Da hab ich doch glatt eine ganze Woche ohne Mausloch hinter mir! Zumindest ohne ins Mausloch zu schreiben, was mich ein bisschen traurig macht. Ist so eine verlorene Woche irgendwie ..
Der Urlaub ging zu Ende, die raue Realität hat mich wieder, die Arbeit fängt schon wieder an, mich aufzufressen. Da muss man sich auch erst mal wieder reinorientieren, diese Woche stand unter dem Motto:
DURCHHALTEN
Heute geht es mir etwas besser. Wochenende. Aber in den letzten Tagen wollte ich abends einfach nur dasitzen und mich mit dummen Handyspielchen von dem ganzen Elend ablenken. Ich hab sogar den Auftritt vom Bub verpasst, stell dir das vor! Seine Band ditkovich spielte bei den Musenhäppchen in Erlangen. Bei 35 Grad am Freitag Abend - und ich lieg nur platt aufm Sofa! Nichts ging mehr. Schade!
Es soll aber ein gelungener Auftritt gewesen sein, die Jungs sind einfach klasse!
Nächste Woche noch schwitzen und jammern und hoffen, dass man irgendwie überlebt - dann wird es besser! Bestimmt! Ab 30. Juni sollen die Temperaturen menschenfreundlich werden, dann kann man atmen und sich draußen aufhalten ohne spontan in Flammen aufzugehen. Freu mich!
Also halte ich durch, versuche mich so wenig wie möglich zu bewegen und bete mir in meinem fensterlosen Labor immer wieder mein Mantra runter: mach langsam!!!
Hier sind die High Five der Woche
mal wieder solo unterwegs
weil blöde Woche
und diesmal auch schon Samstags, morgen ist was anderes dran
5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt
1. Keine Tränen, kein Nervenzusammenbruch, keine Verzweiflung. Ich finde das durchaus positiv
2. Kollegin Pinky hatte Geburtstag und hat uns belegte Brötchen mitgebracht. Das war sehr nett und hat den Tag irgendwie gerettet. Jemand wichtiges aus der Verwaltung kam, um ein Foto mit der Jubilarin zu machen und wir haben ihr einen Gutschein für einen Wellnestag geschenkt.
3. Der schönste Moment eines heißen Sommertags ist die Fahrt mit dem Ranger am Morgen bei 22 Grad! Ich hab es genossen! Die Fahrt zur Arbeit dauert mit dem Motorroller ungefähr 15 Minuten und tröstet mich mindestens bis halb zehn.
4. Ein Treffen mit den Kindern im Biergarten. Noch vor der großen Hitze, also entspannt und gut gelaunt. Wir hatten Schnitzel und Bratwurst und Veggieburger und Fischbrötchen - und richtig prima Stimmung! Wieder Neuigkeiten über die Zukunftsplanung der Kinder erfahren!
5. Das ein paar meiner Zimmerpflanzen Babys kriegen, freut mich total! Die Glückskastanie aus der Ikea wächst und wächst, der Hochzeits-Gummibaum hat diese Woche gleich zweimal Nachwuchs bekommen und die Flamingoblume scheint sogar eine Blüte zu kriegen! Bin mir nicht sicher, aber es ist rot und niedlich! Egal was es wird, ob Blatt oder Blüte, ich werde es liebhaben. Hauptsache gesund :)
danke Pinky!
im Biergarten. Mit Fischbrötchen kriegst du mich immer glücklich
Heute mach ich was verrücktes - ich packe dem Duo High Five der Woche & Sonntags Top 7 noch einen drauf - den Freitags Füller! Ist das zu fassen? Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal, das geht nun wirklich nicht.
Doch, geht!
Womit beginnen wir? Mit den Sonntags Top 7 von Anita auf antetanni.com
1. Gelesen hab ich die Woche etliche Blogs. Wenn ich einen Blogeintrag gelesen hab, will ich den auch Kommentieren - in der Hoffnung, auch einen Kommentar zurück zu kriegen. Dumm nur, wenn einem nichts einfällt, was man geistreiches antworten könnte. Manchmal würde ich gern einfach nur "like" oder "prima" oder "supi" schreiben. Würdest du das akzeptieren? Nö oder?
