Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
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Montag, 17. November 2025

Projekt 52, November - die zweite

Dieses mal sind die Themen für das Projekt 52 wirklich knifflig. Ich grübel schon tagelang. Bin selber gespannt, ob ich alle vier Themen im November verbloggen kann.

Der November ist eine harte Nuss

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de













Na gut. Fangen wir mit dem Thema an, das mir am meisten liegt: Altes

Selbstverständlich öffnet sich mir hier eine ziemlich große Bandbreite an Ideen. Tatsächlich hatte ich aber sofort einen Gedanken im Kopf und den halte ich fest.

Früher, vor langer, langer Zeit, als die Lehrer noch Respektspersonen waren, die Kinder auf der Straße Gummihüpfen gespielt und die Muttis Kittelschürzen getragen haben, gab es ein kleines Liederbüchlein, das auf keiner Klassenfahrt, bei keinem Lagerfeuer und keiner Gruppenreise fehlen durfte: Die Mundorgel!

Ursprünglich ein Nachkriegsrelikt, gefüllt mit Liedertexten aus Volks- , Kirchen- und Wanderliedern. Erschienen ist das Büchlein in den frühen 1950er Jahren und hat die Kinder und Jugendlichen Jahrzehntelang begleitet. So wie mich. Zudem war ich auf einer Klosterschule, da wurde alle naselang ein Volkslied gesungen - gerne auch mehrstimmig oder im Kanon.

Das witzige ist, auch wenn es schon über 40 Jahre her ist, kann ich viele Lieder noch auswendig und erinnere mich auch an etliche. Schwester Theodora hat uns in der 5. Klasse oft singen lassen. 

Auf du junger Wandersmann, bald schon kommt die Zeit heran, die Wanderszeit, die gibt uns Freud'

Schwester Theodora brachte uns auch sehr volksnahe Weisen bei, die heute kein Kind mehr kennt. Ich glaube, sie hat das genossen. Die Schwester könnte so Jahrgang 1930 gewesen sein. Die hier hören sich mehrstimmig von dreißig 10jährigen gesungen ganz nett an:

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder, und der Herbst beginnt ..

Winde weh'n, Schiffe geh'n, weit in fremde Land und des Matrosen allerliebster Schatz bleibt weinend steh'n am Strand

Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord. In den Kesseln, da faulte das Wasser und täglich ging einer über Bord. Ahoj, Kameraden, ahoj, ahoj

Wohlauf in Gottes schöne Welt, lebewohl, ade. Die Luft ist blau und grün das Feld, lebewohl, ade. Die Berge glühn' wie Edelstein ich wandre mit dem Sonnenschein, lalalalaaa


Einmal kam hoher Besuch aus Bamberg zu uns, eine Schar Schwestern rannte aufgeregt hinter der Oberschwester über den Klostergarten hinterher, direkt an unserem Klassenzimmerfenster vorbei. Sr. Theodora öffnete das Fenster und ließ uns dreistimmig singen: 

Ich geh durch einen grasgrünen Wald und höre die Vögelein singen. Sie singen so jung, sie singen so alt, die kleinen Vögelein in dem Wald, die hör ich so gerne wohl singen

Die hohen Würdenschwestern hielten an, hörten zu und applaudierten verwegen. Sr. Theodora verbeugte sich und hatte ganz rote Backen vor Aufregung. Hihi



In der Mundorgel waren diese Volkslieder alle verzeichnet. Aber auch anderes, wie zum Beispiel 

Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel, da verlor er seinen Jüngsten, janz plötzlich im Jewühl. Ne volle halbe Stunde hat er nach ihm gespürt, aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert

Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt, dass Marmelade Fett enthält, Fett enthält. Drum essen wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise, Marmelade eimerweise, eimerweise!

In einen Harung jung und schlank, zwo drei vier ssstdada, tirallala der auf dem Meeresgrunde schwamm zwo drei vier ssstdada tirallala verliebte sich oh Wunder, ne olle Flunder, ne olle Flunder!



Wir Kinder haben solche Lieder auch ohne lehrerliche Aufsicht gesungen. Wenn wir auf der Straße unterwegs waren oder mit den Eltern beim Sonntagsspaziergang. Auf den vielen Ferienfahrten mit einem Haufen Gleichaltrigen gab es oft Lagerfeuer mit Stockbrot. Und die Mundorgel, die auf magische Weise jeder Erzieher immer und überall dabei hatte.

