. Tja ..



Bild 11
Auf dem Heimweg, wobei wir die Stadtautobahn umfahren, stehen wir an der Ampel mit einem tollen Blick auf den Neutorturm mit großem, hübschen Herbstbaum


Bild 12
Auch wenn ich eigentlich nichts mehr essen wollte - der neue Brötchenkorb musste ausprobiert werden! Und siehe da - er funktioniert!





Das war's. Jetzt aber ab ins Bett! Gute Nacht :)


Sonntag, 11. Oktober 2026

Die High Five der Woche Seite an Seite mit den Sonntags Top 7

Endlich Schreibzeit!

Die Woche war heftig und das Wochenende setzt noch einen drauf! Ich bin so eingespannt, da bleibt zum entspannten bloggen einfach keine Zeit. Das ist echt traurig!

Der Freitag war verplant von früh bis spät - erstmal arbeiten, das alleine stresst ja schon. Vor allem, wenn in der Praxis der Arbeitsalltag explodiert und mich fast umhaut. Es war so viel Betrieb im Labor, dass ich kaum zum Luftholen gekommen bin. Wahnsinn, echt! Vor allem die Grippeimpfungen, die jetzt sehr begehrt sind. Heißer Scheiß! Die Leute kommen busladungsweise, mit und ohne Termin. Und ich routiere in meinem fensterlosen Labor. Wenn mir dann auch noch der blutrünstige Lehrling an der Backe klebt, den ich ständig überwachen und belehren und bremsen muss, artet das aus.

Aber irgendwann war Feierabend, Mittag, raus hier!

Um zu Hause fix einen Einkaufszettel zu schreiben, Freitag nach der Arbeit ist Wochenendeinkauf mit dem Mann. Diesmal gab es zu den normalen Sachen auch haufenweise Zeug für die Geburtstagsfeier am Sonntag zu organisieren. Zwei Kuchen und eine Ladung Cookies.

Direkt vom Supermarkt fahren wir zum Autofritzen, der Ranger hat seinen jährlichen check up hinter sich und will nach Hause. Ich freu mich, den Kleinen wieder bei mir zu haben, auch wenn die Heimfahrt arschkalt war und im Regen stattfand. Er ist jetzt wieder da, wo er hingehört und wartet unter seinem Häubchen auf schönes Wetter.

Dann hatte ich 2 Stunden Pause. Dem Himmel sei dank! Direkt ein kleines Nickerchen gemacht. Dann geh ich fast freiwillig raus in das nasse, kalte Wetter, um zum Flohmarkt Koordinationstreffen im Kulturladen zu fahren. Einmal quer durch die Stadt ohne Aussicht auf Parkplatz. Diese Treffen dienen zum Austausch der einzelnen Stadtteilflohmarktorganisatoren und zur Terminfestlegung. Dieses Mal war ich nicht nur allein da, es wurde sich auch mächtig ausgetauscht und kein einziger Termin festgelegt. FAIL!! Da wollen wir hoffen, dass unser Hofflohmarkt nicht mit der unmittelbaren Nachbarschaft kollidiert.

Gegen zehn war ich wieder daheim, der Mann hat gekocht und mit dem Essen tatsächlich auf mich gewartet. So lieb!!! Die Spaghetti versöhnen mich mit dem stressigen Tag. Und dann ab ins Bett!

Und der Samstag? Erstmal schön verschlafen, dann einen Zitronenkuchen gebacken, während der auskühlt einen Berg Cookies, danach noch einen Käsekuchen. Zwischendrin eine Ladung Wäsche nach der anderen, die restlichen Geschenke verpacken, Karten schreiben, Luftballons aufblasen, Zimmer dekorieren.
Was für ein Glück, dass es abends nur Dosensuppe gab - Dose auf, Topf heiß, Essen fertig!

Geburtstagskinder can come!

5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgeopickt




1 - ich musste vor 25 fremden Leuten frei reden, ich habs gehasst und wahrscheinlich auch leicht verkackt, aber ich hab es geschafft! Vorstellungsrunde beim Flohmarktfritzentreffen. Name, Bezirk, Erfahrungen. Bin ich froh, dass ich das hinter mir hab!!

2 - alles ist bereit für den Sonntag! Wir feiern die Geburtstage von Bub und seiner Fee. Die Kuchen sind gebacken, die Geschenke verpackt, die Karten geschrieben, die Luftballons im Raum verteilt. Alles fertig. Ein sehr beruhigendes Gefühl. Ab jetzt kann ich mich auf den Tag freuen!

