Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

Blogparade zum mitmachen!

Samstag, 16. August 2025

SO!

Die großartige Alexandra Bohlmann vom Blog alexandrabohlmann.com hat vor einiger Zeit einen Kalender für kreative Chaotinnen erstellt. Ab und zu schau ich da drauf und schreib bissle was dazu. Ich find den klasse!


Am 22. Juli war "Warum-bin-ich-so-wie-ich-bin?" - Tag
"Lache über deine eigenen Marotten und Eigenheiten - sie machen dich einzigartig!"


Tatsächlich fällt mir in letzter Zeit eine ziemlich penetrante Marotte an mir selber auf. Nachdem ich auf instagram ein reel gesehen hab, das erzählt, was für den Rest der Welt typisch deutsch ist, stelle ich amüsiert fest, dass ich da voll integriert bin.
SO!
Wie oft sage ich SO! , wenn ich was machen möchte? 
Der Patient kommt in mein Labor. Ich lächle (weil Profi!) ihn an und sage: "SO! Sie kommen  zum Impfen?!" oder "SO! Heute nur die Schilddrüsenwerte?" oder "SO!, einmal pieksen?"

Wie oft sage ich unbewusst SO! ??

Seit diesem reel merke ich das, nämlich fast ständig! 

SO! Feierabend!
SO! Das war's.
SO! Essen ist fertig!
SO! Auf geht's - diese Variante wird begleitet von einem beidhändigem Schenkelklopfer
SO! Haben wir das auch erledigt
SO! Jetzt geht nochmal jeder aufs Klo und dann reiten wir los! (oder so ähnlich)

Ich find das gleichermaßen erschreckend wir lustig, seit ich da bewusst drauf achte. Ich kann das aber auch nicht abstellen, das kommt einfach! Ehrlich, ich hab's versucht.
Vielleicht ist das tatsächlich typisch deutsch?
Aber machen das nur wir hier? Meine ehemalige Kollegin missi hat das auch gerne gesagt, und die ist Türkin. Da war es allerdings kein SO! sondern ein Sooooo! Zählt das auch?

Mir war das nie so bewusst, aber jetzt merke ich das andauernd. Eine echte Marotte.
Bloß bin ich damit wohl nicht einzigartig. Oder?

SO! Das war mein Beitrag zum 22. Juli








Mittwoch, 13. August 2025

so a bleeder Tag


Dienstag

Ich bin heute alles andere als gut drauf. Gereizt, genervt, ungeduldig, unkonzentriert.

Manchmal kommt ein Tag daher, den man von Anfang an einfach abwürgen und entsorgen sollte. So Tage mit Terminen wie Zahn-OP, Termin beim Steuerberater oder beim Gastroenterologen zur Darmspiegelung. Oder Heute. Heute ist gar kein Grusel-Termin, heute ist einfach nur doof.

Gleich beim Weckerklingeln verfluche ich die vergangene Nacht. Schlecht geschlafen, sehr schlecht. Ich bin gestern Abend frohen Mutes ins Bett gesprungen, in der Annahme, dass der Vollmond mit seinen mystischen Schwingungen jetzt endlich weitergezogen ist und ich bestimmt gut schlafen kann. Endlich wieder. Aber nein, nix. Und dann klingelt der Wecker, herzlichen Glückwunsch. Im Bad fällt mir alles runter, der Kaffee schmeckt irgendwie komisch und die Kasper vom rtl Frühstücksfernsenen gehen mir mächtig auf den Geist, so wie sie alle frohlocken über das "super Sommerwetter" wo man den ganzen Tag schwimmen im Freibad, chillen mit den dauerlachenden Freunden oder mit kurzem Leibchen über die Wiese tollen kann. Jippie!

AM ARSCH! Ich kann es nicht mehr hören, ständig wird im TV oder Radio auf das ach so tolle Sommerwetter mit diesen phantastischen Temperaturen von 34 Grad gejubelt. Was soll das? Kommt da keiner auf die Idee, dass viele Menschen unter dieser Hitze leiden? Senioren, Kranke, oder so Leute wie ich, die den ganzen Tag in einem fensterlosen Kabuff sitzen und durch die Praxis rennen müssen, was bei 30 oder 35 Grad ganz besonders viel Spaß macht?!

Die Patienten sind gereizt, ich bin gereizt, die Hitze staut sich, alles klebt und überhaupt ist alles doof!

Wenn ich dann endlich Feirerabend hab, bleib ich so lange drinnen, bis man draußen wieder atmen kann ohne zu verglühen. Abends kommen dann die Mücken. Und danach wieder eine viel zu warme, schlaflose Nacht.

 


Ach ist das alles blöd. Heute muss ich mich so zusammenreißen, freundlich zu den Leuten zu sein. Hier sitze ich, Fuß tut weh, Knie tut weh, Rücken tut weh, Mückenstich juckt, Hunger ist groß. Und alle gehen mir auf die Nerven! Bei meinen Kollegen hab ich mich vorab schonmal entschuldigt und darum gebeten, alles was von mir kommt und aggressiv klingt, zu missachten. 

