Mausloch

Servus! Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
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Sonntag, 6. September 2026

Eine kleine Pause? Okee!




Es ist Zeit für eine kleine Blogparade. 


Die liebe Christina Reinisch vom Blog deinkoerper-deinweg.de hat eine ins Leben gerufen, das bietet sich an.

Es geht um Pause.

Machst du Pausen? Erlaubst du dir Pausen? Darfst du Pausen? Wie wichtig sind Pausen?

So viele Fragen.
 
In der Schulzeit hab ich den Pausengong sehnlich erwartet. Jetzt warte ich sehnlichst auf die Mittagspause. Ohne die kann ich nicht weiter funktionieren. Das war aber auch schon mal anders.
Klar, wenn du jung bist, brauchst du nicht so viel Pause wie jetzt im gesetzten Alter.
Damals hab ich meine Mittagspause damit verbracht, mit einer Freundin herum zu ziehen und kichernd irgend ein ungesundes Zeug zu essen. Auch nach der Arbeit wurde keine richtige Pause gebraucht, da zieht man durch die Kneipen und hat Feierabendspaß.
Das ist lange her.
Mein Alltag sieht jetzt anders aus. Mittags hechte ich aufs Sofa um ein kleines Nickerchen zu  machen. Das ist überlebens wichtig! Ich werde stinksauer, wenn einem Verwaltungsfuzzi wieder mal eingefallen ist, dass die Schulung/Besprechung/Meeting ja locker auch IN der Mittagspause stattfinden kann. Easy Peasy.
Dann sitze ich im Stuhlkreis und mir fallen die Augen zu - weil mein Körper denkt, ich hätte Mittagspause. 

Pause = Pause
 
So wichtig! Mit zunehmenden Alter wird die Pause für mich immer relevanter.
 
Wenn ich mal fleißig bin, muss ich irgendwann einen break machen und mich für ein Päuschen irgendwohin setzen. Kurz durchatmen, entspannen, Kraft tanken.
Wenn ich nicht fleißig bin, muss ich mich genauso unbedingt irgendwo hinsetzen und eine nicht verdiente Pause genießen.
Muss man sich Pausen immer erst verdienen? Warum?
Ich kann auch schöne Dinge unterbrechen und brauche mich niemand zu erklären. Wenn ich viel lese, kann ich locker Pause machen und was trinken. Oder nachdenken. Wenn mir das Zuhören bei einer Schulung zu anstrengend wird, kann ich ganz einfach kurz raus gehen und atmen. 

Ganz rebellisch sage ich: Ab einem gewissen Alter brauch ich niemand Rechenschaft ablegen und kann Pause machen, wann und wo ich will. Da reichen auch 2-3 Minuten. Mich kurz an ein Fenster stellen und in die Weite gucken. Oder aufs Klo retten und mal eben die Augen schließen. Zur Not hab ich immer noch meinen imaginären Strandkorb, in den ich mich mental zurückziehen kann. Das wirkt Wunder!
So nämlich!
Und das mach ich auch. Das ist wichtig! Kleine Ruhepausen im Alltag, wertvoll und wichtig. Das bin ich mir wert, wer kümmert sich um mich, wenn nicht ich selber?

Ich kenn einen, der macht keine Pausen. Der Platzt vor Tatendrang und powert durch, von früh bis spät. Demensprechend erledigt ist er dann auch, ich weiß nicht, ob ich das gut finde. Toll, wenn die Dinge fertig werden, wenn alles erledigt ist. Aber nicht zu jedem Preis.
 
Es muss unbedingt fertig werden vs. Immer mit der Ruhe! 
 
Fakt ist, ich liebe Pausen! Sei es von der Arbeit, der Schulung, einer Einkaufstour, einem Spaziergang, einer Aufräumaktion, politischen Themen oder einer Reise. Pausen stärken mich. Und auf mich selbst zu achten find ich nicht verkehrt! 




Die High Five der Woche - mit Steckerlfisch

Ein wunderschöner Tag mit blauem Himmel und Wattewölkchen, ein mittelfröhlicher Wind und ein Becher Kaffee. 

