Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

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Mittwoch, 18. März 2026

Alles neu!

Ich mach mit bei einer neuen Blogparade! 

Es geht um den Gedanken "Alles neu" und ich bin gespannt, was ich schreiben werde.

Astrid erklärt dir hier die Einzelheiten: kaffeekochen-war-gestern.de




Bei all der Routine, dem Alltag und dem eingespieltem Trott wäre eine Erneuerung der Umstände vielleicht nicht schlecht. Aber dazu braucht man etwas, was mir minimal fehlt. Nämlich Mut. Veränderung braucht immer Mut. Oder zumindest einen gewichtigen Auslöser.

In letzter Zeit höre ich mir oft die Videos von Maren und ihrem Farbdenkraum auf instagram an. Die Dame hat den Sprung geschafft und will jetzt anderen mit ihrem Klartext helfen, die in ihrem Gewohnheits-Sumpf feststecken. Es ist beeindruckend, wie oft die Dame ins Schwarze trifft! Und ich denke, ja sie hat Recht! Fühle mich verstanden, aber dann wische ich weiter und ändern tut sich nix.
Fast nix. Ab und zu spür ich kleine Kleckse von ihrem Farbentraum, ab und zu sag ich leichter nein oder ich sag mir selber, das hast du gut gemacht. Du darfst das, das ist richtig so. Eine für mich erstaunliche Erkenntnis!

Dinge zu ändern ist schwierig. Sich vorzustellen, wie es wäre, würden sich die Dinge tatsächlich ändern, ist leicht. Da fällt mir vieles ein, ganz spontan. Im Tagträumen bin ich Meister!

Käme jemand um die Ecke und würde mir ein Sabine 2.0 anbieten, die ich frei nach Laune gestalten kann, dann würde ich nicht zögern! Die neue Sabine wäre nämlich richtig cool!
Sie würde tolle Charaktereigenschaften zeigen, wie Disziplin, Konsequenz, Initiative und Tatkraft. So nämlich! Da gäbe es kein "ich sollte mal" sondern stets ein "ich mach das jetzt!"
Die neue Sabine wäre auch viel klüger als das Original. Sie würde all die Spielregeln und Hintergründe in ihrem Job, in der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft wissen! Sie würde endlich schwedisch lernen, sich mit Finanzen auskennen und wäre handwerklich äußerst begabt.
Außerdem wäre die überholte Sabine sportlich und somit mit ihrer Gesundheit sehr zufrieden.
Mit einem Wort: Eine Wonderwoman! (hahaha)
Naja, all das, was mir tatsächlich ein bisschen fehlt, wäre stärker ausgeprägt.
Das wäre auf jeden Fall eine ganz neue Sabine!

Würde ich es als einfach empfinden, würde ich schon einiges erneuern. Das unerschütterliche Selbstbewusstsein, das ich früher gespürt hab, das würde ich ganz gern wieder aus der Versenkung kramen. Oder die Fähigkeit, sich inmitten von Menschenmassen wohl zu fühlen. Das ist eigentlich faszinierend, dass ich früher jubelnd und ausgelassen ganz vorne mit dabei war, mittendrin und voller Spaß - aber jetzt lieber am Rand bleibe, lieber mit meinem Sicherheitsbereich um mich und ruhiger ist auch etwas angenehmer.

Das ist mein Tanzbereich und das ist dein Tanzbereich!

Sich so ein neues ich zu basteln klingt schon verlockend. Aber die Realität ist knallhart, du musst mit dem arbeiten, was da ist. Man kann es aber verbessern. Verfeinern. So weit, dass man sich wohl fühlt, im Bereich des machbaren. Die Zeit und all die Erfahrungen des Lebens formen dich. Wenn man damit nicht zufrieden ist, sollte man was tun.
Sollte man.
Oder aber man akzeptiert die Tatsachen. Sich mit Gegebenheiten zu arrangieren ist nicht verkehrt. Wichtig ist nur, dass ich mit mir selber klar komme. Und da kann ich ich mich ganz grade aufrichten und entspannt feststellen, dass ich mich ok finde. Auch ohne Finanzkenntnisse und ohne großartige Eloquenz.
Immerhin kann ich einen Nagel in die Wand schlagen!

Heyyy!


Wollte ich den Artikel so schreiben? Nein, wollte ich nicht. Wiedermal hat sich der Mauslocheintrag auf magische Weise verselbständigt und wurde sehr persönlich. 
Wer weiß, vielleicht wäre die Sabine 2.0 viel oberflächlicher?! Siehste, das passt schon!




Donnerstag, 6. März 2025

Projekt 52, März - die erste

 Die Aktion Projekt 52 geht in die nächste Runde. 

Was das Projekt 52 ist, kann man HIER nachlesen, auf der Seite von Sari.


52 Themen - 52 Beiträge - 52 Fotos

Für den März stehen die Themen fest, ich finde, da kann man was draus machen!



