Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

Montag, 27. November 2017

Spiel geht weiter - Spiel läuft !

Heute war ich beim Orthopäden. Erst konnte sie meinen Termin nicht finden und ließ mich gnädigerweise dableiben. Ich wurde geröntgt und der nette Doktor hat mir meinen Tennisarm bestätigt. Und eine entzündete Schulter. Wenn ich was mache, mach ich es g'scheid!
Nachdem er meinen entsetzten Gesichtsausdruck gesehen hat, wurde mir die Gelenkspritze erlassen, vorerst zumindest.
Jetzt gehe ich zu medizinischen Anwendungen.
Wenn es nach 4x nicht bedeutend besser ist, dann droht mir die Spritze.
Aber der nette Doktor sagt, er sei unfassbar sanft mit Spritzen.


.. to be continued


Sonntag, 26. November 2017

Volksbad

Diesen Sonntag ist ja nix, aber letzte Woche gabs Kultur!
Mit Oma und Waldfeger das alte Volksbad besichtigt. Das wollte ich schon immer sehen und es gibt Führungen. Fasziniert vom alten und vergangenen, mit Bildern im Kopf, wie es mal gewesen sein könnte und voller Ideen, wie man es restaurieren könnte. Und wiedermal umfängt mich der Gedanke, dass es früher mal total schön gewesen sein muss. Jegliche Realität außer Acht lassend - z.B, dass dieses Bad zur Reinigung diente, weil es keinen privaten Bäder gab. Interessant, dass es nicht nur eine Schwimmhalle war, sondern ein Dampfbad, eine Sauna, Frauen- und Herrenschwimmbad, ein Friseur, ein Cafe, ein Hundesalon .. ich hätte es so gern gesehen.
In meiner Schulzeit bin ich einmal dort schwimmen gewesen, kurz bevor sie es geschlossen haben.
Heute steht man vor dem traurigen Rest einer glanzvollen Zeit und kann nur ahnen, wie schön es wohl einmal war.










schlimmes 60er-Jahre-Design dazwischen gepfercht





das wäre eine Zukunftsvision: 


sieht gut aus. Ich finde ja, wenn sich mehrere Investoren zusammentun würden, wäre das Volksbad auch zu retten. Mit dem gemeinsamen Ziel, ein Wellness-Erholungsbad im Jugendstil zu erhalten. Da könnte eine Masseur rein, ein Friseur, ein Bistro, eine Kinderbetreuung, eine Pediküre und Pflege im Rahmen einer SPA-Behandlung, es gäbe viele Möglichkeiten!

So sah es früher aus:






Freitag, 17. November 2017

Abends bleibt Mutti zu Hause

Komme grad heim vom Treffen mit Gloria. Erst hab ich ja net so gezogen, wegen spät weggehen und so. Mein abendlicher Ablauf wurde empfindlich gestört und faul und träge bin ich sowieso. Es ist seltsam, tagsüber weg zu gehen in ein Cafe oder sonst wohin ist kein Problem, aber abends? Da hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Abend ist eine andere Welt und da pass ich nicht (mehr) rein. So wichtig es früher war, abends weg zu gehen, so absurd ist es heute. Für mich.
Warum? Ganz einfach - weil ich diesen Blicken aus dem Weg gehen will. Den Blicken, den Gesichtsausdrücken und den ewigen dummen Sprüchen. Nein ich bilde mir das nicht ein und Nein ich kann da nicht einfach drüber wegsehen. Geht nicht. Selbst wenn ich es überspiele und deftig Kontra geb - es nagt dann an mir. Monatelang. Warum soll ich mich dem aussetzen?
Im Lauf der letzten Jahre hab ich mir das Wegsehen antrainiert, wenn mir jemand fremdes entgegen kommt. Denn wenn ich niemand in die Augen seh, seh ich auch nicht dessen Blick.
Ein stetiges "Lass mich in Ruh", wenn ich unterwegs bin. Das geht schon automatisch.
Und jetzt kommt da Gloria daher und will mich tatsächlich aus meinem selbstgemachten Sicherheitsnetz raus ziehen - sie möchte mit mir abends (!) in die Stadt (!) in eine Bar (!!).
Alter Schwede!!
Ich kann nur hoffen, dass sie viel viel Geduld hat, weil so schnell werd ich mich dazu nicht breitschlagen lassen.
Kluge Menschen würden jetzt sagen, dass es Zeit wird, aus meinem Schneckenhaus raus zu kommen, bin schließlich alt genug um vernünftig und vor allem an mich selbst zu denken. Außerdem würde mir das gut tun, mal wieder raus zu kommen und das kann man auch trainieren und alleine wär ich eh nicht und so würde sich Selbstvertrauen aufbauen, bla bla bla.
Ich weiß.
Was mich aber zum nachdenken gebracht hat, ist das, was Gloria gesagt hat.
Sie meint, dass ich online so gut drauf wär - witzig und lustig und nicht dumm und feinfühlig und mit viel Humor. Und sie wäre baff erstaunt, wie klein ich mich in Natura machen würde.
Das ist mir nicht bewusst, dass ich mich klein mache.
Ist das so?
Ich grüble seitdem drüber nach und ich fürchte, dass sie nicht unrecht hat. Weil, wenn ich dran denke, wie es mal war, finde ich es so wie es grade ist, eher erbärmlich. Kannst du mir folgen? Als ich so alt war wie Tochter heute - Anfang 20, da hat mir die Welt gehört. Ich fand mich selber so gut, dass ich keinerlei Hemmungen hatte, auf andere zu zugehen. "Hier bin ich, fangt an zu feiern!" Ich hab mich mit jedem ungehemmt unterhalten können, hab geflirtet und gelacht und war mir selber sehr bewusst.
Der kleine Unterschied zu heute: damals war ich Anfang 20 - jung, schlank, hübsch und vergnügungssüchtig (haha) Was heute ist, brauch ich net schreiben. Belassen wir es bei 5x Gegenteil. Und wenn du ständig eins auf den Deckel kriegst, dann ziehst du dich unweigerlich immer weiter zurück, das ist ganz normal, denk ich.  Und irgendwann ist es einfach so, dass du Menschen und vor allem Menschenansammlungen meidest.
Und damit unweigerlich verbunden ist das Gefühl, nicht hierher zu gehören, nicht an diesem Ort sein zu dürfen und kein Recht zu haben, mit zu gehen.
Daheim isses so schön bequem. Erbärmlich, aber bequem und sicher.


Sonntag, 12. November 2017

Couchkartoffel

Also so schee wie beim letzten Eintrag is der Dog heid net.
Aber nur vom Wetter her, es ist halt Herbst! Und an so einem verregneten Sonntag im November hat man 2 Möglichkeiten:
a) du packst dich auf die couch, machst dir einen Erdbeertee und schaust alte Filme an
b) du triffst dich mit Omma und Waldfeger und gibst dir ganz viel Kultur!

Ich mach heut b. Wir treffen uns gleich und schauen das alte Volksbad an, das schon so lange "trocken" liegt. Ich war da mal, als es noch ein Schwimmbad war, ist lange her.
Und danach gibts noch ein Kaffeetzerl :-)

Wir waren auch gestern schon unterwegs! Der Papa hat mir ja zum Geburtstag 5 Karten geschenkt für den Postillion live in der Comödie Fürth. Da simmer hin. Mit dem Auto, weil wir nie Bock auf U-Bahn haben. Es regnet, es ist kalt und im Auto ists eng. Aber dann, endlich angekommen, bin ich wieder voll begeistert, allein schon das Gebäude (Jugendstil) mag ich, und die unglaubliche Enge im Zuschauersaal kann mich nicht mehr beeinflussen. Alles passt, das Programm ist herrlich böse und voll lustig! Oma und Waldfeger hätte es auch gefallen, da bin ich mir sicher!
Anschließend haben sich Tochter und TOLO verzogen und wir drei Restfamilie gingen Essen, in die Kartoffel in der Fürther Strasse.
Das war dann leider kein highlight  mehr - 55 min warten auf die bestellten Getränke, eins davon klein statt groß, ein Essen mit Champignons -obwohl ausdrücklich ohne bestellt, ein Essen jämmerlich mickrig und das letzte Essen angebrannt. Bis zum Zahlen nochmal elend lange gewartet, bis wir zur Theke gegangen sind. Die anderen Gäste (nach uns gekommen und vor uns bedient, wie halt immer) haben alle unter -und miteinander gemosert und drüber gelacht, man nimmt es halt mit Humor. Der Bedienungs-Bub hat auch den Eindruck eines eher verträumt-hilflosen Anfänger-Bedienungs-Welpen gemacht anstatt eines erfahrenen Kellners.
Und was war das schönste dann? Bobbers berührt Couch, Decke drüber und Breakin Bad in der Glotze an! Aaahhhhh!

Altersgerecht.

(höhö)