3 - Eine Kleinigkeit zwar, aber ich mag es! Hab mir vom Drogeriemarkt meines Vertrauens ein kleines Radio geholt. Das ist so hübsch, das kleine Ding! Und perfekt, um im Hintergrund beim schreiben den passenden Hintergrund zu bieten!  




4 - In der Arbeit wurde beschlossen, dass drei von uns zum Adventsingen ins Stadion gehen werden. Kollegin Nachtigall, Kollegin Pinky und ich. Das find ich klasse, wollte schon immer mal dahin! Wie toll muss das sein, wenn ein ganzes Stadion voller Leute zusammen singt?

5 - Ich hab eine neue Pflanze. Er heißt Harry und ist ein Haselnussfarn. Noch nie gehört oder gesehen, sprang mir beim Einkaufen einfach in den Wagen! Jetzt wohnt Harry neben Kenji, dem Ginko, im ehemaligen Tochterzimmer. Die beiden verstehen sich ganz gut, glaub ich. Kenji herbstelt etwas, aber Harry steht da wie ne eins! Ich mag Harry!





Hier ein fließender Übergang zu den allseits beliebten Sonntags Top 7

eine Mitmachaktion
von Anita auf antetanni.com

1 Gelesen / 2 Gehört-Gesehen / 3 Erlebnis / 4 Genuss /

5 Drinnen/Draußen / 6 Web-Fundstücke / 7 Hobbys


1. Gelesen. Zwar bin ich noch mitten in meinem Buch "Für immer Juli", aber ich warte schon ganz aufgeregt auf Nachschub! Auf meinem Geburtstagswunschzettel stehen drei neue Bücher, ich hoffe so sehr, dass eins dabei sein wird. Da meine Lieblingsautorin Ursula Poznanski schneller Romane schreibt, als ich sie lesen kann, bin ich gewaltig im Rückstand! Das geht garnicht!
Ich muss aufholen! Auf der Wunschliste steht die Graphic Novelle zu Cryptos, das ich jetzt schon 2x verschlungen hab, Canvas, die Fortsetzung und Signal. Ich bin so aufgeregt!!!

2. Gehört hab ich zuletzt meine Playliste von 1984 und das Album "Ein Lächeln im Gesicht" von Farin Urlaub. Bin mit beidem sehr zufrieden!
Gesehen hab ich ein nasses Eichhörnchen, das auf unseren Gartentisch gehüpft ist und mich flehentlich angesehen hat. Die Haselnüsse sind immer griffbereit an der Terrassentür.
Weniger niedlich - ich hab aus einer Laune heraus meinen Ex gegoogelt. Allmächt! Das ist ein alter Mann geworden! Beim Blick auf sein Bild kamen einzelne Erinnerungen und ich wusste wieder ganz genau, warum wir uns damals getrennt haben. Könnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, irgendwie Kontakt mit ihm zu haben! Gruselig!!

3. Erlebnis. Ein kleines Glücksgefühl auf der Heimfahrt vom Treffen im Kulturhaus. Es war spät, dunkel und ich musste durch die ganze Stadt fahren. Die Musik war laut und gut und ich hab mich wieder daran erinnert, wie aufregend es immer war, nachts durch die Straßen zu fahren! (beinhah hätt ich brettern statt fahren geschrieben aber das stimmt ja nicht, ich fahr ja stets anständig!) Ich mag es, nachts unterwegs zu sein. Vor allem, wenn ich weiß, dass zu Hause der Mann und ein Teller Spaghetti auf mich warten!

4. Genuss. Platz eins: die Spahgetti Carbonara vom Mann selbst gekocht, Platz 2: Eine Kartoffel-Champignon-Bohnen-Pfanne, Platz 3: Ein einfaches Käsebrötchen mit Radieschen drauf

5. Drinnen/Draußen. Drinnen gibt es eine phantastische, graue Kuscheldecke! Die ist so weich, dass man sie dauernd streicheln muss! Ich liebe sie!
Draußen hab ich auf dem Heimweg von der Arbeit ein leuchtend rotes, kleines Bäumchen am Wegrand gesehen. Mit Sonne und blauem Himmel hätte es mich in absolutes Entzücken versetzt!
Auch draußen (Gottseidank) unser neuer Mitbewohner Rüdiger. Rüdiger ist eine Ratte und scheint sich bei uns häuslich eingerichtet zu haben. Er flitzt am Nachmittag gern über die Terrasse und rumort abends in dem kleinen Rasenmäherhäuschen. Wir sind eher so semi begeistert von Rüdiger. Axel die Maus dagegen hat Wohnrecht.