So schaut es momentan aus, kann man doch lassen, oder? Es ist Samstag, die Waschmaschine arbeitet, die Kartoffeln kochen vor sich hin und ich hatte heute schon Waldfeger-Kontakt. Alles prima!

Fast. Kennst du dieses leise, nagende Gefühl, wenn du weißt, die anderen feiern grade und haben Spaß - während du (wieder mal) außen vor bist? Wenn du denkst, zu langweilig zu sein oder vielleicht sogar eine Belastung? Diese Gedanken schwurbeln grade in meinem Kopf herum und beschäftigen mich. Ich will nicht beleidigt sein oder aufdringlich, aber es nagt schon ziemlich. Die Konsequenz ist, sich diskret zurück zu ziehen und den anderen trotzdem viel Spaß zu wünschen. Und zu akzeptieren, dass ich nicht relevant bin.
Fazit: Shit happens!

So what! Man muss auch gönnen können. Motivationslied

Ich konzentriere mich mal wieder auf das Gute. Denn wir wissen, das Gute gibt's immer und es lauert überall


5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgefiltert



Zum Ersten
Die 1. Arbeitswoche nach dem wunderbaren Urlaub hab ich geschafft. Und es war sogar ganz ok, die Stimmung schien überwiegend positiv und so schlecht wars auch nicht, die Nasen mal wieder zu sehen. Außerdem tut ein bisschen Struktur und Regelmäßigkeit im Alltag ganz gut. Nur das frühe Aufstehen, damit werde ich mich wohl nie anfreunden

Zum Zweiten
Die Tochter feiert ihren Geburtstag an diesem Wochenende mit einem Haufen Freunden in einem gemieteten Haus. Während sich rings umher nur Feld und Wald befinden, können die "Kinder" sich austoben, spielen, feiern und ihr junges Leben genießen! Ist das nicht toll? Ich freu mich sehr für sie, das hat sie super organisiert! Von ihrer Bestie gab es sogar eine Foto-Torte mit einem süßen Kinderbild von Tochter. Schöne Idee!

Zum Dritten
Der Mann und ich gingen Freitag aufs Volksfest. Es gab dieses Jahr ein Jubiläum: 200 Jahre! Also das Nürnberger Volksfest. Neben den üblichen Fahrgeschäften und Buden standen da viele Attraktionen aus vergangenen Zeiten, unter anderem ein übertrieben großes Karussell mit alten Holzpferden. Ganz viele historische Orgeln, eine Ausstellung von antikem Volksfestequipment, Fotos, Berichte und Miniaturen. Es gab eine Akrobaten Nummer mit Motorrädern auf dem Hochseil und aus einigen Ecken kam die Musik aus den 80ern. Es war voller als sonst, viel mehr geboten, überall Lichter und Musik und Leute.
Totale Reizüberflutung!
Aus dem geplanten Kurzbesuch wurden dreieinhalb Stunden. Außerdem hatten wir eine Premiere! Nachdem wir Jahr um Jahr an der Fischbräterei vorbeimarschiert sind, wurde diesmal eingekehrt. Zum ersten Mal holten wir uns eine geräucherte Makrele. In dem kleinen integrierten Biergarten zerlegten wir den Fisch und waren überrascht, wie lecker der ist! 
Mitten unterm Essen gingen alle Lichter aus - wir hatten vergessen, dass es heute ein Feuerwerk gibt! Mit der Handytaschenlampe wurde die Makrele gar verputzt und dann ging es los. Von unserem Platz aus hatten wir tatsächlich eine ganz gute Sicht auf das Spektakel. Sehr angenehm, ein Feuerwerk im Sitzen bei Räucherfisch und Radler! Die Knallerei erzeugte einen beeindruckenden Widerhall im Colosseum, wir waren ganz fasziniert. Ein sehr schöner Abend!

