Mausloch

Das Mausloch ist mein öffentliches Tagebuch.
Mein Refugium. Meine Höhle. Mein Ventil. Viel Spaß!

Mittwoch, 29. Juni 2016

weiß der Geier

Ein ganz guter Tag eigentlich, Mittwoch halt. Mittwoch weiß ich, dass es in der Arbeit nicht allzu schlimm wird, es ist eher ruhig. Die Kollegen waren gut drauf und die Stimmung in der Praxis auch. Das Labor ist zwar ein Backofen, aber langsam gewöhnt man sich daran, dass man überall nass geschwitzt ist. Ich weiß, dass ich Mittags heim kann, dass ich mich ausruhen kann und schön trockene Sachen anziehen, sobald ich daheim bin.
Mit Sohn einen Film gucken. Zwar kann ich den nicht selber aussuchen, aber immerhin.
Ich liebe das Gefühl, wenn ich mich - satt und umgezogen - aufs Sofa lege und entspannen kann. Fuß hochlegen, vom Fernseher berieseln lassen. Ich denk mir dann, das Meiste der Woche ist geschafft, nur noch der blöde Donnerstag und den schaff ich auch noch. Ich darf mich jetzt ausruhen, bis halb sechs, dann muss ich Sohn motivieren, zum Schwertkampf zu gehen. Man muss ihn zu seinem Glück zwingen, das kenn ich schon. Heute wars auch so, erst rummaulen kein Bock wäh wäh wäh und beim Abholen juhuuu und plapper plapper plapper. Es hat ihm heute gefallen, ich freu mich für ihn! Die letzten Male wars nicht so schön. Aber ich hoffe, er bleibt noch lange dabei, schließlich hab ich für teures Geld ein Metallschwert bestellt!!
Heute kam Oma überraschend vorbei, Fotos gucken. Es ist so schön, sie bei mir zu haben, auch wenn sie irgendwie ständig auf Kohlen zu sitzen scheint und wieder gehen will. Zu Hause bei sich ist sie viel entspannter und fühlt sich wohler. Ich weiß, dass sie immer meint, sie würde stören. Warum das so ist, weiß der Geier.
Wir haben sie mitgenommen, Bub abgeliefert, zu Oma gefahren. Also ich bin gern dort, dieses Zimmer hat was heimeliges, gemütliches. Mag ich !!
Und auf dem Weg von Oma zu Sohn abholen kann ich hemmungslos meine Musik hören - Sohn ändert das dann sofort.
Daheim Tochter angetroffen (freu!!!) und Tochter's Lover kam auch gleich - zu viert Abendessen. Super entspannte Stimmung, alle gut gelaunt, bisschen albern.
Dann wurden wir fünf und fast umgehend darauf drei, dann zwei und bald geh ich auch. Ins Bett.
Die Stimmung ist gekippt wie ein Fahrrad ohne Ständer. Was ich empfinde? Scham. Ärger. Trauer und ein bisschen Hoffnungslosigkeit. Und fast haut mich der Drang um, Tochter zu zu schreien "Pass bloß auf, dass Tochter'sLover kein Trinker wird!!" Ich will jetzt nicht darüber schreiben, weil mich das Unverständnis, wie man sich so aufführen kann, stumm macht.
Weiß der Geier.

Tochter'sLover könnte auch ToLo heißen .. Vorschläge?
Und ich schau mir jetzt einen Seelentröster an, klick mich durch facebook, setz mir Köpfhörer auf und knipse die Wohnzimmerwelt um mich herum aus.

