Mausloch

Servus! Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

Blogparade zum mitmachen!

Mittwoch, 5. August 2026

Hitze tötet Blognacht

Hallo im Mausloch!


Es ist Mittwoch Mittag, hell und heiß. Eigentlich die total falsche Zeit, um eine verpasste Blognacht nachzuholen! 

Jürgen: Ach komm, schon wieder die Blognacht verpennt? Was ist los mit dir?

Elinor: Das weißt du ganz genau, das Kind war von der Arbeit und der anstrengenden Woche völlig erledigt!

Jürgen: Ausreden, nichts weiter.

Nein, keine Ausrede. Das passiert mir in letzter Zeit öfter, dass ich abends völlig platt bin. Ich schieb es auf die elende Hitze.

Jürgen: Irgendwer muss ja Schuld haben. Aufs Wetter schieben ist einfach.

Elinor: Hör nicht auf den, Kind. Er ist nicht glücklich, wenn er nicht mosern kann

Ich find's ja selber doof, dass ich ständig die Blognacht verpasse. Ich mag die Blognacht. An diesem Freitag war ich sogar zu fertig zum einkaufen. Musste der Mann alleine gehen und ich hab nur geschlafen. Ehrlich, ich mach drei Kreuze und zünde eine Opferkerze an, wenn die Temperaturen endlich runtergehen! Ich hab es so satt! Überall nur Hitze und Wärme. Sogar nachts, ich schlafe mit laufendem Ventilator! Ich erwäge ernsthaft, in der Tiefgarage zu wohnen. 

Aber die liebe Martha von bunte-kuechenabenteuer.de hat mir aber den Impuls verraten. Danke nochmal dafür!

Jürgen: Da hast du wieder mal Glück gehabt, dass dir jemand hilft.

Elinor: Das war nett von Martha. Jetzt kannst du das Thema zumindest nachschreiben. Weißt du schon, was du schreibst?

Jürgen: Bestimmt zusammenhangloses Gestammel, wie immer.

Danke, du Motzknoten. Ich werde mich bemühen.

Elinor: (verdreht die Augen und seufzt)


Der Impuls: "Dieser Weg war nicht glanzvoll, aber wertvoll"

mal wieder in Begleitung von Elinor & Jürgen



Ich hab tatsächlich so einen wenig glanzvollen Weg hinter mir. Beginnend mit dem falschen Beruf. Ich wollte Hotelfachfrau werden und ging in einem Traditionsbetrieb in die Lehre. Merke bald, dass das nichts für mich ist und wechsle in eine Arztpraxis. 

Ich lerne Blutabnehmen, röntgen, verbinden, EKG schreiben, sehe mich zum ersten mal  mit einem Computer konfrontiert

Jürgen: Zum ersten mal? Wie alt bist du eigentlich? Wann war das, in den 70ern?

Elinor: Du weißt ganz genau, wie alt sie ist. Und nein, es war in den 80ern. Da hatten bei Weitem noch nicht alle Praxen ein Computersystem, da wurde meist analog mit Karteikarten gearbeitet.

Jürgen: Klingt nach Steinzeit.

Herzlichen Dank auch. Computer waren mir anfangs etwas suspekt, hat aber nicht lang gedauert, bis ich damit umgehen konnte

Elinor: Jürgen, erspar dir deine bissigen Kommentare!

Jürgen: Ich sag doch gar nichts

Mein Weg führte mich vom Internisten über Gynäkologen, Augenärzte und Chirurgen zum Allgemeinarzt. Und da bin ich heute noch. Man könnte sagen, ich bin meiner Bestimmung treu. Oder ich hab meinen ultimativen Job gefunden. Oder ich bin einfach loyal.

Jürgen: Oder du bist einfach festgefahren und konservativ. Oder faul. Faul könnte man auch sagen.

Wieso faul? Hast du eine Ahnung, was eine Arzthelferin so tut?

Jürgen: Telefon verweigern und Kaffee tr ..

Elinor: JÜRGEN! Mäßige dich! Du hast keine Ahnung und somit kein Recht zu urteilen. Rede nur weiter Kind. Und du bist weiß Gott alles andere als faul. Ich weiß das.