Aber ich muss Profi sein. Muss lächeln und höflich und freundlich sein. Und nachsichtig. Und geduldig, meine Güte, die schwerste Übung heute! Ein Patient nennt mich schon zum fünften mal "Schwester". Obwohl ich keine Krankenschwester bin, seine schon gleich garnicht! 
Sei nachsichtig - sei nachsichtig - sei nachsichtig
Ein sehr selbstbewusster, breitbeinig sitzender Kerl schreit schon los, bevor die Nadel den Arm überhaupt berührt und schaut mich voller Vorwurf an. Ich bin versucht, 'wehleidig' in seine Karte zu notieren. Darf ich aber nicht, das wär gemein. Der arme, arme Mann. Ist halt bissle ängstlich, ängstlich sein ist erlaubt. Bloß blöd, dass er grade heute bei mir sein muss. 
Sei Profi - sei Profi - sei Profi
Und ich lächle. Was ich dabei denke, sag ich nicht. Heut kommt alles zusammen, was ich nicht gerne tu. Ist Selbstmitleid auch erlaubt?

Aber, aber! Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Ich greife zwar in diesem Fall nicht zur HB, aber ich versuche, mich zu erden. Ventilator an, Mittags was essen, kühles Mineralwasser, wenig Patienten am Nachmittag. Und der Ranger wartet unten! Und ich muss nicht kochen heute! Und ich kann beim Abendessen mit dem Mann eine Folge Shameless gucken! Und mein Zombiebuch wartet auf mich! Und eine Dusche wäscht den ganzen dummen Schweiß weg!
Na bitte. Geht doch.

so ein Rumgezicke ....




Als kleines Bonbon fällt mir beim Zähneputzen am Abend eine komplette Brücke aus dem Mund. Eine alte Zahnbrücke, unter der offensichtlich gründlich saniert werden müsste. Wunderbar. Leicht panisch versuche ich, das Ding wieder auf den Zahn zu drücken, hoffentlich hält das bis zum Zahnarzt! Da muss ich morgen als Notfall hin.
Das auch noch.
Und später im Bett fällt mir auf, dass heute der 12. war. Bedeutet, ich hab das 12 von 12 vergessen, vor lauter Gemotze. 

so a bleeder Tag!!!





Sonntag, 10. August 2025

High Five der Woche - mit einem Glücksteilchen

Moin! Ich hab mir vergangenen Mittwoch aus einer Laune heraus nochmal die Mauslocheinträge unseres Wien Urlaubs durchgelesen. Meine Güte, was war das schön! Es ist faszinierend, wie schnell man wieder mental dort ist! Das war wie ein kleiner Gedankenausflug in die Kaiserstadt, richtig klasse, sich alles wieder in Erinnerung zu rufen. Ich hab zwar ein Fotoalbum erstellt, das ich dem Mann zu Weihnachten geschenkt hab, aber diese Berichte kommen viel intensiver! 

Wenn Neugier bestehen sollte: das Wien Spektakel

Echt sinnvoll, sich alles aufzuschreiben. Vielleicht lese ich nachher unseren Ostseeurlaub nochmal. 

Ostsee. Was für ein Zufall - ist bereits gebucht! Für September, da geht es nach Grömitz. Mir ist bewusst geworden, dass das der erste Urlaub seit  über 20 Jahren ist, den wir ohne ein einziges Kind verbringen. Das wird ruhig. (hahaha)

Kurze Bestandsaufnahme:
Es ist Samstag Mittag. Ich hab mich mit dem Laptop raus getraut, zumal noch ein kleines Lüftchen weht. Mal sehen, wie lange ich es bei 30 Grad aushalte.
Die gewaschenen T-Shirts hängen auf der Leine im Garten, was ich richtig gut finde. Ich liebe es, Wäsche beim trocknen zuzusehen. Sagt das etwas über mein abenteuerliches Leben aus?
Die nächste Ladung wäscht gerade, das Bad ist geputzt, die Zimmer entstaubt, zumindest oberflächlich. Zu mehr reicht es heute nicht, man soll ja auch nicht übertreiben.

Und jetzt ist es Zeit für ein sommerlich heißes High Five der Woche!

5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt


1  Eigenartiger Weise war es an den meisten Tagen in der Praxis relativ ruhig. Und das, obwohl wir den ganzen August über Vertretung für eine andere Praxis haben. Das ist in sofern kritisch, weil diese andere Praxis lauter seltsame Patienten betreut. Die kommen dann alle zu uns und machen Rabatz. Ich weiß nicht, was das für Leute sind - fast alle auf Stunk aus und höchst eigenwillig. Wir machen drei Kreuze, wenn die wieder in ihre Heimatpraxis gehen. Aber diese Woche war ziemlich cool. Wahrscheinlich sind die alle schon im Urlaub.

2  Der Mann hat mir letzte Woche Rosen geschenkt. Einfach so. Rosa Rosen. Ich liebe es!!! Ach ja, und ihn auch. (grins)
Noch mehr Geschenke: Dank Oma haben wir einen guten Hausgeist im Wohnzimmer. Dobby ist bei uns eingezogen und der Mann hat sogar zugestimmt, ihn vorerst im Wohnzimmer bleiben zu lassen. Ich fange an, ihn jeden morgen anzugrinsen. Guten Morgen, Dobby!

3  Der Bub ist wohlbehalten aus Wacken zurück gekommen. Bevor er komplett im Matsch versinkt, ist er in der Nacht von Samstag auf Sonntag zurück gereist. Einen Wackenbericht haben wir noch nicht bekommen, aber es ist schön, ihn wieder wohlbehalten zu Hause zu wissen!

