Mausloch

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Samstag, 17. Januar 2026

projekt 52 - Januar, die zweite


52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Aktion von Sari auf heldenhaushalt.de




Das Thema Geld ist allgegenwärtig. Und die Jagt darauf auch.

Neulich an Weihnachten war es sogar ein ziemlich zentrales Thema, eine Zeitlang hab ich mich gar nicht getraut, auf meinen Kontostand zu schauen. Schön blöd. Aber ich wollte mir die Weihnachtsfreude nicht durch schnöde Bilanzen verderben. 
Jetzt ist Weihnachten vorbei und ich in der Realität angekommen. Ich stehe noch, zum umkippen war's dann doch zu wenig Schock.
 
Jedes Jahr im Dezember erschließt sich mir aber eine zusätzliche Geldquelle. 
Das Sparschwein in der Praxis wird geschlachtet, dessen Inhalt gerecht aufgeteilt und in Umschläge verpackt. Jede von uns freut sich auf ihren Umschlag, der geheimnisvoll und verschlossen im Personalfach liegt.
Meinen Umschlag hab ich mit nach Hause genommen, ihn befühlt und begutachtet. Ich werde ihn nicht öffnen, jedenfalls noch nicht. Ich bunker ihn bei mir. 
Für schlechte Zeiten vielleicht oder für eine Überraschung am Jahresende. Vielleicht brauch ich ihn mal für eine besondere Anschaffung oder muss eine Strafe bezahlen. Wer weiß?
 
Ich bin der Meinung, so ein ungeöffneter, mysteriöser Umschlag, der wartend in der Schublade liegt, beruhigt mich ungemein! Er liegt da und verbreitet Sicherheit. Ein Notgroschen. Ein Polster - Pölsterchen. Schön zu wissen, dass er da liegt und auf seinen Einsatz wartet.
Und spannend ist es auch! 







Montag, 12. Januar 2026

12 von 12 im Januar 26

 Servus! Jetzt ist Abend und ich hab alle 12 Fotos beieinander.

Wir wissen ja, heute ist der 12. des Monats, das bedeutet, Massen von Bloggern laufen heute fotografierend durch den Tag und posten das dann gebündelt auf der Seite von 

Caro: draussennurkaennchen.blogspot.com






So auch ich. Wir beginnen den Tag mit einem relativ späten Aufstehen. Heute ist Montag, Montags hab ich frei. Hurra. Das erste, was ich brauche, um in der Realität anzukommen, ist Kaffee!


Mit dem Kaffee verzieh ich mich auf die Couch, guck ins Handy und lasse nebenbei das Frühstücksfernsehen laufen. Eigentlich könnte jeder Tag so entspannt beginnen!
Nachdem der Kaffee seinen Job erledigt hat und ich wach geworden bin, helfe ich noch mit kaltem Wasser nach



Der erste Pflichtteil des Tages ist die Wäsche. Ist eh nur noch eine Ladung übrig, alles andere hab ich am Wochenende weggewaschen. Weil ich nämlich so pflichtbewusst bin


Ich räume und rumore ein bisschen herum, räume Zeugs weg und mach mein  Bett. Mittlerweile brauch ich 3 Decken, weil ich das Fenster auch im tiefsten Winter einen Spalt offen lassen muss. Wenn auch nur einen ganz kleinen.


Dann kommt der schönere Teil des Vormittags. Ich mausloche. Bis kurz vor eins, dann muss ich los. Heute hat Oma einen Zahnarzt Termin


Das Wetter. Es macht so Spaß 


Der Zahnarzt hat eine sehr ansprechende Praxis. Die Mitarbeiter sind extrem freundlich, der Ausblick vom Wartezimmer aus atemberaubend (im Falle von blauem Himmel und grünen Bäumen, musste dir halt vorstellen) und er hat die sauberste Toilette von ganz Nürnberg. Bin ich mir sicher. Da riecht es sogar voll gut. Ich geh gern bei Omas Zahnarzt aufs Klo, egal ob aus Not oder Vorliebe



coole Sparbüchse. Ein Zahn mit Loch. Das animiert zu Trinkgeld!