6. Web Fundstücke. 

Auf Inatagram:



Auf Pinterest:





7. Hobbys. Ich hab eine neue Haarkur. Die macht die Haare so weich, dass ich mir selber immer wieder über den Kopf streichle. Fühlt sich klasse an und ich kann dabei "good girl" denken!


Danke fürs Lesen, Doppeldanke für ein Kommentar und Danke in Gold fürs Mitmachen!


Weitere High Five der Woche:
Mira von besinnlich.de

Montag, 5. Oktober 2026

Mein Lebens-ABC "T"

 Mein Lebens ABC

eine Mitmachaktion
von Sven auf aquarium.teufel100.de



Es geht darum, jeden Buchstaben des Alphabets

mit einem mir wichtigen Ereignis zu verbloggen



T

T wie Terry

Was gäbe es für mich Näherliegenderes, als das T unserem geliebten Terry zu widmen!
Terry ist unser, war unser Seelenhund! Wir haben ihn so sehr geliebt! Terry war etwas besonderes, ein außergewöhnlicher Hund! 
Niemand in unserer Familie hatte vor, sich einen Hund zuzulegen. Bis meine Schwester Waldfeger eines Tages in die Wohnung kam und eine Handvoll Hund dabeihatte. Können wir den behalten? Biiittteeeee!
Was blieb meinen Eltern anderes übrig, als ja zu sagen, so niedlich wie der Kleine war.
Dann wurde er größer und wir wussten gar nicht, was das eigentlich für eine Rasse ist. Fakt ist, er hatte eine Menge Fell. Mama vermutete einen ungarischen Hirtenhund. Oder einen Bobtailmix. Oder ein Shaggy? Bis wir ihn zum Hundefriseur brachten und siehe da - einen schwarzen Mopp brachten wir hin, einen Pudel bekamen wir zurück! Terry war ein Pudel! Wer hätte das gedacht!

Pudel sind ja bekanntlich schlau. Stimmt auffallend, Terry war ein sehr gescheiter Hund. Wir brachten ihm eine Menge Kunststückchen bei und er wusste genau, wie er jeden einzelnem von uns begegnen konnte.
Vati war für ihn der Alpha. Schließlich gab er ihm sein Futter. Damit war Platz 1 der Rangfolge schonmal geklärt. Mutti war für die Erziehung zuständig und wir Kinder für die Unterhaltung.

Meine Schwester und ich schickten uns geheime Botschaften, indem wir kleine Zettel zusammenrollten und sie Terry ins Halsband steckten. Dann schickten wir ihn los ins andere Kinderzimmer und warteten gespannt auf Antwort. Dem Hund machte das Spaß.

Sitz, Platz, Roll dich, gib Laut - kein Problem für Terry.

Im Luitpoldhain, einer Parkanlage mit großer Rasenfläche ließen wir Terry rennen. Erst "Sitz und bleib" dann liefen wir quer über die Wiese um aus 300 Metern Entfernung den Hund zu rufen. Terry schießt los wie ein Pfeil und rast auf uns zu! War klasse! Einmal fand das als Wettrennen mit einem Windhund statt, Terry hat sich gut geschlagen.
Was er auch unheimlich gern gemacht hat, war Schlittenfahren!
Mutti ging mit uns zu einem herrlichen Schlittenberg, vorne auf dem Schlitten saß ein Kind, hinten die Mama und in der Mitte der Hund. Los geht's! Terrys Ohren flattern im Wind, es macht ihm sichtlich Spaß! Kaum unten angekommen sprang er runter und flitzt schon wieder den Berg hoch. Nochmal !!!

Gassi gehen war für Terry das Größte. Der Tag war genau eingeteilt - morgens Mama, Mittags und Nachmittags die Kinder, abends der Vati. Am Samstag morgen war ich dran, konnte dann auch gleich Brötchen holen. Sonntag früh die Schwester.

Auf einem Spaziergang lief Terry in ein Feld mit sehr hohem Gras und sprang herum wie ein sehr glücklicher Ziegenbock. Man sah von ihm immer nur die Ohren, die im Sprung nach oben flatterten.
Was Terry noch liebte, war Wasser. Aber nur außerhalb der Wanne! In jeder Pfütze lag er drin, in jeden Brunnen wollte er rein, blitzschnell. Weil nasser Hund riecht wie nasser Hund, musste er dann zu Hause in die Wanne - einem Todesurteil gleich! Ohne Anbinden am Wannengriff ging das gar nicht. Geduldig und zitternd ließ er die Prozedur über sich ergehen, um dann nach dem Abrubbeln wie ein geölter Blitz unseren Gang entlang zu galoppieren. Der Gang war 13 Meter lang, Altbauwohnung.