Die Affen rasen durch den Wald, der eine macht den andern kalt, die ganze Affenbande brüllt: Wo ist die Kokosnuss, wo ist die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut

Fakt ist, die Mundorgel ist heute völlig in der Versenkung verschwunden, kein Kind singt mehr von Wandersmännern oder verlorenen Kokosnüssen. Was eigentlich schade ist. Auch, wenn diese Volkslieder veraltet und überholt sind, ich finde, man sollte sie doch irgendwie behalten und nicht vergessen. Ist ein Stück Geschichte.


(ich schwöre hiermit feierlich, ich musste keinen einzigen Liedtext googeln. So alt bin ich :)











Sonntag, 16. November 2025

die High Five der Woche - lecker, nass, mutig und hübsch!

Jetzt ist die beste Zeit, die High Five der Woche zu schreiben. Waschmaschine läuft, Haare sind gewaschen, noch Zeit bis zum Abendessen, alles erledigt. Samstag Abend Wohlfühlzeit

5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt




Und los geht's!

1. Ein schöner Firmenausflug auf dem Schiff. Eine Martins-Schlemmerfahrt mit Buffet, Musik und viel Glitzer. Trotz Unlust kurz vor dem Start, so wie ich es ständig mach, war es ein schöner Ausflug. Fünkchen hat gefehlt, sie konnte nicht mitkommen. Trotzdem war's gut, mal was anderes. Und ich hatte Schweinebraten!!! MIT KNÖDEL!

2. Heute haben die Kinder einen DNA-Abstrich gemacht, damit ich ihn bei My Heritage einschicken kann. Mit etwas Glück erfahren wir an Weihnachten, wo ihre Wurzeln sind und wo sie so herkommen. Sehr spannend!

3. Eine Schulung. Schon wieder. Diesmal zum Thema Impfungen. War ganz interessant, stellenweise. Aber dieser leise, monotone Vortrag hat mich schläfrig gemacht. Ich hab es überstanden, es ist geschafft, ich hab mein Zertifikat und bin froh, dass ich es hinter mir hab.
Jetzt kommt nur noch 1 Schulung im Dezember, dann hab ich alle hinter mich gebracht!

4. Was ganz profanes - ich hab neue Wolle gekauft! Abends stricke ich ganz gern, nur so zum Spaß, und die neue Wolle ist echt hübsch. Ich freu mich drauf, sie endlich zu verstricken! Die kleinen Freuden der Sabine B.

5. Mir ist heute bewusst geworden, was ich für eine mutige Fee in der Familie hab! Sie traut sich echt was, lässt sich nichts gefallen und zieht auch gern mal vor Gericht, völlig furchtlos. Sie ergreift Gelegenheiten, die sich ihr bieten und macht was draus. Auch alleine. So absolviert sie zum Beispiel ein Auslandssemester in Spanien, fährt da alleine hin mit Bus und Bahn, findet sich da allein zurecht, in dem fremden Land und studiert drei Monate dort Jura auf spanisch und englisch! Und nächste Woche fliegt sie ganz allein nochmal nach Amerika!!! Zu ihren Verwandten, weil die Flüge grade so billig sind. Stell dir das vor! Ich trau mich nicht mal alleine essen zu gehen und sie fliegt mal eben nach Amerika .. bewundernswerte, mutige Fee!



Weitere High Five's der Woche:

Sari von heldenhaushalt.de
Katja von katja-mittendrin.de

Samstag, 15. November 2025

Projekt 52, November - die erste

 

52 Wochen - 52 Themen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de





Es wird Zeit. Höchste Zeit. Die vier November Themen vom Projekt 52 werden wiedermal in eine Monatshälfte gequetscht, ich lerne es wohl nicht mehr. Sei's drum, hier ist das erste Thema:

Auf Reisen

Da wirft sich mir eine Idee in den Schoß! Es ist zwar keine richtige Reise, aber ich habe beschlossen, selbst das Transportmittel zählt!