Zum Vierten
Dienstag Abend war die Heimfahrt richtig schön. Die Sonne schien, blauer Himmel und moderate Temperaturen. Die Arbeit war geschafft, gutes Gefühl, und mit dem Ranger musste ich einen Umweg fahren - wegen Riesenbaustelle. Dieser Umweg führte mich an einem großen Waldstück vorbei und es roch phantastisch nach Tannen und frischem Grün. Etwas weiter stand da das Lebkuchenwerk, es duftete intensiv nach Lebkuchen und Weihnachten! In der Siedlung wurden Rasen gemäht und auch das roch super nach frisch gemähtem Gras. Ich liebe es, wenn ich auf dem Roller so schöne Düfte wahrnehmen kann. Da hab ich mich spontan gefreut!

Zum Fünften
Kino! Wiedermal waren wir im Kino, diesmal gab es das Steckerfischfiasko. Ich mag die Eberhofer Filme, vor allem in diesem Luxuskino! Sitze wie ein Sofa, freie Sicht und schönes Ambiente. Der Film selber war zwar nicht der beste Eberhofer, aber gefallen hat's uns trotzdem. Anschließend gab es einen Spaziergang durch den Sommerabend zum Hauptmarkt, um uns von einem beliebten Italiener zu verabschieden. Das Provenza schließt, weil der Besitzer in den Ruhestand geht. Das soll nicht die einzige Verabschiedung gewesen sein, wir müssen mindestens noch einmal hin. Im Provenza gibt es feine Pizza und ziemlich authentisches, italienisches Essen. Und Oliven, die einen glücklich machen!


Wer möchte nicht ein Kuschel-Skelett gewinnen?!









Ein Karussell-Oldtimer, selbes Bj. wie ich ... danke auch!


















Weitere High Five der Woche:

Sonntag, 2. August 2026

Heute sind die High Five der Woche ganz allein

Da bin ich wieder. Und ich werde mich zusammenreißen! Schließlich war das heute ein guter Tag - im Gegensatz zu gestern. Also steht einem entspannten Wochenrückblick nichts im Weg. 

Auf geht's!

5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt


1. Wir sind dem Nordseeurlaub einen Schritt näher gekommen. Es sind jetzt nur noch 2 Wochen bis dahin! Ich kann das Meer fast schon riechen! Wenn diese zwei Wochen vorbei sind, hab ich wohl ein Stadium der Urlaubsreife erreicht, das man eigentlich niemandem wünscht. Der halbe August wird finster, anstrengend und zermürbend. Die andere Hälfte das genaue Gegenteil - entspannt, ruhig und wunderbar!

2. Kollegin Pinky kam aus dem Krankenstand kurz zu Besuch in der Praxis und hat für alle Brezen und Kaffee mitgebracht. Ist sehr lieb von ihr! Ich hab tatsächlich zum ersten mal im Leben so einen Kaffee getrunken. War fein, besser als erwartet!


3. Mein Alpenveilchen Alma hat ein hartes Leben. Eigentlich steht in ihrer Bestimmung, zu Beginn der heißen Temperaturen alle Blüten und Blätter abzuwerfen und vorübergehend das Zeitliche zu segnen. Dann übersommert sie. Meine Alma allerdings ist zäh, sie hat nur noch 4 Blätter, die sie aber eisern behalten möchte. Jeden Abend mache ich die Loberunde im Schlafzimmer und versichere meinen Topfpflanzen, wie stolz ich auf sie bin. Vielleicht lässt das Alma so hartnäckig weiterleben, wer weiß? Mit letzter Kraft hält sie an ihren Blättern fest, obwohl schon August ist! Da seh ich vor ein paar Tagen tatsächlich drei Babys wachsen! Kriegt Alma einfach mal Nachwuchs, wo sie doch schon lange im wohlverdienten Sommerschlaf sein sollte! Kannst du die Kleinen sehen? Eins ist grade erst "geschlüpft". Hach!!

amazing Alma

4. Eine Patientin hat mir letzte Woche versichert, dass sie die Furcht vor dem Blutabnehmen verloren hat, wenn sie zu mir kommt. "Wenn ich reinkomme und sehe, dass Sie da sind, hab ich keine Angst mehr" Schöner kann man mir in der Arbeit kein Kompliment machen!