Ich schnapp mir als erstes das Thema "Neues". Bei uns in der Praxis gibt es fast jeden Tag irgendwas neues, meist Überraschungen, mit denen wir nicht gerechnet haben und die uns schöne Steine in den Weg werfen. Neue Methoden, neue Bestimmungen, neue Technik.

Aber es sind auch recht gute Neuerungen dabei, ab und zu. Zum Beispiel, dass wir für bestimmte, geleistete Arbeit einen Bonus kriegen. Oder die neue Etikettiermaschine, mit der haben wir echt Spaß. 

Seit wir als mittelgroßes Unternehmen von einem riesengroßen Unternehmen gefressen worden sind, hat sich nicht nur der Name und die Ausstattung der Praxis (und uns) geändert, wir dürfen jetzt kleine Werbegeschenke an die Patienten verteilen. Das ist definitiv neu.

Auf der Anmeldung steht ein großes Glas mit Lippenpflegestiften, Brillenputztüchern und Brillenetuis aus Filz. Überall steht der Firmenname drauf.
Dann gibt es noch Stofftaschen und Kugelschreiber und alles mögliche Schniggeldi!
Ganz neu: Gestern kam ein sehr großer Karton an mit einer riesigen Ladung Halsbonbons!
Da kann man prima drin wühlen! Der Anblick hat mir gefallen, so gut, dass ich ein Foto gemacht hab. Und das ist jetzt das Themenbild dieses Beitrags!
Wir haben die vielen Bonbons in einen Pappaufsteller gepackt, damit jeder jederzeit zugreifen kann.

Dieser Beitrag ist unfassbar unspektakulär, aber das muss auch mal sein. Das passt zu dem Tag heute. Völlig frei von Abenteuer & Gefahr. Aber voller Honig Lutschbonbons.




Samstag, 28. September 2024

Die Ehemaligen

 Am Freitag war ja wieder so ein Termin, der mich ziemlich gebeutelt hat. Um 17 Uhr fand das Treffen der Ehemaligen in der Maria Ward Schule statt! Mega interessant, zumal das Schulgebäude komplett erneuert wurde und jetzt gülden in Prunk und Protz erstrahlt. Es nennt sich hochmodern, technisch hochausgestattete Schule nach neuesten klimafreundlichen Standards. Soweit die offizielle Umschreibung. Wer interessiert ist, hier ist ein Bericht von nordbayern.de

Ehrlich gesagt musste ich mich etwas zusammenreißen. Der Morgen startet mit einem dicken Knie, das sich nicht beugen lässt. 2-3mal im Jahr hab ich einen Arthrose-Schub, auf den ich mich immer sehr freue. Freitag war es soweit. Zum Glück arbeite ich an der Quelle und unsere Elfe hat mir eine Spritze gegeben. Dann gings. 
Der Vormittag war wirklich, wirklich anstrengend. So dass ich mittags schon relativ groggy war. Hilft nix, nächste Station Wochenendeinkauf. Da hab ich mich durchgeboxt.
Wieder zu Hause hatte ich 30 Min Pause, die ich bis zur letzten Minute genutzt hab.
Ich bin hundemüde, aber die Neugier siegt. So bin ich frisch geglättet und gebügelt um Fünf am Haupteingang der Schule erschienen. 
Da standen eine Menge Frauen vor dem Eingang herum, die Maria Ward ist ja eine katholische Mädchenschule und das Treffen umfasste alle Jahrgangsstufen. Es waren auch alle Altersstufen vertreten, ich seh viele Damen in meinem Alter, etliche grauhaarige und manch aufgerüschte 30jährige, sowie Jungspunde und Nachwuchs. Was ich nicht sehe ist meine Verabredung, die Bauleiterin. Ich nenne sie so, weil sie so stolz drauf ist.
Nach suchendem hin und her laufen springt sie mir in die Arme! Wir waren beste Freundinnen in der Schulzeit. Neben ihr stehen noch ein paar Mitschülerinnen, die ich tatsächlich wiedererkenne! Große Freude!
Wir betreten das Gebäude und sind sehr beeindruckt. Ich hab das Gefühl, in einem hochmodernen Museum zu stehen. Die Massen an Frauen schieben uns in die Aula, etwas planlos stehen wir herum und scannen alle Gesichter im Umkreis, in der Hoffnung, noch jemand zu erkennen.
Die Gäste wurden empfangen von einem Trommelwirbel der Schülerrinnen. Applaus!
Ein Religions-Physik-Erdkundelehrer hält einen kurzen Vortrag über die tolle, neue Maria Ward Schule, er ist ein bisschen verliebt, glaub ich. Uns werden Zahlen und Fakten über Bau, Lüftung und Hintergrund um die Ohren gehauen, danach werden wir entlassen und dürfen auf Erkundungstour durch das Haus gehen.