Wir wollen was erleben. Das Praxisteam bricht am Freitag Abend auf zum Brombachsee. Der See ist 52 km von Nürnberg entfernt, Kollegin Nachtigall fährt. Danke nochmal an dieser Stelle, dass ich nicht selber fahren muss!
Souverän findet sie den Großparkplatz vor der Anlegestelle, zumal da schon etliche Passagiere mit selbstgebastelten Laternen herumstehen. Das stand in der Beschreibung:

"Bringen Sie selbstgebastelte Laternen mit an Bord 
und schmücken Sie damit das Schiff glanzvoll"

Wird erledigt, Kollegin Pinky hat kleine Laternchen besorgt, die sind ganz niedlich.
Leuchtend wie auf einem St. Martins-Zug wandern wir zur Anlegestelle. Es ist arschkalt.
Ich geh mit meiner Lateeeerne - und meine Laterne mit mir!
Dieses riesige Schiff kommt angetuckert, wir steigen ein, zusammen mit ziemlich vielen Leuten. Die MS Brombachsee leuchtet und funkelt, aus den Lautsprechern dringt ein Weihnachtslied nach dem anderen. Tische werden zugewiesen, die Atmosphäre bestaunt. 
Sofort bildet sich eine lange Schlange hoch zum Sonnendeck, wo Glühwein ausgeschenkt wird. Der hilft gegen die Kälte, und zwar ganz phänomenal! Augenblicklich fühl ich mich gut. Was mir das sagen will, sei dahingestellt.
Zeit, zum Tisch zu wandern um zu warten, was passiert. Wir sind zu neunt, Ärztinnen und Schergen. Irgendwer scheint einen imaginären Startschuss gegeben zu haben, plötzlich stürzen alle aufs Buffet. Es gibt 4 davon - Salatbar, Suppenstand, 2x was G'scheits und ein Nachtisch-Tischchen. Feine Sachen!  Wir starten mit Salat, ich in der Hoffnung, dann bereits so satt zu sein, dass ich nur noch wenig nachhole. 
Hahaha!
Die Salate enthalten viel Quinoa, Linsen, Bulgur und irgendwelche Körner, was mir fremd ist. Aber ganz gut, kann man durchaus essen. 
Es wird viel angeboten - Schweinebraten, Sauerbraten, Ente, Fisch, Wild, Knödel, Spätzle, Rosenkohl, Schupfnudeln, Blaukraut, alles mögliche. Ich will mich zurückhalten, ob mir das gelungen ist, bezweifle ich. Jedenfalls wird an diesem Abend nicht Kalorien getrackt! Ist mir zu blöd, hier ist Buffet, da hab ich keinerlei Ambition zum brav sein! Phüh!

Die Fahrt dauert dreieinhalb Stunden, das Schiff zieht Kreise auf dem See. Viel kann man nicht sehen, ist ja stockdunkel, aber anhand der Lichter am Ufer wissen wir, dass wir uns ständig drehen. Überraschenderweise macht das Spaß! Hätte ich am Nachmittag nicht erwartet, wo ich schon wieder Sofaschwere gespürt hab. 
Ich wandere ein bisschen herum, mache Fotos, schau über die Reling, werde von Mariah Carey und Chris Rea beschallt. 
Bei Lillet wild berry unterhalten wir uns. Was machen ehemalige Kollegen? Wer hat ein Kind bekommen, wo ist der Arzt von damals jetzt, diese und jene Patienten. Was machen die eigenen Kinder, Wahnsinn wie groß sie schon sind!
Die Zeit vergeht ziemlich schnell. Viele holen sich noch Nachtisch, aber zum Glück für mein Kaloriendepot ist das Angebot nicht nach meinem Geschmack. Wenigstens da bleib ich brav.
Mir reicht ein Cappuccino - der aber leider von der Crew vergessen wurde. 
Um zehn docken wir wieder an, die Masse wandert vom Schiff zurück zu den Autos. 
Kollegin Nachtigall liefert uns wohlbehalten zu Hause ab, gegen Mitternacht bin ich wieder daheim.

Auf Reisen - hin und her auf dem Brombachsee



Bonus - Bilder











https://msbrombachsee.com/


Donnerstag, 13. November 2025

12 von 12 im November

Mein November 12von12 kommt etwas verspätet, weil mir dauernd die Arbeit, der Alltag oder mein Sofa dazwischengrätscht! Jetzt hat sich mir ein kleines Zeitfenster geöffnet, das nutze ich und beginne meinen Beitrag für Caro's Sammlung!

