Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

Sonntag, 26. Mai 2019

Willkommen zurück

Nürnberg hat einen Einwohner mehr. Seit gestern. Und wir haben das sehr unterstützt!
Tochter ist wieder nach Nürnberg gezogen. Gemeinsame Wohnung ade, erste eigene Bude aber hallo !!
Das Gute: Tochter ist energiegeladen bis zum Anschlag, genau so happy und reißt uns alle mit mit ihrer guten Laune.
Das Schlechte: Es ist ein UMZUG mit einer handvoll Helfer und etwas unzureichender Planung.
Der Super-GAU: Vom  3. Stock in den 3. Stock.
(...)
Papa fährt schon los in die alte Wohnung, schraubt Lampen ab und rumort ein bisschen, während Sohn und ich wie gewünscht auf den Anruf warten. Der kommt gegen Mittag, wir schleppen uns ins Auto und fahren voller Unlust los zur neuen Wohnung, wo Tochter grade aufbricht, um das Sofa zu holen und den Bub gleich in ihren gemieteten Sprinter packt.
Papa und ich stehen da, können noch nichts machen, weil noch keine Möbel da sind und gehen erstmal nen Kaffee trinken. Der Aufseßplatz ist voller action, ein Cafe neben dem anderen, massenhaft Leute, die laufen, fahren, singen und tanzen, ein Spielplatz .. das blühende Leben! Wir schauen zu und schlürfen Kaffee. Bis jetzt ist der Umzug ganz cool.
Dann wird Papa zum Bereitschaftseinsatz gerufen und die Kinder kommen mit einer Ladung Möbel.
Die werden vor der Haustür abgeladen und sofort gehts weiter, die nächste Fuhre holen. Schließlich muss der Sprinter um 18 Uhr wieder zu Hause sein. (elterliche Gedanken wie "warum fangen wir dann erst Mittag an, wenn ihr das Auto seit 9 Uhr habt?? werden bewusst unterdrückt.)
Ich nehme meine Aufgabe, die abgestellten Möbel zu bewachen, sehr ernst. Nach einer halben Stunde dumm rumstehen und auf-und-ab-patrullieren setze ich mich auf den Couchtisch, wo sich gleich ein Penner zu mir gesellt, der mich auf Tuchfühlung zuquatscht. Ansonsten verteidige ich Tochter's Einrichtung gegen 5 interessierte Passanten, sehe 2 erstaunte Kinder vorbeiziehen, die ihre Mamas fragen, was die Frau denn da auf dem Tisch macht, freue mich über musikalische Untermalung aus dem Erdgeschoss und sehe den drohenden Regen nahen.
Als die ersten Tropfen fallen, versuche ich, wenigstens ein paar Sachen wie Matratze, Bettzeug und Papierlampe in den engen Hausflur zu retten.
Kind, jetzt darfste aber mal kommen.
Und sie kommt, mit einem Boxspringbett im Laster und drei völlig erschöpften Jungs im Schlepptau.
Dann gehts los, Trumm um Trumm, Kiste um Kiste, Tasche um Tasche und Regal um Regal alles hoch zu schaffen. 6 Treppen. Und die Jungs geben alles, während Tochter den Sprinter wieder zu Sixt fährt und am Rückweg gleich  Pizza holt.
Ich laufe die vertikale Strecke 5x, was für meine Verhältnisse der Hammer ist. Ich schlepp ja an mir selbst schon genug, und dann noch beladen mit Taschen und Kissen - ich geh über meine Grenzen.
Sohn auch. Wir stehen japsend am Fenster und hoffen, dass wir keinen Herzinfarkt/Kreislaufkollaps (ich) oder Muskeltotalausfall/Knieversagen/Tod durch verdursten (Sohn) erleiden.
Das größere Teil des Sofas kommt angeschleppt und wir stellen fest, dass es nicht ins Wohnzimmer passt.
Wir geben alles und grübeln zu fünft, aber kommen auf keinen grünen Zweig. Es steht jetzt im Flur und sieht bedrohlich aus. Aber wir essen erstmal Pizza. Lebensfunktionserhaltungsmaßnahme.
Das Bett findet auch noch seinen Weg nach oben und steht im Schlafzimmer etwas knapp ... egal, es steht.
Sohn und ich verdrücken uns ziemlich schnell und sind unendlich froh, als wir um halb neun zu Hause waren.