Es dauerte überraschend kurz, schon nach einer halben Stunde waren wir wieder draußen. Obwohl ich, mit Buch bewaffnet, auf längere Wartezeit eingestellt war. Oma war froh! Ich auch.
Auf dem Weg durch das Wohnstift zu Omas Wohnung hängen im Gang immer die aktuellen Werke der Aquarell-Gruppe aus. Die machen richtig schöne Bilder, die Senioren!
Ganz links die Sonnenblume ist übrigens von Oma selber.
Oma gibt mir Kaffee, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Wir ratschen ein bisschen, bevor ich mich wieder auf ins Schietwetter mache um einzukaufen.
Heute gibt es Kartoffelsuppe mit Zeug drin



Nachher kommt die Premium Zeit. Ein Sofa, eine Serie (Mr. Mercedes) und ein Strickzeug für mich! Siehst du, meine Wolle glitzert! Da sag noch mal einer, in meinem Leben gäbe es keinen Glanz & Glamour!






Dienstag, 6. Januar 2026

Projekt 52, Januar - die erste

 Neuer Start - neues Glück - neue Fotos!

Ich freu mich, dass das Projekt 52 auch in 2026 weitergeht. Ist doch eine coole Aktion, man hat immer was zu tun! Ich glaub, letztes Jahr hab ich überhaupt nie überlegen müssen, was ich denn ins Mausloch schreiben könnte, das hat so was Beruhigendes.


52 Wochen - 52 Themen - 52 Fotos
eine Aktion von Sari auf heldenhaushalt.de






Übrigens, wer Lust hat, sich die gesammelten Fotos vom Projekt des letzten Jahres anzuschauen, die hab ich in mein Jahres-Résumé gepackt. der link dazu


Hier haben wir die Themen für den ersten Monat:



Ich nehm mir erstmal die Blume vor


Normalerweise überleben Blumen und Pflanzen bei mir nicht sonderlich lange. Ich hab den Eindruck, sobald eine Pflanze den geschützten Raum des Gartencenters verlassen hat und realisiert, wo sie von nun an wohnen soll, verliert sie spontan allen Lebensmut und stirbt langsam vor sich hin.

Vor über einem Jahr hat mir der Mann trotz dieses Wissens ein Alpenveilchen geschenkt. Es war pink und kerngesund. Als es gemerkt hat, wo es sich befindet, hat es der Mut verlassen. Erst die Blüten, dann die Blätter, dann war nichts mehr übrig von Veilchen.
Ich hab meine Mom um Rat gefragt. Besteht noch Hoffnung oder doch Beerdigung?
Und meine schlaue Mom sagt, dass Alpenveilchen kühle Temperaturen und eher düstere Standorte bevorzugen. Da es Sommer wird, macht Veilchen nur das, was andere im Winter tun - schlafen! Veilchen übersommert nur, es ist nicht tot! Sagt Mama.

Also stell ich den Topf mit den kargen Veilchenzwiebeln ins Regal, hinter die ungelesenen Bücher und gieße nur ab und zu.

Dann ist es geschehen - ein kleiner grüner Spross ploppt aus der Erde! Dann noch einer und noch einer! Veilchen lebt! Es lebt! Nach meinem Freudentanz im Schlafzimmer gieße ich ein wenig öfter und rede den klitzekleinen Blättern gut zu. Jeden Abend, wenn ich ins Bett gehe, gibt es Lob und Anerkennung und eine kleine Streicheleinheit.

Es ist Januar und mittlerweile steht Veilchen in voller Pracht und Blüte da! Mittlerweile nicht mehr hinter dem Regal sondern auf dem Regal. Es ist kühl und schattig, das mag Veilchen. Und ich mag es auch, ich fühle mich mit ihm tief verbunden, auch ich mag die Hitze nicht und hätte nichts dagegen, den Sommer auch im Regal hinter den Büchern zu verbringen!