 

eine Mitmachaktion von Caro
auf draussennurkaennchen.blogspot.com

Der 12.11. war ein Mittwoch. Normalerweise mag ich Mittwoche sehr, weil ich als Arzthelferin da nachmittags ausspannen kann. Aber gestern nicht, gestern war Remidemi bis spät abends! Da ging dann nix mehr!

Ich beginne den Tag mit einer genervten Fahrt in die Praxis. Warum hab ich eigentlich ständig noch schlafende Autofahrer vor mir? Ist schwer zu akzeptieren, wenn da vor mir her geschlichen wird. Vor allem, wenn ich meine Aufwach-Musik an hab und auf dem Weg zur Arbeit bin! 



herzlich willkommen im Untergrund


hoffentlich sind keine Menschen drin


Direkt beim Betreten der Praxis wird ein Füllhorn an Information über mir ausgeschüttet. Das Füllhorn hab ich nicht fotografiert, aber meinen Kaffeebecher! Nötig!!



ich arbeite so vor mich hin, steche, sortiere, erkläre und teste alles mögliche. Macht Laune!







Um dreiviertel eins melde ich mich ab, heute gibt es keinen Feierabend, nicht mal eine Mittagspause - heute gibt es 4 Stunden Fortbildung! Im Keller! Hurra.



Meine liebe Kollegin Pedanta fährt mich, wir werden empfangen von fröhlich lächelnden Verwaltungsmenschen und Platten mit feinen Häppchen und Antipasti. Das geht in Ordnung, finde ich!


521 kcal sagt die app


Es sind etliche Damen anwesend aus verschiedenen Praxen und Himmelsrichtungen. Wir dürfen leider nicht an Tischen sitzen, das wäre gemütlicher. Wir sitzen in Reih und Glied, den Kaffeebecher zusammen mit den Unterlagen auf dem Schoß balancierend.
Die Rednerin ist eine Frau meines Alters, sehr sympathisch und freundlich. Mit einer leisen, monotonen Stimme. Ich kämpfe gewaltig gegen die Müdigkeit. Mein Körper ist routiniert und denkt, er hätte Mittag. Mittag = Sofa. Immer wieder fallen mir die Augen zu, obwohl das Thema nicht uninteressant ist! Es geht um Impfungen und alles, was dazu gehört.
Besonders gefallen hat mir diese ewige Theorie über Kommunikation am Arbeitsplatz. Immer das gleiche, in der Theorie schon nervig, praktisch nicht anwendbar. Niemand mach das! Ich auch nicht. Nach längerem Nachdenken bin ich überzeugt, meine Art mit den Patienten zu reden ist einwandfrei. Also.
 


 
Die Schulung zieht sich wie Kaugummi. Aber irgendwann ist Feierabend, wir stürmen aus dem Keller und sind froh, dass wir uns bewegen können. Ich werde am Tuco abgesetzt, fahre nach Hause, suche eine halbe Stunde lang einen Parkplatz und falle endlich, hundemüde und hungrig in die Wohnung ein!
Zum Glück hat der Mann das Abendessen organisiert - Linsensuppe mit Breze! Fein!
 


 
Spät, müde, erschöpft, ausgelaugt und ein bisschen auf dem Zahnfleisch stolpere ich ins Bett.
Gute Nacht!
 


 

 

Sonntag, 9. November 2025

Schau, was für schöne High Five der Woche!

Samstag, 18:17 Uhr. Wäre jetzt August, würde ich im Garten sitzen und schreiben. Da wir aber November haben, hab ich es mir am Küchentisch gemütlich gemacht.

Man kann nicht alles haben. Aber das macht nix, weil der November ein ziemlich verkannter Monat ist, wie ich finde. Im November wechselt der Herbst zum Winter, nach dem Halloween-Hype drehen sich die Gedanken massiv um Weihnachten, es ist Tee- und Kuscheldeckenzeit, die Pullis werden wieder ausgegraben und man geht auf den Friedhof.

So wie wir heute. Stefan besuchen. Stefan wohnt seit 14 Jahren auf dem Westfriedhof, stell dir das vor! 14 Jahre schon! Stefan war mit seinem Motorrad unterwegs, als ihn ein Auto von der Straße gedrängt hat. Er wurde nur 43 Jahre alt. Aber immer, wenn wir uns an ihn erinnern, dann an einen lachenden, glücklichen Stefan. Wir haben ihm eine Kerze angezündet.

