Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
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Donnerstag, 29. Januar 2026

Der Glückspulli

Er ist cappuccinofarben, weich und kuschelig. Und er scheint Glück zu bringen! Das hab ich nämlich getestet. Diesen Pulli hab ich letzte Woche beim Zahnarzt angehabt und es war überhaupt nicht schlimm! Dann hab ich ihn bei der Fußpflege angezogen und es hat nicht einmal gezwickt! Heute hab ich ihn zum Chefgespräch getragen und es ist alles super gelaufen! Und dann, anschließend bei Ikea - hab ich eine Waffel gekriegt. EINE WAFFEL!!

Also, so wie es aussieht, ist das mein Glückspulli! Gut zu wissen!

Dieses Chefgespräch lag mir schwer im Magen. Es gab ein Problem und ich wollte es aus der Welt schaffen, also hab ich mir einen Termin beim Oberboss geholt. Ihn selber hab ich nur online auf Besprechungen gesehen oder mal zufällig auf irgendwelchen Schulungen, als er an mir vorbeigelaufen ist. Also kenn ich ihn eigentlich garnicht und vor allem - er mich auch nicht.

Heute war der Gesprächstermin. Und ich ein Nervenbündel! War eine halbe Stunde zu früh da und hab im Auto gewartet. Der Raum, in dem das Gespräch stattfinden sollte, heißt "Aquarium", und jetzt weiß ich auch, warum. Es ist ein Raum, der rundum in Glaswände gefasst ist. Sehr offiziell mit großem, ovalem Tisch in der Mitte für wichtige, offizielle Besprechungen. Da saß ich nun und war nervös. Als der Chef kam, fühlte ich mich wie bei einem Vorstellungsgespräch. Aber gleich von Anfang an ist er mir sehr freundlich begegnet, aufgeschlossen und hat sich erstmal meine Version der Geschichte angehört. Sofort kamen Sätze wie "Da werden wir schon eine Lösung finden" und "Sie sind doch unsere Angestellte, da müssen wir doch schauen, dass es Ihnen gut geht!". Nach und nach hat er mir meine Nervosität genommen und das war gut so, ich hab nämlich dauernd irgendeinen Stiefel erzählt, hab Straßennamen vertauscht und mich verplappert. Also das Gegenteil von souverän. Aber er war so freundlich! Überhaupt nicht vorwurfsvoll oder gar böse. Er hat das Problem erkannt, mit mir diskutiert und hatte einen klasse Lösungsansatz für mich!

Jetzt mag ich ihn! Er scheint auf meiner Seite zu sein, das beruhigt ungemein! Er will, dass es mir gut geht, hach!
Zutiefst erleichtert hab ich mich verabschiedet, der Brocken, der mich wochenlang belagert hat, ist vom Herzen gefallen. Rumms!

Jetzt geht's mir besser! Der Oberboss ist netter als gedacht, Glück gehabt!

Gefeiert hab ich das mit Waldfeger bei Ikea bei Kaffee, Waffel und Veggie - Hotdog :)

Siehst du, alles nur wegen des Glückspullis!









Donnerstag, 10. Oktober 2024

Nix Cheffe

Bloggerkollege Joni von joni-bloggt kommentiert immer fleißig meine Mauslochbeiträge. Darüber freue ich mich sehr! In einem Kommentar über den Christkindl Eintrag liefert er mir einen Denkanstoß. Ihm wäre beim Buchstaben C das Wort Chef eingefallen und ich könnte doch darüber schreiben, wie ich zum Chef-sein stehe.

Das mach ich jetzt! Danke für die Anregung

Der Chef

Eine vielgehasste, selten gemochte Figur im Arbeitsleben. Ich hab zwar Gerüchte und Legenden gehört, dass es auch nette, freundliche Chefs geben soll, die gerecht und großzügig sind - aber ich denke, das gehört in die Kategorie Fabelwesen.

Mir ist noch keiner begegnet, ein lieber Chef. 

Ich bleib mal in der Arbeitswelt, im Privaten gibt es auch Chefs, die sogar liebenswert sein können, aber das soll hier nicht Bestandteil sein. Ich meine die Arbeits-Chefs. Die big Bosse, die Leader of Firma, die großen Zampanos.

Ausbildung Hotel: Cheffamilie bestehend aus extrem konservativem Senior mit Stock, ignorantem Vertragsunterschreiber, herrschsüchtiger Chefin, arrogantem Junior, herablassender Schwester und nervigem Jüngsten.

Ausbildung Arztpraxis: Chef  zwar menschlich, aber in höheren Sphären zu Hause

Stelle 1: Chef bockig und unzuverlässig. 

Stelle 2: Chef cholerisch und bisschen widerlich

Stelle 3: Chef hinterhältig 

Stelle 4: Chef fast schon böse

Stelle 5: Chef meint ein VIP zu sein

alle weiteren Chefs stufe ich ein als gewinnorientiert, arrogant, oberflächlich und kleinlich.

Aktuelle Chefs sind außen vor, da wär ich schön blöd, da was negatives zu schreiben. Ich bin nur froh, dass ich mit den Ärztinnen, mit denen ich grade zusammenarbeite, echt Glück gehabt hab. Die bezeichne ich aber nicht als Chefinnen.

All meine Erfahrung mit einem Boss sind nicht gut. Ich hab ja nichts gegen einen Vorgesetzten, ich frag mich nur, warum die meisten Chefs den Fiesling-Stempel auf der Stirn tragen müssen! Es könnte doch so entspannt sein ..

Um auf die Frage von Joni zurück zu kommen - ich selber könnte keine Chefin sein.
Nie und nimmer! Ich bin ein Teamplayer, der Kumpel im Bataillon.
Bei all meiner Phantasie könnte ich mir nicht vorstellen, anderen Leuten zu sagen, was sie zu tun haben. Hab ja schon Schwierigkeiten, ordentlich zu delegieren ohne dass ich mir überheblich vorkomme. Wenn ich mir vorstelle, ein Angestellter kommt zu mir und bittet um eine Gehaltserhöhung - da könnt ich gar nicht nein sagen, ich würde arm wie eine Kirchenmaus werden und meine Firma an die Wand fahren.
Allein die Verantwortung wär mir zu viel. Und das Risiko. Und ich müsste kalkulieren können und Regie führen und gewinnorientiert wirtschaften .. nein danke!
Ich bin ein Angestellter mit Leib und Seele, ich möchte gesagt kriegen, was ich zu tun hab. Verbesserungsvorschläge machen. Zeit abarbeiten und dann nach Hause gehen und auf Privatperson umschalten.

Ich glaube, als Vorgesetzter muss man eine Rampensau sein
Viel lieber sitze ich mit meinen Kollegen zusammen und lästere über meinen Chef ;-)


turbosquid.com





Cute Rat