Mausloch

Servus! Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

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Sonntag, 12. Juli 2026

Wochenend und Sonnenschein - bittesehr!

Servus!

Ich wünsche allen Mauslochlesern einen wunderschönen Sonntag!

Aber heute ist erst Samstag, da ich diesen Beitrag vorab schreibe. Der Mann und der Bub sind immernoch unterwegs vom System of a Dawn Konzert in Düsseldorf. Die Zugverbindungen wurden immer wieder geändert wegen Baustelle, Gleiswartung und wat nich alles. Der Zeitpunkt des Heimkommens verschiebt sich immer wieder nach hinten, die armen tun mir echt leid! Also bin ich immer noch allein zu Haus. Diesen Zustand kompensiere ich mit schreiben - auf geht's!

eine Mitmachaktion
von Anita auf antetanni.com

1 Gelesen / 2 Gehört-Gesehen / 3 Erlebnis / 4 Genuss /

5 Drinnen/Draußen / 6 Web-Fundstücke / 7 Hobbys


1. Gelesen. Mein Buch Love will tear us apart endet heute Nacht, es sind nur noch ein paar Seiten. Bin schon ein bisschen traurig, ich mochte das Buch! 

2. Gehört wurde in der letzten Woche viel Farin Urlaub und viele, sehr viele Oldies! Ich hab so Phasen, da kann ich von Oldies nicht genug kriegen. Das ist jetzt. 
Gesehen hab ich einen neuen Nachbarn. Darf ich vorstellen: Axel, die Maus


3. Erlebnis. Ein sehr trauriges Erlebnis hatte ich gestern Abend. Unweit von hier gab es ein Feuer. Eine alte, verlassene Westernstadt im Lorenzer Reichswald beim Volksfestplatz hat gebrannt. Die Feuerwehr aus Nürnberg und der ganzen Umgebung war über 3 Stunden beschäftigt, das Feuer zu löschen. Über 3000 m² sind verbrannt. Ich hab den Rauch sogar im Wohnzimmer gerochen. So schade um die alte Ranch und den schönen Wald!!

4. Genuss. Man weiß nicht genau, was es ist, aber es ist so fein! Hab probieren dürfen, es ist eine Art aufrechtes Croissant mit Erdbeerfüllung. Sowas schafft nur unsere Dorfbäckerei :)


5. Drinnen gab es nichts als Arbeit - in meinem fensterlosen Labor krieg ich von der Außenwelt nicht viel mit.
Draußen - also wenn ich mal draußen war, gab es die Entschädigung für Drinnen - Rollenfahren! Es ist wie eine Belohnung! Schade, dass ich beim Rollerfahren nicht laut singen kann, sonst hab ich den Mund voller fliegender Proteine. Das mögen wir nicht.

6. Web-Fundstücke. Hier hab ich wieder einen seiner genialen Texte. Der Satiriker Tim Reinhold "Der Tim" hat einen Beitrag über die Herren der Schöpfung rausgehauen:

Männer...
Ein Mann braucht nicht viel.
Bier.
WLAN.
Eine Fernbedienung, die funktioniert.
Und eine Frau, die ihn lässt.
Aber wehe, man erwartet von ihm Multitasking.
Multitasking für Männer bedeutet:
Essen und gleichzeitig Fernsehen.
Alles andere ist Science-Fiction.
„Kannst du mal telefonieren und nebenbei die Nudeln umrühren?“
„NEBENBEI?! Was bin ich, ein Oktopus?!“
Frauen stellen oft die These auf, dass Männer nicht zuhören.
Das stimmt so nicht.
Männer hören zu.
Sie priorisieren nur... anders.
„Schatz, kannst du mir morgen helfen, den Keller aufzuräumen?“
– keine Reaktion.
„Schatz, kannst du mir mal die Chips reichen?“
– „Klar! Welche Sorte?“
Das ist keine Bosheit. Das ist Energiemanagement.
Wir haben das berüchtigte männliche Orientierungssystem.
Ein Mann verfährt sich nicht.
Er „erkundet Alternativrouten“.
Ein Mann braucht kein Navi.
Er hat Instinkt.
„Wir müssen nach Westen.“
„Das ist ein Fluss.“
„Der war da letztes Mal nicht.“
„Das ist die Donau!“
„Siehst du, ich wusste, wir sind in Bayern!“
Wir haben Ordnung – auch so ein Mythos.
Das männliche Prinzip ist einfach:
Wenn man etwas sucht, liegt es da, wo man es zuletzt hatte.
Wenn es da nicht mehr liegt, wurde es manipuliert.
Von einer äußeren Macht.
Aliens oder der Frau.
Wir Männer können nicht schwanger werden.
Aber wir haben die Männergrippe –
eine biologische Kompensation für alles, was Frauen im Kreißsaal erleben.
Wenn ein Mann krank ist, steht die Welt still.
Er liegt sterbend auf der Couch, winkt mit letzter Kraft nach einem Tee,
und flüstert: „Sag meiner Playstation, ich liebe sie.“
Frauen haben dreiundvierzig Fieber und gehen trotzdem noch einkaufen.
Männer niesen einmal – und fangen an, ihr Testament zu schreiben.
Das Männerhirn funktioniert dabei auch erstaunlich einfach.
Manchmal ist da nur Stille.
Eine Frau fragt: „Woran denkst du?“
Und er: „An nichts.“
Und das ist wahr.
Ein leerer Raum. Ein dunkler Tunnel.
Ein Moment reiner Existenz.
Und dann?
„Ah, stimmt, ich wollte nachgucken, wie viel ein T-Rex gewogen hat.“
Aber eines muss man uns Männern lassen:
Wir sind loyal.
Wenn du mit deinem Mann eine Serie anfängst, guckt er keine einzige Folge ohne dich.
Selbst wenn er nachts wach liegt und es ihn innerlich zerreißt.
Er wird tapfer sein.
Weil er weiß: Der wahre Tod kommt nicht durch einen Serienmörder –
sondern durch eine enttäuschte Freundin, die fragt:
„DU HAST OHNE MICH WEITERGEGUCKT?!“
Also ja, Männer sind eigenartige, instinktgetriebene Wesen.
Aber immerhin wissen wir eins:
Manchmal ist das Leben nicht kompliziert.
Manchmal braucht man nur eine Couch, ein kaltes Bier und jemanden,
der einem sagt, wo das verdammte Ladekabel ist.
Gruß an meine Lesewesen.
Der Tim
#satire ##männer #humor

