Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

Montag, 28. August 2017

Nachwehen

Eigentlich hab ich mir ja vorgenommen, im Urlaub jeden Tag ins Mausloch zu schreiben. Bericht erstatten. Wie glücklich ich bin, weil, es ist ja Urlaub. Und was ist passiert? Kaa Zeiiit, kaa Zeiiit ! JETZT schreib ich, jetzt, wo der Urlaub vorbei ist. 1. Arbeitstag.  Vor 5 Min hab ich mich noch gefreut, dass ich endlich Urlaub hab. Hurrah, zweieinhalb Wochen !!! Und wo sind die geblieben, bitteschön?
Beklagen darf ich mich aber eigentlich nicht, das heisst, bis auf die Hitze.
Definiere "Hitze" - bis 10 Grad ist kühl, angenehm, kuschelig, Decke bis zum Hals, schön.
                                 bis 15 Grad ist angenehm, Wind genießen, trocken bleiben, gut.
                                 bis 20 Grad ist angenehm, eher stillhalten, lüften, ok.
                                 bis 25 Grad ist viel zu warm, Ventilator an, schwitzen, Decke weg, mies.
                                 bis 30 Grad ist SCHEISS DRECKS HITZE !!! Leiden, jammern, elend.
                                 ab 30 Grad ist Hölle.
So. Und ich zähle die Tage, bis es kühler wird. Noch drei, ohne heute. Wegen dieser Hitze konnten wir am Wochenende auch nichts machen, sonst wären wir nach Regensburg gefahren, hätten den Dom angeschaut und auf der Walhalla ein Picknik gemacht. Nein, wir liegen lieber in der Wohnung rum und schwitzen vor uns hin.
Wenigstens war nicht der ganze Urlaub so heiß. Wir haben einen Ausflug gemacht in den Druidenhain. Ein Waldstück hinter Forchheim, das sehr, sehr mystisch daherkommt. Es gilt als Kraftort. Es waren ein paar Damen dort, die meditiert haben, eine Reisegruppe, die die Stille zerstört hat, eine dumme Familie, die die Luft  vollgequalmt hat, ein Sohn, der wie ein junger Hund über die Felsen gesprungen ist, ein TOLO, der mit Sohn drumrum gewandert ist und eine Sabine, die einen Baum umarmt hat und dabei glücklich wurde!
Vielleicht gehen Papa und Sohn nochmal dorthin, grad weil es so schön war. Und es sollen auch Höhlen in der Nähe sein, die Sohn unbedingt finden will.

Und dann kam da noch der Schliersee. Zwei Tage zu fünft mit einer Übernachtung im Winkelstüberl. Da gibts Bayerns beste Torten - jedenfalls meinen das die fünzigtausend Besucher. Und der Herr Jürgens "aber bitte mit Sahne" in Fischbachau. Urig alte Zimmer, original aus den 60ern. Wirklich original, ich hoffe, die Betten wurden mal gelüftet. Die Familie Monsterspinne hat sich in Tochter- und TOLO's Zimmer jedenfalls heimisch eingerichtet über die Jahre. Kein TV, kein WLAN, nur ein paar Flaschen Bier und Frage-und Antwort-Karten. War lustig !!  Wir haben uns Fahrräder ausgeliehen, sind um den Schliersee geradelt, Abendessen mit Blick auf den Eingang des Bauerntheaters, das gerade Gerhard Polt betritt, bayerische Prominenz. Und endlich Semmelknödel bekommen ! Sauguad!
Am zweiten Tag mit den Wespen gefrühstückt, was besonders den Bub sehr erfreut hat, dann mit der Seilbahn oder zu Fuß auf die Schliersberg Alm. Herrlicher Blick! Die Kinder rutschen die Sommerrodelbahn runter, fallen aus der Bahn, kommen lachend und aufgeschürft wieder zu uns. Wurstsalat essen. Dann klingelt Tochter's handy - der zukünftige Arbeitgeber macht Nägel mit Köpfen und wir freuen uns wie Bolle!! Tochter hat den Job! Mitten auf der Alm ☺
Wieder am See bisschen Motorboot fahren, bisschen rudern, Sonne, Wind, Berge, See, Hollereiduliööh !
Das Abschluss-Essen ist bei einem Kroaten, was so garnicht in die bayerische Stimmung passt, aber er lag auf dem Heimweg. Der hat übrigens nur 2 Stunden und 10 Minuten gedauert - kein Stau und wenig LKW nachts unterwegs, dafür Sohn mit "Queen" begeistert und die Mama auch.
Viele Fotos gemacht.
Eigentlich stand neben Regensburg auch noch Gut Aiderbichl auf dem Programm, aber die elende Hitze, der elende Mutterfuß und die elende Trägheit haben es verhindert.
Zum Glück ist das nicht aus der Welt und jederzeit nachholbar. Jetzt erstmal aklimatisieren im Labor, im ELEND HEISSEN Labor mit einem unbequemen Drehhocker. Heute, am 1. Arbeitstag wurde ich 18x darauf hingewiesen, dass mein Urlaub vorbei ist. 4x dass man Urlaub auch amal haben muss, 6x dass das Wetter ja herrlich war und 12x geheucheltes Interesse, wohin ich gefahren sei. Geheuchelt deswegen, weil gleich nach meiner Info "Schliersee" ein ausführlicher Bericht folgte, wo und wann und warum der eigene Urlaub immer hinging.
(...)

I wünsch' mir an Biiieeersee, so tief wia der Schlieeerseeee
so klar und so frisch - und i war' a Fisch!

So!


                                                                           Ton an !




Je kürzer der Urlaub, desto mehr die Bilder





































da, der Herr Polt



































Ton an !

das war's