4  Kollegin Nachtigall hatte Geburtstag und hat diese Woche was feines vom Konditor springen lassen. Das waren lauter kleine Teilchen in zwei großen Schachteln. Absolut verboten für mich, aber nach fünfmal um den Tisch schleichen konnte ich nicht mehr widerstehen und hab mir ein halbes Schokoteilchen genommen. Was für ein Genuss!!!
Zum Glück war mein Diabetessticker grade abgelaufen und der neue noch nicht am Arm festgetackert - so wir nie jemand erfahren, was dieses Schoko-Marzipan-Pistazien-Glücksteilchen in meinem Blut angestellt hat. HA!

5  Heute Abend wird gegrillt. Und ich mach einen griechischen Salat dazu. Das bedeutet, nach einem sehr ruhigen, entspannten, etwas zu warmen Tag werden wir im Garten sitzen und lecker Putenschnitzel mit Salat haben. Kann man so lassen, find ich.









Weitere High Five's der Woche:
Mira auf besinnlich.de

Samstag, 9. August 2025

Projekt 52 - August, die zweite

 

52 Wochen . 52 Themen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de



 

 

Thema Nr. 2 fürs Mausloch ist : Holz

Ich mag Holz. Holz ist vielseitig, nachhaltig, lebendig, es atmet, riecht gut und sieht klasse aus. Holz ist genial!



Damit könnte ich den Beitrag eigentlich schon beenden, weil Holz eben toll ist. Ich verdränge den Gedanken, wie viel Bäume wegen uns täglich abgeholzt werden, das ist niederschmetternd. Grade weil ich so ein Baumfan bin. Demnach sollte man Luxus aus Holz eigentlich boykottieren - aber das ist schwierig. Auf meine "echten" Bücher will ich ja auch nicht verzichten. Wie nennt man so jemand wie mich? Tut so, als wäre er ein Baumfreund, will aber alle Annehmlichkeiten behalten .. ein Blender? Oder ein Heuchler?

Man weiß es nicht. Will es auch nicht wissen.

Was Möbel betrifft, würde ich mich aktuell komplett neu einrichten, wenn ich denn die Möglichkeit hätte. All die weißen Regale und Tische und Betten raus - dafür dunkle Holzmöbel rein. Dunkel, aus Ebenholz, Walnuss oder Mahagoni find ich wunderschön! Mit einem antiken Touch am besten.
Ich mag große, klobige und vor allem alte Tische aus dunklem Holz. Oder Tore und Deckenbalken aus mittelalterlicher Epoche. Das Burgtor auf dem Foto fasziniert mich sehr, nicht nur wegen der eisernen Beschläge, auch wegen diesem uralten Holz, das immer noch hält! (seit dem 13. Jahrhundert)
Wenn ich alte Gebäude betrete, sehe ich zeitlos starkes Holz überall. Es strahlt Beständigkeit und Zuverlässigkeit aus - und hat einen tollen Geruch. Sogar altes Holz.
 
 


Im Restaurant des Hotels mussten wir jeden Tag die alten Holztische mit einer Wurzelbürste scheuern. Das war anstrengend, aber effektiv! Die Tischplatten waren blank, sehr glatt und fühlten sich irgendwie angenehm an. Ich mochte das. Also das Resultat.

Als Kind hatte ich rote Clogs, die eine Holzsohle hatten. Damit konnte man herrlich laut herumklappern! Ich bin mir nicht sicher, ob meine Familie oder meine Nachbarn das auch super fanden, so auf lange Sicht. Aber ich mochte die! Meine Mama dagegen hatte diese "Klapperl", einfache Holzsohlen mit Lederriemchen, die bei jedem Schritt an den Fuß knallen. Auch hübsch. Und schön laut, man wusste immer sofort - Mama kommt! Oder Sabine kommt, je nachdem.


Einmal möchte ich in einem alten, antiken, hölzernen Zugabteil durch die Gegend fahren. Ohne jeden Komfort, dafür so original wie möglich. Das wär ein Abenteuer! Mit dem dazugehörigen Knattern, Rattern und Quietschen! Holzklasse eben.






 
 
 

 

Dienstag, 5. August 2025

Jeder sollte einen Dobby haben

Jeden Sonntag besuchen meine Waldfeger und ich die Oma. Oma ist eigentlich Mama, aber wir sagen alle Oma zu ihr. Oma wohnt im Wohnstift und gibt uns immer Kaffee, wenn wir kommen. Ich liebe die Sonntag Nachmittage bei ihr!

Letzten Sonntag haben zwei geheimnisvolle Pakete auf uns gewartet, als wir ankamen.

Oma meint, sie hat da etwas gesehen und an uns beide gedacht. Da hat sie es spontan gekauft und jetzt dürfen wir es auspacken.
Aufregend! Ein Geschenk, ganz ohne Anlass!!

Wir haben die Pakete gleichzeitig geöffnet und ich wär beinah vom Sofa gerutscht -
Da war ein Dobby drin! Eine große Dobby Puppe! Ist das klasse?!
Nie im Leben hätt ich damit gerechnet, das war eine geniale Überraschung!

Schau die diese Figur an, der Gesichtsausdruck! Dobby mit einem Lumpen als Kleid und skeptischem Blick, ganz so wie in den meisten Szenen im Film. Und er hatte eine kleine Socke dabei, die man ihm in die Hand legen kann. 

Sowas! Ein Dobby!

Ich freu mich total, das ist so eine süße Idee! Dabei lag für jede von uns ein Brief, Gründe warum wir für Oma wie ein Dobby sind. Ich bin hin und weg!