das dazugehörende Bild

7. Hobbys. Ich hab MAD gelesen und will dich auch daran teilhaben lassen!






Dieses war der erste Streich - doch der zweite folgt sogleich!

5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt


1  Wieder sind wir dem Urlaub ein Stück näher gerückt. Noch 5 Wochen!

2  Kleine Glücksgefühle beim Rollerfahren. Es mach so Spaß!

3  Im Café hab ich mir ein verbotenes Käsekuchentörtchen mit Mandarinen gegönnt. Boah!!!

4  Der Bub und der Mann hatten einen genialen Abend in Düsseldorf bei System of a Dawn.
Wenn der Vater mit dem Sohne einmal ausgeht und dann keiner gern nach Haus geht .. lalalaa

5  Meine Chefin hat mir ein neues Medikament verschrieben gegen die elende Schlaflosigkeit. Mal gucken, ob das was bringt. Ich bin voller Hoffnung!



Das war's schon. Danke fürs Lesen und dir eine wundervolle Woche :)



Weitere High Five der Woche:

Freitag, 10. Juli 2026

Der Freitags Füller - Sabine alone at home

Heute hab ich sturmfrei! Haha! Ich muss zugeben, ich genieße es schon ein bisschen. So lieb wie ich den Mann hab, ich gönne ihm sein Abenteuer mit dem Bub heute in Düsseldorf, wo System of a Dawn spielen. Habt Spaß, ihr Mannen, ich halte hier die Stellung und passe auf den Garten auf.

Den Wochenendeinkauf hab ich auch mal allein geschafft, der Garten ist ordnungsgemäß nass gegossen und verbreitet gute Luft. Jetzt ist Blogzeit!

Her mit dem Freitags Füller! Die gute Barbara von scrapimpulse.com hat sich eine kleine Auszeit vom Freitags Füller genommen, wejen die Hitze. Derweil war sie in Regensburg, was ich ihr von Herzen gönne. Regensburg ist eine echt schöne Stadt, ich bin immer wieder gern da.

Jetzt bin ich aber hier im Frankenland und möchte schreiben


der fröhliche Lückentext zum Ausfüllen


1. Wenn ich richtig schwitze, bin ich maximal genervt. Schwitzen gehört zu den Dingen, die ich aus tiefsten Herzen verabscheue. Etwas so wie Stau auf der Autobahn oder arrogante Kellner. Wenn ich so vor mich hin schwitze, meist in der Arbeit im fensterlosen Labor oder gerne auch nachts im Schlafzimmer, wo sich die Hitze staut, versuche ich mich abzulenken. Ich denke an das Geräusch, wenn man durch nassen Schnee läuft. Ich denke an Weihnachtsmärkte, Hark the herald angels sing! Und an kühlen Wind!!!

2. Dieser Moment, wenn du dich am Freitag Nachmittag, nach der Arbeit, nach der ganzen stickigen Woche, nach dem Wochenendeinkauf und allen Pflichten auf das Sofa sinken lässt, bei Sushi und Unsere kleine Farm - es ist einfach zu schön!

3. Ich könnte eigentlich mal wieder MAD lesen. Früher liebte ich das Heft, leider ist es wie so vieles verschwunden. Aber der Mann hat einen Sammelband zum Geburtstag bekommen. Da hab ich schon ein bisschen reingespitzt - herrlich! Bester schwarzer Humor!

4. Jetzt hab ich in letzter Zeit so viele politische Beiträge gehört und gesehen, wenn ich den Fehler mache und alles zusammenfasse, was grade im Land schief läuft und den Bach runter geht, bin ich überzeugt, wir werden hier alle untergehen. Deswegen mache ich das nicht, dieses Zusammenfassen. 

5. Im Keller wartet nicht nur die Wäsche und schaut mich anklagend an - da werden auch Schätze gehortet. Viele Spielsachen der Kinder und auch von mir, Fotoalben, Andenken, alte Briefe, lose Fotos, die nie eingeklebt wurden, Tassen vom Christkindlesmarkt von vor 30 Jahren, alles mögliche. Es ist ein bisschen wie eine Zeitreise, wenn ich in unseren Keller gehe.

6. Ach was freu ich mich auf den Urlaub! Noch 5 Wochen! Dann ziehen der Mann und ich zur Nordsee. Lassen uns den Wind um die Nase wehen, essen Fischbrötchen, machen Ausflüge auf die Inseln, riechen das Meer. Dann haben wir die schönste Zeit des Jahres und die werden wir gemeinsam erleben! Wat warrt dat schöön, nich wohr?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ganz viel Mausloch und im TV gucken, was man nur ohne Mann gucken kann (haha), morgen habe ich geplant, mit Waldfeger zu einer Demo gegen den Sozialabbau in die Stadt zu gehen und Sonntag möchte ich mich mit der Familie treffen, endlich mal wieder alle zusammen!