Auf dem Friedhof waren sehr viele Eichhörnchen unterwegs. Weil ich schlau bin, hatte ich die Tasche voller Haselnüsse und hab den Tierchen ständig Nüsse zugeworfen. Die sind so niedlich! Auch wenn es ein Friedhof war und ein trauriger Anlass, war es trotzdem ein schöner Spaziergang. Ich mag alte Gräber. So steinerne, moosbewachsene Erinnerungen an alte Zeiten und vergangene Persönlichkeiten. Ich muss mal wieder zum Johannisfriedhof, da liegen haufenweise vergangene Persönlichkeiten in uralten Gräbern herum.

Später gabs ein bisschen Schwelgen im dm mit Waldfeger und einem großen Cappuccino im Anschluss. Nach Orangenparfum duftend und happy, weil wir uns ein Rosinenbrötchen geteilt haben. 

Jetzt sitze ich hier und überlege mir die High Five der Woche. Dieser Woche, die ENDLICH vorbei ist. Mal sehen.

5 schöne Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt


Ach, btw, wusstest du, dass tatsächlich jeder bei den High Five mitmachen kann? Das ist so faszinierend, egal ob du einen Blog hast oder nicht, ob du sonst nie was schreibst oder dauernd, ob du schon mal dabei warst oder nicht und ob du spontan lauter positive Sachen aus der Woche ziehen kannst - oder erstmal garnichts .. die High Five sind für alle da! Hurra! (wollte ich nur mal sagen)




1. Am Freitag Abend waren wir essen. Im Duck & Curry, neueröffnet in der Hinteren Bleiweißstraße und mit beeindruckenden Räumlichkeiten. Da ist es jetzt so gemütlich! Mit vielen dunklen Holzbalken, die die Tische in kleine Separees einteilen, freundlichem Personal und phantastischem Essen! Wir haben Hühnchen und Ente in Thai-Whiskey bestellt, was wir immer bestellen, weil es eine Offenbarung ist! Duck & Curry ist immer Cheat-day! Außerdem gab es im Anschluss einen Mai Tai und einen Caipirinha. 
Heaven, I'm in heaven!




2. Abenteuer Straßenbahn. Seit langer, langer Zeit mal wieder Straßenbahn gefahren. Vom Aufseßplatz am Lago di Aufseß bis zum Harsdörfer Platz zum Duck & Curry. Also durch Nürnbergs Klein-Türkei. Wir staunen aus dem Fenster, links und rechts wird es türkisch-arabisch, fast ausnahmslos. Nur der tapfere, kleine "Trachten-Hülf" steht hartnäckig und unbeirrt an seine Platz und verkauft Dirndl und Lederhosen. Nicht, dass ich da jemals reingehen würde, aber ich freue mich sehr, dass der Trachtenladen überlebt hat! 

3. Unverhofft am Möbelhaus Lutz einen Obsthändler entdeckt und sofort zugeschlagen. Regionale Birnen für uns und Pflaumen für die Oma. Überraschungs-Birnen. Das ist doch auch schön!

4. Mein Buch ist toll! Stonehenge von Ken Follett. Wieder so ein Roman, der einen fesselt und den ganzen Tag über an die Geschichte denken lässt. Super interessant, erschütternd und spannend - ich mag Ken Follett Bücher!

5. Trotz gebackenem Hühnchen, Kuchen, Butterbrezen, Wein, Caipirinha, Nudeln und Zeug mit Käse überbacken lag ich immer im grünen Kalorienbereich! Das ist Honig für die Seele und fürs Gewissen! Heute bin ich ja wieder brav und koch mir ein Gemüse-Couscous-Curry. Montag ist Wiegetag, das ist immer verdammt spannend!






Das war's schon. Danke fürs Lesen, 
doppeldanke für ein Kommentar 
und danke in Gold fürs mitmachen!

Weitere High Five der Woche:




Sonntag, 2. November 2025

die High Five der Woche trotz Gesamtsituation

Servus beim High Five der Woche im Mausloch!

Die Woche hat sich gezogen wie alter Kaugummi. Zumal es die erste Arbeitswoche war. Aus irgendeinem Grund befand ich mich in einer seltsamen Stimmung. Fast schon aggressiv. Mir ging alles auf den Keks, die Arbeit, die Patienten, die Umstände.

Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!