Montag, 29. Dezember 2025

Projekt 52, Dezember - die vierte

Und - das war's! Hier kommt der letzte Teil des Projekt 52 für Dezember, und der allerletzte Teil für dieses Jahr! 

Schwupps - Jahr vorbei!

52 Wochen - 52 Themen - 52 Fotos
eine coole Aktion von Sari auf heldenhaushalt.de







Tatsächlich das letzte Thema für 2025. Irre! Das war eine schöne Aktion, jeden Monat Themen, die zum Nachdenken anregen. Hoffentlich geht es in 2026 weiter mit dem Projekt 52!

Das letzte Thema heißt: Abendroutine

Meine Abende, bevor ich ins Bett gehe, laufen meist gleich ab. Nach einer Routine, Tag für Tag, immer gleich. Alle Lichter aus, Haustüre zusperren, Zeit im Bad vertrödeln mit Instagram. Die Fingernägel müssen sauber sein, sonst kann ich nicht schlafen. 
Wenn ich gewaschen, gestriegelt und mit sauberen Nägeln dann ins Bett geh, den Wecker gestellt und das Regen-Ambiente gespeichert hab, dann gibt es noch eine Belohnung.
Mein Buch!
Kein Schlaf ohne vorher zu lesen. Im Bett zu lesen ist genial! Bis obenhin zugedeckt werfe ich mir mein Buch auf den Bauch und freu mich auf die nächste halbe Stunde. Mehr wird es nicht, ich schlafe meist beim Lesen gleich ein.
Das Buch zu fühlen, der Geruch der Seiten, ich kann dann die Welt um mich herum ausschalten, tauche ein in die Geschichte und bin ganz in meinem Buch versunken. Zuletzt war ich beim Bau von Stonehenge mit dabei, heute Abend begleite ich den Henker von Nürnberg bei seinem Job und vorher hab ich mich darüber amüsiert, wie ein mürrischer alter Mann auf einmal für sich selber sorgen muss, weil seine Frau krank im Bett liegt.
Ich liebe es, abends vor dem Einschlafen Geschichten zu lesen!



Samstag, 27. Dezember 2025

Projekt 52, Dezember - die dritte

 

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de





 Dann wären wir also beim vorletzten Thema des Jahres angelangt, so schnell geht das!

Das dritte Dezemberthema heißt: mein Superheld 

Ohne groß zu überlegen küre ich Oma zu meinem absoluten Superhelden.

Es gäbe noch andere Anwärter, die es alle verdient hätten. Der Mann, Waldfeger, die Tochter, der Bub, die Fee. Alles heldenhafte Menschen.
Den ersten Platz aber hat sich Oma ergattert. Oma ist meine Mama. Was sie geleistet hat, wie sie mit Schwierigkeiten umgeht, was sie ausmacht ist heldenhaft!
 
Oma wächst in schwierigen Verhältnissen auf, die Kriegsruinen sind ihr Spielplatz. Geld gab es nicht viel, die Klosterschwestern der Mädchenschule waren streng. Den Wunschberuf Kindergärtnerin kann sie nicht auswählen, also lernt sie Buchhaltung, was etwas weniger Freude macht.
Sie muss ihre Heimatstadt verlassen, mit einem schwierigen Mann und dessen Mutter zusammen in einem fremden Bundesland leben. Der Unterschied zwischen Niederbayern und Franken ist klaffend!
Die Familie vergrößert sich, die Arbeit auch, diejenige, die die ganze Arbeit macht  - bleibt. 
Und sie ist eine phantastische Mama! Liebevoll, fürsorglich, konsequent, lustig, sehr klug und erfinderisch.
Mama hat uns echte Werte vermittelt und ein Gefühl von Geborgenheit geschenkt. Noch heute weiß ich, dass ich immer und mit jedem 'Scheiß' zu ihr kommen kann.
Mama hat Feste organisiert, aus nichts ein Geschenk gezaubert, mich in meiner fürchterlichen pubertären Phase ausgehalten.
Oma ist die perfekte Oma für ihre Enkel. Als die Kinder klein waren, hat sie geholfen, unterstützt, gesungen, vorgelesen, geturnt, bespaßt, geübt und geleitet, ich bin ihr so dankbar für ihre Hilfe! Mir ist bewusst, dass ich nie so eine tolle Oma für meine Enkel sein werde, dafür liegt die Messlatte zu hoch. Ich geb mein bestes, aber es wird anders. Weil ich anders bin. Aber Oma dient als richtig gute Vorlage zum Oma-sein.
Und heute meistert sie alle Widrigkeiten und Stolpersteine mit Bravour. Sie lässt sich nicht unterkriegen und lacht, wenn wir zu Besuch kommen. Ich liebe die sonntäglichen Besuche bei Oma! Sie gibt uns Kaffee und wir können herrlich ungezwungen und hemmungslos alles bequatschen, was uns bewegt. Oma hört zu, Oma weiß Rat, Oma tröstet und mit Oma über den Mist um uns herum zu schimpfen, macht Spaß!
Und dass sie ein glühender Harry Potter Fan ist, finden wir ganz famos! 