Montag, 6. Juli 2026

Projekt 52 - Juli, die erste

 

eine Mitmachaktion von 
Sari auf heldenhaushalt.de



Hallo Juli! Vier neue Themen gibt es wieder, hier ist eins davon: Sonnenstrahl

Manchmal haut einen die Natur fast um vor lauter Schönheit. Neulich erst hab ich einen Sonnenuntergang gesehen, mit wilden Wolken dazwischen. Weit am Horizont hat es aus einer Wolke geregnet, und zwar heftig. Das war wie ein Vorhang aus Regen im leuchtenden Himmel. Toll!

Ich mag es auch, wenn sich einzelne Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke kämpfen. Das hat so was dramatisches! Leider seh ich das nicht oft. Was ich aber gesehen hab, ist ein Sonnenstrahl, der durch eines unserer Praxisfenster fiel. Durch die Lichtbrechung zauberte dieser Sonnenstrahl einen kleinen Regenbogen auf die Tür von Zimmer 4.
Das gab mir Hoffnung an einem wilden Arbeitstag :)








Sonntag, 5. Juli 2026

Das High Five der Woche teilt sich den Sonntag mit den Top 7

Was passiert, wenn man einen freien Nachmittag hat, ein herrliches Wetter, einen Laptop auf dem Gartentisch und verträumt auf die Woche zurückblickt? Es gibt ein entspanntes High Five der Woche!

Was ein High Five der Woche ist, fragen Sie? Nun, da kann ich Ihnen helfen:

Die High Five ist eine wöchentliche Blogaktion im Mausloch, die das positive Denken stärken soll. Und wusstest du, dass tatsächlich jeder bei den High Five mitmachen kann? Das ist so faszinierend, egal ob du einen Blog hast oder nicht, ob du sonst nie was schreibst oder dauernd, ob du schon mal dabei warst oder nicht und ob du spontan fünf positive Sachen aus der Woche ziehen kannst - oder erstmal gar nichts .. die High Five sind für alle da! Hurra! (wollte ich nur mal sagen)

Das wäre also geklärt. Und weil ich etwas übermütig bin, kombiniere ich die High Five der Woche wieder mit den Sonntags Top 7, die sich Anita von antetanni.com 

5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt

Punkt 1: Es gab Abkühlung! Wunderbare kühle Luft umweht mich hier und letzte Nacht konnte ich in völlig trockenem Zustand ins Bett gehen - MIT Decke! Dankbarkeit hat mich ein bisschen überwältigt.

Punkt 2: Heute werde ich Tochter wiedersehen, sie begleitet mich zum Omabesuch. Vielleicht bleibt sie auch noch nachmittags hier, um die Großeltern zu sehen. Das wäre dann ein ganzer Tag mit Tochterkontakt :)

Punkt 3: Die Fee ist wieder zu Hause! Nach einem halben Jahr Auslands-Erasmus in Spanien kam sie am Mittwoch Abend in Stuttgart an. Der Bub hat sie dort abgeholt. Die Mama hat dann beide in Stuttgart eingesammelt und heimgebracht, weil die Züge mal wieder nicht mitspielen wollten. Die beiden sind wieder glücklich vereint!

Punkt 4: Die Nachbarn sind auch vom Urlaub zurück und haben uns aus lauter Dankbarkeit ein Geschenk mitgebracht. Der Mann hat ihren Garten gepflegt, dafür haben wir jetzt einen Wein, einen Schinken, 4 Bier und einen kleinen Spatz. Der ist niedlich!


Punkt 5: Am Freitag gab es einen seltenen, ungewohnten Zustand in der Praxis. Trotzdem wir nur zu dritt waren, hatten wir einen ruhigen, angenehmen Arbeitstag! Es gab keinen Stress, keine Langeweile, keine Zwischenfälle, keine Motzknoten, keine Besserwisser, keine Unverschämtheiten, keine schlechte Laune. Ruhiges, entspanntes Arbeiten, gute Stimmung  und ein Besuch von Kollegin Pinky, die nach ihrer OP fast schon wieder grade laufen kann. Sehr ungewöhnlich für einen Freitag, wo sonst normalerweise die Hütte brennt.
Das muss man auf sich wirken lassen!



Und es geht direkt weiter mit den Sonntags Top 7

eine Mitmachaktion von Anita
auf antetanni.com

1 Gelesen / 2 Gehört-Gesehen / 3 Erlebnis / 4 Genuss /

5 Drinnen/Draußen / 6 Web-Fundstücke / 7 Hobbys


1. Gelesen. Ganz gebannt in meinem Buch "Love will tear us apart", wo durch geheime Tunnel geschlichen wurde, ein Sender verschluckt werden musste, ein Gehirn explodiert ist, nachts ein Grab ausgehoben wurde, eine stellvertretende Chefredakteurin vorübergehend versteinert wurde und der verzweifelte Chef sich mit seiner verstorbenen Frau in Form einer Wassergestalt unterhalten konnte. Dieses Buch ist vielseitig!

2. Gehört hab ich ein für mich neues liebstes Lied - von Farin Urlaub. Es heißt I.F.D.G. und trifft meinen Nerv ganz gut. 


Gesehen. Ich hab gesehen, dass meine Haare auch im luftgetrocknetem Zustand durchaus annehmbar aussehen und getrost als Knoten auf dem Kopf getragen werden können. Das erleichtert die Haarwaschprozedur ungemein!