Danke, Elinor. Ich würde mich auch nicht als faul bezeichnen, aber doch irgendwie festgefahren. Während Kolleginnen Weiterbildungen gemacht haben oder den Beruf gewechselt, bin ich immer meiner Arbeit treu geblieben. Seit so vielen Jahren bin ich die Laborfrau, nehme Blut ab und impfe die Leute. Langweilig wird mir nicht, ich mag was ich tu. Außerdem gibt es alle naselang irgendwelche Änderungen und Neuerungen, da kann einem gar nicht langweilig werden.

Jürgen: Bist du sicher, dass du nicht einfach unfähig warst, dich weiter zu bilden?

Ich bilde mich jeden Tag weiter weil ständig etwas Neues dazu kommt.  Klar hätte ich Zusatzausbildungen machen können, Erstkraft werden oder in die Verwaltung wechseln. Aber ich hab mein "Ding" gefunden. Das ist das, was ich kann und machen möchte.

Jürgen: Sie hat ihr Ding gefunden .. höhöhö

Elinor: Das würdige ich keines Kommentars

Ich auch nicht. Jürgen, wie alt bist du eigentlich? Gilt bei dir auch "Männer werden 12, danach wachsen sie nur noch" ?! 
Dieser Weg war wirklich nicht glanzvoll, keine steile Karriere, kein Chefsessel. Immer noch Fußvolk in der Praxis. Aber ich find das ok! Ich mag es, Teil eines Teams zu sein und trotzdem selbständig im Labor arbeiten zu können. Ich mag es, mit den Patienten Kontakt zu haben, auch wenn mir einige echt auf den Keks gehen. Die meisten aber sind nett und ein kleiner Raatsch* ist immer drin. Ich freu mich, wenn der Stich mit der Nadel nicht allzu weh tut und die Leute sogar gern zu mir kommen. Da fühl ich mich bestätigt. Außerdem brauche ich die Sicherheit, die ich im Lauf der Zeit gewonnen hab. Das beruhigt mich, wenn ich sicher sein kann.

Elinor: Du machst das auch gut. Man kann durchaus sagen, dass dein Weg relativ wenig Glanz und Glitzer hatte, dafür umso wertvoller war. Wertvoll, weil du eine Menge Lebenserfahrung sammeln konntest in all der Zeit als Arzthelferin.

Jürgen: Ich sag trotzdem, da wäre mehr drin gewesen. Muss man halt mal seinen Allerwertesten hochkriegen und sich was trauen.

Mein lieber allerliebster Jürgen, ich krieg meinen Hintern jeden Tag hoch, muss mich täglich überwinden und was trauen. Wenn ich die Leute falsch berate, weil ich keinen Plan hab, kann das schwerwiegende Folgen haben. Wenn die Patienten beruhigt aus dem Labor kommen, hab ich alles richtig gemacht. Außerdem mag ich die Mischung aus Verwaltungsarbeit, Handwerk, Wissen und Feingefühl. 

Jürgen: blaablaa und die ganzen wütenden Leute, die herumschreien und euch beleidigen, die magst du auch? Lässt du dich gern anblaffen?

Ich mag, wie ich damit fertig werde. Je älter ich werde, desto souveräner kann ich einen Wüterich abhaken. Und ich selber werde selten angeblafft, das meiste kriegen meine armen Kolleginnen an der Anmeldung ab. Im Labor hab ich die Möglichkeit, allein und in Ruhe mit den Leuten zu reden. Da kann man gut den Wind aus den Segeln nehmen.

Jürgen: Wie du meinst. Wie würdest du diesen Beitrag einordnen? Unter "Schuster bleib bei deinen Leisten"? Oder doch unter "HALT STOPP, hier bleibt alles so, wie es ist!" ? Oder "Karriere, nein danke!" ?

Unter ich mag, was ich tu.

Elinor: Und das ist das Allerwichtigste! Laborfrau mit Leib und Seele. 

Jürgen: Langweilige Labortante

Zufrieden mit ihrem Job! So nämlich!






*ein Raatsch ist ein kleines Gespräch. Ein Klönschnack, ein Smalltalk oder ein Plausch. Wir raatschen

Wenn du Lust haben solltest, einen Kommentar zu schreiben, können wir hier auch raatschen :).


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

gerne auch nur "like" oder "prima" oder "och nee"

Cute Rat