Dobby sitzt jetzt auf der Kommode und hält seine Socke. Die Socke der Freiheit!
Wo ich ihn hin platziere, weiß ich noch nicht. Der Mann ist von Dobby's skeptischem Blick etwas irritiert, aber er mag Dobby genauso wie ich. Wahrscheinlich wird Dobby bei mir oben wohnen.

Ich hab einen eigenen Dobby!!

Danke Oma, das ist voll lieb! Und so überraschend :)





Montag, 4. August 2025

Projekt 52 - August, die erste

52 Wochen - 52 Themen - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de


 




Die Themen für August sind da! Fünf an der Zahl, das heißt, es wird gebloggt bis es raucht!




Spontan hat mich das Thema bunt angesprochen. Das kommt daher, dass mir sofort ein Foto in den Sinn kam, das dazu ganz gut passt.
Ende Juli hatten wir Flohmarkt in der Siedlung. Für mich ist das schon bisschen was besonderes, weil ich den mit einer Freundin zusammen organisiere. Dieses Jahr gibt es sogar ein Jubiläum:
10 Jahre Siedlungsflohmarkt! 

Die Idee kam, weil ich einfach zu viel Zeug zu Hause hab. Dann kam das Jammern über diesen Zustand, dann die Idee zu einem Flohmarkt hier bei uns vor der Haustür.
Rastanine und ich haben über dieser Idee gebrütet, Flyer drucken lassen und in alle Windrichtungen verbreitet, dass hier Flohmarkt ist.
Kam auch gut an bei den Leuten. Als ich am Morgen durch die Straßen gefahren bin, waren so viele Leute und so viele Verkaufsstände überall, das war klasse! War ich fast ein bisschen stolz, das haben WIR geschaffen!
Seitdem kommt der Flohmarkt jedes Jahr, dieses mal sogar doppelt.
 
Die Leute verkaufen alles Mögliche, Kinderspielzeug, Klamotten, Schmuck, Bücher, alles, was rumliegt und eigentlich weg sollte. Die Stände und auch die Leute sind bunt zusammengewürfelt. Niedlich find ich die Kinder, die auf Decken am Boden sitzen und ihre Schätze verkaufen wollen. Das ist für mich unvorbeigehbar und das ein oder andere Mickey Mouse Heft, Playmobilfigur oder Schmuckkästchen wird dann erworben. Aus Prinzip!
 
Viel Kohle kann man damit nicht machen, es sei denn, man hat einen Haufen antike Schätze vom Dachboden geholt und den passenden Käufer angelockt. Aber meist lohnt sich der Aufwand finanziell nicht so sehr, aber die Nachbarschaft wird gestärkt! Die Leute kommen ins Gespräch und Besucher stellen fest, wie schön unser Stadtteil ist!
Bingo!
 
Hier ist ein Foto von einem Verkaufsstand von jemand, der ziemlich viele Spielzeugautos zu Hause hat! Und das ist auf jeden Fall bunt genug für diesen Beitrag!







Sonntag, 3. August 2025

Die High Five der Woche mit Fee

Wieder eine Woche geschafft! Jetzt sind es nur noch 5 Wochen bis Urlaub! Halbzeit. Ich sehe das äußerst positiv, nicht nur Glas halbvoll sondern auch die 10 Wochen zwischen den Urlauben schon halb geschafft! BÄÄM!

5 positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgepickt



Am Freitag hatte ich einen überraschend angenehmen Arbeitstag. Die Stimmung in der Praxis war gut, vielleicht waren alle schon in Wochenend -Vorfreude, oder wir stehen alle unter Mondeinfluss, wer weiß?! Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte mutig, die Arbeiterei hat am Freitag fast schon Spaß gemacht! Huuu!


Wir haben beschlossen, wie wir unsere Bonuszahlung als Team verprassen. Es geht auf einen Dampfer! Der schippert auf dem Brombachsee herum, mit Lichtern und gutem Essen. Geplant ist der November. Wer will, kann eine Martinslaterne basteln und mitbringen, Haha!

Der Bub ist gut und ohne Zwischenfälle in Wacken angekommen. Auf den Dauerregen hat er sich eingestellt, das scheint für ihn kein größeres Problem zu sein. Ich glaub, es geht ihm gut und ich glaub auch, er hat Spaß! Na, wer nach Wacken fährt, hat auf jeden Fall Spaß! Bin gespannt, was er erzählt!



Unsere Fee nimmt am Bardentreffen in Nürnberg teil! Gestern hab ich das Video gesehen, sie stellt sich einfach da hin und singt mit ihrer Feenstimme ins Mikro! Ich bewundere nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihren Mut! Heute möchte sie nochmal singen, ich versuche, sie im Gewühl zu finden. (Ha, gefunden! Ich bin sehr beeindruckt, sie macht das echt toll)



Wir haben spontan unseren Urlaub gebucht! Erst waren wir nicht so sicher, ob es dieses Jahre einen Urlaub geben wird, aber jetzt ist das Ding eingetütet! Wir wollen ein paar ruhige Tage an der Ostsee haben und fahren nach Grömitz. Ich freu mich schon sehr!!




Weitere High Five's:
Mira von besinnlich.de

Freitag, 1. August 2025

FFF - der fröhliche Freitags Füller

 Ganz ungewöhnlich - heute war ein guter Arbeitstag! Gleich von Anfang an, obwohl die Technik wieder mal kläglich versagt hat. Aber die Laune war gut, eine von uns hatte Geburtstag und außerdem ist Freitag! Freitag ist immer was Gutes!