3. Erlebnis. Ich hatte einen tollen Moment auf der Autobahn, als ich am Mittwoch Abend spontan die Kartoffeln liegegelassen hab und nach Stuttgart geeilt bin, um die Kinder einzusammeln. Da war ein toller Sonnenuntergang mit dramatischen Wolken dazwischen über einem weitem Feld voller Windräder. Leuchtend orangener Himmel! Dazu dieser song: O children  Wunderbar und zauberhaft!

4. Genuss. Ich hab mir tatsächlich Schokolade gegönnt! Dunkle Zartbitterschokolade aus dem Kühlschrank, die kann man lutschen und hat lange was davon. Ein Genuss! Und meine Zuckerwerte hat es nicht die Bohne interessiert! Schokoladenhimmel!

5. Drinnen saß ich mit meiner kalten Schokolade auf dem Sofa und hab How I met your Mother geschaut
Draußen saß ich mit dem Mann auf der Terrasse und hab das lang ersehnte Gewitter bestaunt. Mit vielen Blitzen und starkem Regen, der die Hitzewelle beenden wollte

6. Web-Fundstücke. Außer den zahlreichen Posts überall von aufgebrachten und wütenden Menschen über den neuesten Unsinn von Kasper Merz hab ich auf pinterest wieder Schönes entdeckt:










7. Hobbys. Rollerfahren! Wind im Gesicht und Musik im Kopf. Mit 47 Sachen durch den Verkehr, eine Menge Follower und niemals Parkplatz Sorgen! Genial!




Das war meine Woche. Dankeschön fürs Lesen, Doppeldanke fürs Gutfinden und Danke in Gold für ein kleines Kommentar :)


Weitere High Five der Woche:
Mira von besinnlich.de

Freitag, 3. Juli 2026

Blognacht #70 - you're my inspiration!


 Guten Abend ihr lieben Mauslochleser!





Ein kleiner, angenehmer Wind weht mir um die Beine. Das liegt daran, dass ich hier im Garten sitze mit meinem Laptop. Und das wiederum hat einen  ehrenwerten Hintergrund:

Blognacht Nr. 70

Hier sind wir wieder und bloggen gemeinsam mit Anna Koschinski, die uns eben alle begrüßt und uns den Impuls für diese Schreibnacht gegeben hat.

Vorbilder

Was ich mit diesem Thema anfangen soll .. oder kann, das weiß ich absolut noch nicht. Fakt ist, dass ich mich grade unheimlich freue, so entspannt im Garten sitzen zu können! Der kleine Wind lässt die beiden riesigen Pappeln gegenüber rauschen, es ist total angenehm und ich schwitze nicht!!! Kein bisschen! Ist das genial?

Zur letzten Blognacht war ich auch schon draußen, allerdings mit ordentlicher Beschallung. Nicht nur die beiden Vogel-Gangs, die sich hier gefetzt haben, auch Rock im Park war ziemlich laut. Heute hab ich ein etwas anderes Hintergrundprogramm. Die Nachbarstochter hat Geburtstag, die Party klingt gerade aus. Nach ziemlich intensivem Hey Pipi Langstrumpf und oben gute Laune, unten gute Laune ebbt der Geräuschpegel jetzt  doch etwas ab. Ist auch ganz angenehm.

Also. Was haben wir? Einen Garten, ein laues Lüftchen, eine einzelne gurrende Taube und einen Impuls. Heidelbeerwein ist heute leider nicht verfügbar, weil der Weg zum Schrank versperrt ist. Es gibt nur popliges Cola aus der Dose. Ohne Zucker auch noch. 

Apropos Zucker, ich muss das jetzt schreiben, auch wenn hier weit und breit kein Vorbild zu sehen ist - ich hab heute meine Blutwerte bekommen und siehe da, der Zuckerspeicher ist so niedrig wie seit Jahren nicht mehr! Jubel!! Wenn man nach diesem Wert gehen würde, hätte ich eigentlich gar keinen Diabetes, so nämlich!!
Alles top, alles im schönsten Normbereich. 
Sabine happy!



Komm mal zum Thema, Frollein! Vorbild. Man könnte ja diesen Begriff erstmal analysieren. Was ist ein Vorbild? 
(Wat is en Dampfmaschin? Da stelle mir uns mal janz dumm. Dat eine Loch, da kommt de Dampfe rein, dat andere Loch - dat krieje mer später)
Sorry, hatte sofort die Feuerzangenbowle im Kopf :)



Wat is en Vorbild? Jemand, der es richtig macht. Jemand, der mir vorlebt, wie es geht. Oder jemand, den ich bewundere und ich so sein will wie er. Oder sie.
Da gabs früher natürlich etliche Personen, die mir etliches vorgelebt haben. Als unsichere 13jährige saugst du alles auf, was von gleichaltrigen so rüberkommt. In meiner Klasse war eine, die fand ich super! Ich nenn sie Streifenhörnchen, weil sie diese todschicken schwarz/weiß gestreiften, engen Hosen getragen hat. Die waren ein bisschen punkig, was mich sehr beeindruckt hat. Solche Hosen hätte ich mich nie tragen trauen! Nina Hagen hatte auch so eine Streifenhose. Mit massig Nietengürtel über der Hüfte und dem obligatorischen Netzshirt. Außerdem hatte Streifenhörnchen eine wilde Kurzhaarfrisur und war optisch insgesamt sehr rebellisch. Und frech war sie auch. So eine charmante Art, frech zu sein. Was die sich alles getraut hat! Gab der Lehrerin Widerworte!! Stellte Tatsachen infrage. Scherte sich nicht um die Meinung der anderen. Trug Schminke !!!
Wow! Ich war fasziniert. Streifenhörnchen hat von unserer Lehrerin Sr. Theodora des Öfteren ein Stück Kreide an den Kopf geworfen bekommen, was ihr aber nichts ausmachte. Im Gegenteil, sie lachte laut. Das hat mich noch mehr fasziniert!
So ein bisschen Streifenhörnchenart hätte ich auch gern gehabt. Aber ich war ein Feigling. Nur im Kleinen rebellisch. Ein Taschenrebell. 
Es würde mich interessieren, was aus Streifenhörnchen geworden ist. Ob sie immer noch so taff ist wie in 1983.