 

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Projekt 52, Dezember - die zweite

 

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de









Das Thema Nr 2 heißt: Chaos

Chaos kannste fast überall finden. Chaos auf den Straßen, Baustellenchaos, Chaos in der Regierung, auf der ganzen Welt.
Eine Nummer kleiner - Chaos in der Vorweihnachtszeit, Chaos in meiner Kammer des Schreckens und Chaos im Kopf!

An was man alles denkt, so als Frau, wenn der Tag lang ist! 

Ich wache auf, der erste Gedanke: Kann ich mich heute nochmal irgendwann hinlegen? Gefolgt von was steht heute an? 
Vergiss nicht deine Tablette am Morgen. 
Du musst neue Zahnpasta kaufen. 
Pack deine Computerbrille ein!
Der Schal gehört in die Wäsche
Am Heimweg tanken nicht vergessen!
Schreib dir auf, dass du morgen den Patienten anrufen musst, vergiss nicht die Hormone dazu zu schreiben, du musst den Preis für Homocystein rausfinden, eine neue Anleitung für die Lungenfunktion ist fällig, denk an den Ampullen-Bestand, den Stempelsatz wegen gestern, das Stuhlbriefchen für Patient A, die Ergebnisse für Patient B müssen gefaxt werden, die Serumröhrchen sind bald alle, du musst RSV Impfungen nachbestellen, wie ging das nochmal mit der elektronischen Patientenakte, heute Nachmittag Qualitäts-Check für das Testgerät, vergiss nicht die Abrechnung! (to be continued)
Du musst heute Dosenmilch einkaufen
Hab ich das Paket schon abgeholt?
Du wolltest mal die Gewürze ausmisten
Was koch ich eigentlich heute Abend?
Haben wir noch Zwiebeln?
Der Küchenboden schaut aus ..
Hab ich die weißen Socken gewaschen?
Darf ich das essen?
Eigentlich würde ich lieber ins Mausloch schreiben
Wann hat der Bub nochmal seine Prüfung?
Steht der Termin für die Großeltern eigentlich schon?
Ich muss noch die Karten schreiben
Am Mittwoch den Gutschein abholen nicht vergessen!
Warum hat die Pflanze schon wieder braune Blätter?
Am Wochenende das Bett neu beziehen!
Wann hab ich Zeit zum Haarewaschen?
Die Playlist für die 90er hapert, da musste mal weitermachen
Und überhaupt wollte ich doch mal...

Das Chaos im Kopf hört nie auf. Die Gedanken überschlagen sich. Was hilft?

Musik!

Lenkt ab, erdet, macht gute Laune, besänftigt, beruhigt, wird geliebt, gesammelt, gespielt






Bonus Bild, weil grade entdeckt:




Freitag, 12. Dezember 2025

12 nette Fotos und ein Haufen Blognacht Käse

Guten Abend!