5. Ein sehr friedlicher Moment am Samstag. Nachdem wir einiges erledigt haben, liegen wir platt auf dem Sofa. Da fällt mir ein, dass wir jetzt einen hübschen, kleinen Kofferplattenspieler haben - und der Mann zu Weihnachten eine Pumuckl Platte geschenkt bekommen hat. 5 Min später liegen wir auf dem Sofa und grinsen. Pumuckl , Meister Eder, Frau Aichinger. Wir hören zu, so wie früher. Ohne Ablenkung, nur da sein und zuhören. Hat gut getan!


Danke fürs Lesen! Ich freu mich immer über Besucher im Mausloch :)



Weitere High Five der Woche:

Sari von heldenhaushalt.de

Mira von besinnlich.de

Mittwoch, 11. März 2026

Blogparade #relevant von Erik


Es gibt wieder ein neues Thema in der Blogparade 

#relevant von Erik auf blogissimo


Ich dachte mir, schreib doch mal mit! Diesmal möchte Erik wissen:

Wie zufrieden bist du mit deinem Vornamen?





Eigentlich hätte ich gar keine Sabine werden sollen, sondern ein Robert. Meine Mama hat sich Jungs gewünscht, einen Robert und einen Thomas. Am besten rothaarig. Und was ist es geworden? Meine große Schwester und ich. Mädchen. Und beide braune Haare. Ein Schlag ins Gesicht. Aber, weil wir die liebste Mutti aller Zeiten haben, mochte sie uns trotzdem!

Da war also die kleine Sabine. In den Siebzigern war es für manche irre witzig, sobald sie mich sehen, gewisse Liedchen zu trällern. Sabinchen war ein Frauenzimmer oder Sabine Sabine steht hinter der Gardine. So lustig. Damals hat mich das tief getroffen und ich war angemessen beleidigt. Obwohl der singt, Sabine ist 'ne süße Maus. Trotzdem beleidigt.

Heute würde ich drüber lachen, aber heute singt das kein Mensch mehr. Gibt es eigentlich noch irgendwelche musikalischen Ergüsse mit dem Namen Sabine?

Über meinen Namen hab ich mir schon oft Gedanken gemacht. In meinem Jahrgang gibt es massenhaft Sabinen, da war ich sogar Platz 1 der beliebtesten Mädchennamen. Noch vor Monika und Petra. Und weisste was? Ich mag meinen Namen! Sabine klingt gut, da ist alles drin. "Sabine" hat sowas positives, fröhliches, finde ich. 
Und man kann es abkürzen. In meinem Leben war ich schon eine Sabse, eine Bine, ein Binchen, ein Sabinchen und sogar ein Binerle. Der Typ, der mich Binerle genannt hat, wurde nicht lange ertragen.
Bine find ich ok. Und Sabinchen auch. Ja und Binchen. Aber Sabine geht absolut klar!

Alternativ wäre ich auch mit Sophie einverstanden gewesen. Oder mit Lilly. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, das würde nicht zu mir passen. Ich seh aus wie eine Sabine und ich bleib auch eine Sabine. 
Die Bedeutung ist nicht so berauschend, "vom Stamm der Sabinerinnen". Was soll ich damit anfangen? Also hab ich beschlossen, dass mir das herzlich egal ist. Könnte ich mir eine Bedeutung aussuchen, die passt, wäre das vielleicht Sabine, die Geduldige. Oder Sabine, die Verträumte. Mein Zweitname Theresia klingt auch gut, das harmoniert.

Sabine Theresia. Den Namen hab ich meiner Oma zu verdanken, die ich leider nie kennengelernt hab. Mama hat sich übrigens damals, falls ich wider Erwarten ein Mädchen würde, für Sabine entschieden. Weil in dem Krimi, den sie in der Schwangerschaft las, die Heldin eine Sabine war. Find ich gut!