Freitag kommt nicht nur das Wochenende (hurra), sondern auch der Freitags Füller! (Jubel)


powered by Barbara auf scrapimpulse.com




1. Heutzutage gibt es viel zu wenig Kinder, die draußen spielen. Also so richtig spielen mit Phantasie und viel Geschrei. Es gab doch immer diese Gruppenspiele, Feuer-Wasser-Blitz, der Kaiser schickt seine Soldaten aus, Verstecken, wer hat Angst vor'm schwarzen Mann (höhö) oder Seilspringen und Gummihüpfen. Wo sind diese Spiele hin verschwunden, und wann eigentlich? Und vor allem - warum? 

2. Es geht nicht mehr ohne, im Laufe des Abends freu ich mich drauf, manchmal begleitet es mich gedanklich den ganzen Tag und ich kann einfach nicht genug davon kriegen - immer und immer liegt ein Buch auf meinem Nachttisch!

3. Immer neue Wege finde ich, um mich vor der Kammer des Schreckens zu drücken. Meine Abstellkammer - randvoll mit Graffel und Zeug, das ich wahrscheinlich nie mehr brauche und schon total vergessen hab. Es müsste ausgeräumt werden, aber das Mausloch ist wichtiger. Oder der Küchenboden. Oder frische Bettwäsche. Oder mein Strickzeug. Oder der Fernseher. Oder ...

4. Kartoffeln und Heißluftfritteuse ergibt ein schnelles Abendessen. Ich hab ein tolles Bratkartoffelgewürz! Dann noch ein paar Zwiebelchen, ein Spiegelei und, wenn ich ganz wild drauf bin, ein Salätchen.

5. Jetzt kann man sich nachts in die Decke einwickeln und super entspannt schlafen! Auch wenn so viele über die kühlen Temperaturen jammern, ich find das super! Lieber Sabine UNTER die Decke als AUF die Decke! 
So schaut's aus

6. Je älter ich werde, desto pingeliger werd ich auch. Schmatzen, lautes Schlucken, tonloses Pfeifen oder Essen mit offenem Mund bringt mich schnell auf die Palme! Alternativ schaffen das auch bescheuerte Wortabkürzungen. Schlimm find ich "Mukke" und "Spaghetti Bolo". Uaaaahhh! Und noch was - ich kann das Wort geil nicht ab. Konnte ich noch nie! 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Spaghetti Bolognese, am Samstag habe ich geplant, mich vor der Kammer des Schreckens drücken und Sonntag möchte ich mit Waldfeger zu Oma, büschn Klönschnack & Kaffee! 






Dienstag, 29. Juli 2025

Projekt 52, Juli - die vierte

 

52 Themen - 52 Beiträge - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de







Thema: Aus der Reihe tanzen

Zu diesem Thema fällt mir einfach nix reißendes ein. Zumindest nichts, was ich passend zum Beitrag fotografieren könnte. Ich hab lange überlegt und gebe jetzt auf.
Deswegen gibt es zum Projekt 52 Teil 4 im Juli eine ziemlich simple, mit einer Tendenz zum Profanen und notdürftig ausgedachte  Version eines Blogbeitrags.

Mein Alltag in der Küche, mein Speiseplan, mein tägliches Elend - unterbrochen von einem Traum aus Frucht, Sahne und Zucker, der extrem und liebevoll willkommen aus der Reihe tanzt!





Sonntag, 27. Juli 2025

ein neues High Five der Woche

Ich feiere grade dieses kühle Wetter! Damit gehöre ich einer kleinen, standfesten Gemeinde von Hitzehassern an. Kein kalter, verregneter Julitag kann so nerven wie Hitze über 30 Grad!

Somit ist alles gut und ich kann meine High Five der Woche schreiben 

fünf positive Momente
aus der vergangenen Woche herausgefiltert


1 Der erste Flohmarkt von zwei ist geschafft! Sogar das Wetter hat mitgespielt, zumindest war es bis am frühen Nachmittag trocken. Ich bin herumgelaufen und wollte Fotos machen, für die Webseite. Dann hab ich aber so viele Kinder da sitzen sehen, die alle hoffnungsfroh und erwartungsvoll ihre Schätze verkaufen wollten - da kann man doch nicht anders! Jetzt bin ich stolze Besitzerin eines Donald Duck Heftes, eines Kästchens, zwei Bonbongläsern und zwei Figuren aus Bugs Bunny. Von Rastanine hab ich ein paar Platten abgestaubt. 

Das schöne war, dass so viele Leute beieinander standen und sich unterhalten haben. Das soll der tiefere Sinn eines Siedlungsflohmarktes sein - dass die Nachbarn und die Besucher ins Gespräch kommen. So, Job erledigt!

2 Meine Schulter hat sich wieder erholt. Zum Glück! Nach einem Tag Auszeit und ein paar Kilo Schmerzsalbe funktioniert wieder alles.