Wenn Tochter irgendwann wieder umzieht, finanzier ich ihr ein Umzugsunternehmen. Ich spar schonmal.
Aber sowas möchte ich bitte nicht mehr!

Hier ein paar Impressionen





















Freitag, 24. Mai 2019

Mittwoch, 22. Mai 2019

in der Pu-Pu-Pubertät

extra für die Oma
nochmal das Pubertäts-Lied
(Kopfhörer)



Eine heiße Suppe ?


WER erinnert sich nicht an die Nürnberger "Suppenfee", Johanna Linde Hübsch?
Die Dame war ein Original in Nürnberg und allseits bekannt und beliebt.
Ihren Lockruf "Eine heiße Suppe?" habe ich heute noch im Ohr.
Frau Hübsch war stets außergewöhnlich charmant und sie war immer großzügig mit Gratisproben und zeigte auch ein großes Herz für Kinder und Obdachlose, die ja keine potentiellen Kunden waren.
1999 wurde sie mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.
Im März 2003 wurde auf dem Kreisverkehr an der Lorenzer Straße eine Linde für die verstorbene Marktfrau gepflanzt und ein Gedenkstein enthüllt. Dies geschah auf Anregung des städtischen Marktamtes und des Mundart-Poeten Klaus Schamberger.


  • Claus Deffner Der Wella Suppen Stand stand auch immer auf der Insel Schütt, war nach Schulschluss stark umlagert. Mehrmals habe ich mir am Plastikbecher den Mund verbrannt ... :-)
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  • Nico Hofmann Der kleine Abstecher zu dem kleinen Stand am Königstor nach der Schule war schon fast ein Ritual. Am liebsten mochte ich die Ochsenschwanzsuppe!
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  • Ralf Siemantel Die kenn ich noch: Eine heiße Suppppe!
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  • Tom Herte Die gute Fee aus der alten Nachbarschaft..... ich sag nur Rind oder Hühner :D oder doch lieber Ochsenschwanz Suppe
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  • Sabine Bergbauer Den Erwachsenen hat sie eine Porzellan Tasse gegeben, den Kindern einen Plastikbecher. Da war immer ein riesen Andrang früher ..
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  • Ralph Schäfer Ich habe Frau Hübsch noch in netter Erinnerung: in den 80er Jahren, nach der Eröffnung des Karstadthauses an der Lorenzkirche, gab es die British Weeks, wo die Briten ihre Produkte im Karstadt dem deutschen Publikum vorstellten. Vor dem Haus standen 2...Mehr anzeigen
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  • Tom Herte Das mit der Bundesverdienstmedaille, den Lindenbaum und Gedenkstein hab ich gar nicht gewusst. Wenn ich mal wieder in die City geh sehe ich mir mal den Gedenkstein an. thx Stefanfür die Info!
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  • Ralph Schäfer Als Kind kenne ich auch nur die gekörnte Rinderbrühe😊, aber für uns 2 "Schotten" gab sie ihr Bestes und kochte 2 Wochen lang extra diese beiden Sorten extra für uns😍. Sie erzählte uns auch, daß ihre Tochter im London bei der BBC arbeitete, wenn ich mich richtig erinnere.
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Ralf Siemantel Wie schön, dass für sie eine Linde wächst. Ich höre ihr "Eine heiße Suppppe?!" noch ganz deutlich. Ich habe es ja generell nicht so mit Medaillen und Bundesverdienstzeug und so, aber diese Frau hat sie wirklich verdient. Sie hat alle satt gemacht – ob in Not oder nicht.
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  • Ralf Siemantel Stimmt. Und besonders freut mich daran, dass solche Menschen wie Frau Hübsch noch lange nicht vergessen sein werden. So, und jetzt habe ich Lust auf eine hübsche Tasse Brühe.
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    Christian Pröbiuß Na faali kemmer die!
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    • Alex Mang Es gab in den 1980er Jahren auf jeden Fall Fleischbrühe und Hühnerbrühe. Das weiß ich noch ganz genau, weil mein Kumpel immer die Fleischbrühe genommen hat und ich mich immer für die Hühnerbrühe entschieden habe. Ergänzen möchte ich auch noch, dass Frau Hübsch nach"Eine heiße Suppe?!" oft noch "gratis!" gerufen hat.
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Ein kleiner Auszug aus facebook 
über die Wela -Frau, die irgendwie alle kennen! 
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