Und meinen Namen find ich auch gut!












 https://www.blogissimo.de/blogparade-relevant-dein-vorname/

Montag, 12. Mai 2025

Ein 12 von 12 im Mai

Sieh an, heute ist der 12. Mai! Und ich hab sogar dran gedacht, an diesem 12. zwölf Fotos zu machen! Das ist wichtig, weil diese zwölf Fotos in das legendäre Blogparade 12 von 12  gepackt werden!

powered by Caro auf draussennurkaennchen


Ich beginne den Tag mit einem Kaffee und dem Blick auf die Blümchen, die ich gestern zum Muttertag geschenkt bekommen hab. Heute kann ich entspannt den Tag angehen, heute hab ich frei.


Dann mach ich mich fertig und den Ranger gleich noch dazu. Ich will die Strecke testen, die ich Mittwoch zu dieser unsäglichen Schulung fahren muss. Wie fahr ich da am besten, wie lange dauert der Weg und wo kann ich den Roller abstellen?! (Übrigens hab ich vor Fahrtantritt den ganzen Ranger sauber gewischt, aber dieser Blütenstaub ist überall!)



Wieder zu Hause gibt's eine kleine Pause. Während ein paar Badgerätschaften im Ultraschallbad baden, muss ich heute die vielen Fotos, die ich für Omas leeres Fotoalbum zusammengesucht hab, auf den Stick ziehen. 




Mit Waldfeger zusammen fahren wir zu Oma. Inclusive eines kleinen Schlenkerers über den dm, die Fotos müssen ausgedruckt werden. Und wie das beim dm so ist, stehen wir nachher mit vollen Armen an der Kasse. Schau, was ab heute bei mir wohnt:


Bei Oma ist es schön, wie immer! Wir schauen uns all die Fotos durch, Oma zeigt uns ihre Schätze, die sie zum Geburtstag von den Freunden aus dem Malkreis bekommen hat. Die Karten find ich hübsch, zumal sie überwiegend selber gemalt wurden. Bei der Gelegenheit angel ich mir das Album aus dem Regal und wir blättern ihre eigenen Fotos durch. Macht Spaß!



Momentan freu ich mich sehr über die freien Parkplätze an Oma's Wohnstift! Frisch gebaut und noch nicht beschriftet, also freies Parken für alle! Hurra! Bestimmt nicht mehr lange. Die Parkanlage rund ums Haus mag ich, sobald du ankommst und aus dem Auto aussteigst, atmest du herrlich saubere Waldluft ein! Hier ist viel Wald. Und ein Tiergarten. Und ein schöner Park.



Jetzt nur noch einkaufen, dann ist Feierabend! Pakete sind angekommen. Ich liebe es, wenn Pakete ankommen!


Auf dem Bett vom Bub liegt seit neuestem eine Tagesdecke. Ich find die voll schick! Und ich freu mich jedes mal, wenn ich an dem Zimmer vorbei geh


Der Tag wird abgerundet durch ein feines Abendessen! Wir mögen Spinat sehr! Und heute haben wir uns sogar eine Scheibe fettreduzierten Leberkäse geteilt! Hui!


Das war's schon! Morgen wird wohl nicht so entspannt, aber heute war's schön!

Danke fürs Lesen!



Freitag, 31. Mai 2024

Eine erkenntnisreiche #Blognacht

Endlich Freitag, mann !! War ne harte Woche. Erstens ist der Urlaub rum, das allein ist ja schon das Drama des Monats! Und dann haben die Schulungen begonnen, das neue Betriebssystem ist über uns herein gebrochen wie Feuer & Schwefel! Alle leiden, keiner will's, aber wir müssen trotzdem.

Was für'n Schiet!

Letzten Sonntag im High Five war ich noch total happy im Berliner Glückstaumel und heute schwebt eine Gewitterwolke über mir und begleitet mich überall hin. Heute war Übungstag, nachdem wir geschult wurden. Geschult - haha! Es wurde uns gezeigt, verzweifeln durften wir dann selber. Nachdem ich heute stundenlang geübt und trainiert hab, weiß ich immernoch nicht, wie ich den Terminkalender bearbeiten kann, oder ein Rezept, oder ein EKG - das gibt einen Spaß nächste Woche! Dann wird es ernst, die Worst-case-Situation tritt ein. Hilfe, die Patienten kommen! 
Freu mich schon. Voll.

