Mausloch

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Samstag, 28. Februar 2026

Retro Gschicht'n: Hörspiele

Es ist wieder soweit, ich schwelge in Erinnerungen! Vorhin beim herumklicken auf dem Laptop bin ich auf ein Foto des kleinen Wassermann gestoßen und zack - hatte ich das Hörspiel im Ohr! Die Stimme des kleinen Wassermanns, der die Welt des Teichs erkundet, sich mit dem Karpfen Zyprinus anfreundet und Angst von dem Neunauge hat.




Hach! Dann hab ich überlegt, was ich als Kind eigentlich alles so gehört hab. In welche Welten ich eingetaucht bin und wie sehr mich das geprägt hat.

Es fing an mit Geschichten zum Einschlafen für die ganz Kleinen. Mutti sagt Gute Nacht heißt die Kassette, die ich im Kindergartenalter so um 1975 zum einschlafen gehört hab. Lieder und Geschichten, heile Welt.




Dann kam Die Biene Maja dazu. Ich hatte viele Kassetten mit Maja, hörte sie hingebungsvoll abends im Bett und hatte gehörig Respekt vor der bösen Spinne Thekla! Aber Flip, den Grashüpfer, mochte ich. Der war so vernünftig und hat Maja immer beschützt. "Wir treffen heute unsre Freundin Biene Majaaaaa"




Die Heidi-Kassetten folgten und wurden sehr geliebt. Ich finde, so ein Hörspiel kommt sehr intensiv, wenn man nur daliegt und zuhört. Ich bin in die Geschichte komplett rein, konnte das Rauschen der Tannen hören und die Glocken der Ziegen Schwänli und Bärli. Außerdem wollte ich auch geschmolzenen Käse und Brot essen. Und meinen eigenen Schemel haben! Vor ein paar Jahren hab ich den tatsächlich zu Weihnachten bekommen!
Die Serie habe ich mit meinen Kindern später auf Kika angeschaut und freute mich, dass die Begeisterung die selbe war wie bei mir damals. Wir mögen Heidi sehr!

Ein Schemel! Ein Schemel! Ein eigener Schemel, ganz für mich allein! 




Der kleine Wassermann kam zeitgleich mit der kleinen Hexe. Die stellte mich vor ein Rätsel. Als die Muhme Rumpumpel der kleinen Hexe auftrug, vom Blocksberg auf Schusters Rappen nach Hause zu reisen. Was in aller Welt sind Schusters Rappen? Und was ist eigentlich eine Muhme? Und warum ist sie so gemein? So viele Fragen! Aber ich war ganz bei der kleinen Hexe und dem Raben Abraxas, hab mitgelitten und mich mitgefreut.



Eine andere Hexe zog ins Kinderzimmer ein: Die Hexe Schrumpeldei und ihre Hexerei. Diese Stimme war toll! Gleichzeitig beeindruckend und einschüchternd. Herr Stumpfenstil, der Papagei hatte auch was Unheimliches, wie der immer gelacht hat! Und die Tochter Schrumpelmei war so faul, das hat mich fasziniert.

 



Aus der Bücherei holte Mama für mich  die Wawuschels mit den grünen Haaren. Dieses Volk von Kobolden, die im Berg wohnen und Marmelade lieben. Die Wawuschels mussten sich vor den gemeinen Mamoffels in Acht nehmen und haben mich lang begleitet! 

 



Ich hab auch lang und gern Schallplatten gehört. Auf dem Kinderzimmerboden auf diesem Kofferplattenspieler extra für Kinder gab es kleine Märchenplatten in Single Größe mit einem Begleitbuch zum mitlesen und Bilder angucken. Immer, wenn man umblättern kann, ertönten Glöckchen. Ich weiß das noch ganz genau, diese Erinnerung ist in mein Unterbewusstsein eingebrannt! Wenn ich heute irgendwo kleine Glöckchen höre, möchte ich irgendwas umblättern!
Weitere Platten waren Märchen, Tausendschön, Hänsel und Gretel, Schneewittchen. Und Kindergeschichten, ganz besonders in Erinnerung ist mir die Erzählung des Faxenmax! Es geht um einen Jungen, der vor dem Spiegel immer Grimassen geschnitten hat. Die Oma hat ihn gewarnt - wenn die Uhr 12 schlägt und man gleichzeitig so eine Grimasse macht, bleibt sie stehen und geh nicht mehr weg! Und tatsächlich ist es so gekommen, o Schreck! Der Faxenmax war entstellt und wurde von den anderen ausgelacht. O Mann, das war nicht nur gruselig, das war erschütternd! Ich meine mich zu erinnern, dass er geläutert wurde und die Grimasse verschwand, indem er die Glockenschläge vor dem Spiegel rückwärts mitgezählt hat. Oder so ähnlich. Gottseidank ist alles gut ausgegangen!
Trotzdem hab ich es ausprobiert, aber spätestens bei 9 hab ich mein Gesicht entspannt. Das war zuviel Druck!




Wie wunderschön war es, einfach nur diese Geschichten zu hören. Nichts anderes zu tun, nur auf dem Boden liegen oder sitzen und zuhören. Das Muster des Teppichs studieren, gucken, hören. Weißt du, wie schwierig das jetzt ist? Dieses Nichts-tun? Warum krieg ich das heute nicht mehr so hin? Immer meine ich, meine Hände beschäftigen zu müssen. Aber nur ruhighalten und hören - ohne einzuschlafen - das ist verzwickt!

Selbstverständlich darf der Pumuckl in dieser Sammlung nicht fehlen. I, Lauf der Jahre haben sich viele Pumuckl Platten angesammelt. Aus einer nostalgischen Laune heraus hab ich dem Mann dieses Jahr zu Weihnachten eine Pumuckl LP geschenkt! Sobald wir einen Plattenspieler im Wohnzimmer haben, werden wir uns bewusst hinsetzen und zuhören. Meine Lieblingsgeschichte ist der Wollpullover. Denn am besten wärmeln Pullis mit 2 Ärmeln!





Irgendwann wurde ich größer und Märchen oder Kindergeschichten waren es einfach nicht mehr. Ich wollte Musik hören. Allerdings war es noch ein großer Schritt zur aktuellen Hitliste, zuerst mal kamen Mamas Platten dran. Alte Schlager aus den 50ern und 60ern. Mit 9 konnte ich "Liebeskummer lohnt sich nicht my darling" und "Ein Student aus Uppsala" auswendig mitsingen!

Meine erste eigene Musik - die Schlümpfe! hahaha






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Cute Rat