Ein richtiges Vorbild war sie aber dennoch nicht, eher jemand, der leuchtet. Da waren einige in der Schule, die geleuchtet haben. Die sich was getraut haben, die nicht still waren und mit den Lehrern diskutierten. Ich konnte das nicht. Für mich war der Lehrer automatisch eine Respektsperson und zack, war ich still.  

Bei Madonna war es ähnlich. Ich seh mich noch mit 15 im Bad, die Bravo in der Hand im verzweifelten Versuch, mich genau so zu schminken, wie Madonna auf dem Bild. Natürlich hatte auch ich eine Tüllschleife im toupierten Haar und Röckchen und Klimperschmuck und Ledergürtel und bunte Strumpfhosen. Seit dem Erscheinen des Videos zu "Like a virgin" waren die meisten Mädchen in meiner Umgebung genau so wie ich völlig in ihrem Bann und wollten so sein wie sie! Inclusive laszivem Singen vor dem Spiegel.
O mann!



Ein Vorbild, das man nachahmen will. Zumindest in dem Alter.
Mir sind viele Leute begegnet, die ich bewundernd beobachtet hab. Meistens waren das Mädels, die mutig waren. Die ihren eigenen Stil hatten und sich was getraut haben. Die waren laut und lustig. Hatten so eine mitreißende Art, die ich auch gern gehabt hätte. Ich seh mich rückblickend eher als Mitläufer.
Sie waren the leader of the pack - ich war das pack. Spaß hatte ich trotzdem!

Ein bisschen pack bin ich heute noch. Eher still, wie man beim Blognacht zoom vielleicht schon bemerkt hat, eher beobachtend. Und das, obwohl ich das eigentlich gar nicht so unbedingt will, es kommt einfach wie es kommt.
Dafür hab ich dann mein Mausloch. Hier möchte ich nicht still sein, hier fallen die Hemmungen. Aber hallo!

Hab ich heute ein Vorbild? Nicht direkt. Es gibt niemanden, dem ich verfallen bin und nacheifern möchte. Da sind eher viele verschiedene Leute, die alle eine bestimmte Eigenart an sich haben, die ich richtig gut finde. Und auch gerne hätte.
Da wäre zum Beispiel die Engelsgeduld von meiner Schwester Waldfeger. Es ist einfach unglaublich, wie geduldig sie sein kann! 
Die Gelassenheit meiner Kollegin Elfe, die irgendwie nie schlechte Laune zu haben scheint und fast nie jammert. Das ist mir zwar etwas unheimlich, aber auch bewundernswert.
Die Fähigkeit meiner Chefin, sich scheinbar alles merken zu können. Alles! Wie der Patient von 9:30 von letzter Woche Dienstag hieß, seine Diagnosen und was er für ein Dokument brauchte - und warum. Ich bin froh, wenn ich die Leute von vor einer Stunde noch zusammenkrieg.
Der Fleiß meines Mannes. Tief in seinem Wesen ist er glaub ich ein Heinzelmännchen. Kleines Beispiel: Während ich zutiefst erschöpft nach dem Wochenendeinkauf auf das Sofa sinke und mich auf mein Sushi freue, macht er einen fliegenden Wechsel in den Garten um den Rasen zu mähen, repariert irgendwas oder streicht noch fix eine Wand, ehe er das nächste Familientreffen organisiert.
Der immense Wissensschatz meiner Mama. Sie weiß soviel, hat ein sehr umfangreiches Allgemeinwissen, das imponiert mir! Wenn mich jemand was fragt, antworte ich meistens - frag die Oma! Die weiß das.
Eine Freundin von mir rockt ihren Alltag alleine mit zwei kleinen Jungs, von denen einer grade in die Pubertät einsteigt. Hat eine eher unschöne Trennung hinter sich, einen Umzug, eine Umschulung und managt alles alleine. Das ist der Hammer, oder?

Ein bisschen was von einem Vorbild haben auch meine Kinder. Weil sie mich beeindrucken. Reisen überall hin, gerne auch ganz allein nach Amerika, machen Abenteuerurlaub und genießen ihr Leben! Stellen Dinge infrage, bilden sich ihre eigene Meinung und sind viel konsequenter als ich. Schon beeindruckend.
Ich würde mich nie trauen, den Jakobsweg zu gehen, selbst wenn ich in der Lage wäre. Oder mit dem Radl durch Holland zu radeln, das wär mir viel zu unsicher. 

Also gut, das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich immer brav und still war. Meine Schwester weiß das und meine Mama auch, ihr wäre es bestimmt anders lieber gewesen. Sagen wir so - ich hab mich ausgetobt.
Da kann ich jetzt im hohen Alter von 55 schon mal mit einem Urlaub im sicheren Strandkorb zufrieden sein. Hahaha!

Jetzt brauch ich noch ein Fazit, einen schönen Schluss.
Ein großes Vorbild hab ich nicht, nur viele kleine überall verstreut. 
Starke Frauen, die ihren Alltag rocken. Die laut sind und bunt und es so machen, wie sie das wollen. Und die sind es alle wert, ein Vorbild zu sein!





