Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

Sonntag, 24. Juni 2018

kein Blasewürfel für Sabine

Ich ärger mich gerade. Nicht zum ersten Mal. Und ich weiß net, warum ich eigentlich noch da bleib. Es geht um eine Gruppe bei facebook, die Gastrokritik-Gruppe. Da bin ich einer von drei Administratoren. Immer wieder rück ich mit einem der Herren zusammen, weil wir völlig unterschiedlicher Meinung sind. Und oft beschweren sich Leute bei mir über ihn und oft schreibe ich Leute aus der Gruppe an, versuche zu schlichten, manchmal entschuldige ich mich stellvertretend, weil es mir ein Bedürfnis ist, und oft erkläre ich den Leuten Dinge, die der Herr S. (der fiese Aministrator)  kommentarlos löschen würde.
Immer wieder gibts Streit. Ich finde den Typ unmöglich, hätte er ein Auto, wäre es ein Mercedes und er hätte einen Filzhut auf!
Ich glaube, ich bin noch in der Gruppe, weil ich die einzige bin, die mit den Leuten redet. Und die einzige, die freundlich ist. Aus irgendeinem Grund fühl ich micht verantwortlich.
Wie eine Gruppen-Mami.
Und das wöchentliche Posten des "Fotos der Woche" macht mir Spaß!
Aber heute wär ich beinah ausgestiegen, es ging um einen post über eine Dönerbude, der sehr schwer verständlich war. Ich wollte den am liebsten löschen, da es in der Diskussion politisch wurde.  Der Herr S. hat Dinge geschrieben, die man einfach nicht schreibt. Da hab ich durchgegriffen, und das Gezehter lasse ich grade ins Leere laufen. So ein Idiot!
Ich will garnicht ins detail gehen, aber der Typ geht mir echt auf die Nerven.
Vielleicht geh ich doch bald aus der Gruppe raus, es sind mittlerweile schon ein paar Jahre ..

voll wichtig! *hahaha

Die Woche war anstrengend. Heiß und anstrengend. Der schlimmste Tag war Donnerstag.
Heiß, lang und voll doof! Es war teambesprechung und weil Frau Dr. S. Geburtstag hatte, hat sie was zu Essen mitgebracht. Das wiederum hat den Anfang der Besprechung verzögert und das heißt, dass sie länger geht als 14 Uhr, meine Mittagspause verkleinert sich erheblich und ich bin schlecht drauf!
Tatsächlich hab ich 15 Min zu Hause gehabt, konnte mich grade umziehen und a weng bleed schaun. Das herrliche Nickerchen, das ich sonst in meiner Pause mache, fiel aus und das war übel !!!
Am Nachmittag war der Chef da. Angespannte Stimmung. Er hat meinen Drucker repariert, was eingentlich gut ist .. also bevor er ins Labor kam, der Chef, hab ich schnell aufgeräumt und alle Ventilatoren ausgemacht. Und meinen wunderbaren Windblasewürfel!
(den hab ich mir bestellt, er saugt heiße Luft ein, jagt sie durch einen Wasserfilter und bläst sie gereinigt und kühl wieder raus, tolle Sache)
Der Chef geht ins Labor, schließt die Tür und kommt  nicht mehr raus. Wie gesagt, die Ventilatoren sind aus - und es hat 29 Grad im Raum. Nach einer halben Stunde geht die Tür auf und er verkündet, dass der Drucker jetzt wieder geht. Prima! Aber der Chef .. Schweißtropfen laufen von seinen Schläfen den Hals runter, hängen sogar an seinen Wimpern! Das Hemd dunkel geschwitzt, die Haare nass. Der ganze Chef nass.
Und da dachte ich mir, das ist der richtige Moment - und ich DEPP tu es: ich frage ihn, ob ich den Blasewürfel denn im Labor behalten darf. Wie blöd kann man sein??
Rate mal, was er gesagt hat! Genau. Weil, wenn ich so ein Teil anschleppe, dann wollen alle eins. Dass es mein Eigentum ist, war ihm egal. Dass es das Blut kühlt, das 3-4 Stunden in der Hitze aufm Tisch steht ist auch egal. Dass es Personal und Patient besser geht - erst recht egal. Ich darf es nicht haben.

Manchmal versteh ich's einfach net!

Sabine enttäuscht, Chef genervt, Kollegin entsetzt.
1. weil der Chef so mies drauf war und
2. weil ich so doof war, ihn überhaupt zu fragen!

