Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

Dienstag, 26. Juli 2016

mit swing übern Plärrer

Hurrah! Die Heimfahrt war richtig gut! Die Swing-CD dröhnt laut, Kind hat Kopfhörer drin und es ist nichtmal Stau am Plärrer.
Ich bin happy - der Computerdoc ist Schuld.
Wir wollten den defekten Rechner abholen und retten, was noch zu retten ist. Bub steht resigniert vor seinem schmerzlich vermissten Pc und hat mit dem Schicksal abgeschlossen. Diagnose - kaputt.
Und die Aussage von Papa, das Kind einen neuen Pc alleine finanzieren zu lassen, lehne ich ab.
So ein Schmarrn, da kann doch der Bub nix dafür! Im Auto auf der Autobahn Richtung Passau diskutiere ich mit Oma und Waldfeger,
wie wir das Problem lösen könnten.
Und jetzt merk ich, ich hab mir wiedermal viel zu viele unnötige Gedanken gemacht.
Die Daten sind gesichert und nach einer gefühlten Stunde im stickigen Laden stehen sagt der Computerdoc, dass er auf den alten Rechner ein neues System installiert. Was auch immer das heißt. Ich bin mutig und frage ihn, ob er abschätzen kann, was das denn kosten würde.
Und rechne mit mindestens 500 Euro. (Schließlich hat der Pc vor 1 Jahr 600 gekostet und ich hoffe auf einen Preisnachlass).
Er überlegt und meint - so 75 - 100 Euro.
Waaaaaaaaaas?  Bub und ich grinsen uns an.
Problem gelöst! Bub darf Geburtstag feiern MIT Geschenken!
YIPPIEAJEYYYYYYY !!
 
Das Wochenende war a bissi anstrengend. Im Vergleich zu den anderen Wochenenden, wo halt nix is. Diesmal war was.
Am Samstag Mittag nach Passau zu Luise Kinseher. Wir starten um 12, erstmal Oma abholen. Und dann geht die Schwitzerei los, im Auto, im Stau, in Passau, immer! Alles ist nass geschwitzt. Ich versuch ja, mich damit abzufinden, aber es ist schwierig. Und eklig. Schwitzende Menschen mag niemand.
Ist auch schwierig, sich auf was anderes zu konzentrieren. Dabei war es ein schöner Tag!
Nach 4 Stunden Autobahn-Steherei kommen wir an, finden ein prima Parkhaus und wollen uns ein bisserl umsehen.
Und ich kann die schöne Stadt garnicht richtig genießen vor lauter keuchen und schwitzen. Bääh.
Beim Essen hab ich den Vorschlag gemacht, im Herbst nochmal in die Gegend zu fahren und einen zweiten Versuch zu starten, das wunderschöne Niederbayern zu erleben. Es gäbe ja auch ein museums-Dorf hier, das zieht bei mir immer!
Frau Kinseher gastierte im Rahmen des Till-Eulenspiegel-Festivals auf der äussersten Ortsspitze der Stadt - Blick nach links - Donau. Blick nach rechts - Inn.
In einem Zirkuszelt. Wo es im Lauf des Abends tüchtig reingeregnet hat. Ich hab auf den Kurzschluß gewartet und darauf, dass die Lichter ausgehen und die Elektrik Feuer fängt. Hat aber gut durchgehalten. Geregnet hats, als gäbs kein Morgen.
Was die Heimfahrt um einiges interessanter gemacht hat. Dunkel - Sintflut - fremde Straßen. Perfekte Verhältnisse!
Aber es war trotzdem super, irgendwie. Hat Spaß gemacht und Frau Kinseher war genial gut!
 