Montag, 29. Juni 2026

Projekt 52 - Juni, die vierte

 

eine Mitmachaktion
von Sari auf heldenhaushalt.de





Thema Nr.4 im Juni: Buchstabe

Weißt du, es gibt da ein Wort, das ich von Herzen lieb hab. Noch vor Urlaub und Fischbrötchen.



T - wie Tante-Emma-Laden. Ich vermisse den kleinen Laden an der Ecke, wo man alles kriegt, was man tatsächlich braucht. Und die Leute kennt.

E - wie Eisbecher. Einen großen, bitte! Mit Haselnusseis, Schoko, Malaga, Likörchen und Sahnehäubchen

M - wie Mauerblümchen. Entgegen ihrer Bedeutung finde ich Mauerblümchen mutig, stark und hübsch. Jedes einzelne!

P - wie Pusteblume. Ein hübsches, sehr verkanntes und vielseitiges Blümchen

E - wie Electric Light Orchestra - ELO. Die haben viele schöne Songs rausgebracht. Hör den mal zum Beispiel Confusion oder den hier Mr. Blue Sky 

R - wie Rabatz. Ist das ein schönes Wort? Ich mach Rabatz !

A - wie Abendrot. Die Sonne geht unter, taucht alles in rötliches Licht und zaubert einen tollen Himmel

T - wie tüddelig. Werde ich mit zunehmendem Alter. Büschn tüddelig.

U - wie Urlaub. Selbsterklärend.

R - wie Reisetasche. Wenn man eine Reisetasche braucht, fährt man irgendwohin. Das ist gut!

S - wie Strandkorb. Idealerweise direkt vor der Ostsee. Mit einem Buch und einem Cappuccino.
 
T - wie Tohuwabohu. Das Wort allein klingt wie Musik! Wie etwas wirre Musik (haha)

U - wie Ursula Poznanski. Eine begnadete Autorin!

R - wie Röstkloß. Ein Gröstel mit Röstkloß, Ei und bisschen Schweinebratenresten von gestern!

Z - wie Zeitreisen. Wär ich sofort dabei. Am liebsten in die 70er, da war vieles - nicht alles - viel einfacher als heute. Simpler und entspannter. Und ich hätte die ganzen 80er noch vor mir, könnte verpasste Konzerte nachholen, hätte eine Vielzahl an Kneipen zur Verfügung und würde irre viele Fotos machen!

All diese Buchstaben ergeben ein Wort, das ich herbeisehne, langsam ausspreche und den Klang genieße!




vom Pc abfotografiert.
gilt das auch?
schon, oder?!
hihi

Sonntag, 28. Juni 2026

das hoffnungsfrohe High Five der Woche

 Moin! Ein herzliches Hallo aus dem Mausloch, das zu meiner großen Freude noch nicht geschmolzen ist!

Ich versuche ja vehement, meine Gedanken nicht nur um die heiße Luft kreisen zu lassen, es reicht, wenn  die heiße Luft um mich kreist. Ich möchte mich ablenken. Eben hab ich mein Jahresrésumé von 2025 nochmal gelesen. Es hat lange gedauert, ich war da wohl etwas arg ausführlich. Aber es schwang ein Hauch von Winter mit, das lindert dann doch ein bisschen diese erbärmliche Situation hier. Vielleicht mach ich mir gleich ein paar Weihnachtslieder an oder ein Ambiente auf youtube mit Schneesturm oder sowas.

Wenn's hilft?!

Draußen brennt die Sonne alles nieder. Ich hab sogar dem Ranger eine Tischdecke übergeworfen, damit er nicht so leiden muss. Rollerfahren ist im Moment kein Thema, das ist, als würde man einem überdimensionalen Fön aus der Hölle entgegenfahren. Lieber nicht. Ich glaube, er ist ganz zufrieden mit seiner Tischdecke.

Ich sollte auch zufrieden sein, ich hab hier ein kaltes Cola zero, einen Ventilator und ein Mausloch :)


Hier wäre dann also mein High Five der Woche - 

dieses Mal wieder gepaart mit seinem Kumpel Sonntags Top 7


der regelmäßige Wochenrückblick
erdacht von Anita auf antetanni.com

1 Gelesen / 2 Gehört-Gesehen / 3 Erlebnis / 4 Genuss /

5 Drinnen/Draußen / 6 Web-Fundstücke / 7 Hobbys


1. Gelesen außer meinem lustigen Buch "Love will tear us apart", das mich schon seit Wochen begleitet (weil ich immer einpenne beim Lesen) hab ich interessantes auf Instagram gelesen. Die lange Liste der Begleiterscheinungen und Symptome der Wechseljahre! Hui, da ist für jeden was dabei! Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich erstens nicht alleine mit dem Mist bin und zweitens weiß ich jetzt, wo all der Müll herkommt. Gelenkschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Jucken überall, sogar in den Ohren, Aggressionen und die klassischen Hitzewallungen. Grade jetzt interessant - da wirste gegrillt von außen und innen. Was ein Spaß.