Und dann kam wieder mein Lieblingswort im Radio - TEMPERATURSTURZ !
Yippieh! Der Freitag war fast schon kalt, ich bin richtig aufgeblüht! Hab gewaschen und geräumt und geputzt, so viel Energie auf einmal! Super!
Heute ist Samstag. Heut war die große Kaffee-Einladung bei Tochter. In Tochter's Wohnung.
So eine schöne Wohnung !!! Sehr geschmackvoll und gemütlich, die Küche ist super schön geworden und alles andere auch. Klasse, eine perfekte 1. Wohnung.
Meine erste Wohnung war nicht so schön, eher simpel und einfach. Mit alten, gebrauchten Möbeln.
Hat mir aber nix ausgemacht, damals. Da waren noch keine Ansprüche da, lach!
Sohn sagt, er würde da sofort einziehen! Also in Tochter's Wohnung.
Aus irgendeinem Grund sind alle ersten Wohnungen im 3. Stock ...

Und jetzt ist scho Samstag Nacht, Deutschland hat gewonnen und ich muss ins Bett.
Und morgen ... morgen ist Großelternpflicht.


... wäääääääääääääähähähähähähä!!!!


so sieht das aus, wenn Frau Dr. S. Geburtstag hat






Sonntag, 17. Juni 2018

Kopfhörer auf !!!

Tom Hiddleston erzählt von der Relativitäts Theorie und von Pi.
Noch nie war Physik so sexy ... einfach zuhören! Whuuu ....!!!!!
Das ist übrigens der Schauspieler von Loki, Gott der Unterwelt und des Schabernacks,
 Bruder von Thor!
(evtl unten rechts die Lautstärke regeln)



Freitag, 8. Juni 2018

Wichtel im Druidenhain

Ich haaab ja noch garnicht erzählt, dass wir am letzten Tag vor Arbeit und Schule im Druidenhain waren! Letztes Jahr haben wir den entdeckt, dieses Jahr war Papa dabei und zusammen mit Sohn wollten die beiden diese ominöse Höhle suchen, die es da geben soll.
Die Fahrt war sehr schön, Landstrasse durch kleine Käffer und Klimaanlage im Auto. In Gößweinstein wollen wir frühstücken, im Cafe Greif. Die haben einen Außenbereich, keine Karte für uns und eine ältere, sehr freundliche Bedienung.
"Wir würden gern frühstücken."
"So mit Kaffe, Brötchen, Wurst, Käse und Marmelade und so?"
"Ja bitte"
Und wir kriegen eine uralte Wachstischdecke, unseren Kaffee in uralten Tassen und ein feines, einfaches Frühstück. Die Tür zum Cafe Innenraum ist wie ein Zeitreiseportal - plopp biste in den 60ern! Es sieht aus wie damals mit original Bestuhlung, Lampen mit Spitzenrändern und einem unglaublichen Geruch - genau so hab ich mir den Geruch der 60er immer vorgestellt! Hihi!
Im Druidenhain angekommen hab ich mich gleich gefragt, was ich hier eigentlich mache. So schwierig zu laufen, der Wald ist voller Wurzeln und Steine. Leider waren ein Haufen Leute da, was die Wald-Wirkung etwas geschmälert hat. Trotzdem ist es schön da, diese vielen Felsen und Steine regen die Phantasie an. Während die beiden Kerle auf Höhlensuche waren , hab ich mich auf einen Stein gesetzt und den Wald auf mich wirken lassen. Plötzlich sieht man in jedem Felsbrocken Gesichter und Muster, ich stell mir vor, wie alles zum Leben erwacht, sobald die Menschen weg sind. In der Dämmerung. Ich denke an Elfen, Zwerge und verwunschene Wichtel, die unter den Steinen wohnen. Gleichzeitig halte ich mich für ziemlich albern und fühle den Märchentante-Stempel auf meiner Stirn. Ich hab das Buch dabei, das wir in dem kleinen Buchladen in Regensburg gefunden haben und fange an zu lesen. Ich fühl mich wohl auf meinem Stein und es ist ein toller Platz zum lesen!
Die Jungs kommen zurück, höhlenlos, und bleiben ein bisschen bei mir und meinem Stein, bis sie in der anderen Richtung weitersuchen. Ich lese wieder. Das Buch ist klasse, es heißt "Was kann einer schon tun" und geht um den Menschen und seiner Umwelt.
Eine Wandergruppe kommt, macht genau hinter mir Rast und nervt mit lautem Gequatsche und Gelächter. "Wo isna etz die Braatwoschd Hüttn? I brauch a Seidla und a Braatwoschdweggla! Ha Ha Ha Ha Ha!"
Die märchenhafte Waldwichtelstimmung leidet ein bisschen.
Auch beim zweiten Versuch wird die Höhle nicht gefunden und wir verlassen den Druidenhain wieder.
In Ebermannstadt gibt es ein Rock'n'Roll Cafe, herrlich! Es gibt Toast und Radler und Elvis aus den Lautsprechern! Schön, dass wir ab und zu sowas finden, ich dachte, das Lollypop wäre das einzige gewesen.
Schöner Ausflug, schöner Sonntag, schöne Ferien - VORBEI.
Auch am Montag beim Blutabnehmen denk ich mich noch zurück auf meinen Stein und zu meinem Buch - und den Waldwichteln! ;-)

Guckst du:



der Geruch war unschlagbar





siehst du die Gesichter?