2. Gehört wurden wieder ganz ganz viele Oldies. Ich hab mir eine Playlist auf spotify gebastelt, die aber noch nicht fertig ist. Falls du im Herzen eine Rockabella oder ein Rockabilly sein solltest, kannste mal reinhören Lieblingsoldies
Gesehen hab ich viele alte Türschlösser. Aus irgendeinem Grund finde ich Türschlösser und Türbeschläge aus vergangenen Zeiten ganz toll. Im Germanischen Museum hier in Nürnberg hab ich ein paar entdeckt, die ich bestaunenswert finde.
Vor dem Museum haben ein paar Spatzen gebadet, das war niedlich!
3. Erlebnis. Dieser Besuch im Museum war schon ein Erlebnis! Auch wenn die meisten Bereiche wegen Renovierung geschlossen waren, alte Sachen anschauen macht immer Spaß. Soll nicht das letzte Museum für dieses Jahr gewesen sein!
4. Ein richtiger Genuss diese Woche war eine Minestrone beim Italiener. Hab ich in der Form so noch nicht gehabt, ich dachte immer, eine Minestrone ist eine klare Brühe mit Gemüse drin. Diese hier war aber ganz anders und so fein, dass es mich fast umgehauen hat!
5. Drinnen wurde kräftig am Tochterzimmer renoviert und draußen haben wir uns vom Hauptmarkt Nürnberg verabschiedet. Der wird die nächsten Jahre eine Baustelle sein und wir waren ein bisschen wehmütig.
6. Web Fundstücke: Zum Beispiel der Blog von Manja auf mamastisch.com. Ich mag ihren Schreibstil und vor allem den Humor! Ist lesenswert!
außerdem auf Pinterest:
7. Hobbys. Diese Woche hab ich viel ins Mausloch geschrieben, das war schön.
Nahtlos geht es weiter mit den High Five der Woche!
5 positive Momente aus der vergangenen Woche herausgepickt
1 - Ich hatte Urlaub!
2 - Ein kleiner Ausflug ins Museum mit Oma und Waldfeger
3 - Gleich am nächsten Tag zusammen ein lecker Mittagessen beim Italiener mit Pizza für Oma, feinem Salat für Waldfeger und einer göttlichen Minestrone für mich
4 - Da waren Nächte dabei, in denen ich richtig schlafen konnte! Lasst uns feiern!
5 - Ich hab Kekse gebacken für Tochter's ersten Hochzeitstag, und die sind sogar richtig fein geworden!
1. Vorrübergehend ist das ehemalige Kinderzimmer von Tochter eine Baustelle. Es wird massiv umgestaltet zu einem kleinen, zweiten Wohnzimmer nebst hauseigener Bibliothek. Wollte ich schon immer haben, eine eigene Bibliothek!
2. Ich mag Bratwurst. Die kleinen Nürnberger und die großen Fränkischen. Ich soll zwar nicht und tu es auch nicht, aber wenn der Mann seine fränkischen Bratwürstl zum Gemüse isst, krieg ich immer ein Stückchen ab. Am besten schmecken die frisch vom Grill!
3. Ich könnte mal wieder an meinem Schal der Schande weiterstricken, das hab ich ziemlich vernachlässigt. Das Schändliche an diesem Schal, der schon ein paar Meter misst, ist die Motivation - wann immer ich was essen möchte, greife ich zum Strickzeug. Ein Unendlichkeits-Werk
4. Ein Blick ins Mausloch muss sein - egal wie müde ich bin. Da ich gefühlt immer müde bin, wird das elegant umgangen und fröhlich gebloggt! Trotzbloggen.
5. Mein Rezept für Seelenfrieden ist besonders wirksam in der Arbeit. Da uns in der Praxis täglich der Kontakt mit Idioten nicht erspart bleibt, wende ich diese Taktik an: Lächeln, umdrehen und Augen verdrehen. Wichtig: nicht andersrum!
6. Ich darf kein Eis, ich darf keine Sahne, ich darf keine Breze, ich darf keine Schokolade, ich darf keine Pizza - und ich mache es trotzdem! In winzig kleinen Dimensionen, aber immerhin! Rebellisch, wie ich bin.
7. Was das Wochenende angeht, Freitag Abend gab es eine Sendung über Musikvideos von anno dazumal bis heute, sehr interessant, am Samstag werde ich planlos in den Tag leben und Sonntag gibt es Kaffee bei Oma! Da freu ich mich :)
Da ich meinen letzten offiziellen Urlaubstag ordnungsgemäß zelebrieren will, schlafe ich aus und schäle mich erst spät aus dem Bett. Wie spät sag ich nicht, das könnte peinlich werden.