Heute ist ein denkwürdiger Abend, heute gibt es im Mausloch eine Blog-Fusion! Weil nämlich gleich zwei monumentale Ereignisse anstehen:

Das 12von 12 von Caro und die Blognacht von Anna

Also versuch ich mich an einem Blog-Melange.  Einmal gemischter Blog mit Sahne bitte!

In der Blognacht befinden sich heute mit mir 14 Teilnehmer. Viele bekannte Gesichter. Anna hat uns eben den Impuls für diese Nacht gegeben und ich bin mir nicht sicher, wie ich damit umgehen soll. Der Impuls lautet: Hausgemachter Käse. Jetzt echt! Hausgemachter Käse!

Was soll aus dieser Nacht nur werden?

Zuerst könnte ich mich auf das 12von 12 konzentrieren. Du kennst doch das 12von12?! Eine monatliche Mitmachaktion von Caro auf draussennurkaennchen.blogspot.com

12. Tag = 12 Fotos, so simpel ist das.


Meine Fotos sind heute auch simpel. Zumal ich streckenweise voll vergessen hab zu fotografieren. Aber ich glaub, ich hab das beste rausgeholt aus diesem kalten Freitag

1. Hier haben wir ein Bild von meiner Tasche. Als Ersatz für den obligatorischen Kaffeebecher in der Früh, der gefühlt in jedem 12von12 als erstes Foto auftaucht.
In der Tasche sind wichtige Utensilien für den Vormittag: Die Computerbrille, mega wichtig, weil ich sonst mit der Nadel die Vene erraten muss. Ein Cola zero wegen des Koffeins, auch mega wichtig, meine Box mit Kaffeepads, selbsterklärend, eine Handcreme, klar, und eine weitere Box mit Notfalltomaten. Das sind Cocktailtomaten die herhalten müssen, wenn mir schon schlecht vor Hunger wird. Ich versuche stets, erst Mittags was zu essen. Teilzeitfasten.


2. Schal! Ohne Schal mag ich nicht rausgehen. Ich hab viele Schals, rot, blau, beige, grau, pink sogar und gestreift. Mein derzeitiger Lieblingsschal ist blau und türkis, original von der Ostsee. Ich bin ganz verliebt ihn den, der ist soo weich! Und hübsch, gell?


3. Ich hab weit weg geparkt. Die Parksituation hier im Viertel ist Katastrophe! Entweder du wirst kreativ und hoffst auf das Fehlen des Ordnungsamtes, du parkst ein paar Kilometer weit weg oder du hast echt verdammt Glück und ergatterst abends nach 18 Uhr noch ein freies Fleckchen. Wie gesagt, ich steh meilenweit weg. Also fast. Außerdem bin ich ziemlich knapp dran. Radio auf und los geht's!


4. Als ich in der Praxis ankomme, ist es noch nicht richtig hell. Unser Weihnachtsstrauch leuchtet friedlich vor sich hin. Dieses Jahr bleibt uns der Weihnachtsbaum mit dem ewig gleichen Schmuck erspart, ehrlich, ich kann ihn nicht mehr sehen. Seit Jahrzehnten immer das gleiche .. und nichtmal hübsch. Aber dieser Strauch, der geht.


5. Schicke Schuh, und so zierlich! Das sind Schlappys, die grünen Wolkenschuhe. Damit kann man es über den Tag schaffen


6. alles bereit, kann losgehen. Diesen halben Tag schaffen wir auch noch!


7. Ich hab mich durch den Tag gelächelt, jetzt langt's. Auf die Sekunde genau mach ich Feierabend. Und Wochenende. Verdient!



8. Beim Einkaufen mit dem Mann wurden die ersten Leckerlis für den Weihnachtsteller gekauft. Was ich hab, das hab ich. Feine, verbotene Sachen!


9. Nach dem Aufräumen, der vielen Arbeit und der ganzen Woche hab ich mir eine Pause verdient. Hier ruft mich mein Lieblingsort. Komm, Sabine, komm und ruh dich aus! Iss einen Toast oder zwei und leg dich ein bisschen hin, die Kissen sind weich ... komm!