Meine Güte! Wat is dat hochmodern! Überall Weiß und Gold, viele nackte Betonwände, die ich ganz fürchterlich finde. Die goldenen Vertäfelungen sind übersäht mit Schülerhand Abdrücken, ob sich der Architekt dessen wohl bewusst war? Ich hab mich auch verewigt, bis zur nächsten Putzaktion zumindest. 
Die Klassenzimmer sind relativ klein, mit 5eckigen Tischen, die man nach Bedarf zusammenschieben kann. Gruppenarbeit und so. Außerdem haben die Zimmer offen verglaste Wände und eine Holztür, die man nicht abschließen kann, nur zuschieben. Wie finde ich das? Als Schüler würde mich das total ablenken, ich würde ständig nach draußen schauen, wer da vorbeigeht und was da so los ist. Wir hatten früher ja nur die Fenster mit Blick auf die Bäume. Das nenne ich konzentrationsfördernd, nämlich!
Auf den Gängen findet man überall mega moderne Sitz und Liegemöglichkeiten, Nischen zum lernen und viele Schließfächer. 
Der Pausenhof ist oval in mitten des Gebäudes, mit dekorativen Bäumen versehen und macht den Eindruck eines geschützt-geschlossenen Hofes. Durch die riesengroßen Wandstreben könnte sogar der Eindruck eines Gefängnishofes entstehen. Aber wer wird denn böse denken!! Es gibt auch eine Dachterrasse, ultra modern bepflanzt mit Schilf und hohen Gewächsen, verschlungene Wege führen durch die Pflanzen.
Wir haben auch eine Mensa, mehrere sogar, Großer Essensraum mit langen Tischreihen und Minimensas mit runden Tischen für je 8 oder 10 Mädchen.

Alle wirkt offen und durchschaubar. Amüsiert hat uns, dass alle Toiletten auf den einzelnen  Stockwerken in einer anderen Farbe gehalten sind, nämlich in Knallblau, Giftgrün, Aggro Rot oder Quietsch Gelb. Sogar alle Umkleiden neben den drei Sporthallen sind absolut rot, alles ist rot. Wir überlegen, ob dieses intensive Rot die Mädels auf den Sportunterricht vorbereiten soll, so zum aggressiv werden. Damit die sich dann mit Kampfgeschrei auf den Kasten oder den Bock stürzen können .. 

Ach ja. Wir 6 Schulkameradinnen haben uns an einem ordinären Biertisch niedergelassen und viel erzählt. Von bereits verstorbenen Lehrern, von lustigen Schulgeschichten, unseren Familien und Berufen. Von einer Schulfreundin mussten wir Abschied nehmen, sie ist leider schon gestorben. Macht nachdenklich. Obwohl ich während der Schulzeit wenig mit ihr zu tun hatte und ihr eigentlich eher den Streberstempel verpasst hatte, trifft es mich doch sehr.
Die  Bauleiterin reißt uns aus trüben Gedanken und hält die Unterhaltung gekonnt am Laufen. Sie hat sich eigentlich nicht sehr verändert, ihr Wesen ist noch genauso präsent und selbstsicher wie damals. Mit den anderen Mädels hab ich mich gut verstanden, es war wirklich schön, sie wieder zu sehen! Nur schade, dass wir nicht mehrere von uns entdeckt haben.
Aber weitere Treffen sind schon in Planung, da freu ich mich.
Ich bin froh, dass ich mich "überwunden" hab, doch hin zu gehen. Da wär mir schon was entgangen!

Zum Schuss haben die Bauleiterin und ich doch noch eine alte Lehrerin von damals getroffen! Frau G. (Deutsch und Geschichte) hat das ausgesprochen, was mir im Kopf rumging: Diese neue, 4stöckige Schule ist super modern und beeindruckend. Was aber gänzlich fehlt, ist die Seele. Wo sind die Kinderbilder, die Kunstwerke und Zeichnungen? Die alte Schule war zwar alt, aber eben auch gemütlich. Ich mochte sie, die alte Schule. wo man noch mit ordinärer Kreide auf alte, dunkelgrüne Tafeln geschrieben hat! Und es tut schon ein bisschen weh, den Schutthaufen zu sehen, der unser altes Klassenzimmer war.
Hier hab ich mal einen Beitrag verfasst: Alte Schule, altes Haus

Hier kommen viele Fotos

der erste Eindruck

die Aula

der Weg zwischen Turnhalle und Umkleide


die Aggro Umkleide

ein Klo in Türkis

Blick von der Dachterrasse



die Dachterrasse, rechts der Pausenhof




ein Klo in Signalrot

der Raum für die Sportlehrer - mit den alten Stühlen und Tischen !


es gibt keine Turnhalle, die ich gut finde


der Pausenhof


eine Teppichwiese zum in Bäume schauen und entspannen


nochmal der Pausenhof vom Dach aus gesehen


Dachterrasse

eins der offenen Klassenzimmer

die große Mensa

der engagierte Religions-Physik-Erdkundelehrer

hier vermuten wir den alten Eingang. Mir gegenüber war die Pforte, dahinter der Weg zum Kloster





Fazit: schon schön und vor allem beeindruckend. Aber ich bin froh, 
auf die "alte" Maria Ward Schule gegangen zu sein

hier. das Häufchen Klassenzimmer. Das war meins :/

Cute Rat