Aber wenn irgendwas so blöd ist, dass man wirklich heulen könnte, hilft nur noch eins:
Den ganzen Mist mit Humor nehmen. Schlimmer kanns nicht werden, so what!!
Mal sehen, ob das klappt.

Jetzt ist aber Freitag, die Woche ist rum, die nächste noch fern und außerdem findet heute ein tolles Event statt! 

Die Blognacht beginnt 
 mit Anna Koschinski und 8 anderen Schreiberlingen

Ich befinde mich also in bester Gesellschaft.
Und obwohl ich eine denkbar schlechte Startposition hab
(ich bin übernächtigt, tierisch müde, geschafft, erschöpft und maximal verwirrt)
trotzdem freu ich mich auf die Schreiberei in der Blognacht!

Wir haben einen Impuls bekommen, wie jedesmal. Der ist freiwillig verwendbar, aber ich möcht eigentlich schon immer damit spielen.

"Das habe ich (zu) lange geglaubt"

Ach je! Was für ein Thema, und das mir! Wo ich doch die Queen of Naivität bin und erstmal fröhlich fast alles glaube, was man mir erzählt!
Woher das kommt, weiß ich eigentlich gar nicht. Mir wurde beigebracht und vorgelebt, dass die Menschen grundsätzlich lieb und nett und grundgut sind, warum also zweifeln? Ich bin den meisten erstmal freundlich und unvoreingenommen begegnet, es könnte ja sein, dass es genauso nett zurückkommt. Davon war ich überzeugt und war höflich und freundlich.
Bin ich heute immer noch,  ich schalte aber oft unbewusst in den "Patientenmodus", da werd ich schließlich fürs Freundlich sein bezahlt und lächle alle über den Haufen. Irgendwann kannste nicht mehr anders!
Da kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich wirklich lange an das Gute in jedem geglaubt hab. Bei den meisten ist das bis heute so. Aber echt oft werde ich mit dem Gegenteil konfrontiert, dann bin ich erstaunt und erschüttert. Manchmal sind die Leute so verbittert und gemein oder einfach gedankenlos, dass mein Glauben an ein gutes Herz stark gebeutelt wird. Und ich rede jetzt nur von Leuten in meiner Umgebung.
Bestimmt sind da viele Ursachen dran schuld - schlechte Erziehung, keine Erziehung, schlechte Freunde, Gleichgültigkeit und was alles dazu gehört. Wird ja keiner als Fiesling geboren. Naja fast keiner.

Ich will aber trotzdem weiterhin an den guten Kern im Menschen glauben, es ist für mich einfacher und angenehmer als dauernd misstrauisch zu sein. Wenn man die eigene Naivität akzeptiert hat, geht's eigentlich!

Genauso hab ich (zu) lange geglaubt, dass mich alle verstehen, wenn ich was sage. Oder schreibe. Schließlich drücke ich mich klar aus und hab einen tollen Humor!
Geläutert wurde ich, als ich zum ersten mal auf irgendwelchen sozialen Plattformen unterwegs war. Nachbarn.de zum Beispiel. Da hab ich Leute online kennen gelernt, es gab ein Gästebuch für furchtbar kitschige Bilder und Grüße, und eine Chatfunktion. Im Gruppenchat bin ich über mich hinaus gewachsen und schreibe unfassbar witziges Zeug. Dachte ich. Kam aber ganz anders bei manchen an, die wurden richtig pissig und haben scharf zurückgeschossen. Und ich war fassungslos. Wie konnte man meinen Spaß nur so falsch verstehen? Das hat mich tief erschüttert. Und dass manche gleich so böse werden, war schon bisschen schwierig. Das nagt noch wochenlang an mir. 
Im Endeffekt war das ein ziemlich harter Blick in die Realität. Obwohl der ganze Zirkus nur virtuell war!
Übrigens bin ich heute viel, viel cooler! Wenn mich heute einer dumm von der Seite anschreibt, wird der eiskalt wegignoriert! Und mit einem "schau an, ein Depp!" ist die Sache für mich erledigt und der Typ blockiert. Zum Glück kommt das eher selten vor.