Der Mann hat mir, wie jeden Tag, die wichtigsten Utensilien des Tages bereitgestellt. Erstmal Kaffee!
Es wird eine ausgedehnte Kaffeetrinkerei, mit Nachrichten checken auf dem Handy und ein bisschen Seelen-TV gucken. Unsere kleine Farm, zum gefühlt 20.mal wieder von vorn. Könnte auf ein Suchtverhalten hinweisen, hoffnungslos nostalgisch.
Das Wetter ist wenig einladend. Trotzdem tu ich bissle was fürs Gewissen und wische den Staub hin und her. Dabei lande ich an der Garderobe und freu mich wieder mal über das schöne Foto mit dem fast nicht sichtbaren Filter.
Jetzt langt's aber auch wieder. Ich lege den Staubwischer weg und komm zum schöneren Teil des Vormittags. Es wird am Mausloch herumgebastelt, andere Blogs werden gelesen und kommentiert und Zeit vertrödelt. Bis der Mann von der Arbeit kommt, jetzt gehen wir einkaufen.
Das übliche Zeug, Heute gibt es Spaghetti Bolognese, morgen eine Hähnchen-Champignon-Pfanne mit Blumenkohl und Sonntag ein Kartoffel-Spinat-Auflauf mit Lachs. Ich bin zufrieden mit meiner Auswahl. Wir kaufen jeden Freitag Mittag ein und sind sehr routiniert. Meine geliebten Joghurts dürfen nicht fehlen!
Der Regen wird stärker und es macht voll Spaß, bei diesem Wetter unterwegs zu sein.
Parkplatz ergattert, Einkäufe weggeräumt, umgezogen, Hände gewaschen und jetzt gibt es für mich ein feines Ura Maki Sushi. Da steh ich voll drauf!
Während ich entspannt im Wohnzimmer herumwurschtel und ein bisschen im Mausloch rumore, ist der Mann schon wieder fleißig wie ein Heinzelmännchen und hat mal eben die ganze Wand im Tochterzimmer von der alten Tapete befreit. Er ist nicht zu bremsen!
Wir haben Hunger, Zeit fürs Abendessen. Weil Freitag Spaghettitag ist, mach ich auch heute lecker Spaghetti. Diesmal mit Bologneser Soße. Da kann man eigentlich nie zu wenig machen!
Wir gucken am Abend eine Sendung, die die Geschichte der Musikvideos zeigt. Wiedereinmal wird uns bewusst, wie viele gute Musik und auch Videos in den 80er Jahren rausgekommen ist! MTV hab ich leider ziemlich oft verpasst, aber mein Wochenhighlight war immer Formel 1. Das hab ich geliebt! Eins meiner Lieblingsvideos aus der Zeit ist Sledgehammer von Peter Gabriel und Cry von Godely and Creme. Und natürlich Thriller von Michael Jackson. Und Take on me von A-ha. Und Russians von Sting. Und Pink Floyd mit Another Brick in the wall. Und ...
(haha)
Ich sag mal so, von den 50er bis Ende 80er Jahren sind die besten songs herausgekommen, in den 80ern die besten Videos.
Schlafenszeit! Heißt, erstmal noch lange lesen, wenn ich im Bett liege. Mein Buch ist echt lustig, schwarzer, britischer Humor! Das Licht mach ich wahrscheinlich wieder viel zu spät aus.
Nachdem ich heute endlich (!) wieder einmal etwas Energie verspüre, hab ich auf dem Weg in die Stadt beschlossen, mal wieder ein T.I.L zu schreiben!
T.I.L. bedeutet Tag in Liedern und soll ein kleines Pendant zum beliebten WIB, dem Wochenende in Bildern, darstellen
Heute morgen bin ich relativ erholt aufgewacht. Die Schlaftablette gestern abend hat ihren Job gemacht und mich schlafen lassen. Was für ein Luxus, herrlich!
Heute hab ich einen Plan. Ich will in die Stadt und ein bisschen im Thalia wühlen. Außerdem soll heute das Comicbuch zu Cryptos von Ursula Poznanski in den Läden erscheinen, das will ich unbedingt haben. Das Buch war schon so toll, da hol ich mir natürlich die Ausgabe Graphic Novel!