3 die kleine Karolina hat sich gefreut, mit Silvester und Bugs Bunny mehr als 20 Cent zu verdienen. Ich hab ihr 50 ct pro Figur gegeben. Dafür hab ich einen selbstgebastelten Dankezettel bekommen. Und tolle Figuren :)



4 Mein Alpenveilchen. Erst dachte ich, es stirbt langsam vor sich hin, was mich nicht verwundert hat - bei mir überleben nur die ganz harten Pflanzen. Mein Haus ist eine Pflanzen Survival Trainings Station. Aber Mama sagt, die Veilchen übersommern nur, weil sie es eben nicht so heiß mögen, eher kühl und dunkel. Schon fühl ich mich mit der Blume tief verbunden und hab sie ins Regal gestellt. Jetzt auf einmal kriegt sie 7 neue Triebe! Veilchen scheint sich im Regal sehr wohl zu fühlen! Das freut mich, damit hab ich nicht gerechnet



5 Es war Blognacht und ich war dabei. Nachdem ich sie 2x verpasst hab, konnte ich Freitag Abend wieder mitschreiben. Hat gut getan und ich hab wieder gemerkt, wie besonders diese Aktion von Anna ist. Da sind einige Blogger per zoom miteinander verbunden und schreiben. Das sind immer ganz besondere Beiträge, die da entstehen. Schön, dass es die Blognacht gibt!



Danke fürs lesen! Wenn du möchtest, kannst du gerne beim High Five der Woche mitschreiben, das gibt es jede Woche! Ich würd mich freuen.



Weitere High five's:

Sari von heldenhaushalt.de 
Mira von besinnlich.de

Samstag, 26. Juli 2025

eine außergewöhnliche Blognacht

 Herzlich willkommen zur Blognacht im Mausloch!

Anna von blognacht.de lädt wieder ein



Ja endlich hab ich es mal wieder auf die Reihe gekriegt, daran teil zu nehmen. Und heute ist der ideale Abend zum Schreiben, das trifft sich also gut. 

Es ist Freitag Abend, ich sitze in Tochter's altem Kinderzimmer und die Playlist heißt "ruhige Oldies". So wie ich, ich bin auch ein ruhiger Oldie. Haha.
Eigentlich freu ich mich schon den ganzen Tag auf jetzt. Gestern konnte ich überhaupt nichts ins Mausloch schreiben, weil mich meine rechte Schulter ausgebremst hat. So arg, dass ich tatsächlich daheim geblieben bin. Hab sehr mit mir gekämpft, soll ich oder soll ich nicht .. mein schöner Rekord, keinen einzigen Tag in diesem Jahr krank gewesen zu sein, wär dann dahin. Aber nach intensiver Überprüfung der Beweglichkeit hab ich entschieden - nö. Die Schulter braucht Pause, am besten bewegungslos. Also lag ich den ganzen Tag irgendwo rum und hab einfach nur geradeaus geguckt. Und weißt was? Das war genau richtig, jetzt spielt die Schulter wieder mit und ich kann arbeiten gehen. Juhu. 
Und schreiben kann ich auch. 
Aber was schreib ich eigentlich? Anna hat uns Zoomlingen den Impuls für die heutige Blognacht gegeben:


alle benutzen heute Anna's Bild,
also tu ich das auch. Gruppenzwang, haha 



Jetzt brauch ich wieder ewig, bis ich auf den Punkt komme. In der Hoffnung, dass mit der Zeit ein Licht aufgeht irgendwo und mir die richtige Richtung zeigt. 
Meine Ruhige-Oldie-Playlist spielt gerade ein Lied aus Disneys Robin Hood "Oo de lally" hach ist das schön! Ich könnte auch mal wieder einen alten Disney anschauen. So einen Klassiker wie Robin Hood oder 101 Dalmatiner. Das sind Seelenfilme!
Aber das soll nicht das Thema sein heute Abend. Das Thema heißt ja Außergewöhnlich!
Hm.



Also mich beschäftigt ja einiges zur Zeit. Das mit Birk, der schmächtigen Birke vor dem Haus hab ich ja schon verbloggt. Das war so traurig! Tatsächlich kam kein SÖR, sondern die Feuerwehr und hat den armen Birk so richtig schlimm hergerichtet. Fast schon verstümmelt! Jetzt steht er da und schämt sich ganz fürchterlich. Der halbe Stamm und ein paar Zweiglein. Tut mir echt leid, der arme. Aber immerhin darf er weiterleben! 
Das wollte ich jetzt gar nicht schreiben. 

Außergewöhnlich.

Wusstest du, dass morgen in meiner Siedlung Flohmarkt ist? Rastanine und ich organisieren das und dieses Jahr gibt es sogar 2 davon - der alte und der neue Teil der Siedlung. Morgen ist alt dran. Das heißt, dass ich in aller Herrgottsfrüh aus dem Bett muss, um die ausgedruckten Lagepläne vor zum Kiosk zu bringen. Sonst ist alles fertig. Ist immer ein Haufen Arbeit (dieses Jahr sogar doppelt). Warum ich das immer noch mache, weiß ich eigentlich nicht so recht. Irgendwer sollte es machen, finde ich. Also!
Im September bin ich dann selber dran, weil neue Siedlung.

Mensch ich eier hier rum, eine Teilnehmerin ist schon fertig! Jetzt schon! Also das ist außergewöhnlich!! Ich hab noch nicht mal richtig angefangen! Effizientes Arbeiten nennt man das, hab ich mal irgendwo gehört. Phuhh!

Außergewöhnlich.