Dabei sollte ich es sein. Weiß der Geier, warum ich so genervt bin. Bestimmt ist der Mond wieder dran schuld, obwohl er in der richtigen Position ist. Irgendwer muss schuld sein.

Trotzdem schreib ich die High Five der Woche. Vielleicht bringt mich das wieder in die Spur.

5 positive Momente 
aus der vergangenen Woche herausgepickt


1. Eine Patientin, eine ältere Dame, die ich schon sehr lange kenne, hat mir was geschenkt. Eine selbergehäkelte Glücks-Raupe! Einfach so, ist das nicht niedlich?



2. Gestern hat der Mann Spaghetti Carbonara gekocht. Zum niederknien gut! Weil ich den ganzen Tag fast nichts gegessen hab, gingen sogar 2 Teller!! 



3. Der Mann hat seine geschenkten Gruselsocken gefunden und direkt angezogen. Da ist Mike Myers drauf. Gruselfüße!



4. Draußen war es am Samstag so angenehm, dass ich draußen schreiben konnte. Ein Buntspecht kam vorbei und hat das halbe Vogelhäuschen leergefuttert. Die viele Spatzen warten geduldig, bis er endlich satt ist und abhaut. Zuschauen macht Spaß! Innerhalb einer Stunde war das Häuschen leer und musste aufgefüllt werden. 



5. Oma geht es gut! Montag Morgen wacht sie auf und ist total verschnupft. Sagt alle Termine und Treffen ab, legt sich hin und stellt sich auf eine Woche voller Schniefen und Husten ein. Dienstag morgen wacht sie auf und der Schnupfen ist verschwunden - alles wieder gut, als wär nie was gewesen. Spooky. Aber Oma geht's gut, das freut mich sehr. 

der berauschende Blick auf den herbstlichen Reichswald von Omas Balkon aus


Weitere High Five der Woche:

Freitag, 31. Oktober 2025

Hetz-hetz-Halloween

 Ich wache auf mit dem Gedanken, mich am Nachmittag wieder hin zu legen. Gleich nach Arbeitsschluss um eins, bisschen Wochenend Einkauf und dann leg ich mich aufs Sofa und schlummere bis in den späten Nachmittag. Au ja!

So der Plan.

Dieser Tag ist anstrengend! Fängt schon mit einem eingefrorenen Auto an, kombiniert mit schlecht funktionierender Lüftung und Baustellen links und rechts am Wegesrand bringt das ganz viel Spaß, schon früh morgens. Alle noch schlafenden Autofahrer hab ich gezielt vor mir, die Zeit wird knapp. Leicht genervt komm ich in der Arbeit an, finde als erstes eine Nachricht, dass ein Laborauftrag von gestern nicht ausgewertet werden kann. Das bedeutet nachforschen, telefonieren, den Patienten informieren. Nervt.

Weiter geht's mit Unmengen Blutabnahmen, Spritzen und Impfungen. Aus irgendeinem Grund hab ich heute lauter schwierige Leute bei mir. Klugscheißer-Tag. Wenn dir der Oppa deinen Job erklären will - hurra. Es ist viel Arbeit. Im Affenzahn versuche ich, diese lächelnd zu bewältigen. Die neue Arbeitszeit-Uhr ist erbarmungslos. Es werden keine Überstunden mehr toleriert. Oder Überminuten. Sonst Punktabzug. Also hetze ich mit letzter Kraft auf 13 Uhr hin.

Schnell weg hier!

Zu Hause schmieden der Mann und ich den Plan für die nächsten Stunden.
- zuerst den Ranger ins Winterquartier fahren (traurig)
- dann direkt zur Tankstelle, Reifen aufpumpen
- weiterhin direkt rüber zum Hornbach, Lampe umtauschen
- ärgern über gesperrte Straßen wegen Baustelle und Baustelle und Baustelle (Planungs-Bonus)
- durch die Menschenmassen im Aldi kämpfen (ein Feiertag !!)
- die nicht erhaltenen Sachen im Edeka suchen
- zum Schluss noch fix zur Apotheke (muss ich bestellen)
- daheim noch fixer alle Einkäufe wegräumen
- Halloween Deko Leuchtkette aufhängen und Süßigkeitentüten öffnen
- warten auf ständiges Aufspringen, Süßigkeiten verteilen und kleine Geister vor der Tür

Was fehlt? DAS SOFA !!  Nix mit ausruhen. Wir hetzten hin und her, aber niemand  bietet mir ein Sofa an. Dieser Nachmittag hat wenig glamouröses.