Vorher schnell zum Supermarkt, ich brauch Eier und Butter. Tochter hat bald ihren 1. Hochzeitstag, da will ich ihr Kekse backen. Nicht irgendwelche Kekse, am Ostermarkt hab ich mir so einen Keksstempel mit Herzen drauf gekauft. Solche Kekse!
Also fix zum Supermarkt
Wieder zu Hause wird der Teig zusammengerührt. Das geht einfach. Ab in den Kühlschrank damit und ich kann zum Thalia in die Innenstadt starten! Musik bitte!
Alle Deppen, die sich als der König der Straße fühlen, hab ich entspannt links liegen gelassen und laufe vom Parkhaus zum Thalia. In freudiger Erwartung auf dieses Buch! Ich will es unbedingt haben!
Im Laden muss ich suchen, was mich verwundert. Ist schließlich eine Neuerscheinung. Ich werden zur Abteilung "junge Erwachsene" geschickt, was ich mit einem schiefen Lächeln akzeptiere und suche weiter. Fakt ist, das Buch ist zwar bestellt, aber noch nicht eingetroffen. Ganz toll. Jetzt steh ich blöd da, so ein Schamott!!
Aus Trotz nehme ich ein Buch von Ewald Arentz mit. Und ein paar lustige Karten. Ich schnupper mich durch alle Duftseifen und sprüh mich mit Rosenduft ein. Jetzt gibt es einen Kaffee für mich, einen Trostkaffee. Danach eile ich zurück zu meinem Teig, der inzwischen gut gekühlt auf Verarbeitung wartet. Der Verkehr ist irre! Nicht nur wegen ewigen Baustellen, sondern weil die Leute einfach doof sind.
Mit Black Sabbath geht's. Schnell noch tanken, nicht weil ich muss, sondern weil es grade günstig ist. Und ich finde sogar einen Parkplatz in meiner Straße, Jubel!
Ich hab jetzt erstmal Hunger, da ist ein Salat im Kühlschrank und ich hab mir aus der Stadt eine Breze mitgebracht. Lecker Breze! Gehört zu den Dingen, die ich nicht so oft hier hab, deswegen genieße ich das total. That's Amore!
So jetzt aber ran an die Plätzchen! Wie mach ich das jetzt? Im Rezept steht nur, den Teig immer kühl halten und ausrollen und Stempel aufdrücken, dann backen. Etwas ratlos steh ich in der Küche. Teig ausrollen kann ich, aber wie dann? Ich entscheide mich für erst stempeln, dann drumherum ausschneiden. Und diese Arbeit hab ich unterschätzt, das merke ich recht schnell. Aber jetzt gibt es kein zurück mehr. Wie immer, wenn ich backe und mit viel Mehl um mich werfe, trage ich ein schwarzes T-Shirt. Da bin ich zuverlässig. Die Kekse werden ziemlich groß, Riesenplätzchen. Und der Teig bleibt gerne in den winzigen Rillen des Stempels kleben. Mit dem Schaschlikspießchen krieg ich das nicht raus, jetzt wird gebürstet. Was für eine Sauerei!
Irgendwann ist es vollbracht, der letzte Keks gebacken und die Küche sieht aus wie Sau. Was tut man nicht alles fürs Kind! Die ausgekühlten Kekse werden jetzt mit Erdbeermarmelade zusammengepappt, das schmeckt auf jeden Fall besser als so nackig. Dazu setze ich mich mal hin und mach das in Ruhe.
Diese Beschäftigung entspannt mich irgendwie.
Stolz betrachte ich mein Werk. Wenn Tochter nachher kommt, kann sie die Kekse mitnehmen. Ist das irre, schon der erste Hochzeitstag! Heute vor einem Jahr war sie ein absolutes Nervenbündel. Kurz vor der Hochzeit war noch so viel zu erledigen und zu tun, die arme Maus! Das war wirklich heftig, Hochzeiten zu planen ist kein Ponyhof. Dafür war der Tag auch wunderschön und alles hat geklappt!
Manchmal schau ich mir den Hochzeitstanz auf Video an und jedesmal kommen ein paar Tränchen.
Ich hab noch Zeit und bin mit einem Schlag hundemüde. Das schreit nach Sofa und einem Nickerchen. Ist das nicht herrlich, wenn Urlaub ist und man sich jederzeit einfach so mal kurz hinlegen kann? Und heiß ist es auch nicht, da geht sogar die Kuscheldecke. Zufrieden und glücklich sinke ich darnieder.
