Mausloch

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Dienstag, 9. Juni 2026

Sabine goes Museum

Das Gute ist, dass wir unfassbar flexibel sind. So sehr, dass wir auch nach 5x umdenken noch fröhlich losmarschieren und ein bisschen albern sein können! 

Wenn's so nicht geht, dann eben anders.

Oma, Waldfeger und ich wollten heute ursprünglich nach Regensburg fahren. Weil Oma den Mauslocheintrag über die Gruselkirche gelesen hat und sie unbedingt einmal selber sehen wollte. Die Wetterprognose war aber so schlecht, dass wir diesen Ausflug erstmal verwerfen mussten. 
Wichtig: Wenn man aus dieser Kirche heraustritt, sollte unbedingt die Sonne scheinen!! Wegen Seelenheil und so.
Also Plan B, nach Krottenbach in dieses phantastische Gartencenter mit integrierter Parkanlage und Café.
Aber auch hier in Nürnberg ist das Wetter unbeständig, durch einen Park möchte man auch lieber im Sonnenschein flanieren. Ausgemustert.
Wir haben ab er noch einen Plan C, schlau wie wir sind. Oma war schon so lange nicht mehr im Verkehrsmuseum, das wär einen Ausflug wert. Ich googel die Öffnungszeiten - Dienstag geschlossen.
Herzlichen Glückwunsch.
Aber unsere Stadt hat auch noch andere Museen, also wurde es am Ende das Germanische Nationalmuseum. Da gibt es eine echte Guillotine, eine tolle historische Kleiderausstellung und außerdem mein Lieblingsgemälde.
Oma wird abgeholt, am Museum rausgeschmissen und ich fahr fix ins nächste Parkhaus. In der Vorhalle des Museums haut uns der Eintrittspreis ein wenig aus den Socken, aber gut, jetzt sind wir schon da und ziehen es durch. Die freundliche Dame erklärt uns kalt lächelnd, dass verschiedene Bereiche des Museums gerade renoviert werden. Schon länger eigentlich und es wird auch noch dauern. 
Rate, welche Bereiche. Richtig - die Kleiderausstellung, das gesamte Stockwerk des 18. Jahrhunderts nebst Guillotine und Lieblingsbild.
Träräää!
Mann, ey! Also nehmen wir das, was übrig bleibt. Wir sehen sehr alte Grabplatten, Unmengen an Marienstatuen, die Klosterruine und, nach spannenden Irrwegen, die uns gänzlich die Orientierung nahmen, eine Abteilung Steinzeit. Gut, Steinzeit ist jetzt nicht so mein größtes Interessengebiet, aber ich hab gesehen, wie die Mönche damals hier gewohnt haben. Es gab kleine Durchreichen für Essen in der dicken Steinwand, wuchtige Schränke und Truhen mit unfassbar filigraner Verzierung und zu meinem Entzücken viele tolle Türbeschläge, Schlösser und Schlüssel. 
Wir quetschen uns an etlichen Schulklassen vorbei, versuchen die altdeutsche Inschrift auf einem Kachelofen zu entziffern und finden alles immer lustiger. 
Nachdem wir die begrenzte Menge an Exponaten erkundet hatten, war es Zeit für einen Kaffee. Im Museumscafé Arte, für das meine Tochter damals den Werbeflyer entworfen hat, gibt es nicht nur sauteuren Kuchen, sondern auch sehr, sehr feinen Cappuccino. Kuchen fällt weg, Kaffee wird dankend angenommen.
Den Abschluss macht der Museumsladen, der so schöne Sachen führt, dass ich mich arg zusammenreißen muss, nicht Säcke voller Krimskrams zu kaufen.
Mit einer Breze to go wandern wir zurück zum Auto und liefern Oma wohlbehalten wieder zu Hause ab.

Morgen sehen wir uns wieder, dann gibt's lecker Mittagessen!


Blick durch tolle Fenster auf den Klostergarten

diese blaue Deckenbemalung ist toll

schau wie hübsch sie ist. Bisschen melancholisch, aber hübsch

hier, die Straße der Menschenrechte. Führt zum neuen Eingang

der Flöten-Hansel, mit Kette. War wohl ein Gürtel.
Die Schnabelschuhe durften nur eine gesetzlich bestimmte Länge haben

ich mag so alte Türen und Türbeschläge!

das ist der Klostergang des Kartäuserklosters. Links die Wohnräume, rechts der Garten und die Kapelle

sie macht einen ziemlich zufriedenen Eindruck
bisschen angeschickert vielleicht

Teile des alten Eingangs

ein Kachelofen mit vielen Sprüchen drauf in einem der Mönchs-Räume

chillende Knappen auf dem Kachelofen
ist ja auch schön warm da

der Erzengel in der Kartäuserkirche. Bisschen bedrohlich, wenn man direkt unter ihm steht

der alte Eingang. Gefiel mir besser  - weil alt :)


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