Der Bub kommt am Sonntag vorbei, seine Wacken-Sachen zusammensuchen. Nächste Woche wird er wieder zum Wackinger! Diesmal fährt er sogar mit mehr Sachverstand dorthin, weil er ja jetzt selbst in einer Rockband spielt. Sehr gekonnt sogar, sie covern coole Rocksongs und sehen gut aus dabei. Seine Band heißt Ditkovich, in Anlehnung an den Vermieter von Spiderman. Mittlerweile find ich das klasse - der Vermieter von Spiderman!!
Wir hoffen ja, dass wir mal zu 'nem Liveauftritt kommen können. Rate, wann grade einer ist: heute Abend! (hahaha). Aber das ist so einer ohne stolze Muttis.
Ich find das total cool, dass er in der Band spielt und singt! Muss man sich auch erstmal trauen.

Ditkovich mit Bub


Liebe Sabine, du schweifst nicht mal vom Thema ab, du ignorierst es komplett! Jetzt reiß dich mal zusammen! Maan!


Ist gar nicht so einfach. Ich würd ja gern mal was tiefgründiges schreiben. So ein Artikel, der unter die Haut geht und den Leser fesselt ohne Ende. Oder zu Tränen rührt. Tränen gehen auch. Dazu müsste ich aber erstmal wissen, was ich schreibe! Das ist der Punkt. Jetzt lass mal überlegen, was ist außergewöhnlich? Mein Musikgeschmack. Nee. Doch, der ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, der Mann kann ein Lied davon singen. Wenn ich in der Küche tobe, dann nur begleitet von lauter Musik. Kochmusik. Und die ist in der Tat außergewöhnlich. Ich bin da etwas anders, als die anderen. Aber ich komm gut damit klar. Sei froh, dass du diesen Beitrag nicht hören kannst, ich sag es dir! 
Aber mein verrückter Musikgeschmack soll nicht das Thema sein heute Abend.
Aber was dann?
Was ist außergewöhnlich? Oder wer? Außergewöhnlich ist ja jemand oder etwas, was nicht gewöhnlich ist, also nicht der Norm entspricht. Und was ist die Norm? Langweilig. Einheitsbrei. Breite Masse. Wenn ich an den Geschmack der breiten Masse denke, gefrieren meine Nervenenden. Die breite Masse mag die aktuellen Hitlisten, die aktuellen Sendungen im TV, so schwachsinnig sie auch sein mögen und Urlaub am Strand. Zum Beispiel. Das sind alles Dinge, die ich nicht mag. Die sind nichts für mich. Ich hab meine eigenen, seltsamen Playlisten, die meilenweit weg sind vom allgemeinen Geschmack, ich finde diese TV Shows ganz fürchterlich - immer die gleichen Nasen, immer das selbe Konzept und immer die gleichen, dummen Sprüche. Und Urlaub mach ich viel lieber in einer interessanten Stadt mit vielen Kirchen und Museen und alten Burgen, als an einem Strand. Vielleicht bin ich da selber etwas außergewöhnlich. Nahe am Freak. Oder es ist einfach nur simple Eigensinnigkeit.



Eben war die erste Pause im Blognacht-Zoom, es wurde viel Fachwissen ausgetauscht. Das fasziniert mich immer wieder, woher wissen alle eigentlich, wie das Bloggeruniversum funktioniert? Allein die ganzen Fachbegriffe, ich stolpere da so heftig! Eine Teilnehmerin hat etwas erklärt, wie dein Blog automatisch irgendwohin geteilt wird und ich hab ehrlich gesagt nur einen winzig kleinen Bruchteil verstanden - den ohne Fachbegriffe. Woher wissen die das alle? Kann es sein, dass mein Bloggergehirn einfach außergewöhnlich simpel gestrickt ist? Schreiben, Bildchen suchen, auf veröffentlichen klicken, warten ob wer kommentiert, freuen. Das ist das, was ich so kann. Ich merke grade selber, wie jämmerlich das klingt.




Sei's drum. Ein Blogprofi mit Fachwissen im Hintergrund werd ich wohl nicht mehr.

Aber während ich das schreibe, kommt mir eine Idee zum Impuls des Abends. Völlig zusammenhanglos übrigens!
Ich hab eine bewegende berufliche Laufbahn hinter mir. Begonnen im Hotel über diverse Arztpraxen wie Neurologie, Gynäkologie, Augenarzt, Chirurgie, Internist und Allgemeinmedizin. 2007 glaub ich war's, als ich bei meinem letzten Arbeitgeber ausgestiegen bin und bei einem Krankenpflegeverein angefangen hab. Bei Omas putzen, unterhalten, Mensch-ärgere-dich-nicht spielen und reden. Aber eigentlich wollte ich wieder zurück zu den Wurzeln, ich bin eine Vollblutlabortante. (Wortwitz, chrchr)
Als ich von der Teamleitung den Anruf bekam, ob ich nicht Interesse hätte, wieder zurück zu kommen, hab ich mich echt total gefreut! Ich kann zurück in mein Labor, mein Refugium! 
Bei den vielen Omas zu putzen und sie zu unterhalten war zwar auch ok, aber die Damen waren ganz schön pingelig und teilweise sogar zickig, das mochte ich überhaupt nicht.
Die Motivation war dann irgendwann dahin.
Das ist jetzt 18 Jahre her und ich rumore immer noch mehr oder weniger freudig in meinem Labor herum, nach wie vor froh, wieder mitspielen zu dürfen.
Letzte Woche saß ich mit meiner Mama im Auto. Wir redeten genau über diese Rückholungsaktion aus dem Putzdienst back to the Labor. Da hat sie mir anvertraut, dass sie damals eine befreundete Kollegin von mir getroffen hat. Mama hat sie gefragt, ob die Praxis nicht so jemand wie mich wieder brauchen könnte. Daraufhin hat diese Kollegin beim Chef vorgesprochen, der die Teamleitung beauftragt hat, mich anzurufen und zurück zu holen.
Im Klartext: Mama hat im Hintergrund die Fäden gezogen und mir diese Stelle wieder  verschafft! Zum 2. mal übrigens, den Job hab ich '98 nur ihretwegen angenommen. Und '07 wiederbekommen.
Kann man mir folgen?
Fakt ist, Mama hat 18 Jahre lang nichts gesagt. Sie hat sich für mich ins Zeug gelegt und verschwiegen, dass ich meine Rückkehr ihr zu verdanken hab.
Das hat mich ein bisschen sprachlos gemacht. Und ging mir noch lange im Kopf rum.