Morgen ist Donnerstag. Blöder Donnerstag. Und dann ist es geschafft! Freitag bin ich allein und werde mich JETZT darauf freuen!


der weiß es


Montag, 27. Juni 2016

Ausflug nach Lauf

Nachdem irgendwie ständig Fußball läuft, bleibt mir garnichts anderes übrig, als mich anderweitig zu beschäftigen. Hier hab ich die Bilder unseres Ausflugs ins Industriemuseum Lauf zusammengefasst.
Wer Lust hat, bitteschön:




Dienstag, 21. Juni 2016

Oh happy day

Als ich aufgestanden bin, hab ich gedacht, ich schaffs nicht. Mit Krücke ca 10 Min gebraucht vom Schlafzimmer bis zum Bad. Die Tablette vom Vorabend hat nicht gewirkt.
Nochmal eine nehmen und hoffen.
In der Arbeit wird mir eine Praktikantin zugeteilt. Das auch noch. Den ganzen Tag reden und erklären und keinen Platz haben und schwitzen. Na toll.
Es stellt sich raus, sie ist gar keine Praktikantin sondern ein Lehrling im 3. Lehrjahr. Weil sie beim Orthopäden arbeitet und Laborerfahrung für die Prüfung braucht, ist sie diese Woche bei uns.
Wenn sie - keine Ahnung wie sie heißt, ich nenn sie, wie sie aussieht - also wenn Schackeline ein Lehrling ist, kann ich ihr auch was zumuten und ich lasse sie schreiben und kleben und zuordnen. Ich diktiere ihr Ergebnisse, erkläre, was Leukos im Urin bedeuten, wir üben pipetieren, Spritze aufziehen, wir impfen einen Stoffballen und nehmen dem Kissen Blut ab.
Und mittendrin, auf einmal, wirkt die Tablette. Und ich hab sooooooooooo ne gute Laune auf einmal!! Die Arbeit macht sogar Spaß und Schackeline stellt sich super an und hört mir zu - subber!
Aber es kommt noch besser!
Mittags hab ich meinen Ordner für Kontoauszüge eingepackt, ich wollte sie dem Chef zeigen.
Ich hab nämlich entdeckt, dass er mir zuviel Geld überwiesen hat, stell dir vor! Und zwar so viel zuviel, dass es sich nur um einen Fehler handeln kann. Ich wollte ihn drauf hinweisen, so als loyale Arbeitnehmerin!
Dann spricht mich Kollegin T. drauf an, dass viele eine Gehaltserhöhung gekriegt haben, die in 2 Änderungen als eine Art "Sammelnachzahlung" im Juni ausbezahlt wurde.
Ich ruf in LNord an, beauftrage Kollegin S, damit, mal nach zu schauen und tatsächlich - es ist eine Nachzahlung !!! BÄÄÄM! Ich kanns behalten!
*pfeif, hüpf, freu!!
Gut gelaunt in einen fast leeren Supermarkt (wegen Fußball), nach Hause zu drei Kindern (!!! endlich mal) und voll gute Gnotschi Carbonara gemacht. Herrlich!
Deutschland gewinnt und wir schauen "The breakfast club" an.



Montag, 20. Juni 2016

blöder Montag Abend

Schlechtes Karma.
Ich konnte es noch nie leiden, wenn sich das Kind - egal welches - zu einem ignoranten Superscherzkeks verwandelt, nur weil ein Freund zu Besuch ist. Auf einmal ist die Mama lächerlich und wird weder beachtet noch gehört. Eindruck schinden beim Freund. Cool sein. Voll albern.
Das war aber schon immer so, und kaum ist der Freund weg, werden die Kids wieder normal. Sogar mehr als das, das Bewusstsein ist schon auf schlechtes Gewissen gelenkt, da ist man dann auf einmal ganz lieb zur Mama.
Am Meisten nervt mich die Tatsache, dass ich auch mit den Freunden keinen vernünftigen Satz austauschen kann vor lauter Gekicher und Gegacker. Normalerweise lass ich das auch weil ich weiß, wie sinnlos das ist. Aber wenns um Nachhilfe geht, ist das halt schon nervtötend. Sehr.

Gleichzeitig kocht der Papa, weil die Mama keinen Schritt gehen oder stehen kann.
Und den Papa nervt das schon, schließlich hat er einen laangen haarten Arbeitstag hinter sich.
Gleichzeitig ist Tochter schon wieder weg, nachdem sie eine Fahrstunde absolviert hat und die Jacke gewechselt. Husch - weg.

Hm.