Montag, 4. Juni 2018

letzter freier Tag

und schon sind wir angekommen, am Ende. Am Ende des Urlaubs, am Ende von allem Schönem!
Es ist Sonntag Abend und ich hab keinen Plan, wie ich den Einstieg in die Arbeit schaffen soll.
Es ist heiß, es ist voll bestellt, es wird stressig und es fängt SOO FRÜH AN !!!

heul ...

In der 2. Ferienwoche haben Sohn und ich die Kammer des Schreckens ausgemistet. Sie komplett leer gemacht und nur mit dem Wichtigen wieder eingeräumt. Sieht gut aus!!
Aber auf Tochter's Bett häuft sich ein riesiger Berg Zeug, das weggeschmissen wird. Muss man aber erst sortieren und dann entsorgen. Wieder ein Haufen Arbeit.
Und am Mittwoch war der Ausflug nach Regensburg. Das war schön! 'n richtig schöner Tag!
Die Oma abgeholt und entspannt und fröhlich nach Regensburg ins Lieblingsparkhaus gefahren. Es war ein heißer Tag, aber grade noch aushaltbar. Erste Station: der Dom. Und zwar von innen! Die Klasse vom Sohn hat nämlich eine Exkursion dahin gemacht und sich das Bauwerk nur von aussen angeschaut - das ist doch frustrierend! War sowieso ein langweiliger Schulausflug, erzählt Sohn, und deswegen wurde das jetzt nachgeholt, mit Omma und Muddi!
Der Dom war beeindruckend, wie jedesmal. Vor allem die Krypta hat es uns angetan. Ich bin ja sowieso für alles zu haben, was alt ist und Oma weiß so unendlich viel! Macht Spaß!
Danach gabs ein lecker Mittagessen in einem Biergarten, beim ersten Blick in die Speisekarte waren Oma und ich augenblicklich happy - Semmelknödel und Rahmschwammerl! Da ZWEI KNÖDEL (!!) für Oma aber viel zu viel waren, hat sie einen Salat bestellt (mit gebratenen Birnen, stell dir das vor!) und ich die Rahmschwammerl, so konnten wir tauschen und alle waren zufrieden.
Bis auf den Bub, dessen Cordon bleu war anders als gewohnt. Und was anderes als Cordon bleu kam nicht in Frage. Tja, er hat einen erlesenen Geschmack!
Aber weisst, Hefeweizen schmeckt ihm! *schüttel

Wir schlendern (falsch. Zwei schlendern, eine hatscht) durch die Gassen der Innenstadt, wir entdecken einen tollen Laden mit Krimskrams, einen schnuckeligen Buchladen und stellen fest, dass man in Regensburg echt besser einkaufen kann als in Nürnberg und stehen dann vor der Blaue-Lilien-Gasse. Da hat meine Oma, die Oma Anna, gelebt und als Dienstmädchen gearbeitet. Das war wohl so um 1920. Es ist beeindruckend, auch wenn das Haus inzwischen komplett renoviert wurde. Familien-Geschichte!
Und nach Kultur und Geschichte gibts ein Eis! Ein riesen Eisbecher mit den besten Himbeeren, die man sich vorstellen kann! Wir haben voll Spaß und genießen unser Eis.
Wir laufen (zwei schlendern, eine hatscht) runter zur Donau, beobachten Schiffe,  sehen die steinerne Brücke und lassen alles auf uns wirken.
Es ist toal schön!
Der Rückweg zum Parkhaus ist lang, das hatschen ändert sich in erbärmliches hatschen und wir beschließen, heute nicht mehr zur Walhalla zu fahren, obwohl wir das vorhatten.
Auf den Stufen der Walhalla sitzen und Kekse essen. Die haben wir extra am Abend zuvor gebacken.
Aber wenns nicht geht, dann gehts halt nicht. Wird nachgeholt.
Aus der Stadt rauszukommen war etwas turbulent, aber die Heimfahrt an sich herrlich angenehm!
Sohn ist eingeschlafen (schon wieder, haha) und ich hab meinen Jazz eingelegt (schon wieder, schon wieder haha) und ka-wusch waren wir wieder daheim.

Hier sind die Bilder:

fröhliche Türken Strasse - klasse !












links, runde Tür, grünes Haus. Da hab ich meine Wurzeln


















Sonntag, 3. Juni 2018

coole, schrille Frau

Klar, es sieht fürchterlich aus - aber was sie sagt, trifft es zu 100%