Am Sonntag dann Termin in Lauf. Laufer Kultur Nacht. Aber bei Tag. Die Schwertkampfschule von Bub hatte eine Vorführung und trotz aller Bedenken und Befürchtungen, wieder eins mit der Schaufel drüber zu kriegen, sind wir mit Sohn hingefahren. Und mit Oma.
Alle möglichen Szenarien haben wir auf dem Weg dorthin durchgespielt und ich geb zu, ich war auf Krawall gebürstet.
War eh schon angesäuert, weil wir keine vernünftigen Infos kriegen. Wenn eine Veranstaltung ist, bei der wir erscheinen sollen, ist es dann zu viel verlangt, dass man eine Info mit Zeit und Treffpunktangeben kriegt? Aber ein spöttisch gelächeltes "schau halt auf die homepage" "welche?" "na rate mal" kann ich gut verzichten.
Wunderschönes Lauf! Auf dem Weg zum Spitalhof (wir hoffen, dass es dort auch stattfindet) sind wir alle 4 geladen und auf jeden Streit vorbereitet. Dann steht einer der "großen" Schwertkämpfer am Tor und strahlt uns an: "Gottseidank dass ihr kommt, es fehlen so viele Jugendliche, bis jetzt seid ihr nur zu dritt!" Damit haben wir dann doch nicht gerechnet - dass wir dem Herrn Schwertkampfschulenbesitzer den Arsch retten!
Dieser - also nicht der Arsch - würdigt uns zwar keines Blickes, aber da lege ich auch keinen Wert mehr drauf.
Die Kinder haben ihre Sache gut gemacht und ein "Tschüs" hab ich immerhin noch gekriegt.
Ha-haa! Ich würd ja lachen wenn all die andern Kiddies verstreut in Lauf waren weil sie nicht wussten wo und wann.
 
Und gerade eben hab ich die mail gekriegt, dass das Schwert fertig ist und losgeschickt wird.
Da wird er sich freuen, der Bub. Und ich auch!







Lauf is voll schön









 

Samstag, 16. Juli 2016

Traumtagebuch

Eine große Veranstaltung, zu der Tochter gehen will. Eine Art "Jugendliche treten in die Gesellschaft ein-Party". Sie braucht ein Kleid, und weil mir ihres nicht gefällt, zaubere ich aus dem Schrank im Keller die schönsten Kleider von früher. Von mir. Alle passen ihr.
Die Veranstaltung bekommt christlichen Charakter, findet in der Kirche Menschwerdung Christi statt - die Kiga Räume waren die Kirche, die Kirche war eine Art Pfarrsaal, in dem sich alle versammelt haben, die der großen Veranstaltung fern bleiben wollten. Viele junge Leute. Ich war verantwortlich für die Verpflegung und hab beim Käse-Abräumen mit großen, fetten Ratten zu kämpfen, die auf meine Hand klettern und sich in meinen Handgelenken verbeißen.
Die Veranstaltung ist vorbei, alle stellen sich zu einem Gruppenbild auf. Währenddessen gehe ich in eine alte Kammer, wo ein Brunnen im Boden eingelassen ist und werde, im Rahmen einer Aufführung, zur Probe in einem Eimer da runtergelassen. Ich spiele Schneewittchen (?). Als solches verschwinde ich, sehe aber gleichzeitig vom Brunnenrand aus zu. Alle heule rum, weil Schneewittchen verschwunden ist. Zwei Gangsterbosse kommen rein und sind dafür verantwortlich, sie sind riesig und böse und machen mir Angst. Ich flüchte.
Dann sitze ich neben Papa in einer Holzhütte, die von einer Flutkatastrophe weggespült wird, wir treiben in einem Affenzahn eine Straße entlang, die Holzhütte ich voller Leute die schreien und weinen. Papa schaut aus dem Fenster und sagt "ist eh schon alles im Eimer, alles egal  " Und als wir gegen einen Berg krachen, wache ich auf.





Freitag, 8. Juli 2016

Tochterlos

Und weg war sie. Ich schleiche mich die Treppe hoch, weil ich ahne, dass sie eingeschlafen ist. Ich spitze ins Schlafzimmer - leer! Kinderzimmer - leer. Bad - klar, auch leer.
"Sie ist ja garnicht da!!!?" rufe ich nach unten. "Da war irgendwas, vielleicht ist sie gegangen als ich geschlafen hab!" kommt es zurück.
Keine Tochter. Kein Verwöhnen, weil es ihr heute schlecht ging. So arg, dass ich sie mittags von der Arbeit abgeholt hab. Den ganzen Nachhauseweg gerätselt, was es sein könnte. Therapievorschläge ausgearbeitet. Zu Hause dann in der Praxis angerufen, weil der Chef eine Krankmeldung verlangt. Mit dem Arzt ausgemacht, dass er sie unbesehen ausstellt. Druck gemacht, dass Sohn mit mir bis 16 Uhr dort ist, um die Krankmeldung abzuholen. Zuverlässig die Krankmeldung heim gebracht - in der Annahme, dass Tochter oben schläft.
Dann bin ich aber selber eingeschlafen, ganz spontan quasi. Nichtmal die Einkäufe weggeräumt.
Aber dann ist sie schon weg - nur eine Nachricht auf dem (vergessenen) handy - sie wurde abgeholt, weil sie es ohne ihn nicht aushält. Hach ja. Liebe halt .
Und ich? Bin Tochterlos.