Jaa endlich bin ich mal wieder dabei! Heute findet die legendäre Blognacht mit Anna Koschinski statt und ich hab es endlich mal wieder geschafft, mit zu machen. Hurra!
Nachdem ich die letzten Male mit Abwesenheit geglänzt hab, tut das heute richtig gut.
Ich hab mich kurzerhand entschlossen, vom Garten aus zu schreiben. Weil es grade mal nicht regnet und wir hier einen Sonnenuntergang haben UND weil ich zu faul bin, all mein Zeug nach oben zu tragen UND weil ich vielleicht ein bisschen Rock im Park mitkriege, das hier ein paar 100 Meter neben mir stattfindet. Heute spielen Volbeat.
Es ist zwar etwas frisch hier draußen, aber ich zieh das jetzt durch! Ich hab hier Heidelbeerwein, der wärmt von innen. Schlau!
Man gönnt sich ja sonst nichts.
Dank dieser eleganten Überleitung bin ich nämlich schon mittendrin im Thema des Abends!
Der Impuls lautet genau so - man gönnt sich ja sonst nichts!
Eigentlich ein für mich gefährliches Thema. Ich fürchte, ich nehme es mit der Gönnerei grade ein bisschen zu intensiv. Ich merk das. Momentan hab ich Urlaub, genau in der Mitte und ich bin wild entschlossen, mir alles mögliche Gute zu gönnen! Während der Mann seinen Urlaub nutzt, um fleißig und pflichtbewusst so viel wie möglich im und am Haus zu werkeln, zu renovieren, zu bauen, zu streichen und zu optimieren, neige ich eher zur Trägheit. Zum Genießen und zum Erholen.
Es ist beides sinnvoll, trotzdem begleitet mich stets das schlechte Gewissen. Na, immerhin hab ich schon meinen Kleiderschrank neu sortiert und 4 Maschinen Wäsche gewaschen. Das ist doch auch was. Urlaub ist kostbar!
Man gönnt sich ja sonst nichts.
Wenn ich ehrlich bin, und das bin ich natürlich stets (hust), gönn ich mir jeden Tag irgendwas. Auch wenn es nur eine Klitzekleinigkeit ist wie ein Lieblingslied auf dem Heimweg oder ein Joghurt am Abend oder Instagram beim Zähneputzen. Ich will schließlich dafür belohnt werden, wenn ich schon den ganzen Alltag meistern muss! Und streng zu mir selber sein muss, mich zu Dingen zu prügeln, die ich eigentlich nicht will. So wie elend früh aufstehen, zur Arbeit gehen oder all den Papierkram erledigen. Da braucht es eine tägliche Streicheleinheit! Schließlich muss ich den ganzen Tag lächeln und nachsichtig sein, da tut eine Ladung Disturbed im Auto echt gut!
Leider neige ich auch dazu, mich mit Leckerlis zu belohnen. Nachdem ich im open-end-Drama, was meinen Kampf mit dem Gewicht betrifft, eher einer Niederlage entgegenblicke, sollte ich das wirklich nicht tun! Ich weiß genau, was ich sollte. Hab's ja schon mal auf die Reihe gekriegt, bin aber jetzt, 2 Jahre später, verloren auf hoher See. Wie Rose mit ihrer Pfeife. Ich sollte mir nichts Gönnen, was man essen kann.
Also hab ich den Abend heute genutzt, um lauthals in der Küche zu singen. Es ist keiner da, der sich für mich fremdschämen könnte und die Nachbarn müssen da eben durch.
Weißt du, was ich mir in der letzten Zeit alles gegönnt hab? Ich bin jetzt stolze Besitzerin von 2 neuen Jeans!! Und ich lese grade ZWEI Bücher gleichzeitig! Ich hab eine neue Creme fürs Gesicht, die riecht wie Caretta Eis und sieht aus wie ein Orangensmoothie! Beim Ausflug nach Mainz hab ich mir einen Aperol-Maracuja-Spritz bestellt, boah war der fein!! Und ich war mit dem Bub im Plattenladen! Nachdem er jetzt einen Plattenspieler hat ist er völlig mitgerissen im Schallplattenrausch - natürlich hab ich auch Beute gemacht. Hab mir Platten von ELO und Buddy Holly und Doris Day geholt. Doris Day singt ganz wunderbar! Ich bin ganz hin und weg!
Somit wäre schonmal unterlegt, dass ich mir durchaus immer wieder mal was gönne. Eigentlich täglich. Weil ich mit Kleinigkeiten schnell glücklich zu kriegen bin. Und Kleinigkeiten, die glücklich machen, die finde ich überall.
Mittlerweile bereue ich ein bisschen, dass ich mich zum schreiben für den Garten entschieden hab. Hier sind zwei Vogel-Gangs, die sich einen erbitterten und allzu lauten Kampf liefern. Krähen vs. Elstern. Ausgerechnet in meinem Garten! Ich glaub, die Elstern haben jetzt gewonnen, die waren in der Überzahl. Hoffentlich feiern die ihren Sieg woanders.
Rock im Park weht zu mir herüber, da ich Volbeat aber nicht kenne, kann ich keine songs benennen. Es ist nur Bass und Gejohle und Rythmus. Damals, als die Ärzte gespielt haben, konnte ich jedes Lied erkennen! Wenn der Wind günstig steht, hab ich Rock im Park bei mir im Garten!
Gönn ich mir, haha!
Dieser Blognachtbeitrag wäre eigentlich schon fertig. Und das, obwohl wir noch nicht mal Halbzeit haben! Was ist hier los?
Es ist kurz nach halb zehn, die blaue Stunde hat begonnen. Meine liebste Tageszeit. Es ist noch nicht Nacht, aber auch kein Tag mehr, alles fährt runter und es riecht so gut hier draußen!
Nächste Woche geht die Gönnerei übrigens gnadenlos weiter! Ich werde mit Oma und Waldfeger einen Ausflug machen, dahin wo es schön ist, und wir werden zusammen Mittagessen. Ich will zum Thalia in die Stadt und dann will ich noch zum Gartenmarkt, Blümchen holen für das Hochbeet.
Lauter schöne Dinge! Bloggen ist auch dabei und lesen! Viiiel lesen! Mal sehen, vielleicht schaffe ich es ja mal, das Handy beiseite zu lassen und mich auf das echte Leben zu konzentrieren. Wäre ein Gewinn für mich. Da würde ich mir glatt Premium-Zeit gönnen!
Man gönnt sich ja sonst nichts, so lapidar dahergesagt, ist, wenn man es genau nimmt, ein Unding.
Gönnt euch alles Mögliche! Tut euch was Gutes! Immer und jeden Tag! Und wenn es nur ein Schluck Heidelbeerwein im Garten bei guter Musik ist!





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