Für jemand etwas gutes, selbstloses zu tun ohne sich zu rühmen - DAS ist in der Tat außergewöhnlich!!

Und damit kann ich diese Blognacht guten Gewissens abschließen. Schön, dass ich noch die Kurve gekriegt hab! Und Mama - danke danke danke!! Du bist einfach die Beste! Und absolut außergewöhnlich.






Mittwoch, 23. Juli 2025

Projekt 52, Juli - die dritte

 

52 Themen - 52 Beiträge - 52 Fotos
eine Mitmachaktion von Sari auf heldenhaushalt.de




Thema Fundstück

Als ich einen Auftrag aus der Ferne erhalten hatte, eine Sim Karte zu suchen und diese in ein Handy einzulegen, damit ich einen Code weitergeben kann, bin ich auf die Suche nach einem Alten Handy gegangen. Mein aktuelles Handy krieg ich nicht auf und will es eigentlich auch gar nicht probieren, also muss das alte her. Das liegt ja noch irgendwo rum. Es ist ein Wiko mit Leder-Aufklapp-Mutti-Hülle, das ich sehr mochte. War dann allerdings irgendwann zu langsam - die Ansprüche steigen. 
Ich finde es auch tatsächlich in einer Schachtel - daneben liegt aber auch noch ein viel älteres Modell versteckt! So ein kleines Tastentelefon, niedlich und unschuldig, weil kein Zugang zum Internet. Es hat ein winzig kleines Display ohne irgendwelche Funktionen. Du kannst telefonieren und Bilder machen. Bildchen. Minikleine Dinger in miserabler Qualität. Aber es war meins und ich war damals stolz wie Oskar!
Eigentlich ein hübsches kleines Ding, liegt super in der Hand und ist irgendwie goldig.
Weil ich es total vergessen hatte, freu ich mich über diesen Zufallsfund. Es lässt sich tatsächlich aufladen, das alte Kabel finde ich dank meiner allumfassenden Aufheberei.
(Wäre es ein Nokia gewesen, wäre bestimmt noch Rest-Akku drauf, haha)

Da sind Fotos gespeichert, von den Kindern! Wohl aus 2008. Zahnlückenbilder, Einschulung und Kinderfußball. Hach! Schöne, unerwartete Erinnerungen!

Für die Sim Karte war es zu simpel, da musste das Wiko ran. Aber ich werde das kleine Telefönchen aufheben für alle Zeit!







Dienstag, 22. Juli 2025

Leb wohl, Birk

Ich mag Bäume. Schon immer mag ich Bäume. Ich hab sogar schon Bäume umarmt (und bin von unwissenden, simplen Mitmenschen verpönt worden). Bäume haben so viel Kraft und Leben in sich! Wichtig sind sie, für alle, unersetzlich und wichtig. Und außerdem wunderschön.

In unserer Straße wurden bei Entstehung in den 60ern eine Reihe Birken gepflanzt. Ob das so eine gute Entscheidung des Bauherrn war, sei dahingestellt. Birken sind zwar hübsch anzusehen, machen aber eine Menge Dreck. Trotzdem mag ich sie, können sie ja nix dafür.

Eine der Birken, direkt vor unserem Haus, war etwas schmächtiger als ihre Kumpels links und rechts neben ihm. Diese Birke ist meine Lieblingsbirke, grade weil er nicht so prächtig ist. Und ja, er ist männlich, auch wenn es die Birke heißt und nicht der Birke. Aber er hier hat so eine maskuline Ausstrahlung. Im Stamm sehe ich ein Gesicht, mit skeptischem Ausdruck. Jeden Tag grinse ich diesem Gesicht zu. 

Und gestern war Sturm. Ein echt starker, heftiger Wind. Da die Wiese, die Büsche und die Bäume alle ziemlich ausgetrocknet sind vom vielen dahin dürsten, sind sie fragil. 

Dieser Wind hat meine Lieblingsbirke zerstört!

Er konnte sich nicht wehren und ist auf halber Höhe umgeknickt. Abgebrochen. Völlig hilflos!

Ich bin wirklich traurig, er stand da so tapfer und dann das. Bestimmt kommt SÖR gleich um die Ecke und nimmt mir Birk weg. Komplett. Die sind da knallhart und fegen weg, was nicht passt. Dann muss ich mich von Birk verabschieden und an seiner Stelle wird ein Loch sein.

Es ist so niederschmetternd! 

Birk, mein Freund, mach's gut! Ich hab dich gern vor meinem Haus gehabt! 






Cute Rat