Als ich in die Pubertät kam, war ich wie alle anderen total verunsichert. Also hab ich mir eine für mich einleuchtende Strategie erdacht: cool sein!
Wenn du cool bist, kriegst du bewundernde Blicke und keiner greift dich an. So dachte ich lange, zu lange Zeit. Beim Tanzen zum Beispiel wollte ich immer mega cool aussehen. Und an Fasching wollte ich sexy sein, nicht lustig. Immer schön die Fassade aufrecht halten, vor allem, wenn Jungs in der Nähe sind. Was hat mich das an Gaudi gekostet! Vieles hätte viel mehr Spaß gemacht, wär ich nicht so auf Coolness aus gewesen!
Zum Glück hat sich das irgendwann geändert. Lockere, lustige Freundinnen an meiner Seite haben sehr geholfen. Albern sein macht viel mehr Spaß als immer so cool tun! Die Erkenntnis eines Teeenagers.
Von da an gings, dann war ich locker und konnte auch mal unsexy daher kommen. (War auch bequemer) Zum Glück hab ich die Kurve gekriegt und gelernt hab ich auch noch was.
Aussehen ist nicht alles. Da musste erstmal drauf kommen mit 18 !! Ein großer Entwicklungsschritt, finde ich.



Hier noch ein paar schnelle Bröckchen meiner Naivität. Dinge, die ich echt lange geglaubt hab

~ ich dachte lange, dass man seinen Teller leer essen muss, damit am nächsten Tag die Sonne scheint. Hat mir meine Mama gesagt! Und oft hatte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen
~ ich dachte auch lange, dass Boy George ein Mädchen ist. Da war ich vielleicht verblüfft!
~ ich dachte tatsächlich, dass es ein Gewitter gibt, wenn man ein Gewitterblümchen pflückt! Schließlich ist das mal passiert und meine große Schwester hat es mir eben so gesagt
~ ich dachte sehr, sehr lange, dass man seinen Samstag Abend mit den Eltern vor dem TV verbringt und Harald Juhnke oder Rudi Carrell guckt. Mann war ich überrascht!
~ als Lehrling hab ich auch alles geglaubt, was man mir gesagt hat. Bis mich ein besonders origineller Chef mal zum Kollegen nebenan geschickt hat, Extrasystolen holen. Bring am besten gleich einen ganzen Karton mit, hat er gesagt. Ha-ha. Wenigstens hab ich das Team amüsiert
~ aus irgendeinem Grund hab ich auch lange geglaubt, dass man strikt nach Rezept kochen muss. So hab ich es gelernt, Schritt für Schritt und alles abwiegen. Bis mir eine Freundin erzählt hat, dass sie Sachen einfach weglässt, die ihr nicht schmecken. Wow. Das war eine Erkenntnis! Man kann sogar Zutaten und Mengen variieren oder - allmächt! - sogar improvisieren, wusstest du das?
~ mein Leben lang hab ich gedacht, Bon Jovi singt "who-oo I'm a Bett-nässer!" Dabei war dem garnicht so, jedenfalls hoffe ich das. Er singt nämlich ganz was anderes
~ leider bis gestern Nacht geglaubt und wohl auch weiterhin: Die Tatsache, dass ich in meinem Alter mit verdammt wenig Schlaf auskommen kann und trotzdem arbeiten und einkaufen und kochen kann, so wie früher. Alles voller Missverständnisse! Ich kipp jetzt gleich um, was nicht nur der Müdigkeit geschuldet ist, sondern auch am Rotwein liegen könnte, der diese Blognacht begleitet hat.
Man weiß es nicht so genau.

Aber ich werde mich jetzt verabschieden. Weil, ich darf noch eine Folge Bridgerton gucken und dann schaff ich mich ins Bett. Alte Leute müssen viel schlafen. Eigentlich.




Adee!




