Mausloch

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Mittwoch, 19. August 2026

Nordsee - Urlaub, Dag twäid

An diese harte Matratze muss ich mich erst gewöhnen, mir tut alles weh. Aber nichts soll mich aufhalten! Wir nutzen die Vorhersage eines trockenen Tages aus und fahren zur Fähre, die von Norddeich nach Norderney schippert. Der Parkplatz ist kilometerweit weg, die Wanderung zur Ablegestelle enorm. Am Hafen stehen wir erstmal rum wie Falschgeld, wissen nicht so recht, wohin. Viele Schiffe, viele Wege .. aber der Mann navigiert uns geschickt zu unserer Fähre, die nach Betreten direkt ablegt. Wir sitzen auf dem Oberdeck und fangen an, zu genießen.

In Norderney waren wir schonmal, damals, im Urlaub mit den Kindern 2014. Aufgrund meines vernebelten Altweiber-Hirns kann ich mich aber fast nicht erinnern, so entdecke ich eine mir völlig neue Insel. Zuerst das Wichtigste: Ein Fischbrötchen!
So weit mich mein lädiertes Fußgelenk lässt, spazieren wir durch den Ort und am Strand entlang. Da bleiben wir erstmal. Wir sitzen auf einer Bank, schauen aufs Meer, hören Wellen und Möwen. Sehen Leute, die am Wasser entlang flanieren, Mutige, die sich ins Meer stürzen, Hunde, Kinder, Papierdrachen. Einfach nur da sitzen und gucken.
Bis der Kaffeedurst erwacht. Cappuccino mit Meeresrauschen geht definitiv in Ordnung! 

Dann schlendern wir im Schneckentempo durch Norderney, lassen uns beim Klabautermann nieder und gucken Leute, Hunde und vor allem Möwen. Ich schaffe 2 alkoholfreie Pils, das ist wahrscheinlich mehr als im ganzen Jahr davor, haha! Alles ist entschleunigt, alles ist ruhig und friedlich. Honig für die Seele!

Die Rückfahrt mit der Fähre, diesmal mit Pulli und Kapuze, zieht sich hin. Wir nicken beide ein, Arm in Arm. Dann wandern wir den langen Weg zum Parkplatz zurück, entspannt und voller Hunger. Das eine Fischbrötchen am Mittag hat seine Wirkung verloren, ich zittere ein bisschen. Das geht nicht, also suchen wir uns einen Griechen.
Dieser Grieche in Norddeich war ein Glücksgriff, die Portionen sind günstig und so groß, dass wir uns beide den Rest einpacken lassen. Die Fewo hat einen Mikrowelle.
Satt, zufrieden und gut gelaunt fahren wir in der Dunkelheit über lange und weite Landstraßen zurück nach Krummhörn.
Zum Abschluss gibt es eine Folge Doc Martin und eine totenstille Siedlung. Als der Mann schon eingeschlafen ist, geh ich nochmal auf die Terrasse, da bietet sich mir ein umwerfender Sternenhimmel! Unfassbar viele Sterne sehe ich, lasse diesen Anblick eine Weile auf mich wirken.
Gute Nacht, Krummhörn

Norddeich





Sabine fährt gern Fähre


Norderney

Meeresschaum. So endete die kleine Meerjungfrau .. das ist sie, hier an Land gespült

ein Befestigungswall gegen Flutkatastrophen

kannst du dieses Foto hören?


Schietbüdel klingt eindeutig schöner als Kotbeutel







sooooo fein! Krieg ich nur im Urlaub. Knapp die Hälfte geschafft

mein Handy kriegt das nicht auf die Reihe - aber genau so sah es aus! Ich schwindel nicht :)


Cute Rat