2. Gehört hab ich ganz viel Rockabillyzeug, weil ich ja an meiner Oldie-Playlist arbeite. Falls Interesse, hier isse: Sabine Oldies auf Spotify - sogar mit passendem Foto

Gesehen - hab ich eine interessante Rollenverteilung. Ein relativ junger Mann kam in Begleitung seiner ca 6jährigen Tochter zu mir ins Labor. Ich musste ihm in den Finger pieksen und der Kerl hatte vor Angst fast einen Nervenzusammenbruch. Seine kleine Tochter wollte ihn trösten, kam dann aber dann mit Strenge daher "Papa du musst tapfer sein, du bist doch ein großer Mann, du musst jetzt nicht so ein Theater machen!" mit strengem Blick. Ich fand die Kleine super und der Papa hat den Fingerpieks überlebt

3. Erlebnis. Ich hab erleben müssen, dass selbst eine Schlaftablette wirkungslos im Wind verpuffen kann. Sehr ärgerlich. Schlaftablette + Melanin dagegen wirkt schon nach 2-3 Stunden. Meistens.

4. Genuss. Ich hab die Woche einen Nudelsalat gemacht, den wir so noch nie hatten. Normalerweise besteht mein Nudelsalat aus 90% ungesunden Zutaten. Annähernd gesund waren nur ein paar Essiggurken. Das geht so nicht, ist fein, aber das geht so einfach nicht. Also hab ich dieses Mal Dinkelnudeln gemischt mit Rukola Salat, Kirschtomaten, Zwiebeln, Putenschinken und Feta light. Dazu Essig, Öl, Salz und Pfeffer. Gehört ab sofort zu meinen Lieblingssalaten!



5. Drinnen hab ich mich die meiste Zeit aufgehalten. Mit Ventilator und stillhalten und hoffen. Meine Glückskastanie, die ich als Baby vom Schweden-Sven geholt hab, scheint die Wärme zu genießen - sie wächst und wächst!

Draußen war ich nur, wenn ich muss. Der Weg zur Arbeit frühmorgens allerdings, der war ok! 

6. Web-Fundstücke. Etliche Auftritte von Torsten Sträter hab ich mir angeschaut, der bringt mich sogar jetzt zum lachen, wo es doch eigentlich wenig zu lachen gibt. Außerdem auf Pinterest:






7. Hobbys. Alles, was ich gern mache, konnte ich in letzter Zeit nicht tun. Hier ist nirgendwo ein Strandkorb, geschweige denn ein Meer. Eis darf ich nicht. Abends durch die Stadt flanieren war nicht drin. Was ich aber doch tun konnte, war eintauchen in mein Buch und letzten Sonntag konnte ich die Lieblingsnichte wiedersehen! Das war ein 4-Damen-Treffen und sowas mach ich furchtbar gern!


5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt


Zum einen bin ich sehr dankbar, dass Kollegin Pinky die OP gut überstanden hat und es nun ans Genesen geht. Ich stell mir das übel vor - eine schwierige Operation mit möglichen katastrophalen Folgen und das dann bei der Hitze! Tapfere Kollegin!! Alles erdenklich Gute für dich <3

Zum anderen finde ich es gut, diese Woche annähernd unbeschadet überstanden zu haben. Überstanden ist das richtige Wort, ich will diesen verfluchten Sommer bitte überstehen! Der Juni ist fast geschafft, noch 2 schlimme Monate

Und dann freu ich mich für Tochter, dass sie mit ihrem Looli eine schöne Zeit im Urlaub hatten, es gab sogar Verlängerung! Heute ist Rückreisetag. Den Fotos zufolge muss es richtig schön gewesen sein!

Außerdem bin ich froh, dass ich ein funktionierendes Fliegennetz am Fenster im Schlafzimmer hab. Nicht auszudenken, was da nachts alles reinflattern oder krabbeln würde! Das Leselicht ist ja an. Und ohne offenes Fenster würde ich elend eingehen wie eine Primel.

Nicht zuletzt freu ich mich, dass Oma gut drauf ist! Jedesmal, wenn wir telefonieren, hört sie sich gut gelaunt und fit genug an, um mich zu beruhigen. Sie arbeitet auch brav mit ihrer Trinkuhr. Gute Oma!

Bonus: In der Tiefgarage unter der Praxis gibt es durchgehend 22 Grad! Das ist wie eine Dusche aus kühler Luft, ich bleib immer länger im Auto sitzen, bevor ich raus in die Hölle fahre. So angenehm!! Also wenn mich einer sucht, ich bin in der Tiefgarage und atme.



Weitere High Five der Woche:

Mira von besinnlich.de



Freitag, 26. Juni 2026

der glühende Freitags Füller

Mann ey! Man könnte meine Tage grade mit einem Wort gut beschreiben - planlos.

Eigentlich hab ich ganz gern einen Plan. Was ich noch machen will, was heute zu tun ist, was als nächstes ansteht. Das beruhigt irgendwie und gibt dem Tag einen Sinn. Planlos mögen wir nicht. Und woran liegt's?

An dieser scheißdrecks Hitze!!

Jaa ich weiß, überall wird gejammert. Nur ein paar vereinzelte, merkwürdige Exemplare Mensch freuen sich über die Glut da draußen. Ich möchte auch fröhlich bei 40 Grad durch die Gegend hopsen und behaupten, die Sonne würde meine Haut kitzeln. Mir ist diese Gunst verwehrt, ich bin Team daheim verschanzen und den Ventilator anbeten. Mit Tränen in den Augen. Wenn ich jetzt rausgehe zum herumhopsen, verglühe ich spontan mit einem wahrscheinlich widerlichem Slurp-Geräusch.,


die zweite Hand von rechts ist meine,
die anderen könnten Nachbarn sein.
man weiß es nicht


Noch 58 Stunden bis zum showdown - dann wird es hier regnen und den Backofen da draußen in lebbare Natur verwandeln. Sonntag, 16 Uhr, sagt der Wetterdienst und das Regenradar. Da ist ein Licht ganz am Ende des Tunnels! Frohlock!!