Es sind wieder Pakete angekommen. Für die Kinder. Vom Christkind. Irgendwie ist das für mich auch etwas aufregend, die gelieferten Pakete für die Familie aufzumachen um zu gucken, ob alles passt. Das kleine Weihnachten der Muttis


Nach dem Schläfchen rumore ich ein bisschen herum, schau dem Mann beim Kochen zu, spiel ein bisschen und wechsle die Batterie zu meinem Dekostern. Jetzt leuchtet er wieder und sieht hübsch aus. Ich freu mich drüber!
Gleich gibt es Abendessen, Spaghetti Bolognese vom Meister persönlich, dazu eine Folge Shameless und dann - beginnt die Blognacht mit Anna!




danke fürs Fotos gucken
wer noch Reserven hat, ist herzlich eingeladen, mich durch die Blognacht zu begleiten




Die Blognacht. Ein Zoom, viele Teilnehmer, eine Nacht und ein Impuls
von Anna Koschinski auf blognacht.de


Wie bereits verkündet, heißt der Impuls für heute Nacht "Hausgemachter Käse"



Was soll ich jetzt damit anfangen? Hier wird kein Käse hausgemacht und eine Laudatio auf Käse glaub ich, wurde nicht gemeint mit diesem Thema. Obwohl ich Käse sehr gerne mag. Kennst du den "Old Amsterdam" Käse? Hab ich tatsächlich in Amsterdam zum ersten mal probiert, mit so einem Dip drauf, boah war das fein!! Hat nur leider einen Haufen Fett, also bis auf weiteres gestrichen. Aber fein!

Nein, es soll nicht wirklich um Käse gehen. Ich weiß das, weil ich bin ja nicht doof. Dieser Impuls ist sowas von zweideutig! Hausgemachter Käse - auf fränkisch "Dei eings Gschmarri" (deutsche Übersetzung: dein eigener Unsinn)
Der Nonsens, Unfug, Bockmist, Unding, Schmarrn - den du dir selber machst. Oder gemacht hast. 
Oder anders - alberner Unsinn, den nur du und deine Leute kennen. Insider quasi, Hauptsache albern und schön dumm.
Das war mal, als die Kinder noch klein waren konnte man herrlichen Quatsch machen!
Jetzt bin ich seriöser. Ä-häm.

Ich will über den selbstfabrizierten Bockmist reden, den ich hoffentlich gleich rausfinden werde. Wo sagt man eigentlich "So ein Käse" ? In Dortmund? In Hamburg? In Nürnberg klingt das wohl eher nach "dei Gschmarri!" 

Ok, welches Gschmarri hab ich mir selbst gemacht? Was meine ich damit eigentlich? So ein selbst-schuld-Ding? Oh, da wüsste ich schon was. 
Du tust etwas, von dem du genau weißt, dass es unsinnig ist. Zum Beispiel:
Ich geh nie vor elf ins Bett. Das kann viele Gründe haben, mein Handy mit seinen schönen, bescheuerten Spielen oder instagram, der Fernseher, der Netflix hat und somit viele viele Serien, die ich einfach sehen will (ach, eine Folge geht schon), die warme Kuscheldecke, mein Strickzeug. All das muss sein, abends, zwischen Essen und Schlafen. Gewohnheit halt. Bis ich mich davon lösen kann ist es elend spät. Dann wird noch Zeit im Bad vertrödelt und dann, wenn ich endlich im Bett liege brauch ich  natürlich noch eine Dosis Buch. Das ist sehr wichtig, ohne Buch mag ich nicht einschlafen. Dann haben wir das nächste Problem, ich lese gern gute Bücher, die meist spannend sind. Wie soll man da rechtzeitig aufhören zu lesen? Und schawupp ist es viel zu spät, wieder mal, meine Schlafzeit hat sich dramatisch auf ein Minimum komprimiert. Ein viel zu schmales Minimum. Jeden Morgen verfluche ich meine eigene Trägheit und schwöre den ganzen Tag Besserung. Bis ich wieder mit meinem Strickzeug auf dem Sofa sitze und netflixe. 
Ganz schön dusselig, was? Ein selbstgemachtes Problem, ein hausgemachter Käse!