Wie gut mir ein bisschen Schlaf tut. Schlaf ist kostbar geworden, seit ich nachts nur noch am kämpfen bin. Ich will ja nicht jeden Abend eine Tablette nehmen, das muss doch auch anders gehen. Aber ich hab gelernt, dass Schlaflosigkeit ein Symptom der Wechseljahre ist. Eins der vielen. Es scheint vielen Frauen ü50 so zu gehen, wenigstens bin ich nicht allein damit. Manchmal hab ich richtig Schiss, ins Bett zu gehen. Weil gern bis 3, 4 oder 5 Uhr wach liege und mich von einer Seite auf die andere schmeiße. Macht eher weniger Spaß. Jetzt im Urlaub kann ich das wegatmen, aber wenn der Wecker um 6 Uhr klingelt lache ich etwas weniger.
Jetzt sitze ich hier und schreibe. Tochter verspätet sich etwas, das macht nichts. Ich höre nebenbei "Soft Rock Ballads - Best of 70s" auf youtube. Das ist schöne Schreibmusik. Ich bin entspannt, die Kekse sind fertig, alles erledigt, heute abend muss ich nicht kochen. Sieht also gut aus.
Das Gute ist, dass wir unfassbar flexibel sind. So sehr, dass wir auch nach 5x umdenken noch fröhlich losmarschieren und ein bisschen albern sein können!
Wenn's so nicht geht, dann eben anders.
Oma, Waldfeger und ich wollten heute ursprünglich nach Regensburg fahren. Weil Oma den Mauslocheintrag über die Gruselkirche gelesen hat und sie unbedingt einmal selber sehen wollte. Die Wetterprognose war aber so schlecht, dass wir diesen Ausflug erstmal verwerfen mussten.
Wichtig: Wenn man aus dieser Kirche heraustritt, sollte unbedingt die Sonne scheinen!! Wegen Seelenheil und so.
Also Plan B, nach Krottenbach in dieses phantastische Gartencenter mit integrierter Parkanlage und Café.
Aber auch hier in Nürnberg ist das Wetter unbeständig, durch einen Park möchte man auch lieber im Sonnenschein flanieren. Ausgemustert.
Wir haben ab er noch einen Plan C, schlau wie wir sind. Oma war schon so lange nicht mehr im Verkehrsmuseum, das wär einen Ausflug wert. Ich googel die Öffnungszeiten - Dienstag geschlossen.
Herzlichen Glückwunsch.
Aber unsere Stadt hat auch noch andere Museen, also wurde es am Ende das Germanische Nationalmuseum. Da gibt es eine echte Guillotine, eine tolle historische Kleiderausstellung und außerdem mein Lieblingsgemälde.
Oma wird abgeholt, am Museum rausgeschmissen und ich fahr fix ins nächste Parkhaus. In der Vorhalle des Museums haut uns der Eintrittspreis ein wenig aus den Socken, aber gut, jetzt sind wir schon da und ziehen es durch. Die freundliche Dame erklärt uns kalt lächelnd, dass verschiedene Bereiche des Museums gerade renoviert werden. Schon länger eigentlich und es wird auch noch dauern.
Rate, welche Bereiche. Richtig - die Kleiderausstellung, das gesamte Stockwerk des 18. Jahrhunderts nebst Guillotine und Lieblingsbild.
Träräää!
Mann, ey! Also nehmen wir das, was übrig bleibt. Wir sehen sehr alte Grabplatten, Unmengen an Marienstatuen, die Klosterruine und, nach spannenden Irrwegen, die uns gänzlich die Orientierung nahmen, eine Abteilung Steinzeit. Gut, Steinzeit ist jetzt nicht so mein größtes Interessengebiet, aber ich hab gesehen, wie die Mönche damals hier gewohnt haben. Es gab kleine Durchreichen für Essen in der dicken Steinwand, wuchtige Schränke und Truhen mit unfassbar filigraner Verzierung und zu meinem Entzücken viele tolle Türbeschläge, Schlösser und Schlüssel.
Wir quetschen uns an etlichen Schulklassen vorbei, versuchen die altdeutsche Inschrift auf einem Kachelofen zu entziffern und finden alles immer lustiger.
Nachdem wir die begrenzte Menge an Exponaten erkundet hatten, war es Zeit für einen Kaffee. Im Museumscafé Arte, für das meine Tochter damals den Werbeflyer entworfen hat, gibt es nicht nur sauteuren Kuchen, sondern auch sehr, sehr feinen Cappuccino. Kuchen fällt weg, Kaffee wird dankend angenommen.