Bis dahin muss ich eisern durchhalten. Ich weiß echt nichts mit mir anzufangen. Zu nichts Lust, zu nichts Energie, keine Konzentration, nichts als heiße Luft. Dass ich hier schreiben kann, rechne ich mir selber hoch an. Den Arbeitstag heute hab ich grade mal so geschafft, mit schweißnassen Armen und Gesicht, 2 Ventilatoren in meinem fensterlosen Labor, die das Kabuff auf Umluft gestellt haben. Weißt du, wie widerlich es ist, wenn du in der Hitze Gummihandschuhe tragen musst - und wie es spratzelt, wenn du sie ausziehst?
33,6 Grad in einem sehr kleinen Raum, das macht Laune! Dabei soll man auch noch denken können!
Wenn ich mich auf meinem Laborstuhl langsam drehe, kann ich Grillhändl spielen.

Gestern hab ich schlapp gemacht. Nach einer weiteren schlaflosen Nacht hat mein Kreislauf beschlossen, abzusinken und Lebewohl zu sagen. Hab mich krank gemeldet und den gesamten Tag auf dem Sofa verbracht. Ich ahne, dass das nötig war, gegen fünf Uhr Nachmittags kam wieder Leben in die Mutti. Dann war ich sogar in der Lage, aufzustehen und den Pizzamann zu bezahlen! 

So, genug gejammert. Wir leiden alle. Bis auf die merkwürdigen Sonnenmenschen. Die Uhr tickt, 58 Stunden gehen auch noch vorbei. Mit diesem Hoffnungsschimmer nehme ich jetzt all meine Restenergie zusammen und schreibe den Freitags Füller!


die wöchentliche Mitmachaktion
von Barbara auf scrapimpulse.com

Weil Barbara und "ihr schmelzendes Hirn" eine Pause brauchen
schnapp ich mir einfach einen Freitags Füller von letzter Woche


1. Was einmal Tugenden waren wird heute verpönt, verspottet und missachtet. Zum Beispiel? Bescheidenheit. Das Gegenteil von Gier, scheint heute nicht mehr existent. Jeder nimmt sich mehr als er braucht, drängelt sich vor, reißt alles an sich. Ich finde das beängstigend. Und rücksichtslos.

2. Mein Herz schwankt zwischen Oldies aus den 50ern und Oldies aus den 80ern. (Oldies aus den 80ern ist eigentlich ein Widerspruch in sich) Ich glaube, ich liebe sie beide! Zum Glück hab ich eine echt große und gute Auswahl! Momentan sind es wieder die ganz alten songs. Hier läuft grade Rockabilly dum dum schubi-du-wap-wap!

3. In meiner Mailbox ist es leer wie am ersten Tag. Halten Sie ihre Box sauber!

4. "Heute wird ein guter Tag (und andere Lügen)" - so würde mein Leben als Fernsehserie heißen

5. Du merkst, dass du alt wirst, wenn du Samstag Abend um elf denkst, dass es langsam Zeit fürs Bett wird - und du dich drauf freust!!

6. Haselnuss ist mein Lieblingseis. Und Schoko. Und Malaga. Und Melone. Und Pfirsich. Und Vanille. Und Pistazie. Und ...

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Lufthauch, falls einer kommt, morgen habe ich geplant, in aller Herrgottsfrüh einkaufen zu gehen, wenn man noch atmen kann und Abends eine schöne Zeit mit dem Bub zu haben und Sonntag möchte ich diesmal auch ganz früh zu Oma fahren, zum Frühstückskaffee. Und dann zähl ich runter bis 16 Uhr !!


Mittwoch, 24. Juni 2026

Projekt 52 - Juni, die dritte

 

eine Mitmachaktion 
von Sari auf heldenhaushalt.de



Thema Nr. 3: (un)gemütlich

Wie immer kann ich mich nicht entscheiden. Deswegen gibt es jetzt ein gemütliches Mausloch - und ebenso ein ungemütliches.

Gemütlich ist der neue Sessel, den wir seit ein paar Tagen haben. Der alte hat aufgegeben, er hat es hinter sich. Der neue ist richtig schick! Und hat klasse Spezialeffekte! Nicht nur kann man super bequem drin sitzen, es ist auch ein Schaukelstuhl! Sehr gut bei spannenden Handyspielen oder Büchern. Außerdem kann man ihn kippen, bis man fast waagerecht drin liegt. Sehr praktisch bei schönen Filmen im Fernsehen (oder bei langweiligen, je nachdem). Der Clou - man kann sich auf dem Sessel sogar drehen! Das ist genial, zum Beispiel wenn der Mann im Sessel sitzt und die Frau auf dem Sofa daneben wieder was intelligentes sagt, dann kann er sich interessiert zu ihr drehen und ihr zustimmen! Das testen wir noch.





Ungemütlich ist derzeit noch das ehemalige Tochterzimmer. Es ist eine Baustelle, die bislang nur den tollen neuen Schrank und die wunderbaren Bücherregale beherbergt. Der Lesesessel steht noch ziemlich verloren im Weg rum, die Tische werden gegen Regale aus des Sohnes Zimmer ausgetauscht und die Wand wird noch fertig tapeziert. Der Mann macht das in Eigenregie, fleißig und voller Hingabe. Jetzt warten wir erstmal die elende Hitze ab, bevor es weitergeht. Und dann, wenn es fertig ist, eingerichtet, dekoriert und voller Pflanzen, dann wird es wohl unheimlich gemütlich drin werden! Freu mich drauf!



Cute Rat