Freitag, 10. Juni 2016

Traumtagebuch

Wir sind in einer Art Freizeitpark, wo es einen Zauberer gibt, einen schwarzen Zauberer. Er lässt Tochter mit einem "Bling" verschwinden und wir müssen unmögliche Rätsel auf Zeit lösen, um sie wieder zu bekommen. Ich bekomme Panik und wache auf. Heulend.
(...)
Es gibt auf einem Feld ein altes Karusell, ein manuelles Kettenkarusell. Ein Elternteil setzt sich auf einen Sitz und muss in die Pedale treten, dann dreht sich das Ding. Es hat 4 Sitze.
Wir kommen da hin, aber bis wir es erreichen, versammeln sich Unmengen Mütter mit kleinen Kindern. Ich komme an die Reihe und rufe Tochter, die bis dahin mit dem Auto über Feld und Wald gefahren ist. Sie kommt, setzt sich ins Kinderkarusell und strahlt mich an. Papa tritt in die Pedale und muss gleich abbremsen, weil es den anderen Kindern zu schnell war.
Ich werde ausgebuht von den Müttern, das Karusell sei nur für "richtige Kinder" gedacht.
Wir kommen heimlich am nächsten Tag Abends zurück, aber ich rutsche auf den Pedalen immer wieder aus.

Fazit: Ich befinde mich gerade in einer schlimmen Tochter-Abnabelungshase

:-(

Dienstag, 7. Juni 2016

spät am Abend noch was ganz was süsses

le Schwert

Ich befinde mich gerade in einem trockenen Zustand - und das schon zum 2. Mal heute!!
Das erste Mal war vorhin im Kaufland in der Wurst und Käseabteilung. Beinah hätte ich mir einen Campingstuhl genommen, eine Zeitschrift und dann wär ich da geblieben.
Das Labor hat sich in einen Backofen verwandelt und meine Kollegin, die liebe A. (meines Erachtens die Hübscheste of Praxispersonal - ich küre jedesmal, wenn so ein langweiliger Vortrag bei einem langweiligen Praxisessen gehalten wird, die Schönste im Raum und A. hält den Titel schon seit 3 Essen!!) die liebe A. hat mir einen Ventilator gebracht. Da hab ich spontan überlebt.
Viel Arbeit. So viele Patienten. Die ganze Woche, jetzt wird nicht mehr bis 9, so wie früher, auch nicht bis halb zehn oder mittlerweile bis zehn einbestellt - jetzt gehts tatsächlich bin halb elf. Ich hoffe, dass sich das nicht normalisiert, es ist ein einziges Fließband. Und ich hau ständig meine Terminblocker rein, wo immer ich eine Lücke seh.
Pünktlich mit dem Arbeitsbeginn stellt sich auch wieder das Schmerzprogramm vom Fuß ein. Den ganzen Urlaub über hatte ich Ruhe, hab den Fuß geschont, es war herrlich. Ich bin einfach aufgestanden und weggegangen!!
Jetzt brauch ich lange, vom Auto zum Haus. Willkommen zurück, Schmerzen.

Wir - neeee! ich hab Sohnemanns Schwert bestellt! Ein gotisches Anderthalbhänder. Mit schwarzem Griffband. Cool ... dauert ca 4 Wochen bis es geliefert wird. 150 Euronen. Das Pflegeöl dafür ist schon da :-))


Und jetzt gibts Abendessen :-)

Samstag, 4. Juni 2016

Hans Sachs Chor

schau was ich gefunden hab:





Heute ist mein letzter Tag allein zu Haus gewesen.
Ich hab es so genossen, zwar hab ich mir auch jeden Tag aufs neue vorgenommen, was zu tun - ausmisten aufräumen Wäsche - aber überwiegend war ich faul und hab die Ruhe um mich genossen. Es war wirklich super, meine Güte, ich könnt mich dran gewöhnen!! So herrlich, allein zu sein !

Papa ist heute bei Rock im Park, Sohn sitzt glücklich am Pc und Tochter ist gerade da - IKARUS Festival am Memmingerberg. Das ist zwischen Ulm und Kempten.
Da ist sie gerade: