Mausloch

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Donnerstag, 4. Juni 2026

Mainz, wie es singt und lacht

 .. haben wir so nicht erlebt. Es haben nur wenige Mainzer gelacht und noch weniger gesungen. Also haben wir das selbst in die Hand genommen, wenigstens das mit dem Lachen.

Dienstag früh starten wir zum Bahnhof, um uns in den Zug nach Mainz zu setzen. Natürlich nicht ohne vorher ganz traditionell einen Abstecher zur Buchhandlung am Bahnhof zu machen. Das muss so sein, vor jeder Zugreise darf ich mir dort ein Buch in Miniformat holen. Dieses mal "Die Apothekerin" von Ingrid Noll. Hab ich vor ca 100 Jahren schonmal gelesen, aber alles komplett vergessen. Na gut, sagen wir 30.

Mit Buch und Restmüdigkeit sitzen wir im Zug nach Mainz. Wir waren noch nie in Mainz, also Grund genug, mal hin zu fahren. Ein Fahrgast vor uns, der es vorgezogen hat, statt angenehm unauffällig lieber laut und nervtötend seine Reise anzutreten, verscheucht uns ins Bistroabteil. Hier müssen wir keine übertrieben lauten, arabischen Telefonate mit anhören, sondern können Ruhe und Kaffee genießen. Jetzt passt's.

In Mainz stehen wir etwas verloren auf dem Bahnhofsvorplatz und versuchen herauszufinden, in welcher Richtung unser Hotel zu finden ist. Es gibt eine Menge Straßenauswahl. Wir wählen richtig, zum Glück, und marschieren los. Und marschieren. Und marschieren. Dann gibt es einen schönen Wolkenbruch und wir stellen fest, dass unser klitzekleiner Schirm für zwei nicht ganz so ideal ist. Wir flüchten in den zufällig vorhandenen Dönerladen, die es hier wie überall zuhauf gibt. Der Duft verführt uns zu einem lecker Mittagessen, obwohl das gar nicht geplant war. Ich stelle fest, die Herren Dönerladen können tollen Salat!
Es tröpfelt nur noch und wir setzen unsere Wanderung zum Hotel fort. Schon jetzt mosert mein Fußgelenk, das wir bestimmt noch lustig. Endlich am Ziel bekommen wir von dem freundlichen Rezeptionsmann ein upgrade auf unser Zimmer, weil wir die ersten Gäste heute sind, und freuen uns über den Balkon! Schönes Zimmer, spontaner Balkon, toller Blick auf den Rhein.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und ein paar Kapiteln der Apothekerin laufen wir los. Ein bisschen am Rhein entlang auf der Suche nach der Altstadt und deren hübschen Fachwerkhäusern. Wir erkennen, dass Mainz unfassbar viele, verwinkelte und verschachtelte Straßen aufweist, der Mainzer an sich scheint auch relativ wenig Interesse an Straßenschildern zu haben, was die Altstadtsuche ziemlich spannend macht. Zumindest haben wir schon mal das Zentrum gefunden. Allerdings ist von hübschen Fachwerkhäusern nichts zu sehen, hier überwiegen wuchtige Bauten im Stil der 80er Jahre. Ziemlich achteckig und viel dunkelbraun. Ältere Gebäude sind aus irgendeinem Grund alle in diesem orange/rosa/terracotta-Ton gehalten, ganze Kirchen sogar. 
Es regnet wieder, wir holen uns im Laden einen zweiten Schirm und flüchten diesmal zu einem Italiener, der überdachte Außenplätze hat. Hier bleiben wir erstmal und überlegen. Aperol Maracuja Spritz schmeckt übrigens sehr fein!
Der Regen lässt nach, wir schlendern durch den Wirrwarr an Gassen und Straßen auf der Suche nach den schönen Häusern. Hier sind sehr viele Geschäfte, meist teuer und exklusiv. Fast kein Leerstand, so wie im gebeutelten Nürnberg. Die Kirche, die wir entdecken, ist geschlossen. Dienstag Nachmittag - Kirche zu. Aber die hübschen Fachwerkhäuser finden wir! Endlich ein Fotomotiv. Häuser, Marktplatz, Brunnen. 
Es wird immer kühler, wir frieren in unseren T-Shirts. Weil ich dumm genug war, ein Jäckchen zu Hause zu lassen holen wir uns beim Clamotten August eine Sweatjacke - im Partnerlook! Besser jetzt.
Trotz Dönermannsalat haben wir wieder Hunger, so dass wir uns ein Lokal suchen. Gibt es hier viele, vor allem Italiener. Ganz viele Italiener. Aber uns treibt es zu Mainzer Hausmannskost, also suchen wir. Bis wir ziemlich abseits die Eisgrub-Brauerei entdecken. Das ist mein Stil! Kellergewölbe, wuchtige Holztische, gemütlich. Hier gönn ich mir einen Brauhaus-Schmaus, das ist ein Gröstel aus Kartoffeln, Rührei, geschmorten Zwiebeln und Leberkäswürfeln. Boah! Naja gut, ich bin ja auch echt viel gelaufen, und das mit DIESEM Fuß und DIESEM Knie! Da darf man so. Geschafft hab ich es eh nicht.
Am Tisch neben uns bestellen drei junge Kerle einen Meter Bier, das waren 12 Gläser auf einem langen Brett. Dazu eine Schweinshax'n - mit Pommes, stell dir das vor! Hax'n mit Pommes, dafür sollte man bestraft werden! Ignorantes Jungvolk, Hax'n isst man entweder mit Sauerkraut oder mit Knödeln. Mann!
Am anderen Tisch wird ein Bierturm bestellt. Diesmal ging's in die Höhe, 5 Liter, mit einem Zapfhahn. Konnte mir ein Foto nicht verkneifen, das sah lustig aus!
Mittlerweile war es dunkel und wir auf der Suche nach einer Kneipe. Die wir auch finden, von außen reizvoll verhaut und bisschen verranzt, also einladend für uns. Haha! Von innen hätte es auch gemütlich sein können, was aber von der Musikauswahl des Wirts stark abgebremst wurde. Es lief fürchterliches Zeug aus den 90ern. Davon lassen wir uns aber nicht die Laune verderben. Der Laden hat bis 4 Uhr offen, war aber fast leer und der Wirt langweilte sich ein bisschen. Ich probiere einen Apfelwein. Weil ich den nicht kannte und weil wir hier in Rheinland-Pfalz sind. Jetzt weiß ich, wie der schmeckt und brauche keinen zweiten mehr. 
Trotz nervigem da-da-dii, da-da-daa, joh aha, und dabadee dabadaa blieben wir eine Zeit lang da. Auch, um dem Fuß eine Chance zu geben, sich irgendwie zu erholen. Oder zumindest, sich zusammen zu reißen! Er hat aber auf ganzer Linie versagt und tut höllisch weh - also mit dem Bus zurück zum Hotel. 
Bis zum Zimmer hab ich es geschafft, frage nicht, wie ich die Treppen am Eingang bezwungen hab. (War nicht schön. So optisch) Wir sind hundemüde und völlig erledigt von der vielen Rennerei im Regen. Der Mann versetzt mir einen Schuss, damit ich morgen aufrecht das Hotel verlassen kann, dann schlafen wir ziemlich fix ein. 

Der Mittwoch beginnt mit einem angenehm kühlen Windchen und Blick auf den Rhein. Schließlich soll sich der Balkon auch lohnen. Nach 2 feinen Kaffee brechen wir auf zum Gutenbergplatz. Wenn man schlecht zu Fuß ist, muss man sich irgendwie arrangieren, also steigt der Mann mir zuliebe und mit mir in die Bimmelbahn. Eigentlich mag ich sowas nicht, wenn ich die Nürnberger Bimmelbahn durch die Altstadt rumpeln seh, finde ich das überwiegend lächerlich. Sieht aus wie eine Attraktion für die ganz kleinen beim Kinderfest. Aber was solls, wir wollen ja was sehen von der Stadt. Also, auf die Plätze, fertig, bimmel! Wir rumpeln fast eine Stunde lang durch Mainz und sind nachher tatsächlich schlauer, als vorher. Siehste!
Jetzt erstmal was zu trinken, der Italiener ist nicht weit. Übrigens ein sehr cooler Laden, wie ich finde. Aposto, falls du mal in Mainz bist. Nach der Pause laufen wir ein wenig, schauen uns den Dom an, damit wir wenigstens ein bisschen Kultur mitnehmen. Wir lassen uns Zeit, gucken und staunen, hier und da und dort. Da wir das Hotel mit Tasche verlassen mussten, drückt diese mittlerweile gewaltig auf die Schulter. Ich brauche mal so einen kleinen Koffer zum hinterherziehen.
Trotzdem vertrödeln wir die Zeit, holen uns in der Fußgängerzone ein Fischbrötchen, stöbern ein bisschen in den Geschäften und machen uns auf den Weg zum Bahnhof. Der hat es in sich und verlangt mir alles ab, mit hängender Zunge, ausgeleierter Schulter und lautlos schreiendem Fuß brauch ich erstmal eine Bank.
Der Mann recherchiert wild umher, unser Zug hat schlimme Verspätung und ist brechend voll, wir brauchen eine Alternative. Dank der phantastischen Organisation vom Mann - ich war damit beschäftigt, zu atmen - nehmen wir die S-Bahn bis Frankfurt. Wo ich auf der Stelle einschlafe.
In Frankfurt kämpfen wir uns durch die Menschenmenge auf das richtige Gleis, der Mann vorneweg, ich hinterher. In der Hoffnung, den Bistrowagen zu erwischen nebst freiem Sitzplatz, warten wir gespannt auf den Zug. Todesmutig stürzt der Mann nach vorne und ergattert tatsächlich zwei Plätze im Zugbistro! Die Bahn ist hoffnungslos überfüllt, die Leute stehen auf den Gängen und sitzen auf dem Boden. Da hatten wir echt Glück!
Entsprechend der Auslastung herrscht ein angemessen lauter Geräuschpegel, allen voran eine junge Frau, die den ganzen Waggon unterhält. Nervt, aber kann man grade so aushalten. Ein großer Cappuccino und Die Apothekerin lenken mich ab. Mit uns am Tisch sitzen ein Geschäftsmann mit Laptop, der von seinen Kollegen getrennt wurde und ein älterer Mann, der nicht mehr gut sehen kann und sich die Speisekarte vorlesen lässt. Er entscheidet sich für das Chili con Carne, das er nicht kennt und stellt fest, dass er es nicht verträgt. Bei jedem Huster zuckten wir zusammen.
Abends gegen sieben erreichen wir Nürnberg. Nur noch mit der U-Bahn heim,  nur noch der Weg zum Haus - geschafft!

Fazit: ein schöner Ausflug, der sich trotz allem gelohnt hat. Blöd war, dass vieles einfach zu hatte und es dauernd regnete. Blöd auch, dass die Schiffsrundfahrten auf dem Rhein wohl erst ab Ende Juni beginnen. Gut war, dass wir viel gesehen haben, gutes Essen, lustige Kneipen, viel Humor und die Laune nicht verderben lassen! Außerdem ist jeder Ausflug ein Abenteuer.

Abenteuer mögen wir. 

Bild vom net, weil schöner

die Flucht vor dem Regen  beim Dönermann


schönes Zimmer, schöner Blick

Regen abwarten

da sind sie - die schönen Fachwerkhäuser

schöne Häuser, schöner Dom

im Dom. Tolle, gotische Rundbögen, ein beeindruckendes Türschloss - von außen hat jemand verzweifelt den richtigen Schlüssel gesucht und ein Bischof, der gern Mädels am Kopf kratzt

die Bimmelbahn. Foto vom net

der Bierturm mit glücklichen Männern

der Brauhaus-Schmaus vor glücklicher Sabine

"kleiner Andechs" ziemlich leer. Das mit guter Rockmusik wäre ein Volltreffer gewesen

Tschüs, Mainz!


Donnerstag, 26. Juni 2025

Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren

Ich bin zurück aus Heidelberg! Leicht verbrannt und immer noch etwas platt, aber happy! Ein paar Tage Auszeit machen viel aus und Heidelberg ist echt eine Reise wert!

Am Montag morgen starten der Mann und ich ins Abenteuer Baden Württemberg, die Zugfahrt war angenehm. Zumal ich prima Lesestoff dabei hatte. Wir haben es zur Gewohnheit gemacht, vor jeder Zugreise einen Abstecher in den tollen Buchladen im Bahnhof zu machen, wo ich mir jedes mal eins dieser entzückenden Minibücher hole. Die kann man prima überall hin mitnehmen.

In Heidelberg angekommen suchen wir den richtigen Bus, in den wir uns grade mal noch so reinquetschen können. Dier Erholung beginnt beim Aussteigen. Unser Hotel ist ein Irish Pub mitten in der Altstadt, ich wollte mal im Zentrum wohnen und Abends einfach ins Hotel stolpern können. Das Zimmer ist ok, der gewünschte Balkon allerdings wurde eher als 1-Mann-Logia gedacht, mehr passen da nicht drauf. Dann muss der Mann eben abends drin bleiben (haha)

Gleich am ersten Tag schlendern wir durch die Altstadt. Mir fällt auf, dass es hier jede Menge Geschäfte gibt und noch viel, viel mehr Lokale. Das ist ungewohnt. In Nürnberg ist mittlerweile der Hund begraben, Leerstand überall. Aber hier wuseln tausende von Leuten herum und sitzen im Straßencafé bei einem Eis, einem Kaffee oder einem Schnitzel. Vor allem Touristengruppen sind hier unterwegs, viele junge Leute und ganz ganz viele Engländer und Asiaten. Hier is was los! Wir stellen fest, dass Birkenstock anscheinend wieder modern sind - gerne auch mit Socken. Sowas!
Wir gucken und stöbern und können uns gar nicht so richtig entscheiden, wohin wir uns setzen sollen. Lokale im Überfluss! Abends gönnen wir uns jeder ein feines Schnitzel mit Pommes! Völlerei! Ich bin ganz aus dem Häuschen, endlich mal KEIN Salat und KEIN Gemüse! Da war nichts gesundes auf dem Teller außer dem Zitronenscheibchen, ich bin begeistert!

In Heidelberg gibt es viel Universität. Dazu gehört auch ein historisches Karzer-Museum. Ein Karzer war eine Art Kurzzeit-Knast für Studenten. Wenn die etwas angestellt haben, wurden die dorthin verfrachtet, für ein paar Tage oder Wochen, je nach Vergehen. Das ist vielleicht 'n Ding! Laut Info wurde der Karzer überwiegend um 1900 herum benutzt. Die Studenten haben sich überall verewigt, auf den Wänden, der Decke, sogar auf dem Treppengeländer. Die Sprüche sind echt amüsant, eine Gruppe von Jungs hat nachts beim Mädchenpensionat ein paar Knallfrösche über die Mauer geworfen, damit die Mädels aus dem Fenster gucken und man sie in ihren Nachthemdchen sehen konnte - zack, 3 Wochen Karzer! Einer hat einen Pflasterstein auf der Straße gefunden und ihn als offizielles Fundstück ganz brav in die Stube des Amtmanns geworfen - ab in den Karzer! 
Lustige Sprüche! Viele haben die Karzerzeit als Auszeit vom Studium genutzt und bei Bier und Kartenspiel entspannt. "Schön wars im Grand Hotel!"

In einem "Graffl-Laden" , einem Antiquitäten Geschäft, hab ich in vielen alten Platten gestöbert, da war sogar eine uralte Schellack Schallplatte mit dem Emblem von dem Hund vor der Grammophon! Mein Papa hatte auch so eine, die sind sehr dick und knistern wie verrückt beim Abspielen. Tolle Sache! Der arme Mann musste mir mir noch in einen Seifenladen. Ich liebe Seifenläden! Seife ist toll!
Zum Schluss hab ich mir ein Heidelberg-Käppi gekauft, weil sich der Wind und meine Haare nicht so gut vertragen haben. Den Tag hab ich mit einem Aperol Spritz vor dem Irish Pub abgeschlossen. Der Fuß hätte mich beinah umgebracht, aber morgen bin ich schlauer und dope mich vorher.

Da unser Zimmer im vierten Stock nur über Treppen zu erreichen ist, brauch ich den Minibalkon ganz für mich, um wieder zu Atem  zu kommen. Währenddessen schläft der Mann schon mal spontan ein, war anstrengend heute.

Am Dienstag starten wir zur Bergbahn, die uns zum Heidelberger Schloss bringt. Ein einziges Abenteuer, diese Bahn ist aus Holz und knarzt ganz fürchterlich, so wie ein sehr altes Treppenhaus. Das kleine Stoßgebet zum Himmel hat gewirkt, wir sind heil angekommen. Und dieser Ausblick war atemberaubend! Heute ist der Himmel klar, die Sicht kilometerweit - bis zu den Bergen!
Wir laufen ein bisschen durch den Wald und entdecken einen kleinen Freizeitpark. Da rasten wir, essen die Brotzeit, die wie ganz schlau vorher im Supermarkt gekauft haben und freuen uns wie Bolle, dass wir keine Kinder dabei haben! Das hätte bedeutet: Geschrei, ein Haufen Kohle und runtergefallene Eistüten. Aber so sitzen wir hier ganz entspannt und beißen in Ruhe von der Wassermelone ab. Es kann so schön sein!