Und jetzt ist alles fertig - wo sind die Geister und Gespenster? Hallo? Jetzt sitze ich auf einem Sack Süßkram und darf nichts davon essen! Mann!

So, Jammerei wird gekappt, jetzt ist Feierabend. Gleich gibt's Essen und Wochenende beginnt. Alles Schön.






Hier sind die Freitags Fragen von Barbara auf scrapimpulse.com




1. Am 1. November werde ich wieder meine Ahnengalerie aufstellen und den Dia de los muertos feiern. Alle Verstorbenen können uns dann besuchen kommen. Bisschen gruselige Vorstellung, wie die dann alle bei mit im Wohnzimmer rumhängen, trotzdem zieh ich das durch und denke fest an Vati, Onkel Pep und Tante Irma!

2. Es dauert ein bisschen, aber wenn ich ins Bett gekrochen bin, mich in die Decke eingewickelt und eine halbe Stunde gelesen hab, dann krieg ich langsam warme Füße.

3. Wenn ich wählen dürfte, ich würde mir einen VW Käfer wünschen. Der Tuco ist zwar ein tolles Auto, der Zafira war auch super, aber das schönste Auto war doch immer der Käfer! Null Komfort, keinerlei Technik, nix digital - ich vermisse ihn!

4. an meinem Jahresrückblick zu arbeiten muss ich als nächstes dringend erledigen. Ich will nämlich auf jeden Fall verhindern, dass ich wieder im Dezember die Panik kriege, weil noch so viel zu tun ist! Lieber vorarbeiten, ist schlauer.

5. Draußen vor der Tür treiben sich mittlerweile ziemlich viele Geister, Hexen und Gespenster herum, halten ihre Taschen auf und rufen "Süßes oder Saures!" Niedlich!

6. Ein DNA-Test-Set war meine letzte Bestellung im Internet. Den schick ich dann ein und an Weihnachten dürfen die Kinder nachschauen, wo sie ihre Wurzeln haben. Oma hat ja den Verdacht, dass da irgendwann in unserer Familiengeschichte mal ein Römer dabei gewesen sein muss. 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Feierabend! Morgen habe ich geplant, total entspannt zu lesen und zu schreiben und Sonntag möchte ich entspannt mit Oma und Waldfeger ratschen!


Ich wünsche allen einen gruselig-schaurig-schönen Halloween Abend! 




Mittwoch, 29. Oktober 2025

Projekt 52, Oktober - die vierte

 

52 Themen - 52 Wochen - 52 Fotos
eine Aktion von Sari auf heldenhaushalt.de






Und hier wäre dann das letzte Thema für Oktober: ES WAR EINMAL

Passend zu meiner aktuellen Playlist, die ich mir grade zusammenstelle: Das Jahr 1985! 
Mein Jahr! Ich bin 14/15 Jahre alt, trage Mickey Mouse Shirts und Stufenröckchen. Ich hab kiloweise Klimperarmreifen, blaue Plastikblitze an den Ohren, neonorangene Nägel, einen Aktenkoffer, der wie eine überdimensionale Streichholzschachtel aussieht und immer Kopfhörer auf. Der Walkman begleitet mich überall hin. Formel 1 und die BRAVO sind Pflicht.
Außerdem liebe ich Lipgloss mit Orange, My Melody Dreams und ich verbrauche Unmengen Studio Line Haarspray! Den Rest meines Taschengelds hab ich in den Plattenladen getragen.
Ich lerne meinen MOFL kennen, die erste große Liebe. Das war ziemlich .. aufregend!
Meine Lieblingssongs sind auf dem Album von Madonna, natürlich Take on me von a-ha und das hier: Power of love von den Dire Straits. 
Im Kino lief "Zurück in die Zukunft". Mein erster Kinofilm mit "meinem Freund" - aufgeregt ohne Ende! Diesen Film mag ich bis heute richtig gern, sogar alle drei Teile. 
Im Oktober 2015 hab ich ihn nochmal im Kino sehen dürfen und heute, im Oktober 2025 gleich nochmal!! In Concert!

Schöne Zeit, 1985. Es war einmal.








Cute Rat