Den Abschluss macht der Museumsladen, der so schöne Sachen führt, dass ich mich arg zusammenreißen muss, nicht Säcke voller Krimskrams zu kaufen.
Mit einer Breze to go wandern wir zurück zum Auto und liefern Oma wohlbehalten wieder zu Hause ab.
Morgen sehen wir uns wieder, dann gibt's lecker Mittagessen!
Blick durch tolle Fenster auf den Klostergarten
diese blaue Deckenbemalung ist toll
schau wie hübsch sie ist. Bisschen melancholisch, aber hübsch
hier, die Straße der Menschenrechte. Führt zum neuen Eingang
der Flöten-Hansel, mit Kette. War wohl ein Gürtel. Die Schnabelschuhe durften nur eine gesetzlich bestimmte Länge haben
ich mag so alte Türen und Türbeschläge!
das ist der Klostergang des Kartäuserklosters. Links die Wohnräume, rechts der Garten und die Kapelle
sie macht einen ziemlich zufriedenen Eindruck bisschen angeschickert vielleicht
Teile des alten Eingangs
ein Kachelofen mit vielen Sprüchen drauf in einem der Mönchs-Räume
chillende Knappen auf dem Kachelofen ist ja auch schön warm da
der Erzengel in der Kartäuserkirche. Bisschen bedrohlich, wenn man direkt unter ihm steht
52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de
Es geht weiter mit dem Projekt 52. Im Juni sind die Themen:
Also gehen wir's an! Das erste Thema fürs Mausloch ist: Wald
Kein Tag vergeht, ohne dass eine Mama völlig fertig und fast schon verzweifelt in den Wald gestürzt ist. Mutter-Kind-Kur 1998, ein Haus im Oberallgäu mit angrenzendem Wald. Meine Kleine war knapp 2 Jahre alt, ich 27 und ich war verblüfft, was so eine Kur alles bewirken kann. Die Mütter, die hierher kamen, befanden sich ausnahmslos alle am Rand der Verzweiflung, gut getarnt mit gespielter Fröhlichkeit und konzentriertem Blick aufs Kind. Die verschiedenen äußerlichen und innerlichen Anwendungen der Kurklinik lösten viele Knoten auf, auch unbewusste Knoten. Das ist wie ein Therapiegespräch. Gefasst geht man hin, ziemlich verheult wieder raus.
Dann war da der Wald. Auch wenn es komisch klingt, dieser Wald hatte magische Kräfte. Ständig hat man eine der Mütter gesehen, wie sie in diesen Wald rannte, um eine Stunden später nach etlichen Verzweiflungsschreien und vielen Tränen relativ gefasst wieder raus zu kommen. Dann gab es Umarmungen und Schulterklopfen von der Gruppe, ein kleines Stück von der Last war verschwunden.
Ich bin auch in diesen Wald gegangen. Auf meinem Weg begleitet mich Stille. Es roch gut, die Luft war so sauber. Ich hab die Energie und die Kraft der Bäume richtig gespürt und bin mir ziemlich unbedeutend vorgekommen. Wie aus dem Nichts bin ich in Tränen ausgebrochen, der Schrei, den ich losgelassen hab, kam von ganz tief drinnen. Ich war selber überrascht, wo das auf einmal herkommt. Ich dachte, ich hab alles im Griff. Es war so sehr befreiend! Schließlich hab ich mich an einen Baum geklammert und gejammert, was das Zeug hält. Und es hat geholfen! Als hätte der Baum ein bisschen seiner Kraft auf mich übertragen. Irre!
Ich sag ja, magischer Wald!
Auch ich wurde umarmt, wissend und mitfühlend. Da bildet man schon eine verschworene Gemeinschaft, so unter Müttern. Wir waren alle überfordert, dieser Weg in den Wald war wohl Teil der Therapie. Ich denke, man sollte öfter in einen Wald gehen. Allein und offen.
Weil es ein klein wenig übertrieben wäre, wegen des Projekt 52-Fotos bis ins Allgäu zu fahren, hab ich hier ein Foto vom letzten Sonntag, der Blick von Omas Balkon über den Reichswald in Nürnberg.
Ich ahne, dass jeder Wald ein bisschen Magie in sich hat.