Sonntag, 5. Mai 2024

das High Five am Sonntag

Was für eine schöne, ruhige Stimmung das hier ist! Das Wetter erlaubt uns ein kleines Gartensitzerchen, die Vögel zwitschern, wir sind satt vom chinesischen Essen und eigentlich grade rundrum zufrieden. Eine Aggro-Elster hat gerade eine Taubenclique vertrieben, sie beansprucht den Garten als ihr persönliches Revier. Schließlich hat Herr Elster hier ein Nest in den Mirabellenbaum gebaut, seine Liebste hüpft schwerfällig, weil den Bauch voller Eier, hinter ihm her. Da haben wir uns was eingebrockt - eine Elsterfamilie! Himmel! Des gibt a Gwerch!

Aber noch ist es ruhig und friedlich. Die Waschmaschine läuft, die Haare sind gewaschen, der Rasen gemäht. Zeit, für ein High Five am Sonntag!




Also dann mal los, 5 positive Punkte aus der letzten Woche. Das wird zu schaffen sein!

Punkt 1 - Am Samstag hat Oma uns zum Geburtstagsessen eingeladen. Diesmal waren wir nur zu sechst, aber es war trotzdem lustig! Und fein! Mein Essen hieß "Spezialgericht". Und da ich ein großer Fan von "Rattatuille" bin, musste ich es haben. War fein! Für Oma hatten wir ein Gedicht, schicke Klamotten, Kaffee & eine Pulle Cognac. Sie war sich zwar nicht sicher, warum wir ihr Kleidung geschenkt haben, aber gefreut hat sie sich schon. Als Mädchen kann man nie genug Klamotten haben, so will es das Gesetz!
Happy birthday, Mama! 84! Bist fei wergli die Beste!

Punkt 2 - Der Ausflug nach Bad Windsheim. Ein wunderschöner Tag, wunderschöne Fahrt über Landstraße, durch Dörfer, Wald & Wiese. Ich hab meinen besten Freund besucht, einen VW Käfer gesehen - sogar 2x! Und ein Eis war auch noch drin. Könnt's besser sein?

Punkt 3 - Ich hab die Arbeitswoche überlebt! Hurra! Zur Zeit brennt die Hütte, wir haben Vertretung für 3 andere Praxen in der Gegend, dementsprechend groß ist der Ansturm auf uns. Die Kollegen an der Anmeldung rotieren wie ein Kreisel, die Leute sind ungeduldig, aggressiv und dreist. Aber trotzdem hab ich es geschafft, nicht nur zu überleben, sondern dieses auch freundlich zu tun. Ab und zu musste ich mich in meinen imaginären Notfall-Strandkorb teleportieren, einen langsamen song im Geiste abspielen oder "Sei Profi! Sei Profi" als Mantra vor mich hin beten - aber ich hab's geschafft! Good girl!

Punkt 4 -  Essen! Mittwoch Abend fand der Feiertag einen würdigen Abschluss, wir sind zum Essen gegangen. Gleich bei uns in der Siedlung ist ein griechisch angehauchtes Lokal, mit Biergarten und einem Veranstaltungs-Saal. Drinnen waren fränkische Cowboys und girls in ihren Line-dance vertieft, draußen gabs feines Essen. Ich hatte Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat - die waren guut!! Der Bub und der Mann haben dem Treiben im Saal eine Weile zugesehen und konnten es nicht fassen, dass ich die Tanzerei ganz gut fand! Yiihaa!

Punkt 5 - Dienstag Nachmittag konnte ich endlich mal wieder mit dem Ranger in die Arbeit fahren! Der Heimweg war ohne seinen Zeitdruck wie eine Belohnung für den Tag. Rollerfahren macht echt Spaß! Schön gemütlich mit 40 kmh durch die Straßen, in dem Wissen, dass ich mir um einen Parkplatz keine Gedanken machen muss! Regel Nr. 1 beim Rollerfahren: Mach den Mund zu! Lautes singen unterwegs gestaltet sich eher ungünstig, es sei denn, man ist auf die vielen Proteine aus, die einen gegen die Brille und in den Mund knallen. Dann summ ich eben. Summen geht auch.







Cute Rat