Bei genauerer Betrachtung könnte man auch diese ewigen, selbst gestalteten Sprüche als hausgemachten Käse bezeichnen. Antworten wie "ja klar, mach ich gern" oder "nein das macht mir nichts aus", die man immer wieder raushaut. Ohne zu denken. Mit der Folge, dass man lächelnd denkt Neiiin ich will das nicht, lass mich in Ruhe!! 
Das tu ich mir selber an. Was für ein Schmarrn! Warum tu ich das? Fällt es wirklich so schwer, nein zu sagen? Wer kann das eigentlich, einfach ablehnen, wenn man gefragt wird?!
Könntest du bitte ... Ähm, nein. Geh weg!
Ich stell mir grade vor, wie mein Gegenüber dumm aus der Wäsche guckt. Eigentlich kann ich das nur, wenn mir der andere herzlich egal ist oder ich ihn nicht leiden kann. 
Wenn ein Patient von mir fordert, ich soll mal ein Auge zudrücken und spezielle Blutwerte für umsonst mitbestimmen, kann ich ganz easy nein sagen. Da wär ich ja schön blöd! 
Aber für meine Lieben? Es ist verzwickt. Ein Spagat zwischen lieb sein, helfen wollen und auf sich selbst achten. Voll schwierig, dieses Dilemma ist echt hausgemachter Käse!



Mir fällt noch was ein. Ich bin die Königin des Verdrängens und des Schönredens! Wenn ich was kann, dann das. Ich hab heute ein Schokobon gegessen. Ich darf kein Schokobon essen, weil ich Diabetiker bin. Das allein wär nicht schlimm, mein Zuckertracker merkt das meist gar nicht, aber die Waage beim wöchentlichen Wiegetag, die hält mir alle kleinen Sünden der Woche penetrant vor Augen. Noch während ich dieses blöde Schokobon auswickel, schreit meine innere Elinor NEIIIN, TU ES NICHT!! DU MACHST DIR ALLES GRADE KAPUTT! Während mein innerer Jürgen seine Sonnenbrille hebt und meint, LOS, GÖNN DIR. SO EIN KLEINES DING TUT NIX!
Rate, auf wen ich höre! Dann rede ich mir ein, dass dieses kleine Schokoladenträumchen keine großen Auswirkungen hat, außerdem kann ich die Kalorien ja wieder ausgleichen und weghungern. Wenn ich es denn täte! Es ist, als würde ich mir selber kopfschüttelnd zusehen, wie ich Mist baue. Was tu ich mir da nur an? Einen großen Haufen selbstgemachten Käse nämlich! 



Wenn ich jetzt noch lange über Käse schreibe, krieg ich Hunger. Schamott!! Ich zwinge mich ja derzeit dazu, immer nur 1 Teller von was zu essen. Manchmal geht das ganz gut, manchmal leide ich Qualen. So wie heute. Spaghetti Bolognese. MIT Parmesan drauf! Und dann nur eine Portion, das ist echt hart. Der Hunger war zwar beruhigt, aber die Gier war grenzenlos. So fein! Ich hab den Mann gebeten, mir auf die Finger zu hauen, wenn ich nachholen will. Ich hab so Lust auf diese Spaghetti, esse extra langsam, damit ich lange was davon hab, aber es reicht nicht. Ich will mehr! Ich will ich will ich will! Und darf nicht.
Zum Glück kam mir heute die Blognacht dazwischen, das lenkt ab. Hier gibt es nur einen Johannisbeer-Sekt, der mildert das Drama etwas. 
Dieser Sekt würde gut zu einer Käseplatte passen ... hach ja!

Gibt es ein Fazit?

Anna's hausgemachter Käse kann viele Facetten haben. Unarten, die man sich selber antut, Dinge, die man sagt und während des Aussprechens merkt, dass man das garnicht sagen wollte, Konsequenz, die man sich selber auferlegt obwohl man ganz was anderes möchte.
Oder Käse. 

Mein Käse.













Cute Rat