Als Terry noch sehr klein war, haben wir ihm zu Weihnachten einen Kauknochen geschenkt, der fast größer war, als der ganze Hund. Stolz wollte Terry ihn in Sicherheit bringen und zog den Knochen mit all seiner Kraft mühsam in eine Ecke. Ein anderes mal bekam er eine lange Halskette aus Frolic umgehängt, was ihn eine Weile beschäftigt hat.
Terry musste vor der Wohnzimmertür warten. Drinnen haben wir überall Frolic versteckt und dann die Tür geöffnet. Wild umeinander springend suchte er die Leckelis und war ganz aus dem Häuschen!

Als ich mal nicht aufgepasst hab, hat er mir fast das ganze Cola-Eis weggeschnappt. Caretta mochte er nicht so, aber Cola-Fit! Und Leberwurst! Die durfte man nicht ohne Aufsicht auf dem Küchentisch stehen lassen!
Unser Vati hat ab und zu für den Hund gekocht, ich weiß bis heute nicht, was genau. Ich will es auch nicht wissen, es stank erbärmlich! Wir öffneten panisch alle Fenster. Stundenlang war Vati in der Küche beschäftigt, um den Hund zu bekochen. Wir bekamen Butterbrot oder Dosensuppe. Hahaha!

Den Schrecken schlechthin hat uns Terry eingejagt, als er abgehauen ist. Nach einem Friseurbesuch war der Hund auffällig dünn, das Halsband dementsprechend locker. An einer sehr großen Straßenkreuzung dreht sich der Hund blitzschnell um, schlüpft aus dem lockeren Halsband und rennt quer über diese Kreuzung! Sehr viele Autos waren unterwegs und unser Hund rast los, weil er auf der anderen Seite eine Hündin gewittert hat. Das sind so Momente, wo dir das Herz stehenbleibt! So schnell wir konnten rannten wir hinterher, über die Ampeln natürlich, und konnten ihn einfangen. Die Besitzerin der Hündin hatte ihren Schatz hilflos auf dem Arm genommen um sie vor Terry zu schützen. Die war stinksauer. Und wir einfach nur froh, dass Terry das überlebt hat!

Terry war schlau. Aber auch impulsiv und außerdem ein kleiner Angeber. An der Leine fühlte er sich sicher und hat gerne andere Hunde angebellt, gerne auch solche, die doppelt so groß waren wir er selber. Aber wehe die Sicherheit der Leine fehlte, dann war er auf einmal ganz klein mit Hut! Angeber!!

Aber er war auch loyal, sehr sogar. Vati war ja sein absoluter Held, jeden Tag um die gleiche Zeit wollte Terry ans Fenster. Dann sprang er auf den alten Hocker, stellte die Vorderpfoten aufs Fensterbrett und starrte in Richtung Straße. Die Straßenbahn fuhr ein, ca 200 oder 300 Meter vom Haus entfernt. Noch eine Straßenbahn. Dann kam die richtige, der Hund wusste das irgendwoher, denn sofort begann er zu wedeln. Dann, nach einer Minute wurde der Hund hibbelig und aufgeregt, der Vati kam den Weg entlang gelaufen und Terry winselte, wedelte und war überglücklich! Mein Alpha kommt!!!
Woher das Tier diese innere Uhr hatte und woher er wusste, welches die richtige Straßenbahn war, bleibt ein Geheimnis! Vati wurde begrüßt, als wäre er von einer jahrelangen Expedition heimgekehrt und nicht nur vom Büro.

Man konnte mit ihm rennen, spielen, Quatsch machen, ihm Sachen beibringen und vor allem schmusen! Ich spüre es noch ganz genau, wie es sich anfühlt, ihn hinter seinen großen Ohren zu kraulen, wie sich sein Bauch anfühlt, sein weiches Fell. Ich vermisse ihn schrecklich!



Die Fotos sind mit KI bearbeitet, in den 80ern war die Qualität der Bilder nicht so berauschend.

Original - KI Bild












Terry
1978 - 1992




Shortys:

T wie Tanzen. Mit 16 in der Tanzschule hatte ich unfassbar viel Spaß!

T wie Towonda! Mein Pseudonym, entdeckt im Film "Grüne Tomaten" als Kampfruf von Idgie Threadgoode, wenn sie die Angst vertreiben wollte

T wie Titanic. Den Film hab ich glaub ich 4x im Kino gesehen und noch öfter zu Hause

T wie Tears in Heaven von Eric Clapton. Ein Herzenslied!





Cute Rat