Später gab es Cappuccino mit Ausblick auf Neckar, Stadt und Odenwald. Ganz ruhig, ganz entspannt, ganz friedlich. Wir blieben lang da oben und gucken und gucken. 
Wir rumpeln auf halbe Höhe und schauen uns das Heidelberger Schloss an. Neben uralten Mauern und einem schönen Burghof gab es da im Keller das größte Weinfass der Welt zu sehen. Als ich die durchgetretenen Steinstufen runter bin, hab ich das erste Fass gesehen und dachte mir, joah, das ist groß. Dann taucht daneben das andere Fass auf, das war riesig! Und dann ruft der Mann, komm mal um die Ecke - da war ein Fass, das glaubst du nicht! Das Ding ist 8 Meter lang, hat einen Durchmesser von 6,5 Metern und ein Fassungsvermögen von 220.000 Litern! Das ist gigantisch! Die Plattform, auf der es steht, war vorher ein Tanzboden. Da kann man über eine Treppe rauflaufen und runtergucken. Irre!
Nach diesem Erlebnis laufen wir weiter ins Apotheken Museum in einem weiteren Keller der Burg. Diese antiken Apotheken-Theken (sag das mal 3x hintereinander die antiken Apotheken-Theken, die antiken Apotheken-Theken, die antiken Apole ..the.. hahaha) sind beeindruckend. Damals wurde ja alles selber und per Hand hergestellt. Gesammelt, verarbeitet, gebraut. Kann man alles sehen. Hier ein Fläschchen Laudanum, da ein Töpfchen Arsen oder Opium. 
Danach gibt es wieder ein Päuschen im schattigen Burghof, der leichte Wind macht uns schläfrig.
Tiefenentspannt ruckeln wir mit der Holzbahn wieder ins Tal und suchen uns ein schönes Café. Eins der vielen. Ich hab ein Tannenzäpfle Pils bekommen, das ist ein echt feines Bier! Beschwingt laufen wir weiter, heute geht es mit dem Fuß ganz gut - zwar ohne Laudanum, aber mit anderen Drogen. Drögchen.
Wir finden in einer der entzückenden kleinen Gässchen einen Griechen und gönnen uns ein Souvlaki. Mir geht's richtig gut!
Der Tag klingt aus mit ein bisschen Kneipen-Hopping. Im Brückenaffen kann man Billard spielen und 80er Musik hören, im Eckstein gibt es Flensburger für kleines Geld und Hard Rock und Punk, die Onkelz und irgendwelche finnischen Metal-Bands. Es ist schön schummrig und ein bisschen abgeranzt, so wie ich das toll finde, ich fühl mich wieder wie 20! Wir bleiben 4 Flens lang.
Zum Abschluss wieder im Irish Pub der Aperol Spritz - die vielen Treppen zum Zimmer waren da garnicht mehr so schlimm.

Am Mittwoch verlassen wir das Hotel und beenden den Heidelberg-Trip mit einem Kaffee am Neckar. Es ist heiß heute. Ich hab Sonnenbrand am Arm, weil ich zu blöd zum ordnungsgemäßen Eincremen bin. Selber schuld. Schwitzend und rot fahren wir mit Zugwechsel in Frankfurt wieder nach Hause. Wir sind geschafft. Aber unser Haus ist relativ kühl und das Sofa einladend bequem. Außerdem gibt es hier mein geliebtes Wasserbett, ich schlafe richtig gut. 
Heute ist Ausruhtag. Schön war's!

Komm Fotos gucken!

unser Zimmer, von Drachen umrahmt

die 1-Mann-Loggia

aber mit schönem Blick

Palais Royal - der Karzer







der Erwin - 14 Tage Karzer




Schellack Platte - "die Stimme seines Herrn"
Tanz und Unterhaltung


Sabine Sabine :)





lässt sich aushalten!

Sabine mit schickem Hut





Mittagessen ohne Kind

das Heidelberger Schloss


Sabine ist beeindruckt



das "Fässchen"


Friedrich mit eher unvorteilhafter Hose




ein Köfferchen voll Drogen





die alte Brücke mit Gewusel bei Tag

die alte Brücke mit Gewusel bei Nacht

wie früher!




Gargoyle bewacht uns. Hoffentlich.






Cute Rat